Non-entry for insufficiently substantiated tax appeal

2C_623/2010Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico30 ago 2010Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against a cantonal non-entry decision in a 2005 real-estate capital gains tax matter. It held that the appellant did not substantively challenge the decisive reasoning of the cantonal court, so the appeal lacked the required reasoning under Art. 42 BGG. The single judge therefore issued a non-entry decision in simplified procedure under Art. 108 BGG. The court also noted that any challenge to the federal judgment of 16 November 2009 would in any event have been untimely and unsupported by statutory revision grounds. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1-2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; non-entry for manifestly insufficient reasoning. A federal appeal must engage with the decisive considerations of the challenged decision and, in condensed form, show wherein the law was violated. Where the appellant merely reiterates prior arguments or fails to address the ratio decidendi, the submission is manifestly inadmissible and may be disposed of by the single judge under the simplified procedure. Possible revision grounds under Art. 121-123 BGG must be invoked specifically; otherwise, a purported revision request is also unenforceable, and an untimely filing is excluded under Art. 124 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
2C_623/2010

Urteil vom 30. August 2010
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kantonale Steuerverwaltung Schaffhausen.

Gegenstand
Grundstückgewinnsteuer 2005; Revision gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 15. Mai 2009.

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 2. Juli 2010.

Erwägungen:

1.
Mit Entscheid vom 15. Mai 2009 wies das Obergericht des Kantons Schaffhausen einen Rekurs von X.________ betreffend die im Zusammenhang mit einer 2005 erfolgten Liegenschaftsveräusserung erhobene Grundstückgewinnsteuer ab. Dieser erhob dagegen am 17. Juni 2009 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht; zudem reichte er am 18. August 2009 beim Obergericht selber eine diesbezügliche "Revisionsbeschwerde" ein. Das Bundesgericht wies die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit Urteil 2C_398/2009 vom 16. November 2009 ab, soweit es darauf eintrat. Nachdem X.________ im Rahmen des kantonalen Revisionsverfahrens zum bundesgerichtlichen Urteil Stellung genommen hatte, trat das Obergericht am 2. Juli 2010 auf das Revisionsgesuch nicht ein.

Mit am 4. August 2010 bei der Post aufgegebener, mit dem Datum des 5. August 2010 versehener Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt X.________ dem Bundesgericht im Wesentlichen, der Entscheid des Obergerichts vom 2. Juli 2010 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass keine Grundstückgewinnsteuer auf der fraglichen Liegenschaftsveräusserung erhoben werden könne.

2.
Gemäss Art. 42 BGG haben Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten (Abs. 1). Dabei ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletze (Abs. 2). Erforderlich ist eine sachbezogene Begründung, das heisst eine Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids ausschlaggebenden Erwägungen der Vorinstanz.
Gegenstand des angefochtenen Entscheids bildet ausschliesslich die Frage, ob einer der gesetzlichen Revisionsgründe gegeben sei, was dem Obergericht ausnahmsweise ein Zurückkommen auf seinen Entscheid vom 15. Mai 2009 erlaubt bzw. es dazu verpflichtet hätte. Das Obergericht hat im Entscheid vom 2. Juli 2010 dargelegt, dass keines der Vorbringen des Beschwerdeführers im Revisionsverfahren geeignet sei, eine Revision zu rechtfertigen, wobei es auch auf das Verhältnis zwischen dem bundesgerichtlichen Urteil 2C_398/2009 vom 16. November 2009 und dem kantonalen Revisionsverfahren hinwies. Zu diesen für das Ergebnis des kantonalen Revisionsentscheids ausschlaggebenden Erwägungen lässt sich der Beschwerdeschrift vom 4./5. August 2010 nichts, jedenfalls nichts Substantielles entnehmen. Sie enthält mithin offensichtlich keine hinreichende Begründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), und auf die Beschwerde ist mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass auch einer formgerecht begründeten Beschwerde kaum Erfolg beschieden gewesen wäre, lässt sich doch angesichts der einleuchtenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids nicht erkennen, inwiefern das Nichteintreten auf das Revisionsgesuch mit schweizerischem Recht (Art. 95 BGG) nicht vereinbar wäre.

3.
Gewisse Ausführungen in der Beschwerdeschrift (Ziff. 10 S. 4 und 5) könnten dahingehend verstanden werden, dass der Beschwerdeführer auch eine Revision des bundesgerichtlichen Urteils vom 16. November 2009 in Betracht zog. Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben, da nichts geltend gemacht wird, was sich unter einen der gesetzlichen Revisionsgründe im Sinne von Art. 121 - 123 BGG subsumieren liesse, und ohnehin die Rechtsschrift vom 4./5. August 2010 als Revisionsgesuch offensichtlich verspätet wäre (vgl. Art. 124 BGG).

4.
Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Obergericht des Kantons Schaffhausen und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. August 2010

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller

Parole chiave

taxationreal estate capital gains taxrevisionnon-entrysubstantiationsimplified procedurecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal met the substantiation requirements of Art. 42 BGG

Decisione estratta

No. The filing did not address the decisive reasoning of the cantonal court and was therefore manifestly insufficiently reasoned.

Motivazione estratta

An appeal must concretely explain how the challenged decision violates the law. The appellant did not engage with the grounds for the cantonal non-entry decision.

Questione giuridica chiave

Whether the Court should enter into the appeal under simplified procedure

Decisione estratta

No. Because the appeal was manifestly inadmissible, the single judge could refuse entry under Art. 108 BGG.

Motivazione estratta

The lack of any substantive reasoning justified non-entry in the simplified procedure.

Questione giuridica chiave

Costs

Decisione estratta

Court costs were imposed on the appellant.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome of the proceedings.

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