Asylum appeal inadmissible before Federal Supreme Court

2C_538/2014Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico6 giu 2014Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court held that the challenge to the Federal Administrative Court's interim asylum decision was inadmissible under the BGG asylum appeal bar, which also extends to procedural interlocutory decisions. A subsidiary constitutional complaint was likewise unavailable against a Federal Administrative Court ruling. The Court therefore did not enter into the appeal, rejected the request for free legal aid as hopeless, and imposed court costs of CHF 300 on the appellant.

Massima Omnilex

Art. 83 lit. d Ziff. 1 BGG; Art. 108 BGG; exclusion of public-law appeals in asylum matters also applies to procedural interim decisions by virtue of the unity of proceedings. A subsidiary constitutional complaint is not admissible against decisions of the Federal Administrative Court. Where the filing is manifestly hopeless, legal aid under Art. 64 BGG must be refused. Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG; no party compensation is due under Art. 68 Abs. 3 BGG.

Testo completo

{T 0/2}

2C_538/2014

Urteil vom 6. Juni 2014

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration,
Quellenweg 6, 3003 Bern.

Gegenstand
Asyl und Wegweisung, Ausstandsbegehren,

Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung V,
vom 21. Mai 2014.

Erwägungen:

1.

A.________ ersuchte nach einem Aufenthalt zu Studienzwecken am 2. September 2013 in der Schweiz um Asyl. Das Bundesamt für Migration (BFM) entschied am 11. Dezember 2013 negativ und wies ihn weg. A.________ gelangte hiergegen an das Bundesverwaltungsgericht, dessen Instruktionsrichterin am 1. April 2014 das mit seiner Eingabe verbundene Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abwies und ihm Frist bis zum 16. April 2014 setzte, um den Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zu leisten, andernfalls auf seine Eingabe nicht eingetreten werde. In der Folge wandte der Beschwerdeführer sich mit einem Ausstandsgesuch gegen die Instruktionsrichterin an die Abteilung V des Bundesverwaltungsgerichts, welche das Begehren am 21. Mai 2014 abwies, soweit darauf einzutreten war. Sie überwies die Akten zur Weiterführung des Beschwerdeverfahrens an die bisherige Instruktionsrichterin. A.________ ist mit mehreren Eingaben an das Bundesgericht gelangt (überschrieben mit "Beschwerdeschrift" bzw. "Berufungseinlegung"), worin er geltend macht, sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung sei zu Unrecht abgewiesen worden und alle an den verschiedenen Verfahren beteiligten Richter des Bundesverwaltungsgerichts seien befangen.

2.

Auf die vorliegenden Eingaben ist ohne Weiterungen durch den Präsidenten als Instruktionsrichter im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten: Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist ausgeschlossen gegen Entscheide auf dem Gebiet des Asyls ausserhalb eines Auslieferungsverfahrens (Art. 83 lit. d Ziff. 1 BGG [SR 173.110]); dies gilt gestützt auf den Grundsatz der Einheit des Verfahrens auch für prozessuale Zwischenentscheide. Die verschiedenen Eingaben können auch nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegengenommen werden, da diese nur gegen kantonale Entscheide, indessen nicht gegen solche des Bundesverwaltungsgerichts offensteht (vgl. Art. 113 BGG; vgl. zum Ganzen: PETER UEBERSAX, Le Tribunal fédéral et l'asile, in: Cesla Amarelle [Hrsg.], Le droit d'asile face aux réformes: Fondements et enjeux dans la pratique, 2013, S. 15 ff., dort S. 16; FLORENCE AUBRY GIRARDIN, in: Corboz et al. [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 65a). Mit dem vorliegenden Prozessentscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.

3.

Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist wegen Aussichtslosigkeit der Eingaben abzuweisen (vgl. Art. 64 BGG). Es sind keine Parteientschädigungen geschuldet (vgl. Art. 68 Abs. 3 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

2.1. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.

2.2. Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung V, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Juni 2014
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar

Parole chiave

asyluminadmissibilityinterim decisionlegal aidrecusalcourt costssubsidiary constitutional complaintprocedural bar

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal against the Federal Administrative Court's interim asylum order was admissible before the Federal Supreme Court.

Decisione estratta

The appeal was inadmissible because appeals in asylum matters are excluded, including procedural interim decisions.

Motivazione estratta

Art. 83 lit. d no. 1 BGG bars public law appeals in asylum matters outside extradition proceedings; by the unity of proceedings this exclusion also covers interim procedural decisions. Subsidiary constitutional complaint is unavailable against Federal Administrative Court decisions.

Questione giuridica chiave

Whether the request for free legal aid and representation should be granted.

Decisione estratta

The request was refused because the filing was hopeless.

Motivazione estratta

Under Art. 64 BGG, legal aid requires non-frivolous prospects of success; that condition was not met.

Questione giuridica chiave

Who bears the court costs and whether party compensation is due.

Decisione estratta

The appellant must pay court costs; no party compensation is owed.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG, and no compensation is due under Art. 68 Abs. 3 BGG.

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