Pfnn,lnachlassycrfahren. N0 5.
personnellement et solidairement et des dettes de leurs
auteurs et des dettes qui ont ete contractees au nom de
l'hoirie posterie rement au deces de ces derniers par celui
d'entre eux qui a continue d'expioiter pour le compte
commun, il va de soi qu'il ne pourrait etre question de
distinguer entre es dettes dont es heritiers sont tenus
en qualite de membres de l'hoirie et celles qui peuvent
avoir ete cOlltractees en leur nom propre. 11 fallait des lors,
pour admettre la requete, que chacun des h6ritiers put
justifiel' se trouver dans e eas de beneficier individuelle-
ment du concordat. 01', si la l'equete, formuIee au nom
des h6ritiers, peut a a rigueur etre consideree comme
ayant eM presentee ponr le compte de chacun d'enx
pris individuellement, il s'en faut toutefois que cette
justification ait eM apporMe. Le dossier fomnit, il est
vrai, des renseignemeilts sur a situation personnelle
d'Alfred Metroz qui a
continue d'exploiter l'hötel pour
le compte de l'hoirie depuis le d6ces de son pere, mais
il n'en fournit aucun sur Ia situation de fortune des autres
coheritiers, si bien qu'on ignore absolument si l'un ou
l'autre d'entre eux ne semit pas en etat de satisfaire
aux engagements contractes a l'occasion de la construction
et de l'exploitation de l'hötel. Il y avait donc la un second
motif d'opposer une fin de non recevoir a la requete.
A. Schuldbetreibungs-und KonkursrechL.
Poursuite et FailliLe.
ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD-
BETREIBUNGS-UND KONKURSKAMMER
6. Entscheid vom 3. Jnli 1940 i. S. Barbey.
I. Die Entmündigung eines Schuldners schliesst dessen persönliche
Betreibung (mit Vorbehalt von Art. 47 III SchKG) auch dann
aus, wenn sie nicht (gemäss Art. 375 III und 377 III ZGB)
veröffentlicht worden ist. Art. 47 SchKG.
2. Ein entmündigter Schuldner kann nur für Forderungen aus
einem von der Vormundschaftsbehörde bewilligten Geschäfts-
betriebe persönlich betrieben werden (Art. 47 II1 SehKG und
Art. 412 ZGB) ;
diese Bewilligung wird nieht ersetzt durch eine vom Schuld-
ner eigemnäehtig erlangte Eintragung im Handelsregister
(Art. 932/33 OR) ;
-weitere Voraussetznng der persönlichen Betreibung ist in
jedem Falle Urteilsfähigkeit des Schuldners (arg. Art. 17
ZGB). Deren Fehlen ist von den Betreibungsbehörden von
Amtes wegen zu beachten, selbst wenn keine vormund-
schaftlichen Massnahmen ergriffen worden sind.
- Sous reserve de l'art. 47 aI. 3 LP, l'interdietion du debiteur
empeche toute poursuite personnelle contre lui, meme si
l'interdiction n'a pas ete publiee conformement aux art. 375
al. 3 et 377 aI. 3 Ce. -Art. 47 LP.
- Un debiteur interdit ne peut etre poursuivi personnellement
que pour des dettes resultant de l'exereice d'lme profession
ou d'une industrie autorisees par l'autoriM tuteIaire (art. 47
aI. 3 LP et 412 Ce.) ;
-I'inseription du debiteur au registre du eommerce ne peut
suppleer a l'autorisation, si le debiteur l'a obtenue de son
propre chef (an. 932 et 933 CO) ; .
-pour qu'il puisse y avoir poursuite personnelle, Il faut
eneore et dans tous les eas que le debiteur jouisse de la
eapaeite de diseernement (arg. art. 17 Ce.). Le defaut de
diseernement doit etre releve d'office par les autorites de
poursuite, meme si le debiteur n's, fait l'objet d'aucune
mesure de la part de l'autorite tuMlaire.
AS 66 UI -1940
Schuldbetr 'ibungs-und Konkursrechf.. N0 6.
- Sotto risl'rva dell'art. 47 ep. 3 LEF, l'interdizione deI debitore
fa ostacolo ad ogni eseeuzione personale eontro di lui, anche se
l'intl'rdizione non e stata pubblieata eonformemente agli
art. 375 cp. 3 e 377 ep. 3 CC. Art. 47 LEF.
