Minimum height requirement for special driving permit

BGE 73 I 358Raccolta ufficiale del Tribunale federale (DTF) / Volume I15 mar 1932Dismissed

Sintesi

Bernard Ritter’s son Jean-Bernard sought a special permit to drive a vehicle used for passenger transport in his father’s transport business. The Neuchâtel automobile control office refused the permit because he was only 1.59 m tall, below the minimum height of 1.65 m set by federal administrative instructions. The cantonal authorities upheld the refusal. The Federal Supreme Court held that the refusal could be challenged by public-law complaint, that the federal justice and police department lacked competence to issue binding rules on the matter, and that the cantonal minimum-height requirement was not arbitrary. The complaint was dismissed.

Regest

Art. 84 OG; art. 15 al. 2 LA; art. 10 LA; art. 34 et 35 RA: recevabilité du recours de droit public contre le refus d’une licence cantonale de conduire; contrôle de l’arbitraire dans l’octroi d’un permis spécial. Le refus cantonal d’une licence de conduire peut être attaqué pour violation des droits constitutionnels. Les instructions du Département fédéral de justice et police ne constituent pas, en l’absence de compétence normative, des prescriptions impératives liant les autorités cantonales. Celles-ci peuvent, sans arbitraire, subordonner la délivrance du permis spécial à une condition de taille minimale, pour autant que cette exigence repose sur un critère objectivement défendable et qu’elle ne soit pas appliquée de manière discriminatoire.

Testo completo

  1. Urteil der L Zivilnbteilunß als staatsreehtHcher Kammer vom. 28. Oktober 1947 i. S. Solothurner Handelsbank gegen Obergerieht des Kantons Solothum. Die Editionspfl,ir;htgtmä88 Art. 963 OR hat für den In Rechts- streite Dritter unbeteiligten Inhaber eines Geschäftes, das als solches nicht Gegenstand der Auseinandersetzung ist, keine Geltung. L'obligation de produire livrea et oorre8pcmdance 8alon l'art: 963 00 n'existe pas pour le comme1V8Bt qui n'est pas impIique dans un litige entre des tiers et dont l'entreprise n'est pas comme teIle l'objet de Ia. contesta.tion. L'obbligo di 'JWodurre libri e eorriBpondenza 8aneito dalJ,'art.963 00 non esiste pel commerciante ehe non e parte in una. Iite che verte fra. terzi e non ha per oggetto la. di lui azienda. come tale. A. -Im Erbschaftsprozess der Margrith Vogt-Wolf und des Otto E. Wolf gegen Louis F. Wolf erging durch den Gerichtspräsidenten von Solothurn-Lebern an die Solothurner Handelsbank die mit Straf drohung für den Unterlassungsfall verbundene Anordnung, binnen einer Frist von 14 Tagen Ausweise über alle Konti sowie über den gesamten Bankverkehr bestimmter Familienmitglieder. vorzulegen. Eine Beschwerde der Bank wies das Ober.,. gericht des Kantons Solothurn am 24. April 1947 ab. In seinem Urteil stützte es die Editionsverfügung auf Art. 963 OR. B. -Die Solothurner Handelsbank erhob beim Bundes- gericht staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von Art. 4 BV.Zur Begründung macht sie geltend, der ange- fochtene Erlass widerspreche Art. 47 lit. b des Banken- gesetzes und sei UIivnreinbar mit Art. 963 OR. Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
  2. -Gemäss Art. 963 OR kann, wer zur Führung von Geschäftsbüchern verpflichtet ist, zu deren Vorlegung und zur Vorlegung der GeSchäftskorrespondenz angehalten werden im Falle von Streitigkeiten, die das Geschäft betreffen )) ( dans les contestations relatives a. des affaires Reohtsgleiobheit (Reohtsverweigerung). N0 55.

qui concernent l'Elllnprise , in caso di controversia che concerna l'azienda ). Bereits in Art. 879 des alten OR war eine Herausgabepflicht für Geschäftsbücher und Korrespondenzen statuiert, und zwar bei Streitigkeiten über Rechtsverhältnisse, welche aus dem Betriebe eines Geschäftes herrühren . Diese Formulierung wurde im Revisionsentwurf von 1919 beibehalten, dann aber von der Expertenkommission als zu eng angesehen und durch diejenige in Art. 963 OR ersetzt (vgl. Art. 947 des Ent- wurfes von 1919 und den zugehörigep Bericht vom März 1920 S. 223 ; Protokoll der Expertenkommission 1924/25 S. 744). Die bundesrätliche Botschaft vom 21. Februar 1928 (S. 108) erläuterte die Änderung wie folgt : Bei Ordnung der Editionsp:6icht .. beschränkt sich das gel- tende Recht auf Streitigkeiten über Reohtsverhältnisse, welche aus dem Betriebe eines Geschäftes herrühren. Der Entwurf hat diesen Rahmen etwas erweitert und anerkenrit eine solche Pflicht allgemein bei Streitigkeiten, die das Geschäft betreffen. Solche Streitigkeiten können nicht bloss zwischen dem Inhaber eines Geschäftes und einem Dritten oder zwischen mehreren Anteil- berechtigten an einem Geschäft entstehen, sondern auch zwischen Aussenstehenden über das Geschäft, wie z. B. in Erbschaftspro- zessen. Hieraus erhellt unmissverständlich, was schon aus dem blossen Wortlaut des Art. 963 OR geschlossen werden muss (vgl. auch den französischen und den italienischen Text), nämlich dass als Geschäft die Unternehmung, nicht das vom Inhaber abgeschlossene Rechtsgeschäft verstanden war, und somit die Editionspflicht trotz einer gewissen Ausdehnung beschränkt bleiben sollte auf Streitigkeiten, welche mit oder ohne Beteiligung des Inhabers der Unternehmung diese als solche zum Gegen- stand haben. Ist dem aber so, dann lässt sich vorliegend die Heranziehung des Art. 963 0 mit keinen ernsthaften Gründen vertreten, kennt doch das in Frage stehende Verfahren weder die Beschwerdeführerin als Partei noch deren Geschäft als Objekt. Auf BGE 71 TI 244 kann sich die Vorinstanz für ihre abweichende Ansicht nicht berufen. Denn in jenem Falle ging es (was allerdings aus der publi-

