Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

1C_294/2009Tribunale federale / I divisione di diritto pubblico9 lug 2009Inadmissible

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Sintesi Omnilex

The Federal Court considered a complaint against a cantonal non-entry decision concerning a 12-month driving-license withdrawal. It held that the appellant did not comply with the federal reasoning requirement because he failed to address the decisive non-entry ground and did not show a violation of law under Art. 95 BGG. The complaint was therefore not entered into under the simplified procedure of Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Federal court costs of CHF 300 were imposed on the appellant. The request for suspensive effect became moot.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG; admissibility of a federal complaint against a cantonal non-entry decision: the appellant must, in a concise but specific manner, address the decisive reasoning of the challenged decision and indicate why it infringes federal law or constitutional rights. A mere general criticism of the proceedings or of the underlying merits does not satisfy the substantiation requirement. If the reasoning defect is manifest, the Federal Court may decide in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; the appeal is then inadmissible. Costs are borne by the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
1C_294/2009

Urteil vom 9. Juli 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen, Abteilung Administrativmassnahmen, Moosbruggstrasse 11, 9015 St. Gallen.

Gegenstand
Führerausweisentzug,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 28. Mai 2009
der Verwaltungsrekurskommission des
Kantons St. Gallen, Abteilung IV.
Erwägungen:

1.
X.________ besitzt den schweizerischen Führerausweis der Kategorie B seit April 1954. Am 27. Juni 2008 stellte die Kantonspolizei St. Gallen mittels Radarmessung fest, dass der Lenker des Personenwagens BMW SG 3123 um 12.27 Uhr auf der Autobahn A1 bei Moosmüli in Fahrtrichtung St. Margrethen die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 38 km/h überschritt. In der polizeilichen Befragung vom 28. Juli 2008 anerkannte X.________, das Fahrzeug im fraglichen Zeitpunkt gelenkt zu haben. Mit Verfügung vom 6. Oktober 2008 entzog ihm das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen den Führerausweis für die Dauer von zwölf Monaten, dies, nachdem ihm der Ausweis bereits im Jahre 2007 wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit für die Dauer von drei Monaten entzogen worden war.
Gegen die Verfügung vom 6. Oktober 2008 erhob X.________ Rekurs zu Handen der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen. Mit Entscheid vom 28. Mai 2008 trat diese mangels fristgerechter Begründung nicht darauf ein.

2.
Gegen diesen Nichteintretensentscheid vom 28. Mai 2009 führt X.________ der Sache nach Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG).
Das Bundesgericht hat davon abgesehen, Vernehmlassungen einzuholen.

3.
Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung - unabhängig von der Art des nach BGG offenstehenden Rechtsmittels - in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (s. auch Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 349 E. 3 S. 351 f.; 133 II 249 insb. E. 1.4 S. 254). Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.
Der Beschwerdeführer kritisiert den angefochtenen Entscheid ganz allgemein, sowohl betreffend das kantonale Verfahren wie auch in Bezug auf den angeordneten Führerausweisentzug. Mit dem von der Vorinstanz genannten Nichteintretensgrund selber setzt er sich jedoch nicht rechtsgenüglich auseinander. Er legt nicht dar, inwiefern die dem Nichteintretensentscheid zugrunde liegende Begründung oder dieser Entscheid im Ergebnis im Sinn von Art. 95 BGG rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Mangels einer hinreichenden Begründung ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann. Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung beizulegen, gegenstandslos.

4.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer unter aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt und der Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Abteilung IV, sowie dem Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnahmen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Juli 2009

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Parole chiave

inadmissibilityreasoning requirementnon-entry decisiondriving licensespeedingcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal complaint satisfied the reasoning requirement under Art. 42 Abs. 2 BGG

Decisione estratta

No. The complaint did not engage sufficiently with the cantonal non-entry ground or show any violation of federal law.

Motivazione estratta

The appellant criticized the case generally but failed to explain why the challenged reasoning was unlawful or unconstitutional. Without a proper substantiation of the appeal grounds, the Federal Court could not examine the merits.

Questione giuridica chiave

Allocation of federal court costs

Decisione estratta

The costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome of the proceedings.

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