- Un debitore interdetto puoessero eseusso personalmente
soitanto per i debiti derivanti dalI'esercizio di una professione
o di un mestiere eui l'autorita tutoria ha dato il proprio con-
senso (art. 47 ep. 3 LEF e 412 CC) ;
I'iscrizione deI debitore ner registro di eommereio non puo
supplire a quest'autorizzazione, se il debitore l'ha ottenuta
di sua propria iniziativa (art. 932/933 CO) ;
affinehe sia possibile un' eseeuzione personale, oeeorre
aneora e in ogni easo ehe il debitore goda della eapaeita
di diseernimento (art. 17 CC). La maneanza di diseerni-
mento dev' essere presa in eonsiderazione d'offieio dalle
autorita di eseeuzione, anehe se il debitore non e stato
oggetto di misure da parte dell'autorita tutoria.
A. -Werner Barbey wurde in Neuenburg entmündigt
und unter Vormundschaft gestellt, an deren Stelle zufolge
Beschlusses
der Vormundschaftsbehörde von Neuenburg
vom 19. Oktober 1928 die elterliche Gewalt der Mutter
trat (Art. 273 H, 385 III ZGB). Während die Entmündigung
fortdauerte, nahm Barbey in Winterthur eine Stelle beim
Schuhhändler Dreher an. Am 5. Juni 1939 liess er sich
auf dessen Veranlassung als Inhaber der Firma Elma-
Schuhe Werner Barbey in das Handelsregister des Kantons
Zürich eintragen, was am 9. gL M. im Schweizerischen
Handelsamtsblatt bekanntgemacht wurde. Der Eintrag
blieb bestehen bis zur Löschung am 2. Februar 1940.
Am 24. Oktober 1939 wurde Barbey aus einer für Dreher
eingegangenen Bürgschaft betrieben. Der Gläubiger stellte
das Konkursbegehren. Der' Konkursrichter, von der
Entmündigung benachrichtigt, setzte das Erkenntnis
gemäss Art. 173 II SchKG aus und überwies den Fall der
Aufsichtsbehörde.
B. -Die untere Aufsichtsbehörde erklärte die Betrei-
bung in Anwendung von Art. 47
SchKG nichtig. Die
vom Gläubiger angerufene obere kantonale Aufsichts-
behörde liess ihr dagegen mit Entscheid vom 23. Mai
1940 den JI'ortgang. Sie hielt den Fall von Art. 47 III SchKG
für gegeben, wonach die Betreibung für Forderungen aus
einem nach Art. 412 ZGB bewilligten Geschäftsbetriebe
Hchuhlhetr!'ihulIgs" und Konk"rsrecht. Xc 6.
gegen den wenngleich entmündigten Schuldner persönlich
am Orte des Geschäftssitzes zu führen ist : Eine Bewilli-
gung der offenbar von der Eintragung gar nicht unter-
richteten Vormundschaftsbehörde liege zwar nicht vor.
Der veröffentlichte Eintrag des Schuldners als Inhabers
einer Einzelfirma im Handelsregister sei jedoch gegenüber
jedermann und somit auch gegenüber der Vormund-
schaftsbehörde wirksam. Er begründe eine unwiderlegbare
Vermutung dafür, dass der Geschäftsbetrieb von der
Vormundschaftsbehörde bewilligt worden sei.
C. -Der Vertreter des Schuldners zieht diesen Ent-
scheid an das Bundesgericht mit dem erneuten Antrag,
die Betreibung sei nichtig zu erklären und die Konkurs-
androhung aufzuheben.
Die SchUldbetreibungs-und KonkuTskammer
zieht in Erwägung :
- -Gesetzt auch, eine Bewilligung im Sinne von
Art. 412 ZGB liege vor, so hätte die kantonale Aufsichts-
behörde die Betreibung gegen den entmündigten Schuldner"
dnch nicht als zulässig erklären sollen, ohne zuvor dessen
Urteilsfähigkeit
zu prüfen, woran nach den Akten ernstlich
zu zweifeln ist. Urteilsunfähigkeit des Schuldners gebietet
die Aufhebung der gegen ihn persönlich angehobenen
Betreibung von Amtes wegen, ohne dass die vormund-
schaftlichen Behörden eingeschritten zu sein brauchen
(BGE 65 III 45). Solchenfalls besteht eben Geschäfts-
unfahigkeit
aus einem von jeglicher vormundschaftlicher
Massnahme unabhängigen Grunde (Art. 17 ZGB). Ob
eine allfallige Entmündigung gemäss Art. 412 ZGB gemil-
dert worden ist, bleibt bei Urteilsunfahigkeit ebenso
unbeachtlich wie das Fehlen einer Entmündigung über-
haupt.
