Revision of inadmissibility ruling denied

BGE 20 I 379Raccolta ufficiale del Tribunale federale (DTF) / Volume I21 apr 1894Dismissed

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Sintesi Omnilex

Redard Frères sought revision of a Federal Court judgment that had declared its appeal inadmissible in a trademark and damages dispute with Schuler Cie. The Court held that revision of such a civil appeal judgment is only possible on the limited statutory grounds of Art. 192 BZP, which were not invoked. The request merely repeated the petitioners' view that the Kreuzlingen District Court had acted as the sole and last cantonal instance. The alternative request to send the case to the Thurgau Obergericht was also denied because restitution for a missed appeal deadline is for the cantonal appellate court to decide under cantonal procedure.

Massima Omnilex

Art. 95 OG; Art. 192 BZP: Revision of a Federal Court civil appeal judgment, including a decision on the admissibility of the appeal, is admissible only for the exhaustively enumerated statutory grounds. A revision application that merely contests the legal assessment underlying the challenged judgment and does not allege a ground under Art. 192 BZP is inadmissible. Competence to grant restitution for expiry of the cantonal appeal period lies exclusively with the competent cantonal appellate court under cantonal procedural law; the Federal Court cannot replace that authority by ordering a referral.

Testo completo

  1. Urteil vom 28. April 1894 in Sachen Redard Frères gegen Schuler Cie. In Erwägung: Daß die Firma Redard Frères in Morges die Berufung an das Bundesgericht ergriffen hat gegen ein Urteil des Bezirks gerichtes Kreuzlingen vom 22. Januar 1894 in Sachen dieser

Firma gegen Schuler Cie. in Kreuzlingen, betreffend Marken schutz und Schadenersatz daß das Bundesgericht mit Urteil vom 9. März diese Beru fung als unzuläßig erklärt hat, weil sie nicht gegen ein in der letzten kantonalen Instanz erlassenes Haupturteil gerichtet war, daß Fürsprech Merkle, nachdem ihm die Bundesgerichtskanzlei nach Vorschrift des Art. 102 des Bundesgesetzes über die Organi sation der Bundesrechtspflege das Dispositiv dieses Urteils mitge teilt hatte, aber bevor ihm die vollständige Ausfertigung des Urteils gemäß Art. 103 definitiv zugestellt worden wär, ein Revisionsgesuch gegen dasselbe eingereicht hat, worin er den Nach weis zu führen suchte, daß das Bezirksgericht Kreuzlingen als einzige kantonale Instanz in dem fraglichen Prozesse entschieden habe, daß auf dieses Revisionsgesuch vom Bundesgericht, weil ver früht eingereicht, nicht eingetreten wurde, daß sodann den Revisionsklägern die vollständige Ausfertigung des bundesgerichtlichen Urteils in Sachen Redard Frères gegen Schuler Cie. zugestellt wurde, in dessen Erwägungen der Stand punkt, als habe das Bezirksgericht Kreuzlingen als einzige und letzte kantonale Instanz in dem fraglichen Prozesse entschieden, als unhaltbar nachgewiesen ist, und speziell auch die Argumente, welche die Revisionskläger in ihrem verfrüht eingereichten Revi sionsgesuch anführten, in Betracht gezogen und als unzutreffend erklärt worden sind, daß hierauf Fürsprech Merkle mit Eingabe vom 21. April 1894 sein Revisionsgesuch erneuert und damit den eventutellen Antrag verbindet, es möchte das Bundesgericht die Streitsache zur kanto nalen zweitinstanzlichen Beurteilung an das thurgauische Ober gericht überweisen, daß dieses Gesuch lediglich die Beweisführung dafür fortsetzt, daß das an das Bundesgericht weitergezogene Urteil des Bezirksgerichtes Kreuzlingen ein von der letzten kantonalen Instanz erlassenes Haupturteil, bezw. die Berufung an das kantonale Obergericht gegen dasselbe unzulässig gewesen sei, daß die Revision eines vom Bundesgericht in seiner Stellung als Berufungsinstanz in Civilsachen erlassenes Urteil, wozu auch die Entscheide betreffend Zulässigkeit der Berufung gehören, gemäß rt. 95 des Bundesgesetzes betreffend die Organisation der Bundes rechtspflege, nur in den in Art. 192 des Bundesgesetzes über das Zerfahren bei dem Bundesgerichte in bürgerlichen Rechtsstreitig keiten festgesetzten Fällen zulässig ist, daß das vorliegende Revisionsgesuch keinen in dieser Gesetzes bestimmung enthaltenen Revisionsgrund geltend macht, noch sich überhaupt auf diese Gesetzesbestimmung beruft, sondern lediglich versucht, die Richtigkeit der vom Petenten vertretenen Rechtsauf fassung gegenüber der in dem angefochtenen Entscheide enthaltenen darzutun, daß ferner, was den eventuellen Antrag der Revisionskläger angeht, das kantonale Obergericht einzig zuständig ist, zu ent scheiden, ob gegen den Ablauf der Appellationsfrist Restitution zu erteilen sei, indem hiefür das kantonale Prozeßrecht maß gebend ist, hat das Bundesgericht erkannt: Das Revisionsgesuch, ebenso wie der eventuelle Antrag der Revisionskläger auf Überweisung der Streitsache an das thur gauische Obergericht zur kantonalen zweitinstanzlichen Beurteilung, wird abgewiesen.

Parole chiave

revisioninadmissibilityappeal admissibilitycantonal appellate jurisdictionrestitutiontrademark disputedamages

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether revision of the Federal Court judgment declaring the appeal inadmissible was admissible.

Decisione estratta

Revision was not admissible because the request did not invoke any statutory ground for revision under the applicable federal provision; it merely challenged the correctness of the Court's legal reasoning.

Motivazione estratta

Under Art. 95 OG, revision of a Federal Court civil appeal judgment, including a ruling on admissibility, is allowed only in the cases set out in Art. 192 BZP. The request neither relied on nor satisfied those grounds.

Questione giuridica chiave

Whether the Federal Court should refer the dispute to the Thurgau cantonal appellate court for second-instance review.

Decisione estratta

The request was rejected because only the cantonal appellate court may decide whether restitution for missing the appeal deadline should be granted under cantonal procedural law.

Motivazione estratta

Competence over restitution after expiry of the appeal period lies exclusively with the cantonal appellate court; the Federal Court cannot order such a referral on that basis.

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