Revision request against prior Federal Supreme Court judgment inadmissible

1P.103/2000Tribunale federale / I divisione di diritto pubblico6 mar 2000Inadmissible

Sintesi

M. sought revision of a Federal Supreme Court judgment of 8 March 1999 that had dismissed his constitutional complaint. The Court held that his filing merely criticized the assessment of the case, the standards applied, and the factual findings, but did not allege any statutory ground for revision under the OG. It also noted that the revision deadlines were not met in any event. The request was therefore manifestly inadmissible and no costs were charged.

Regest

Art. 136 ff. OG; revision of a Federal Supreme Court judgment only on exhaustively enumerated grounds. Mere criticism of the Court's assessment of the facts, the legal standards applied, or the outcome does not constitute a revision ground. Revision is admissible only where a request remained unadjudicated, decisive facts already in the record were overlooked by inadvertence, or newly discovered decisive facts or evidence are produced which could not previously be adduced. Where no admissible ground is invoked, the request is manifestly inadmissible under Art. 143 Abs. 1 OG; the statutory time limits of Art. 141 OG remain applicable. Costs may exceptionally be waived.

Testo completo

[AZA 0]
1P.103/2000/mks

I. ÖFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG


  1. März 2000

Es wirken mit: Bundesrichter Aemisegger, Präsident der
I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Féraud,
Bundesrichter Catenazzi und Gerichtsschreiberin Gerber.

_________

In Sachen
M.________, Gesuchsteller,

gegen
Primarschulpflege Uster, Bezirksschulpflege Uster, Erziehungsrat des Kantons Zürich, Regierungsrat des Kantons Zürich,

betreffend
Revision des bundesgerichtlichen Urteils
1P.687/1998 vom 8. März 1999,

wird festgestellt und in Erwägung gezogen:

dass das Bundesgericht am 8. März 1999 die staatsrechtliche Beschwerde M.________s gegen den Rekursentscheid des Regierungsrats des Kantons Zürich vom 29. September 1998 abgewiesen hat, soweit darauf einzutreten war (1P. 687/1998);

dass M.________ mit Schreiben vom 7. April 1999 mitteilte, er könne das bundesgerichtliche Urteil nicht akzeptieren;

dass ihm mit Brief vom 12. April 1999 mitgeteilt wurde, das Bundesgericht könne nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes nach Art. 136 ff. OG auf ein abgeschlossenes Urteil zurückkommen; da seine Eingabe keinen Revisionsgrund enthalte, könne sie nicht als Revisionsgesuch aufgefasst werden;

dass M.________ am 18. Februar 2000 "Rekurs" gegen das bundesgerichtliche Urteil vom 8. März 1999 erhob und sinngemäss eine Neubeurteilung seiner staatsrechtlichen Beschwerde verlangte;

dass diese Eingabe im Lichte des vorangegangenen Briefwechsels als Revisionsgesuch aufzufassen ist;

dass die Revision eines bundesgerichtlichen Entscheides nur aus den in Art. 136 ff. OG genannten Gründen zulässig ist, insbesondere, wenn einzelne Anträge unbeurteilt geblieben sind (Art. 136 lit. c OG), das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat (Art. 136 lit. d OG) oder der Gesuchsteller nachträglich neue erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweis- mittel auffindet, die er im früheren Verfahren nicht beibringen konnte (Art. 137 lit. b OG);

dass M.________ dem Bundesgericht vorwirft, den Fall aus einer falschen Perspektive beurteilt, falsche Massstäbe angewendet und den Sachverhalt falsch festgestellt zu haben;

dass damit kein zulässiger Revisionsgrund geltend gemacht wird;

dass im Übrigen die Revisionsfristen gemäss Art. 141 Abs. 1 lit. a OG (binnen 30 Tagen seit Eingang der schriftlichen Ausfertigung des Entscheides) und Art. 141 Abs. 1 lit. b OG (binnen 90 Tagen seit der Entdeckung des Revisionsgrundes) nicht eingehalten worden wären;

dass das Revisionsgesuch somit offensichtlich unzulässig ist und darauf im Verfahren nach Art. 143 Abs. 1 OG nicht einzutreten ist;

dass ausnahmsweise keine Kosten erhoben werden;

dass allfällige weitere Eingaben dieser Art in Zukunft ohne Antwort abgelegt werden;

demnach erkennt das Bundesgericht:

1.-Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.- Es werden keine Kosten erhoben.

3.-Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller und dem Regierungsrat des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

______________
Lausanne, 6. März 2000

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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