Inadmissibility of deficient administrative appeal

2A.493/2002Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico4 ott 2002Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The Bern migration authority ordered a Nigerian national not to enter the municipality of Thun. The cantonal administrative court rejected his challenge. On further appeal to the Federal Supreme Court, the filing was held to be manifestly inadmissible because it did not sufficiently engage with the cantonal judgment and did not satisfy the pleading requirements for an administrative law appeal. The Court applied the simplified procedure, declined to charge court fees because of the appellant's financial situation, and ordered no party compensation.

Massima Omnilex

Art. 36a OG, Art. 108 Abs. 2 OG; admissibility of an administrative law appeal and simplified non-entry procedure. An administrative law appeal must set out the relief sought, the reasons, and the evidence and must engage in a concrete, case-related manner with the challenged decision. Even for lay submissions, merely reiterating prior assertions without addressing the decisive grounds is insufficient. If the deficiency is manifest, the Federal Supreme Court may decide in simplified procedure without requesting observations and decline to enter into the appeal. Cost waiver may be granted in light of the appellant's financial situation under Arts. 153 and 154 OG; no party compensation is due where no response was sought.

Testo completo

{T 0/2}
2A.493/2002 /dxc

Urteil vom 4. Oktober 2002
II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Bundesrichter Wurzburger, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Bundesrichter Müller,
Gerichtsschreiber Merz.

X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Migrationsdienst des Kantons Bern,
Eigerstrasse 73, 3011 Bern,
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung,
Speichergasse 12, 3011 Bern.

Fremdenpolizei, Ausgrenzung

(Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 14. Mai 2002)

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Der Migrationsdienst des Kantons Bern wies am 31. Januar 2002 den aus Nigeria stammenden X.________ (geb. 1978) gestützt auf Art. 13e des Bundesgesetzes vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung (ANAG; SR 142.20) an, das Gebiet der Gemeinde Thun - ausgenommen für Vorsprachen nach behördlicher Vorladung - nicht mehr zu betreten. Die hiegegen von X.________ erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern am 14. Mai 2002 ab. Am 15. Juni 2002 hat X.________ ein mit "Beschwerde" übertiteltes und an das Verwaltungsgericht adressiertes Schreiben vom 11. Juni 2002 zur Post aufgegeben. Das Verwaltungsgericht hat X.________ darauf zweimal eine Frist zur Verbesserung seiner Eingabe gewährt. Dieser wiederholte seine Angaben ohne weitere Präzisierungen mit Schreiben vom 2. Juli 2002, worauf das Verwaltungsgericht die Angelegenheit mit Beschluss vom 19. September 2002 an das Bundesgericht weiterleitete.
2.
Die Eingabe des Beschwerdeführers erweist sich als offensichtlich unzulässig, weshalb sie im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 36a OG mit summarischer Begründung und ohne Einholung von Stellungnahmen der betroffenen Behörden zu behandeln ist.
2.1 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten (Art. 108 Abs. 2 OG). Sie muss sich sachbezogen mit dem angefochtenen Entscheid auseinander setzen (vgl. BGE 118 Ib 134 E. 2 S. 135 f.). Auch wenn das Bundesgericht bei Laienbeschwerden keine hohen Anforderungen stellt, genügt diesen vorliegend weder die Eingabe vom 11. Juni 2002 noch diejenige vom 2. Juli 2002. Daher kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
2.2 Bei diesem Verfahrensausgang würde der Beschwerdeführer an sich kostenpflichtig; insbesondere mit Blick auf dessen finanzielle Verhältnisse rechtfertigt es sich aber, von der Erhebung von Gerichtsgebühren abzusehen (vgl. Art. 153 und 154 OG). Parteientschädigungen werden nicht geschuldet (Art. 159 OG).

Es ist durch den Migrationsdienst des Kantons Bern sicherzustellen, dass dem Beschwerdeführer das Urteil eröffnet und verständlich gemacht wird.

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Migrationsdienst und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, sowie dem Bundesamt für Ausländerfragen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 4. Oktober 2002
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

immigrationentry banadmissibilitypleading requirementssimplified procedurecourt fees

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the administrative law appeal met the pleading requirements and was admissible.

Decisione estratta

The filing did not sufficiently address the challenged judgment and lacked adequate requests, reasoning, and evidentiary references; the Court therefore could not enter into the appeal.

Motivazione estratta

Even under lenient standards for laypersons, the submissions of 11 June and 2 July 2002 were not sufficiently reasoned under Art. 108(2) OG. The case was therefore manifestly inadmissible and decided in simplified procedure under Art. 36a OG.

Questione giuridica chiave

Whether court fees should be imposed despite the inadmissibility of the appeal.

Decisione estratta

No court fees were levied in light of the appellant's financial situation.

Motivazione estratta

Although the appellant would normally bear the costs, the Court waived fees under Arts. 153 and 154 OG.

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