Constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

1P.709/2001Tribunale federale / I divisione di diritto pubblico12 nov 2001Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court held that the constitutional complaint against the cantonal seizure decision was insufficiently reasoned. The appellant did not explain with the required clarity which constitutional or treaty rights had been violated or why. The court therefore declined to enter into the complaint. The appellant was ordered to pay the federal court fee of CHF 500.

Massima Omnilex

Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; admissibility of staatsrechtliche Beschwerde; the complaint must set out the essential facts and contain a concise, specific substantiation of the alleged violation of constitutional rights or legal norms. The Federal Supreme Court examines only clearly and precisely raised grievances; a merely unspecific or insufficiently reasoned submission is not entered into (consid. 4). Costs follow the outcome pursuant to Art. 156 Abs. 1 OG.

Testo completo

{T 0/2}
1P.709/2001/sta

Urteil vom 12. November 2001
I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, Präsident,
Bundesrichter Nay, Catenazzi,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

O.________, Beschwerdeführer,

gegen

Amtsstatthalteramt Luzern, Abteilung Luzern-Land, Eichwilstrasse 2, 6000 Luzern,
Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Zentralstrasse 28, 6002 Luzern,
Obergericht des Kantons Luzern, Kriminal- und Anklagekommission, Hirschengraben 16, Postfach,
6002 Luzern.

Strafverfahren; Beschlagnahmeverfügung

(Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Luzern, Kriminal- und Anklagekommission, vom 20. September 2001)

wird festgestellt und in Erwägung gezogen:
1.
Der Amtsstatthalter des Amtsstatthalteramtes Luzern erliess im Zusammenhang mit einer Strafuntersuchung gegen O.________ wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung und wegen Widerhandlungen gegen das Wasserbaugesetz am 21. August 2001 eine Beschlagnahmeverfügung. Am 29. August 2001 wurden bei O.________ - soweit hier noch interessierend - ein Raupenbagger, Marke Poclain, und ein Traktor, Marke Same, beschlagnahmt.
2.
O.________ erhob gegen die Beschlagnahmeverfügung Rekurs bei der Kriminal- und Anklagekommission des Obergerichts des Kantons Luzern, welche den Rekurs mit Entscheid vom 20. September 2001 abwies.
3.
Gegen den Entscheid der Kriminal- und Anklagekommission führt O.________ mit Eingabe vom 2. November 2001 staatsrechtliche Beschwerde.

Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
4.
Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung darüber enthalten, welche verfassungsmässigen Rechte bzw. welche Rechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren prüft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene Rügen (BGE 127 I 38 E. 3c mit Hinweisen). Diesen Anforderungen vermag die Eingabe vom 2. November 2001, die sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids nur mangelhaft auseinander setzt, nicht zu genügen. Der Beschwerdeführer legt nicht rechtsgenüglich dar, inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungs- oder konventionswidrig sein soll. Mangels einer genügenden Begründung ist demnach auf die Beschwerde nicht einzutreten.
5.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Amtsstatthalteramt Luzern, Abteilung Luzern-Land, sowie der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Luzern, Kriminal- und Anklagekommission, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. November 2001

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

constitutional complaintinadmissibilityreasoned appealseizurecriminal investigationcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the constitutional complaint met the reasoning requirements under Art. 90(1)(b) OG.

Decisione estratta

No. The submission did not engage sufficiently with the cantonal decision and failed to show, in a legally adequate way, which constitutional or convention rights were violated and how.

Motivazione estratta

The Federal Supreme Court only examines clearly and specifically raised grievances. Because the complaint lacked a sufficient factual and legal substantiation, it could not be examined on the merits.

Questione giuridica chiave

Allocation of federal court costs after the inadmissible complaint.

Decisione estratta

The complainant must bear the federal court costs.

Motivazione estratta

As the complaint was unsuccessful, costs were charged to the appellant under Art. 156(1) OG.

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