No standing for permit renewal appeal; no entry

2A.114/2004Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico2 mar 2004Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

Seven family members from Serbia/Montenegro challenged the Zurich authorities’ refusal to renew their residence permits. The Federal Supreme Court held that the administrative law appeal was inadmissible because no enforceable right to renewal existed. It also rejected any claim derived from private life under Article 8 ECHR and Article 13 BV, finding no sufficiently intensive ties to Switzerland and noting the first applicant’s criminal convictions and the family’s dependence on public assistance. The constitutional complaint could not succeed either, since the objections concerned discretionary balancing rather than procedural rights. Legal aid was refused and costs were imposed on the applicants jointly and severally.

Massima Omnilex

Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG; Art. 8 EMRK; Art. 13 Abs. 1 BV; admissibility of administrative law appeal and constitutional complaint against non-renewal of a residence permit. An administrative law appeal is only available where federal law confers an enforceable entitlement to the requested foreigner’s permit. A claim based on private life requires particularly intense, socially and professionally consolidated ties to Switzerland; mere length of stay is insufficient, especially where criminal conduct and weak integration speak against such ties. Where no substantive entitlement exists, constitutional complaint lies only for formal denial of justice or other procedural-right violations; grievances attacking discretionary assessment, public interest or proportionality are inadmissible.

Testo completo

{T 0/2}
2A.114/2004 /leb

Urteil vom 2. März 2004
II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Wurzburger, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Merkli,
Gerichtsschreiber Moser.

Parteien

  1. A.________,
  2. B.________,
  3. C.________,
  4. D.________,
  5. E.________,
  6. F.________,
  7. G.________,
    Beschwerdeführer,
    alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Guido Hensch,

gegen

Regierungsrat des Kantons Zürich, Kaspar Escher-Haus, 8090 Zürich,
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 2. Abteilung, 2. Kammer, Militärstrasse 36, Postfach, 8021 Zürich.

Gegenstand
Aufenthaltsbewilligung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den
Beschluss des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 2. Kammer, vom 14. Januar 2004.

Nach Einsicht

  • in den Beschluss des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich (2. Kammer) vom 14. Januar 2004, mit dem auf eine Beschwerde gegen den Rekursentscheid des Regierungsrates des Kantons Zürich vom 17. September 2003 betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen für A.________ (geb. 1974, Staatsangehöriger von Serbien/Montenegro), seine Ehegattin (B.________, geb. 1975) und die fünf Kinder (C.________, D.________, E.________, F.________, G.________, geb. 1993-1998) mangels eines Rechtsanspruches nicht eingetreten wird,
  • in die von den Betroffenen im Anschluss an diesen Entscheid des Verwaltungsgerichts am 26. Februar 2004 beim Bundesgericht eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde (eventuell staatsrechtliche Beschwerde), mit welcher die Aufhebung des Entscheides des Regierungsrates vom 17. September 2003 sowie die Rückweisung des Verfahrens an diesen beantragt wird,

wird in Erwägung gezogen

  • dass das Rechtsmittel der eidgenössischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur gegen die Verweigerung von fremdenpolizeilichen Bewilligungen offen steht, auf die das Bundesrecht einen Anspruch einräumt (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG),

  • dass alle Beschwerdeführer nur über Aufenthaltsbewilligungen verfügen, auf deren Verlängerung grundsätzlich kein Rechtsanspruch besteht,

  • dass der Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung vorliegend, entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführer, auch nicht aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens (Art. 8 EMRK, Art. 13 Abs. 1 BV) abgeleitet werden kann, da die Voraussetzungen hiefür (vgl. BGE 126 II 377 E. 2c S. 384), wie vom Verwaltungsgericht zutreffend dargelegt, im Falle der Beschwerdeführer nicht erfüllt sind,

  • dass insbesondere A.________ trotz seiner relativ langen Anwesenheit schon aufgrund seiner Straftaten (Betäubungsmitteldelikte u.a.), derentwegen er zu 30 Monaten Zuchthaus verurteilt worden ist, offensichtlich keine besonders intensiven schützenswerten Beziehungen zur Schweiz geltend machen kann,

  • dass ein selbständiger, aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens abgeleiteter Anwesenheitsanspruch auch für die übrigen - nicht besonders intensiv integrierten und zudem in erheblichem Masse der öffentlichen Fürsorge zur Last gefallenen - Familienmitglieder ausser Betracht fällt,