- -Indessen braucht die Sache nicht zu näherer
Abklärung der Frage der Urteilsfähigkeit an die Vorinstanz
zurückgewiesen zu werden, da die Betreibung ohnehin
entgegen deren Auffassung wegen der fortbestehenden
Entmündigung. des Schuldners nichtig jst .. Dass eine in
Wirklichkeit ",eder ausdrücklich noch stillschweigend
erteilte Bewilligung der Vormundschaftsbehörde aus dem
vom Schuldner eigenmächtig nachgesuchten Eintrag im
Handelsregister hergeleitet werden könne, trifft nicht zu.
So entscheiden hiesse nichts anderes als dem Entmündigten
die Macht zugestehen, durch eigenmächtiges Vorgehen
sich selbst eine (beschränkte) Geschäftsfähigkeit zu
verleihen, wozu doch nach Art. 412 ZGB (auch anwendbar
bei elterlicher Gewalt, Art. 280) nur die Vormundschafts-
behörde befugt ist. Ein derartiger Einbruch in die Gewalt
der Vormundschaftsbehörde ist mit dem Vormundschafts-
recht unvereinbar. Eine Bewilligung der Vormundschafts-
behörde ist nach der erwähnten Bestimmung unerlässlich,
und sie muss sich aus deren eigenem Verhalten ergeben.
Auch begründet der Eintrag einer Einzelfirma im
Handelsregister nicht etwa für sich allein schon eine
Fiktion der Handlungsfähigkeit des Firmainhabers, die
auch für die Betreibungsbehörden verbindlich wäre.
Die Handlungsfähigkeit ist gar keine durch das Handels-
register auszuweisende Tatsache; . sie gehört nicht zu
dem Registerinhalt, der nach Art. 932 II OR nach Mass-
gabe seiner Veröffentlichung Dritten gegenüber wirksam
wird und nach Art. 933 I OR als allgemein bekannt zu
gelten hat. Vielmehr ist anerkannt, dass die Geltend-
machung der Handlungsunfähigkeit auch gegenüber einem
Handelsregistereintrag vorbehalten bleibt, wie denn dieses
Register öffentlichen Glauben nur unter bestimmten
Einschränkungen geniesst (EugenHuBER, Zum schwei-
zerischen
Sachenrecht, 114 ff.; WIELAND, Handelsrecht I
234/238; HIS, zu OR 933 NI'. 21-28). Vollends ist die
Vormundschafts behörde , hinter deren Rücken der Ent-
mündigte sich hat eintragen lassen, an den Eintrag nicht
gebunden. Weder kann, wie dargetan, der Entmündigte
selbst über seine Handlungsfähigkeit bestimmen, noch
steht den Handelsregisterbehörden die (stillschweigende)
Bewilligung eines Geschäftsbetriebes
durch Vollzug einer
Schuldbetreibun!(s-und Konkursrecht. o 6. 29
Anmeldung zu ; der Registerführer hätte denn auch nach
seinem Bericht den Vollzug der vorliegenden Anmeldung
bei Kenntnis der Entmündigung verweigert. Aus dem
weitergehenden öffentlichen Glauben des Grundbuches
lässt sich nichts Abweichendes herleiten. Auch das Grund-
buch macht übrigens die Handlungsunfähigkeit eines
Verfügenden
nicht unbeachtlich; vielmehr ist der auf
solcher Verfügung beruhende Rechtserwerb trotz Ein-
trages im Grundbuch mangelhaft. Die Fiktion der Hand-
lungs-und demgemäss der Prozessfähigkeit einer Person
lässt sich aus dem Grundbuch nicht herleiten, und damit
steht es im Einklang, dass auch das Handelsregister darüber
nicht Recht schafft und namentlich nicht wirksam getrof-
fenen vormundschaftlichen Massnahmen entgegensteht.
3. -Um gutgläubigen Dritten gegenüber wirksam
zu werden, bedarf die Entmündigung allerdings nach
Art. 375 III ZGB der Veröffentlichung, und bei Verlegung
des Wohnsitzes gemäss
Art. 377 (in einen andem Vor-
mundschaftskreis)
hat nach Abs. 3 daselbst nochmals eine
Veröffentlichung stattzufinden. Es kann jedoch dahin-
gestellt bleiben, ob diesen Vorschriften im vorliegende
Falle richtig nachgelebt wurde, und was sich allenfalls
in materiellrechtlicher Beziehung aus ihrer Missachtung
ergeben
möchte (vgl. BGE 54 II 346). Für die Prozess-
fähigkeit
und demgemäss auch für die Fähigkeit, im
Zwangsvollstreckungsverfahren die Stellung einer Partei
selbständig zu versehen, ist die Entmündigung ohne
weiteres zu beachten, gleichgültig ob sie überhaupt zu
veröffentlichen ist und ob dies in richtiger Weise geschieht.
