Presumed tourist tax liability of holiday apartment owner

2C_640/2007Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico20 nov 2007Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed an appeal against tourist tax charges of CHF 1,110 imposed by Adelboden tourism for a holiday apartment in the period from 1 May 2004 to 30 April 2007. It upheld the cantonal finding that an owner of a holiday flat can be presumed to be tax liable absent substantiated information showing non-use. The appellant had not provided such details. The court also rejected the argument that his father’s family flat-rate payment covered him, because the charge related to a different apartment. The appellant was ordered to pay court costs, and no party compensation was granted.

Massima Omnilex

Art. 109 BGG; tourist-tax liability of owners of holiday apartments; presumption of occasional use and burden of rebuttal. The authority may, in accordance with cantonal practice, presume tourist-tax liability of the owner or long-term tenant of a holiday apartment if no substantiated information is provided on the actual use of the dwelling. The presumption is not arbitrary where the person concerned fails to allege concrete facts capable of rebutting it (consid. 3.2). A family flat-rate paid for another apartment does not exempt the addressee from liability for a different unit, and the argument of double taxation fails absent identity of the taxable object (consid. 3.3). In manifestly unfounded cases, the Federal Supreme Court may decide under the simplified procedure without exchange of written submissions.

Testo completo

{T 0/2}
2C_640/2007/leb

Urteil vom 20. November 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Karlen,
Gerichtsschreiber Häberli.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Einwohnergemeinde Adelboden, handelnd durch
den Gemeinderat, Zelgstrasse 3, 3715 Adelboden, Beschwerdegegnerin,
Regierungsstatthalteramt Frutigen,
Amthaus, Postfach 61, 3714 Frutigen,
Verwaltungsgericht des Kantons Bern,
Speichergasse 12, 3011 Bern.

und

Verein Adelboden Tourismus,
Dorfstrasse 23, 3715 Adelboden,

Gegenstand
Kurtaxe,

Beschwerde gegen das Urteil der Einzelrichterin
der Verwaltungsrechtlichen Abteilung des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 16. Oktober 2007.

Erwägungen:
1.
Mit Verfügung vom 9. August 2006 verpflichtete der Verein Adelboden Tourismus X.________, für die Zeitspanne vom 1. Mai 2004 bis zum 30. April 2007 Kurtaxen von insgesamt 1'110 Franken zu bezahlen (drei jährliche Angehörigenpauschalen [vgl. E. 3.1] von 370 Franken). Hiergegen beschwerte sich X.________ erfolglos beim Regierungsstatthalter von Frutigen und anschliessend beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern (Urteil der Einzelrichterin vom 16. Oktober 2007).
2.
Am 12. November 2007 hat X.________ beim Bundesgericht "staatsrechtliche Beschwerde" (recte: Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) eingereicht mit dem Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben. Ob seine Eingabe den gesetzlichen Begründungsanforderungen von Art. 42 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG genügt (vgl. BGE 118 Ib 134; 131 II 449 E. 1.3 S. 452), erscheint - zumal er sich nur ganz am Rand auf verfassungsmässige Rechte beruft und ansonsten rein appellatorisch argumentiert - zweifelhaft. Wie es sich damit verhält, kann aber offen bleiben, weil die Beschwerde ohnehin im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG mit summarischer Begründung und unter Verzicht auf Einholung von Akten und Vernehmlassungen abzuweisen ist.
3.
3.1 Die Gemeinde Adelboden erhebt von natürlichen Personen mit auswärtigem Wohnsitz, welche auf Gemeindegebiet übernachten, eine Kurtaxe (Art. 1 Abs. 1 des Kurtaxenreglements vom 10. Mai 1993 [KTR] in Verbindung mit Art. 263 Abs. 2 des Berner Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG/BE]). Eigentümer, Nutzniesser und Dauermieter von Ferienwohnungen haben die Kurtaxe in Form einer Jahrespauschale zu entrichten (Art. 5 KTR in Verbindung mit Art. 263 Abs. 3 StG/BE). Mit der sog. Angehörigenpauschale bezahlt der Besitzer einer Ferienwohnung die Kurtaxe für sich selber und seinen Ehegatten sowie für alle weiteren Hausgenossen und die Verwandten in gerader Linie, die voll- und halbblütigen Geschwister, die Adoptiveltern und Adoptivkinder, je einschliesslich deren Ehegatten (Art. 6 Abs. 1 KTR). Sie beträgt für das erste Zimmer der Ferienwohnung 210 Franken und erhöht sich für jedes weitere Zimmer um 80 Franken, wobei die maximale Angehörigenpauschale 450 Franken beträgt (vgl. Art. 7 KTR).

