Non-entry for insufficient reasoning in direct federal tax appeal

2C_73/2007Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico22 mar 2007Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The Bern tax administration assessed unexplained income for 1999 and 2000 and the cantonal tax appeal commission increased the taxable amount on reformatio in peius. The taxpayers then filed a complaint to the Federal Supreme Court seeking to eliminate the year taxes for direct federal tax. The court held that the complaint was obviously inadmissible because it did not address the reasoning of the cantonal decision and did not satisfy the statutory duty to reason under Art. 42 BGG. The court therefore declined to enter into the case and imposed a reduced court fee of CHF 500 on the appellants jointly and severally, without awarding party compensation.

Massima Omnilex

Art. 42 BGG, Art. 108 BGG; admissibility of an appeal in public law matters and requirement of substantiated reasoning. The appellant must, in concise and issue-specific form, indicate which considerations of the challenged decision are attacked and in what respect they allegedly violate federal law. A submission that merely reiterates earlier arguments or fails to engage with the decisive reasoning is inadmissible. In the summary procedure under Art. 108 BGG, non-compliance with the reasoning requirement justifies non-entry without further exchange of briefs or file consultation (consid. 2-3).

Testo completo

{T 0/2}
2C_73/2007 /leb

Urteil vom 22. März 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Häberli.

Parteien
X.________ und Y.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern,
Postfach 8334, 3001 Bern,
Steuerrekurskommission des Kantons Bern,
Postfach 54, 3097 Liebefeld.

Gegenstand
direkte Bundessteuer 1999/2000,

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid der Steuerrekurskommission
des Kantons Bern vom 13. Februar 2007.

Das Bundesgericht hat zieht in Erwägung:
1.
Aufgrund eines Vermögensvergleichs hat die Steuerverwaltung des Kantons Bern bei X.________ und Y.________ in den Jahren 1999 und 2000 ein "Einkommensmanko" von (netto) 21'600 Franken pro Jahr ermittelt. Sie schloss in diesem Umfang auf ein ausserordentliches Einkommen während der Bemessungslücke, welches sie bei den Staats- und Gemeindesteuern sowie der direkten Bundessteuer 1999 und 2000 je einer Jahressteuer unterwarf (Verfügungen vom 22. April 2004). Nach erfolglosem Einspracheverfahren gelangten X.________ und Y.________ an die Steuerrekurskommission des Kantons Bern, welche ihre Einwände verwarf und das der Jahressteuer unterliegende ausserordentliche Einkommen im Rahmen einer reformatio in peius auf 33'000 Franken pro Jahr bestimmte (Entscheid vom 13. Februar 2007).
2.
Am 19. März 2007 haben X.________ und Y.________ beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlichrechtlichen Angelegenheiten eingereicht mit dem sinngemässen Antrag, den Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Bern aufzuheben, soweit er die direkte Bundessteuer betrifft, und auf die Erhebung der Jahressteuern 1999 und 2000 zu verzichten. Die Beschwerde ist offensichtlich unzulässig, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten ist, ohne dass Akten oder Vernehmlassungen einzuholen wären; die Begründung kann sich dabei auf eine kurze Angabe der Unzulässigkeitsgründe beschränken (vgl. Art. 108 Abs. 3 BGG).
3.
Gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Beschwerdeschrift die Begehren und deren Begründung zu enthalten; im Rahmen der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. zum alten Recht: BGE 118 Ib 134; 131 II 449 E. 1.3 S. 452). Genügt eine Eingabe diesen Anforderungen nicht, tritt das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein. Entsprechendes ist vorliegend der Fall, zumal die Beschwerdeführer in ihrer Eingabe mit keinem Wort Bezug auf die Erwägungen der Vorinstanz nehmen und insbesondere nicht darlegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzen könnte. Wie ihr Buchhalter die Investitionen in die Privatliegenschaft deklarierte (ob als werterhaltend oder wertvermehrend), ist für die beurteilte Rechtsfrage (ob die Beschwerdeführer Mittel investierten, deren Herkunft sie nicht erklären konnten) völlig unbeachtlich und vermag als Begründung deshalb nicht zu genügen.
4.
Bei diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdeführer kostenpflichtig (vgl. Art. 65 f. BGG), wobei ihrer offenbar schwierigen finanziellen Situation bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr Rechnung getragen wird (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientschädigung ist keine auszurichten (vgl. Art. 68 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 108 BGG:
1.
Auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird den Beschwerdeführern unter Solidarhaft auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der Steuerverwaltung und der Steuerrekurskommission des Kantons Bern sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 22. März 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

taxationinadmissibilityreasoning requirementsummary procedurecourt costsreformatio in peius

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal in public law matters was sufficiently reasoned to be admissible

Decisione estratta

The appeal did not meet the statutory reasoning requirements because it failed to engage with the cantonal decision and did not show any violation of law.

Motivazione estratta

Under Art. 42 BGG, the appellant must explain in a focused way how the challenged decision violates the law. The filing contained no reference to the lower court's reasoning; the disputed treatment of the renovation expenses was irrelevant to the legal issue.

Questione giuridica chiave

Allocation of court costs after non-entry

Decisione estratta

The appellants had to bear the court fee, reduced in view of their financial situation, and no party compensation was awarded.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome under the Federal Supreme Court Act; the court expressly took the appellants' difficult financial circumstances into account when fixing the fee.

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