Wie schon die entsprechenden Bestimmungen von Art. 6
des Bundesgesetzes
von 1881 betreffend die persönliche
Handlungsfähigkeit (BGE 27 I 114 -Sep.-Ausg. 4 S.
22), so schützt auch Art. 375 III ZGB gegenüber einer
nicht veröffentlichten Entmündigung nur den guten
Glauben im rechtsgeschäftlichen Verkehr, hindert dagegen
nicht die Anwendung von Art. 47
SchKG ohne Rücksicht
auf eine Veröffentlichung. Diese Bestimmung ist, da eine
Bewilligung der Vonnundschaftsbehörde im Sinne von
Art. 412 ZGB/47 III SchKG nicht vorliegt, auch hier
anwendbar und.der Rekurs daher begründet.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer :
Der Rekurs wird gutgeheissen und die Betreibung
Nr. 4138/1939 des Betreibungsamtes Winterthur I samt
der Konkursandrohung vom 20. November 1939 als
nichtig aufgehoben.
7. Arrt!t du 24 julllet 1940 dans la cause P.
Lorsque le tiers detenteur d'uu coffre-fort clans lequel se trouvent
des biens appartenant au debiteur refuse de l'ouvrir ou de
renseigner l'office .sur son contenu, le creancier peut exiger
l'ouverture forcee du cofire afin de permettre l'execution da
la saisie.
PländungB'VoUzug :
Wenn der Dritte, bei dem sich Vermögen des Schuldners in einem
Schrankfach befindet, sich weigert, das Fach zu öffnen oder
dessen Inhalt dem Betreibungsamt bekanntzugeben, so kann
der Gläubiger die zwangsweise Oeffnung verlangen.
Se iI terzo detentore d 'una cassaforte neUa. quale si trovano beni
appartenenti al debitore rifiuta di aprirla 0 di indicarne iI
contenuto aU'ufficio, il creditore puo domandare l'apertura
forzata della cassaforte.
- -Fondee sur un jugement executoire, Dame
- a fait exercer au prejudi de son ex-mari, domicilie
a Paris, deux sequestres, l'un pour5148 fr., l'autre pour
175050 fr., sur des valeurs en depöt a la Banque populaire
suisse.
Ayant continue sa poursuite et celle-ci etant restee
sans opposition, elle a requis la saisie de ces memes valeurs,
qui eut lieu le 8 fevrier 1940. Le proces-verbaJ relate
l' operation en ces tennes : Il est place sous le poids de
Ja saisie: en mains de la Banque populaire suisse a
Lausanne, toutes les valeurs que le debiteur possede dans
cet etablissement, a savoir notamment: creances, nume-
raires, titres au porteur, actions, livrets d'epargne, papiers
valeurs, avoirs de toutes natures, en depöt sous compOO
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N0 7.
3l
joint et plus precisement celles contenues dans le safe
n° 797. Cette saisie est imposee a concurrence de la
totalite .
Le proces-verbal contient en outre la mention suivante :
Le debiOOur ne s'est pas presente le jour de la saisie.
D'autre part la Banque populaire suisse, malgre somma-
tions, a
refuse categoriquement a 1'0ffice de proceder a
l'ouverture du safe, se retranchant a ce sujet derriere la
jurisprudence copstante en la matiere. L'inventaire du
susdit safe est donc renvoye a une date ulterieure. Le
debiteur n'ayant pas excuse son absence, ni donne l'auto-
risation d'ouvrir le safe, est passible d'une plainte penale
conformement aux art. 91 LP et 70 lettre a de la loi
vaudoise d'application.
En consequence, il sera poursuivi
penalement sitöt son passage signale en Suisse, a moins
d'une renonciation expresse de la creanciere ou de son
mandataire )). .
La creanciere a requis alors 1'0ffice de proceder a 1'0u-
verture forcee du safe en offrant de deposer la somme
qui
serait reclamee pour garantir la remise en etat des
lieux.
L'office
ayant refuse de donner suite a sa requeOO, elle
s'est adressee successivement a l'autorite inferieure et a
l'autorite superieure de surveillance qui l'ont egalemant
deboutee
de ses conclusions.
B. -Dame P. a recouru a la Chambre des Pour-
suites et des Faillites du Tribunal federal en reprenant les
conclusions
da la plainOO. Elle soutient an resume que
si la jurisprudence invoquee contre elle peut se justifier
quand il s'agit d'un sequestre, il ne saurait en etre de
meme en cas da saisie, alors surtout que le creancier est
au benefice d'un titre executoire.
Oonsiderant en droit :
Dans l'arret du 3 juin 1937 (RO 63 III 63) auquel se
refere la decision attaquee, la Chambre des Poursuites
et des Faillites du Tribunal federal a admis, en modifi-