Motorfahrzeugverkehr. N0 11.
La loi sur la circulation des vehicules automobiles
etablit des principes de responsabilite differents pour les
deux
caMgories de prejudices : le droit a une reparation
morale ne suppose pas la simple causalit6, su1tisante aux
termes de l'article 37 pour obliger le detenteur a reparer le
dommage,
il suppose une faute du detenteur (art. 42
LA).
La loi speciale se bornant a enoncer cette condition,
les principes
generaux du droit commun s'appliquent a Ia.
notion de la faute. Et comme l'article 42 LA ne renferme
pas non plus de regle speciale sur la solidarit6 de plusieurs
detenteurs
dont les vehicules ont cause le meme accident.
lesarticles 50 et sv. CO sont applicables a la reparation
du tort moral. La responsabilite solidaire des detenteurs
n'est encourue que si, pour chacun d'eux, les conditions
de
la responsabilit6 speciale-prevue a l'article 42 LA sont
realisees, c'est-a-dire si l'un et l'autre sont en faute et que
le
meme bien immateriel du tiers soit atteint (cf. RO 65 II
198).
L'article 38 a
pour but de dispenser le tiers lese sans sa
faute du soin d'etablir lequel des detenteurs a commis une
faute.
Vu le principe de la responsabilite d6rivant de -la
senle causalite,
cette reglementation n'est pas inequitable
quant au dommage . En revanche, quant a la satisfac-
tion morale,
la solidarite en cas de 'simple causalit6 pour
eun des detenteurs ne se justifie point, du moment qu'a
cet 6gard c'est le facteur de la faute causale, non celui
de
la simple causalit6 qui est decisif.
Sans doute cette solution rend-elle plus difficile au lese
d'obtenir satisfaction : il devra parfois faire des recherches
malaisees
et il court le risque de s'en prendre au non-cou-
pable ; ce risque
est cependant diminue du, fait que tous
les responsables peuvent etre actionnes au lieu de l'acci-
dent (art. 45 LA). Sans doute aussi le manque de solidarite
a.:t-i!' pour-cons .9uence que i'interruption de .la prescrip-
..
tionoontre1'un des deteriieurs est sans effet contre l'autre .
. ," .... . , .... ---",'" """ . ... . :t
mais il esf possi Ld parer:en Inlsant...diligence. Ces incon-
renic:mts ne paralSsent donc pas"de natUre' a justifier line
.-. . . .
Erfindungsschutz. N° 12. 39
interpretation des articles 38 et 42 qui se concilierait fort
mal avec
leur lettre et leur esprit.
Les termes de
l'article42 montrent qu'on n'a voulu faire
au,cune exception
a la regle du droit commun meme pour
la preuve. Selon l'article 8 ce, il inoombe donc au deman-
deur d'etablir la faute imputee au detenteur (RO 64 II 319).
Or, en l'espece, la demanderesse ne reproche aucune faute
au detenteur de l'autocar.
VI. ERFINDUNGSSCHUTZ
BREVETS D'INVENTION
12. Auszug aus dem UrteH der I. ZlviIahteHung vom 20. Februar
1945 i. S. TQseher gegen Arftulnt.
Die Rechtskraft eines Urteila, durch das eine Patentnichtigkeitaklage
abgewiesen wurde,
-wirkt auch gegenüber den Gesellschaftern einer Kollektiv-oder
Kommanditgesellschaft, wenn die Gesellschaft KJägerin war;
-erstreckt sich nur auf die Nichtigkeitsgründe, über die im Urteil
entschieden wurde.
La prononce qui rejette l'action en nullite d'un brevet a foroo de
clwse iugoo,
-aussi contra las membres d'une societe en nom collectif ou en
commandite, lorsque la societe a ew demanderesse ;
-mais seulement quant aux motifs de nullite vises par Je juge-
ment.
Autoriül di 008a giudicata di uns. sentenza che rigetta. l'azione per
nullita di un brevetto :
-e opponibile anche ai soci di una societa. in nome collettivo 0
in accomandita, allorquando, nel precedente processo, 1
societa sis. stata attrice ;
attiene solo ai motivi di nullita sui quall e stato pronunciato
il giudizio.
Der Beklagte ist Inhaber der Patente Nr. 125848 und
Nr. 151544. Die Firma Gebr. Tüscher Co., deren Be-
triebsleiter
und unbeschränkt haftender Gesellschafter der
Kläger heute ist, hatte im Jahre 1932 Klage auf Nichtig-:-
erklärung dieser Patente eingereicht, war aber damit abge-
wiesen worden (Urteil des Bundesgerichts
vom 20. Fe-
Erfindungsschutz. N0 12.
bruar 1935). In der Folge reichte der Beklagte gegen den
Kläger Strafklage wegen Patentverletzung ein, worauf der
ger die vorliegende Nichtigkeitsklage erhob.
