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2C_641/2010 ΓÇó Federal Court lacks jurisdiction over detention appeal
2C_641/2010Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico16 ago 2010Inadmissible
X.________ challenged the Bern detention court's confirmation of immigration detention before the Federal Court. The Court held that the detention court was not a last cantonal instance and not an upper cantonal court within the meaning of Art. 86 BGG. Accordingly, the public-law appeal was inadmissible. The filing was transmitted to the Bern Administrative Court, which was the competent cantonal remedy court under the transitional cantonal regulation. No court costs were levied.
Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG; admissibility of a public-law appeal against cantonal decisions on coercive measures in immigration law. The Federal Court may hear such appeals only against decisions of the last cantonal instance, which must be an upper cantonal court. A detention review decision rendered by a non-upper court is not directly challengeable before the Federal Court. In such a case, the filing is to be forwarded to the competent cantonal appellate authority, if a cantonal remedy is available (consid. 1). Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG where the circumstances so justify (consid. 2).
{T 0/2}
2C_641/2010
Urteil vom 16. August 2010
II. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern.
Gegenstand
Durchsetzungshaft,
Beschwerde gegen den Entscheid des Haftgerichts III Bern-Mittelland, Haftrichter 6a, vom 12. August 2010.
Nach Einsicht
in den Entscheid des Haftgerichts III Bern-Mittelland vom 12. August 2010, womit die gegen den nigerianischen Staatsangehörigen X.________, geboren 1.4.1989, angeordnete Durchsetzungshaft bis am 11. Oktober 2010 bestätigt wird,
in die vom 11. August 2010 datierte Eingabe von X.________ (Postaufgabe 12. August, Eingang beim Bundesgericht 16. August 2010), worin dieser, unter Bezugnahme auf den Entscheid des Haftgerichts, das Bundesgericht um Hilfe bittet und insofern sinngemäss gegen die Haftbestätigung Beschwerde führt,
in Erwägung,
dass Entscheide betreffend Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht letztinstanzlich mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht angefochten werden können,
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nur zulässig ist gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen, wobei es sich dabei um obere Gerichte handeln muss (Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG),
dass es sich beim Haftgericht III Bern-Mittelland nicht um ein oberes kantonales Gericht im Sinne von Art. 86 Abs. 2 BGG (vgl. BGE 135 II 94) und auch nicht um eine letzte kantonale Instanz handelt,
dass vielmehr gegen dessen Entscheid innert zehn Tagen Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern eingereicht werden kann (Übergangsregelung gemäss Art. 2 und 3 der Verordnung des Regierungsrats des Kantons Bern vom 18. März 2009 über die richterliche Überprüfung von Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht [AuZMV])
dass mithin das Bundesgericht zur Behandlung der Eingabe vom 11. August 2010 nicht zuständig ist und sie dem Verwaltungsgericht zwecks (allfälliger) Behandlung als Beschwerde zu überweisen ist,
dass es sich unter den gegeben Umständen rechtfertigt, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG),
erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Eingabe vom 11. August 2010 wird an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern überwiesen.
3.
Es werden keine Kosten erhoben.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern, dem Haftgericht III Bern-Mittelland, Haftrichter 6a, sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. August 2010
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Zünd Feller