Immigration detention upheld after asylum rejection

2A.89/2005Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico21 feb 2005Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed the detained person's administrative law appeal against the Zurich detention order. It held that the asylum case had ended with a final removal decision, so the independent detention ground under Art. 13b(1)(d) ANAG was satisfied. The applicant still had no valid travel documents and had not shown any unlawful delay by the authorities in organizing removal. The complaint also failed because it did not engage with the reasoning of the lower court. No court fee was charged.

Massima Omnilex

Art. 13b Abs. 1 lit. d ANAG; deportation detention after a final removal decision in the asylum procedure. The existence of a legally enforceable removal order following non-entry into the asylum request constitutes an independent ground for detention. Detention remains lawful where the foreigner lacks valid travel documents and no undue inactivity by the authorities is shown in the organization of removal. A federal appeal lacking engagement with the reasoning of the challenged decision is not sufficiently reasoned and may be dismissed insofar as admissible (consid. 1-3).

Testo completo

{T 0/2}
2A.89/2005 /leb

Urteil vom 21. Februar 2005
II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Betschart, Müller,
Gerichtsschreiber Küng.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Migrationsamt des Kantons Zürich,
Berninastrasse 45, Postfach, 8090 Zürich,
Bezirksgericht Zürich, Haftrichter,
Wengistrasse 28, Postfach, 8026 Zürich.

Gegenstand
Ausschaffungshaft gemäss Art. 13b ANAG,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich, Haftrichter, vom 2. Februar 2005.

Sachverhalt:
A.
Der angeblich aus Zimbabwe stammende X.________ (geb. 1985) reiste am 15. März 2004 mit dem Flugzeug und ohne Pass und Visum in die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch. Am 29. März 2004 trat das Bundesamt für Flüchtlinge auf das Gesuch nicht ein und wies den Gesuchsteller aus der Schweiz weg. Die von X.________ dagegen gerichtete Beschwerde wies die Schweizerische Asylrekurskommission mit Urteil vom 19. April 2004 ab. Nachdem X.________ ohne Erfolg wiederholt aufgefordert worden war, die Schweiz zu verlassen, verfügte das Migrationsamt des Kantons Zürich am 1. Februar 2005 gegen ihn die Ausschaffungshaft bis zum 30. April 2005. Tags darauf prüfte und genehmigte der Haftrichter am Bezirksgericht Zürich die Ausschaffungshaft.
B.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 7./10. Februar 2005 beantragt X.________ dem Bundesgericht sinngemäss, ihn aus der Ausschaffungshaft zu entlassen.
Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Der Beschwerdeführer wurde im Rahmen des von ihm eingeleiteten Asylverfahrens durch rechtskräftigen Entscheid im Sinne von Art. 13b des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG; SR 142.20) aus der Schweiz weggewiesen. Nachdem das Bundesamt für Flüchtlinge gestützt auf Art. 32 Abs. 2 lit. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG; SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, liegt der (selbständige) Haftgrund gemäss Art. 13b Abs.1 lit. d ANAG vor, der schon allein für die Anordnung der Ausschaffungshaft ausreicht (BGE 130 II 488 E. 3.2).
2.
Dem Beschwerdeführer, der bis heute über kein gültiges Ausweispapier seiner angeblichen Heimat verfügt und dessen Identität noch nicht zweifelsfrei festgestellt werden konnte, wurde zunächst Gelegenheit gegeben, selber die notwendigen Schritte zur Papierbeschaffung für seine Ausreise zu unternehmen. Dass die Behörden in dieser Hinsicht untätig gewesen seien und deshalb seit der Wegweisung bis zur Haftanordnung übermässig Zeit verstrichen wäre (vgl. BGE 130 II 488 E. 3.4 und 4), macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist auf Grund der Akten auch zu verneinen.
3.
Die Beschwerde ist aus diesen Gründen abzuweisen, soweit darauf überhaupt einzutreten ist, da sich der Beschwerdeführer mit der Begründung des angefochtenen Entscheides überhaupt nicht auseinandersetzt, womit es an einer sachbezogenen Begründung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde fehlt (vgl. BGE 123 V 335 mit Hinweisen). Bei diesem Ausgang des Verfahrens vor Bundesgericht wären die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Es rechtfertigt sich indessen, (praxisgemäss) von der Erhebung einer Gerichtsgebühr abzusehen (vgl. Art. 153a Abs. 1 OG). Das Amt für Migration wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass der vorliegende Entscheid dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Migrationsamt des Kantons Zürich und dem Bezirksgericht Zürich, Haftrichter, sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 21. Februar 2005
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

immigration detentionasylumremoval ordertravel documentsinadmissible appealprocedural reasoningcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the ground for deportation detention under Art. 13b(1)(d) ANAG was met after the asylum rejection and removal order.

Decisione estratta

Yes. The applicant had been removed by a final decision in his asylum procedure, so the detention ground existed on its own.

Motivazione estratta

The Federal Office for Refugees had not entered into the asylum claim under Art. 32(2)(a) AsylG, and the asylum appeal had been rejected; this satisfied the independent detention ground in Art. 13b(1)(d) ANAG.

Questione giuridica chiave

Whether the authorities had delayed the removal process so that detention became unlawful.

Decisione estratta

No. The file did not show excessive delay by the authorities.

Motivazione estratta

The applicant still lacked valid travel documents and his identity had not been reliably established, but he was first given the opportunity to take steps himself; no undue lapse of time between removal and detention was shown.

Questione giuridica chiave

Whether the complaint was sufficiently reasoned to be heard in full.

Decisione estratta

No. The appeal did not engage with the reasoning of the challenged decision.

Motivazione estratta

Because the appellant failed to address the lower court's grounds, the Federal Supreme Court found the complaint lacked adequate reasoning under the applicable procedural requirements.

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