zierten Urteilserwägung nicht ersichtlich ist) gerade um Feststellung der Ergebnisse der Unternehmung bei der Auseinandersetzung zwischen dem einen Geschäftsteilha- ber und einem Dritten. Eine extensive Interpretation oder analoge Anwendung des Art. 963 OR ist, abgesehen von den möglichen Konsequenzen, umso weniger zulässig, als es sich dem Inhalte nach um eine prozessuale Norm handelt, die ohnehin im materialIen Zivilrecht nur als Ausnahme figurieren darf. 2. -Erscheint die Auslegung des Art. 963 OR durch die Vorinstanz an sich als willkürlich, so braucht nicht mehr eigens untersucht zu werden, wie sich jene Bestim- mung zu Art. 47 lit. b des Bankengesetzes verhalte. )em'MCh erkennt das Bundesgericht : Die Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothum vom 24. April 1947 aufgehoben. 56. Ardt du 23 decembre 1947 dans Ja cause mtter contre ConseU d'Etat dU canton de NeuchAteL

  1. La. d6cision par laquelle l'autoriM cantonale refuse un permiB de ootaduire (art. 15 al. 2 LA) est susceptible d'etre attaquee par la voie du recours de droit public pour violation des droits constitutionnels (art. 84 0.1. 1 lettre !l OJ).
  2. Conditions 8 rempllr pour l'obtention du permiB apkial pravu par les art. 10 LA et 34 et 35 RA. La Departement faderal de justice et police n'a pas compe- tence P01.ll' Micter '8 ce sujet des dispositions imperatives. TI n'est toutefois pas arbitraire de 10. part de l'autoriM ca.n. tonale de subordonner l'octroi du permis special 8 1a condition que la taille du candidat atteigne une longueur minimum. I. Der kantonale Entscheid, durch den die Ausstellung des Fülw6f'- auswei8138 verweigert wird (Art. 15 Abs. 2 l :IFG), kann mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung verfassungs- mässiger Rechte angefochten werden (Art. 84 lit. 0. OG).
  3. Voraussetzungen für die Erlangung des bl380nderen Fühf'firOlUB- weisl38, den die Art. IOMFG, 34 und 35 l :IFV vorsehen. Das eidg. Justiz-und Polizeidepartement ist nicht befugt, hierüber verbindliche VorSchriften zu erlassen. Die kantOIialen Behörden können Personen, deren KörpergrösBe ein Mindestmass nicht erreicht, den Ausweis ohne Willkiir verweigern. Rechtagleiehheit (Rechtsverweigerung). N0 56. 361 l. Le. decisione, con cui l'autortta cantonale nega. una licenza di condurr6 (art. 15, cp. 2 LCA) puo essere impugnata mediante un ricorso di' diritto pubblico per violazione dei diritti costitu- zionali (art. 84,cp. I, lett. 0. OGF).
  4. Condizioni per ottenere la licenza speciale prevista dagliart. 10 LCA V e 34 e 35 dell' Ord. LCAV. TI Dipartimento federale ,digiustizia. non e competente per emanare 0. questo proposito norme imperative. Non e tuttavia. arbitrario che l'autoritil. ca.ntonale faccia dipendere il rilascio della licenza speciale da.lla. condizione ehe la statura delcandi- dato raggiunga un minimo. .. tL -Bernard Ritter exploite depuis 1927 au Lari.de- ron une entreprise de transport dans laquelle il se sert notamment d'un vehiculea. carrosserie interchangeable, c'est-a.-dire qui peut etre utilise soit comme camion, soit comme autocar pour le transport de personnes. Bernard Ritter a un fils, Jean-Bernard, qui travaille dans l'entre- prise de son pare en qualite de chauffeur. Jean-Bernard Ritter etait au benefice d'uri. permis de conduire special pour voitures automobiles lourdes servant au transport de marchandises (art. 35 a1. 11ettre d du r6g1ement d'exe- cution qe la 10i federale du 15 mars 1932 sur la circula- tion des vehicules automobiles et des cycles), mais 'non pas du permis prevu a. rart. 35 a1. 1 lettre c du mame reglement (RA) pour le transport de personiles, de sorte qu'il etait ou. non endroit de conduire ce vehiculeselon que ce dernier etait carrosse d'une fac;on ou de l'autre. Desireux d'aider son pare dans tOutes ses activites, il asollicite du Bureau de contröle des automobiles l'auto- risation da conduire le vehicule pour le transport de per- sonnes,' Cette ,autorisation lui fJ. et6 refusee pour le motif que, d'apres les instructions 'donnees en aOllt 1938 par le Departement federal de justice et police au sujet de l'examen medical, le conducteur d'une voiture automobile 10urde servant au transport de personnes devait avoir une taille de 1 m. 65 au minimum et que cellede J.-B. Ritter n'etait que de 1 m. 59 .. J.-B. Ritter s'est adresse au Departement des travaux publies qu canton de Neucha,tel en lui demandant de l'autoriser a. passer l'examen special pour l'obtention du

Parole chiave

driving permitarbitrarinessconstitutional complaintminimum heightcantonal authorityadministrative discretion