3.2 Der Beschwerdeführer ist - zu rund einem Viertel (113/450) - Miteigentümer eines Mehrfamilienhauses in Adelboden. Er wird deshalb vom Verein Adelboden Tourismus bezüglich der Kurtaxe als "Ansprecher" für eine 3-Zimmer-Wohnung behandelt, obschon er stets bestritten hat, die betreffende Wohnung zu nutzen. Gemäss Praxis des Berner Verwaltungsgerichts wird bei Eigentümern und Dauermietern vermutet, dass sie oder ihre Angehörigen sich gelegentlich in ihrer Ferienwohnung aufhalten und so kurtaxpflichtig werden. Mit Blick auf die Tatsache, dass der Beschwerdeführer keinerlei Angaben darüber gemacht hatte, wie sich die Nutzungsverhältnisse bezüglich der ihm zugerechneten Wohnung präsentieren, hat es das Bundesgericht als verfassungskonform erachtet, dass er für die Zeitspanne vom 1. Mai 2002 bis zum 30. April 2004 kurtaxpflichtig erklärt worden ist (Urteil 2P.14/2006 vom 26. Mai 2006). An diesen Voraussetzungen hat sich nichts geändert, so dass die Kurtaxpflicht des Beschwerdeführers auch für die streitbetroffene Zeitspanne vom 1. Mai 2004 bis zum 30. April 2007 willkürfrei vermutet werden kann, zumal dieser nach wie vor keine substantiierten Angaben zur Nutzung der fraglichen 3-Zimmer-Wohnung gemacht hat.
3.3 Weiter hat das Verwaltungsgericht festgehalten, der Beschwerdeführer könne aus dem Umstand, dass bereits sein Vater eine Angehörigenpauschale entrichtet habe, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Dies aus dem Grund, dass er selber für eine andere Wohnung des Mehrfamilienhauses in Anspruch genommen werde als sein Vater. Das scheint der Beschwerdeführer zu verkennen, wenn er sich vor Bundesgericht implizit darauf beruft, als "Verwandter in gerader Linie" in die Angehörigenpauschale seines Vaters eingeschlossen zu sein. Gleich verhält es sich mit der Rüge, seine Übernachtungen in Adelboden würden (ohne gesetzliche Grundlage) doppelt mit Kurtaxen belegt. Von einer Verletzung des Willkürverbots durch das Berner Verwaltungsgericht kann auch insoweit keine Rede sein.
4.
Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientschädigung ist keine auszurichten (Art. 68 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Regierungsstatthalteramt Frutigen, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Verein Adelboden Tourismus schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. November 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

tourist taxholiday apartmentpresumptionoccasional useflat-rate taxationdouble taxationcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appellant was liable for tourist tax for the apartment period 1 May 2004 to 30 April 2007.

Decisione estratta

The presumed tourist-tax liability was lawful because, as co-owner of a holiday apartment, the appellant could be treated as an addressee absent substantiated contrary information on actual use.

Motivazione estratta

The court relied on the established presumption for owners and long-term tenants that they or their relatives may stay in the holiday apartment from time to time. The appellant provided no substantiated details on the apartment’s use, so the presumption remained unchallenged.

Questione giuridica chiave

Whether payment of an Angehörigenpauschale by the appellant’s father excluded or duplicated the appellant’s tourist tax liability.

Decisione estratta

No relief followed, because the appellant was charged for a different apartment than his father and therefore could not invoke inclusion in his father’s family flat-rate.

Motivazione estratta

The court held that the father’s flat-rate payment concerned another apartment in the same building. The argument of impermissible double taxation therefore failed.

Questione giuridica chiave

Whether the complaint met the federal appeal reasoning requirements.

Decisione estratta

The court left this open, because the appeal would in any event fail under the simplified procedure.

Motivazione estratta

Any possible deficiency in the reasoning under Arts. 42 and 106 BGG did not need to be decided since the appeal was manifestly unfounded.

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