Revision request inadmissible for lack of revision grounds

1F_17/2014Tribunale federale / I divisione di diritto pubblico2 giu 2014Inadmissible

Sintesi

A filed a revision request against two prior Federal Supreme Court judgments after an earlier appeal had been dismissed as late and a first revision request had already been rejected for lack of any stated revision ground. In the present filing, A again failed to identify a revision ground under Art. 121 ff. BGG. The Court held that criticism of the legal assessment is not admissible in revision and that it could decide without a written exchange. The request was therefore not entered into, and no costs were charged.

Regest

Art. 121 ff. BGG; revision of a final Federal Supreme Court judgment requires the applicant to invoke and substantiate a statutory revision ground. Mere disagreement with the legal assessment of the earlier decision is not a cognizable revision argument. Where the request does not make out any revision ground, the Court may decline to enter into the matter without exchanging written submissions under Art. 127 BGG. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 1-3).

Testo completo

{T 0/2}

1F_17/2014

Urteil vom 2. Juni 2014

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Bundesrichter Karlen, Chaix,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, II. Abteilung,
Obergericht des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, Präsident.

Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1F_36/2013 vom 19. Februar 2014.

In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 29. Oktober 2013 (1B_381/2013) auf eine Beschwerde von A.________ wegen verspäteter Beschwerdeeinreichung (Art. 48 Abs. 1 BGG in Verbindung mit Art. 100 Abs. 1 BGG) nicht eingetreten ist;
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 19. Februar 2014 (1F_36/2013) auf ein von A.________ gegen das bundesgerichtliche Urteil vom 29. Oktober 2013 eingereichtes Revisionsgesuch nicht eingetreten ist, da sich aus dem Gesuch nicht ergab, inwiefern das beanstandete bundesgerichtliche Urteil an einem Revisionsgrund leiden sollte;

dass A.________ mit Eingabe vom 4. April 2014 (Postaufgabe 5. April 2014) die bundesgerichtlichen Urteile vom 29. Oktober 2013 (1B_381/ 2013) und 19. Februar 2014 (1F_36/2013) beanstandet hat;

dass die Aufhebung oder Abänderung eines in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich ist;
dass sich aus der Eingabe vom 4. April 2014 nicht ergibt, inwiefern die bundesgerichtlichen Urteile vom 19. Februar 2014 und 29. Oktober 2013 an einem Revisionsgrund leiden sollten;

dass Kritik an der rechtlichen Würdigung im Revisionsverfahren nicht zu hören ist;
dass ohne Schriftenwechsel (Art. 127 BGG) auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten ist;
dass auf eine Kostenauflage verzichtet werden kann (Art. 66 Abs. 1 BGG);
dass sich das Bundesgericht vorbehält, inskünftig ähnliche Eingaben in der vorliegenden Angelegenheit formlos abzulegen;

erkennt das Bundesgericht:

1.

Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, II. Abteilung, und dem Obergericht des Kantons Zug, I. Beschwerdeabteilung, Präsident, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Juni 2014
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

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