Detention upheld due to risk of absconding in removal detention

2C_454/2008Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico25 giu 2008Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

X. challenged the Zug migration authority’s order of removal detention and sought release. The Federal Court, in simplified proceedings, held that he remained subject to detention because he had been finally removed in asylum proceedings, refused to leave Switzerland, had used a false identity card, had been active in drug dealing, and had previously vanished, all indicating a risk of absconding. His renewed complaints about persecution in the home country were inadmissible in this detention review. The appeal was dismissed insofar as entered, and no court costs were charged.

Massima Omnilex

Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3–5 AuG; detention review after a final asylum non-entry decision: removal detention is lawful where concrete circumstances show a risk of absconding, in particular prior disappearance, refusal to depart, deception as to identity, and criminal activity. In detention proceedings the person concerned may not reopen finally decided asylum claims or alleged persecution in the country of origin (consid. 2.1–2.2). Where the appeal is manifestly unfounded, the Federal Court may dispose of it summarily under Art. 109 BGG. No court costs may be waived in view of the circumstances under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
2C_454/2008/ble

Urteil vom 25. Juni 2008
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Müller,
Bundesrichterin Aubry Girardin,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Migration des Kantons Zug.

Gegenstand
Ausschaffungshaft,

Beschwerde gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Haftrichter,
vom 13. Juni 2008.

Erwägungen:

1.
X.________ (geb. 1972) ist nach eigenen Angaben kamerunischer Staatsbürger, dürfte jedoch nach den bisherigen Abklärungen eher aus Nigeria stammen. Er durchlief in der Schweiz erfolglos ein Asylverfahren. Vom 14. Mai bis zum 11. Juni 2008 befand er sich in Untersuchungshaft (Drogenhandel); tags darauf nahm ihn das Amt für Migration des Kantons Zug in Ausschaffungshaft, welche der Haftrichter am Verwaltungsgericht des Kantons Zug am 13. Juni 2008 prüfte und bis zum 10. September 2008 bestätigte. X.________ wandte sich am 18. Juni 2008 mit einem "Letter of an Appeal" gegen diesen Entscheid. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug leitete sein Schreiben am 20. Juni 2008 zuständigkeitshalber an das Bundesgericht weiter. X.________ beantragt sinngemäss, aus der Haft entlassen zu werden.

2.
Die Eingabe ist - soweit sich der Beschwerdeführer darin überhaupt sachbezogen mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzt und nicht lediglich allgemeine Kritik an der schweizerischen Asylpolitik übt (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG) - offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden:

2.1 Der Beschwerdeführer ist im Asylverfahren rechtskräftig aus der Schweiz weggewiesen worden (Nichteintretensentscheid des Bundesamts für Migration vom 5. September 2007, bestätigt durch das Bundesverwaltungsgericht am 18. September 2007); er weigert sich jedoch nach wie vor, das Land freiwillig zu verlassen. Der Beschwerdeführer wurde als Kleindealer in der Drogenszene aktiv, versuchte die Behörden mit einer gefälschten Identitätskarte über seine Personalien zu täuschen und ist hier bereits einmal ohne Adressangabe verschwunden. Gestützt auf dieses Verhalten besteht bei ihm "Untertauchensgefahr" im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 und 4 AuG [SR 142.20]; BGE 130 II 56 E. 3.1 S. 58 f.); zudem erfüllt er den Haftgrund von Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 AuG (asylrechtlicher Nichteintretensentscheid).

2.2 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, in seiner Heimat verfolgt zu werden, verkennt er, dass hierüber im Asylverfahren rechtskräftig entschieden wurde und er diese Frage im Haftprüfungsverfahren nicht mehr aufwerfen kann (vgl. BGE 128 II 193 E. 2.2 S. 197 ff.; 125 II 217 E. 2 S. 220). Hinsichtlich seines Einwands, bei einer Haftentlassung bereit zu sein, sich in einen Drittstaat zu begeben, ist nicht ersichtlich, wie er dies ohne Reisepapiere rechtmässig tun könnte; nur sein Heimatstaat ist verpflichtet, ihn gegebenenfalls auch ohne solche zurückzunehmen (vgl. BGE 133 II 97 E. 4.2.2). Der Beschwerdeführer kann die Dauer seiner ausländerrechtlich begründeten Festhaltung verkürzen, indem er bei der Organisation seiner Heimkehr mit den Behörden zusammenarbeitet. Für alles Weitere wird auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).

3.
Aufgrund der Umstände rechtfertigt es sich, keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Parteientschädigungen sind nicht geschuldet (Art. 68 BGG). Das Amt für Migration des Kantons Zug wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Haftrichter, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. Juni 2008
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Hugi Yar

Parole chiave

removal detentionrisk of abscondingasylumnon-entry decisionidentity deceptiondrug dealingdetention reviewcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether removal detention was lawful based on risk of absconding and the asylum non-entry decision.

Decisione estratta

Yes. The appellant’s conduct established a risk of absconding, and the asylum non-entry decision also supported detention.

Motivazione estratta

He had been finally removed in asylum proceedings, refused to leave voluntarily, had dealt drugs, used a forged identity card, and had previously disappeared without an address. These circumstances met Art. 76(1)(b) nos. 3, 4 and 5 AuG.

Questione giuridica chiave

Whether alleged persecution in the home country and willingness to travel to a third state justified release from detention.

Decisione estratta

No. Those arguments could not be raised again in the detention review, and lawful transfer to a third state was not shown.

Motivazione estratta

The asylum issue was finally decided and could not be reopened in detention proceedings. Without travel documents, departure to a third state was not legally or practically established; only the home state had a duty to readmit him if necessary.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be imposed.

Decisione estratta

No costs were charged because of the circumstances.

Motivazione estratta

The Federal Court exercised its discretion not to levy judicial costs.

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