No admissibility of appeal against entry ban reconsideration

2A.122/2002Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico12 mar 2002Dismissed

Sintesi

The Federal Court held that an administrative law appeal is not admissible against decisions on entry bans, and this exclusion also covers procedural complaints arising from a refusal to reconsider or non-entry. A constitutional complaint was likewise unavailable because the challenged decision was federal, not cantonal. The court therefore did not enter into the case under the simplified procedure and charged the appellant a court fee of CHF 500.

Regest

Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 OG; administrative law appeal against entry-ban decisions: the statutory exclusion extends, under the unity-of-proceedings principle, to all ancillary procedural objections, including allegations of denial of justice and violation of the right to be heard in connection with a non-entry decision. Art. 101 lit. d OG does not establish an exception for entry bans. A constitutional complaint under Art. 84 OG is inadmissible where the challenged act is not a cantonal decision. Where inadmissibility is manifest, the Federal Court may decide in simplified procedure under Art. 36a OG and allocate costs to the losing party under Art. 156 Abs. 1 OG in conjunction with Art. 153 and 153a OG.

Testo completo

{T 0/2}
2A.122/2002/zga

Urteil vom 12. März 2002
II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Bundesrichter Wurzburger, Präsident,
Bundesrichter Betschart, Merkli,
Gerichtsschreiber Uebersax.

X.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Herrn Martin Ilg, Rechtsberatung, Rämistrasse 5, Postfach 464, 8024 Zürich,

gegen

Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement, Bundeshaus West, 3003 Bern.

Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch (Einreisesperre)

(Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements vom 1. Februar 2002)

Es wird festgestellt und in Erwägung gezogen:
1.
X.________ führt Beschwerde beim Bundesgericht gegen einen Entscheid des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements vom 1. Februar 2002, mit welchem dieses eine Beschwerde mit Bezug auf ein Gesuch um Wiedererwägung einer ihm auferlegten Einreisesperre abgewiesen hat, soweit es darauf eingetreten ist.
2.
Gemäss Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 OG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht auf dem Gebiete der Fremdenpolizei namentlich unzulässig gegen Entscheide über die Einreisesperre. Nach dem für die Verwaltungsgerichtsbeschwerde geltenden Grundsatz der Einheit des Verfahrens (vgl. BGE 111 Ib 73 E. 2a S. 75; 125 II 293 E. 4j S. 311; 122 II 186 E. 1d/aa S. 190) gilt der Ausschluss nicht nur in der Sache, sondern auch für Verfahrensfragen, insbesondere die Frage der Rechtsverweigerung bzw. der Verletzung des rechtlichen Gehörs durch Nichteintreten. Damit ist im vorliegenden Fall die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unzulässig, woran auch Art. 101 lit. d OG nichts ändert, gilt doch die darin teilweise vorgesehene Gegenausnahme für die Einreisesperre gerade nicht.

Die staatsrechtliche Beschwerde ist nicht zulässig, da es sich beim angefochtenen Entscheid nicht um einen kantonalen Entscheid handelt (Art. 84 OG).
3.
Auf die Beschwerde ist ohne weiteren Schriftenwechsel im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG nicht einzutreten.

Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1, Art. 153 und 153a OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. März 2002
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

entry baninadmissibilityunity of proceedingsright to be heardnon-entrysimplified procedurecourt costs