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BGE 33 I 104 ΓÇó No cantonal restoration for missed SchKG deadlines
BGE 33 I 104Raccolta ufficiale del Tribunale federale (DTF) / Volume I24 nov 1906Annulled
The Federal Court upheld a state constitutional appeal against an interlocutory Zurich appellate decision. It held that the missed deadline for asserting ownership claims under Art. 107 SchKG is governed by federal law, not by the cantonal restoration rule in the Zurich procedural code. Since the SchKG contains no general restitution mechanism beyond express statutory exceptions, the cantonal restoration granted by the Obergericht was contrary to the derogatory force of federal law. The Federal Court therefore annulled the Zurich decision.
Art. 107 SchKG; missed enforcement-law deadlines and restoration; federal supremacy over cantonal procedural law. Where a deadline is fixed by federal enforcement law, the permissibility of reinstatement after lapse is likewise determined exclusively by federal law. Cantonal provisions on restoration of missed time limits are inapplicable to deadlines regulated by the SchKG, absent a federal reservation. The SchKG does not establish a general restitution regime; restoration is only admissible in the cases expressly provided by statute. A state constitutional appeal is admissible against an interlocutory decision that violates the derogatory force of federal law, provided the appellant has an immediate practical interest in its review (consid. 1-2).
Gerichten zu führen, überhoben werden. Es kann daher auf den Rekurs, obgleich er sich gegen ein bloßes Zwischenurteil richtet, eingetreten werden. Auch die Tatsache, daß den Rekurrenten gegen das künftige End urteil in der Sache die Kassationsbeschwerde nach Art. 89 OG offen stände, steht dem Eintreten auf den staatsrechtlichen Rekurs gegen den Inzidententscheid nicht entgegen (AS 29 1 S. 483 Erw. 2); denn Gegenstand der staatsrechtlichen Beschwerde ist ausschließlich der genannte Zwischenentscheid, und dieser kann fest gestelltermaßen durch Kassationsbeschwerde nicht angefochten werden. 2. Wenn eine Frist durch das eidgenössische Recht geordnet ist, muß auch die Frage, ob eine Wiedereinsetzung in die versäumte Frist zulässig ist, sich nach eidgenössischem Recht beurteilen. Es fehlt denn auch jeder Anhaltspunkt dafür, daß nach dem SchKG in dieser Beziehung das kantonale Prozeßrecht vorbehalten wäre. Die Anwendung des 207 des zürcherischen Rechtspflegegesetzes auf den Fall, da eine Partei die ihr nach Art. 107 SchKG an gesetzte Klagefrist versäumt hat, beruht daher auf einer Verken nung der derogatorischen Kraft des Bundesrechts dem kantonalen Rechte gegenüber. Es kann sich lediglich fragen, ob die Wieder einsetzung nicht nach dem Bundesgesetz zulässig war. Durch den Bundesrat als frühere Oberaufsichtsbehörde im Betreibungswesen ist indessen wiederholt ausgesprochen worden, daß das SchKG eine Restitution gegen Fristablauf, abgesehen von Art. 77 (nach träglicher Rechtsvorschlag), nicht vorsieht (Archiv 1 Nr. 72, 2 Nr. 72, 3 Nr. 54 und 124), welcher Auslegung sich auch das Bundesgericht (Schuldbetreibungs und Konkurskammer) ange schlossen hat (AS 24 I S. 532 ). An dieser Auffassung muß festgehalten werden, wobei es genügt, auf die Begründung der Urteile des Bundesrates und des Bundesgerichts zu verweisen. Demnach hat das Bundesgericht erkannt: Der Rekurs wird gutgeheißen und demgemäß der Beschluß des Obergerichts Zürich, I. Appellationskammer, vom 24. November 1906 aufgehoben. Sep.Ausg. 1 Nr. 64 S. 264 f. (Anm. d. Red. f. Publ.)