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BGE 1 I 535 ΓÇó Motion for super-expertise inadmissible before final hearing
BGE 1 I 535Raccolta ufficiale del Tribunale federale (DTF) / Volume I1 mag 1850Dismissed
Nordostbahn asked the Federal Court to order a super-expertise in an expropriation dispute and to decide the request without a prior oral hearing. The Court held that motions seeking supplementation or correction of the preliminary proceedings must be dealt with at the final hearing after both parties have been heard. It therefore declared the motion inadmissible at this stage and left it to the petitioner to raise the matter at the closing hearing.
Art. 178 of the Federal Act on procedure before the Federal Court; Art. 40 of the Expropriation Act; request for supplementation of the preliminary proceedings. Motions directed to the completion or correction of the preparatory proceedings are, as a rule, to be discussed at the final hearing and decided only after hearing both parties by reasoned judgment. This procedural rule applies equally in expropriation proceedings. A request for an additional expert opinion is therefore inadmissible when submitted for prior decision outside the closing hearing; it must be reserved for the final oral hearing (consid. 1-2).
BGE 1 I 535 - Prozessantrag auf Oberexpertise
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BGE 139 I 280 - Kopftuch in Bürglen
Sachverhalt
aus folgendem Grunde:
beschlossen:
Bearbeitung, zuletzt am 15.03.2020, durch: Philip Lengacher
Sachverhalt
Nach Einsicht einer Eingabe des Rechtskonsulenten der Nordostbahn vom 6. Januar d.Js., worin derselbe Namens der Direktion der Nordostbahn das prozessualische Begehren um Anordnung einer Oberexpertise stellt und verlangt, daß hierüber nach erfolgter Vernehmlassung der Gegenpartei ohne vorherige mündliche Verhandlung vor Bundesgericht entschieden werde, und zur Begründung des letztern Gesuches anführt, daß ihm eine gesetzliche Bestimmung oder eine gerichtliche Praxis, welche der Entsprechung entgegenstehen würde, nicht bekannt seien, während Gründe der Zweckmäßigkeit, namentlich der Kostenersparniß, dafür sprechen, wurde 1
aus folgendem Grunde:
Der Art. 178 des Bundesgesetzes über das Verfahren bei dem Bundesgerichte in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten vom 22. November 1850, resp. vom 13. Juli 1855, bestimmt, daß Beschwerden und Gesuche, welche auf Ergänzung oder Berichtigung des Vorverfahrens gerichtet sind, bei der Schlußverhandlung erörtert und nach Anhörung beider Parteien durch motivirtes Urtheil entschieden werden sollen. Nach dieser gesetzlichen Bestimmung, welche gemäß . 40 des Bundesgesetzes betreffend die Verbindlichkeit zur Abtretung von Privatrechten vom 1. Mai 1850 auch in Expropriationsstreitigkeiten gilt und welche in der bisherigen gerichtlichen Praxis constant eingehalten worden ist, erscheint aber das vom Anwalte der Direktion der Nordostbahn gestellte Gesuch unzulässig, 2
beschlossen:
Das Gesuch ist abgewiesen und der Petentin überlassen, ihre Beschwerden und Gesuche bei der Schlußverhandlung vorzubringen. 3
1994-2020 Das Fallrecht (DFR).