  • dass daher auf die vorliegende Verwaltungsgerichtsbeschwerde - soweit sie sich sinngemäss gegen den als Anfechtungsobjekt hiefür einzig in Frage kommenden Nichteintretensentscheid des Verwaltungsgerichts richtet (vgl. BGE 127 II 161 E. 3a S. 167) - mangels eines Rechtsanspruches auf die streitigen Bewilligungen nicht einzutreten ist,

  • dass der vorangegangene Entscheid des Regierungsrates, dessen Aufhebung formell einzig beantragt wird, aufgrund der im Kanton Zürich bestehenden Rechtsmittelordnung auch noch im Anschluss an den Nichteintretensentscheid des Verwaltungsgerichts mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden kann, dies aber, weil in der Sache mangels eines Rechtsanspruches die Legitimation fehlt (Art. 88 OG), nur wegen Verletzung von Verfahrensrechten, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (BGE 127 II 161 E. 3b S. 167, mit Hinweisen),

  • dass die vorliegende Eingabe in diesem Sinne (auch) als staatsrechtliche Beschwerde zu behandeln ist,

  • dass die gegen den Entscheid des Regierungsrates unter dem Titel der Gehörsverweigerung erhobene Rüge, der Gesundheitszustand von A.________ sei, namentlich was die Folgen des Unfalles vom 28. Juli 2003 betreffe, ungenügend abgeklärt worden, untrennbar mit der Handhabung des Ermessens verbunden ist und damit den Rahmen der Geltendmachung einer formellen Rechtsverweigerung im Sinne der erwähnten Rechtsprechung sprengt, weshalb auf diesen Einwand nicht einzutreten ist,

  • dass auch die Vorbringen zur Frage des öffentlichen Interesses und der Verhältnismässigkeit ausserhalb dessen liegen, was nach dem Gesagten Gegenstand einer staatsrechtlichen Beschwerde gegen den Entscheid des Regierungsrates bilden könnte,

  • dass auf die vorliegende Beschwerde daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG (Verzicht auf Einholung von Akten und Vernehmlassungen, summarische Begründung) insgesamt nicht einzutreten ist,

  • dass dem gestellten Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wegen Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels nicht entsprochen werden kann (Art. 152 OG),

  • dass die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dementsprechend den Beschwerdeführern aufzuerlegen sind (Art. 156 OG),

  • dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem vorliegenden Endentscheid hinfällig wird,

und im Verfahren nach Art. 36a OG erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht, 2. Abteilung, des Kantons Zürich sowie dem Bundesamt für Zuwanderung, Integration und Auswanderung schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 2. März 2004
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

residence permitadmissibilityprivate lifestandinglegal aidcostsconstitutional complaintnon-entry

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the administrative law appeal was admissible against non-renewal of residence permits.

Decisione estratta

It was inadmissible because federal administrative law appeal lies only where federal law grants an entitlement to the permit sought.

Motivazione estratta

The applicants held only residence permits whose renewal was not a matter of right; therefore the prerequisite for the ordinary appeal was missing.

Questione giuridica chiave

Whether a right to renewal could be derived from protection of private life under the ECHR and the Federal Constitution.

Decisione estratta

No such right arose on the facts of the case.

Motivazione estratta

The applicants did not show particularly intensive ties to Switzerland; the first applicant’s criminal convictions and the family’s limited integration and reliance on public assistance excluded an enforceable private-life-based claim.

Questione giuridica chiave

Whether the constitutional complaint could be entertained as a complaint for denial of justice or procedural-right violations.

Decisione estratta

Only alleged procedural-right violations could in principle be reviewed, but the concrete objections went beyond that scope.

Motivazione estratta

Complaints about insufficient clarification of health consequences and about public interest/proportionality were inseparable from discretionary assessment and therefore not cognizable as formal denial of justice.

Questione giuridica chiave

Whether the applicants were entitled to free legal aid and counsel.

Decisione estratta

No, because the appeal was hopeless.

Motivazione estratta

The lack of prospects on the merits justified refusal of legal aid and representation.

Questione giuridica chiave

Allocation of federal court costs.

Decisione estratta

The court fees were imposed on the applicants jointly and severally.

Motivazione estratta

As they failed before the Federal Supreme Court, costs followed the outcome.

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