DaaBuntlesgfJricht zieht in Erwägung :
2. -Der Beklagte bestreitet die Aktivlegitimation des
Klägers mit der Begründung, der Kläger habe neben der
Firma Gebrüder Tüscher Co. kein eigenes Interesse
an der Nichtigerklärung der Streitpatente (Art. 16 Abs. 3
PatG). Indessen ergibt sich dieses Interesse schon daraus,
dass
der Beklagte gegen den Kläger eine Strafanzeige
wegen Patentverletzung eingereicht hat. Der Beklagte
bemerkt
allerdings, auf Grund des Urteils vom 20. Februar
1935 sei er befugt, bei Patentverletnungen der Firma Gebr.
Tüscher
Co. gegen deren geschäftsführende Gesell-
schafter Strafansprüche geltend zu machen, ohne dass die
Nichtigkeit des
Patentes neuerdings eingewendet werden
könne. Dieser Einwand sagt jedoch nichts gegen die
Aktivlegitimation des Klägers.
Er bezieht sich auf die
Rechtskraft des frühem Urteils, und unter diesem Ge-
sichtspunkt
ist er in Betracht zu ziehen. Der Kläger muss
in der Tat jenes Urteil gegen sich gelten lassen. Denn ein
Urteil,
das gegen eine Kollektiv-oder Kommanditgesell-
schaft
ergangen ist, wirkt grundsätzlich auch gegenüber
den Gesellschaftern als den Trägem aller Rechte und
Pßichten der Gesellschaft. erdings hindert die Rechts-
kraft die Geltendmachung persönlicher Ansprüche und
Einreden der Gesellschafter nicht. Diese Einschränkung
ist aber für den Kläger ohp.e Bedeutung. Der Kläger kann
auch nichts daraus ableiten, dass er erst im Jahre 1939,
also nach der Abweisung der von der Gesellschaft erho-
benenNichtigkeitsklage, unbeschränkt haftender Gesell-
schafter geworden ist.
Denn ein neuer Gesellschafter tritt
im Aussenverhältnis in die Gesamtheit der Rechtsbe-
ziehungen
der Gesellschaft so ein, wie er sie vorfindet. In
Art. 569 OR kommt dieser allgemeine Grundsatz in einem
Anwendungsfall zum Ausdruck. Somit muss
der neue
Gesellschafter auch ein Urteil, durch das über die Patent-
Erfindungsschutz. N0 12.
nichtigkeitsansprüche der Gesellschaft entschieden wurde,
für sich als verbindlich anerkennen. Wäre es anders, so
könnte die Gesellschaft die Rechtskraftwirkung eines gegen
sie ergangenen Urteils jederzeit
durch den Beizug neuer
Gesellschafter umgehen.
Es ist somit im vorliegenden Fall zu halten, wie wenn
die
Firma Gebr. Tüscher Co. erneut klagen würde. Die
materielle
Rechtskraft eines die Patentnichtigkeitsklage
abweisenden Urteils erstreckt sich indessen
nur aUf jene
Nichtigkeitsgründe, über die
in diesem Urteil entschieden
wurde (BGE 32
II 167). Das Urteil des Bundesgerichts vom
20. Februar 1935 befasste sich nun aber beim Patent
Nr. 125848 nur mit den NichtigkeitsgrÜllden von Art. 16
Ziff. I und 4 PatG (Erfindungs charakter und Neuheit),
beim
damals noch streitigen Unteranspruch 5 des Patentes
Nr. 151544 nur mit der Fage der Neuheit (Art. 16 Ziff. 4
PatG). Der Kläger ist daher im vorliegenden Verfahren
nur mit diesen NichtigkeitsgrÜllden ausgeschlossen, wäh-
rend die neuen Gründe, die er geltend macht ----' beim
Patent Nr. 125 848 Art. 16 Ziff. 7 und 8, beim Patent
Nr. 151 544 Art. 16 Ziff. I und 8 PatG -zu prüfen sind.
Der Beklagte bringt demgegenüber mit Bezug auf das
Patent Nr. 125848 vor, we der Erfindungscharakter
durch Urteil festgestellt sei, so stehe auch fest, dass die
Erfindung
im Sinne von Art. 16 Zill. 7 und 8 genügend
dargelegt
und umschrieben sei. An diesem Einwand ist
soviel richtig, dass ein iI1nerer Zusammenhang zwischen
den
einzetn:en NichtigkeitsgrÜllden besteht. Allein das
Gesetz stellt alle NichtigkeitsgrÜllde selbständig neben-
einander. Damit anerkennt es, dass es Fälle geben kann, in
denen zwar eine Erfindung vorliegt, die Erfindung aber
nicht genügend dargelegt oder umschrieben ist. Wird also
in einem Urteil der Erfindungscharakter bejaht, so ist
damit für die Parteien noch nicht verbindlich festgestellt,
dass auch die Darleng in der Beschreibung zur Aus-
führung
durch Fachleute genügt und dass die Erfindung
im Anspruch klar definiert ist.