Criminal appeal inadmissible for insufficient reasoning

1B_207/2011Tribunale federale / I divisione di diritto pubblico5 mag 2011Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

X. filed a criminal complaint alleging fraud against Y. for failing to sell condominium units by an agreed date. The Zurich public prosecutor discontinued the investigation, and the Zurich Cantonal Court upheld that discontinuance. X. then filed a criminal appeal to the Federal Supreme Court. The Court held that the appeal contained no admissible ground of challenge and only appellatory criticism, so it did not enter into the matter in simplified procedure. It also denied free legal assistance because the appeal was hopeless, and waived court costs.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a criminal appeal before the Federal Supreme Court. A complaint must, in condensed form, set out which rights or legal norms are allegedly violated and why; mere appellatory criticism is insufficient. If the reasoning defect is manifest, the Court may decide in simplified procedure without entering into the merits. A request for legal aid under Art. 64 BGG fails where the appeal is obviously devoid of prospects of success; costs may nevertheless be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
1B_207/2011

Urteil vom 5. Mai 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________, Liegenschaftenverwalter,
Beschwerdegegner,

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Stauffacherstrasse 55, Postfach, 8026 Zürich.

Gegenstand
Strafverfahren; Einstellung der Untersuchung,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 15. Februar 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer.

Erwägungen:

1.
X.________ erstattete am 27. März 2009 Strafanzeige gegen Y.________ wegen Betrugs. Er warf dem Angeschuldigten vor, seine Stockwerkeigentumseinheiten in Zürich trotz entsprechender Vereinbarung absichtlich und in Schädigungsabsicht nicht vor dem 14. September 2005 veräussert zu haben. Dadurch sei ihm die Möglichkeit genommen worden, die Forderungen der UBS im Betrag von ca. Fr. 3'500'000.-- für Fr. 2'750'000 abzulösen. Die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl stellte mit Verfügung vom 30. März 2010 die Untersuchung gegen Y.________ ein. Dagegen erhob X.________ Rekurs, welchen die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich mit Beschluss vom 15. Februar 2011 abwies. Die Strafkammer führte zusammenfassend aus, die Staatsanwaltschaft sei mit zutreffender Begründung zum Schluss gekommen, dass der vom Anzeiger geltend gemachte Sachverhalt nicht nachweisbar sei.

2.
X.________ führt gegen den Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 15. Februar 2011 mit Eingabe vom 24. April 2011 (Postaufgabe 25. April 2011) Beschwerde in Strafsachen. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.

Der Beschwerdeführer nennt keinen zulässigen Beschwerdegrund. Er beanstandet den angefochtenen Beschluss auf ganz allgemeine, appellatorische Weise, legt dabei aber nicht im Einzelnen dar, inwiefern die ihm zugrunde liegende Erwägung bzw. der Beschluss selber im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

4.
Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als offensichtlich aussichtslos. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist daher abzuweisen (Art. 64 BGG). Auf eine Kostenauflage kann indessen verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Kosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Mai 2011
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Fonjallaz Pfäffli

Parole chiave

inadmissibilityreasoning requirementappellatory criticismcriminal complaintlegal aidcosts waiver

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the criminal appeal met the federal reasoning requirements and was admissible.

Decisione estratta

No. The appellant did not identify any admissible ground of complaint and argued only in a general, appellatory manner without showing how the cantonal decision violated law or constitutional rights.

Motivazione estratta

A federal complaint must state concisely how the challenged decision violates law. Because the reasoning was manifestly deficient, the court could decide in simplified procedure and would not enter into the appeal.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant was entitled to free legal assistance.

Decisione estratta

No. The appeal was manifestly hopeless, so the request for legal aid had to be denied.

Motivazione estratta

Legal aid is unavailable where the filing lacks prospects of success.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be charged.

Decisione estratta

No costs were imposed.

Motivazione estratta

Although the appeal failed, the court waived costs.

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