Repayment for debt payment under unjust enrichment

XBE.2013.65Tribunale civile / Camera di protezione dei minori e degli adulti11 nov 2013Modified

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Sintesi Omnilex

The plaintiff paid the defendant’s debts and sued for reimbursement of CHF 14,714.75 plus interest. The district court rejected the claim. On appeal, the court held that genuine negotiorum gestio was excluded. By accepting the payment without objection, the defendant became enriched through the discharge of his debts and had to repay the plaintiff under Art. 423 CO.

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Art. 423 OR; reimbursement of debt payments made by a third party; unjust enrichment by discharge of liabilities. Where a defendant silently accepts payment of his debts by another, he appropriates the benefit of liberation from the original creditors and is enriched to the extent of the payment. Genuine negotiorum gestio is excluded in such circumstances; restitution is owed under Art. 423(1) and (2) OR. A claim newly invoked on appeal may be upheld where the facts already established reveal enrichment through debt discharge (consid. 2.2.1 ff.).

Testo completo

370 Obergericht, Abteilung Zivilgericht 2013 Unterhaltspflicht der Eltern gemäss Art. 276 ZGB nicht. Abmachungen über das Pflegegeld sind daher nicht Unterhaltsverträge im Sinne von Art. 287/288 ZGB und bedürfen keiner behördlichen Genehmigung (C YRIL HEGNAUER, in: Berner Kommentar, Band II, 2. Abteilung, 2. Teilband, 1. Unterteilband, 1997, N. 8 und 20 zu Art. 294 ZGB). Ein allfälliger Rechtsstreit über Bestand, Umfang oder Inhalt des Pflegegeldes ist demzufolge auf dem ordentlichen Zivilprozessweg auszutragen (K ARIN ANDERER, Das Pflegegeld in der Dauerfamilienpflege und die sozialversicherungsrechtliche Rechtsstellung der Pflegeeltern, in: Schriften zum Sozialversicherungsrecht, 2012, N. 99, S. 35). Auf die Beschwerde ist somit mangels sachlicher Zuständigkeit nicht einzutreten.

2.3.

Im Übrigen gilt es festzuhalten, dass die Kindsmutter durch die behördliche Aufhebung der elterlichen Obhut (Art. 310 ZGB) ihre Befugnis über die Pflege, Erziehung und das Aufenthaltsrecht des Kindes zu bestimmen verloren hat. Vertragsparteien des Pflegevertrags sind daher die Pflegeeltern W. und das Gemeinwesen (R OELLI/ MEULI-LEHNI, in: Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 2. Auflage 2012, N. 2 zu Art. 294 ZGB; K ARIN ANDERER, a.a.O., N. 272 ff., S. 97 f.). 65 Art. 401 Abs. 1 ZGB; Wenn von der betroffenen Person eine Vertrauensperson vorgeschlagen wird, ist diesem Vorschlag gemäss Art. 401 Abs. 1 ZGB nachzukommen, wenn die vorgeschlagene Person für die Beistandschaft geeignet und zu deren Übernahme bereit ist. Nicht erforderlich ist dabei, dass die vorgeschlagene Person die geeignetste unter mehreren möglichen Betreuungspersonen ist. Die Erwachsenenschutzbehörde ist verpflichtet, die betroffene Person auf das Vorschlagsrecht aufmerksam zu machen, und begeht eine formelle Rechtsverweigerung, wenn sie dies unterlässt. Das neue Recht gewichtet das Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Person stärker als das bisherige. Aus dem Entscheid des Obergerichts, Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz, vom 11. November 2013 in Sachen I. S. und S. S. (XBE.2013.65).

2013 Zivilrecht 371 B. Obligationenrecht 66 Art. 419 und Art. 422 OR, Art. 423 OR Echte Geschäftsführung ohne Auftrag verneint. Der Beklagte hat die Zahlung seiner Schulden durch die Klägerin widerspruchslos akzeptiert und sich den aus der Schuldentilgung gegenüber den ursprünglichen Gläubigern entsprungenen Vorteil, die Entschuldung ihnen gegenüber, angeeignet (Art. 423 Abs. 1 OR). Es ist offensichtlich, dass der Beklagte durch diesen Vorteil im Umfang der klägerischen Bezahlung bereichert ist. Gestützt auf Art. 423 Abs. 2 OR ist er damit zur Rückzahlung an die Klägerin verpflichtet. Aus dem Entscheid des Obergerichts, 2. Zivilkammer, vom 14. August 2013 i.S. D.D.M. ca. A.E. (ZVE.2012.68). Sachverhalt Die Klägerin forderte mit ihrer Klage vom Beklagten die Rückzahlung des von ihr an die Gläubiger des Beklagten bezahlten Betrages von Fr. 14'714.75 zuzüglich Zins. Sie stützte ihren Anspruch vor Bezirksgericht auf die Schuldübernahme gemäss Art. 176 OR. Die Vorinstanz wies die Klage vollumfänglich ab. Dagegen erhebt die Klägerin Berufung. Aus den Erwägungen

2.2.

2.2.1.

(...) Die Klägerin machte erstmals in der Berufung geltend, ihr Anspruch stütze sich auf Geschäftsführung ohne Auftrag oder auf ungerechtfertigte Bereicherung. Da sie sich für diese neue rechtliche Be-

Parole chiave

unjust enrichmentnegotiiorum gestiodebt paymentreimbursementenrichment by dischargeappeal

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Questione giuridica chiave

Whether the plaintiff's claim for reimbursement after paying the defendant's debts was based on negotiorum gestio or unjust enrichment.

Decisione estratta

True negotiorum gestio was denied; the defendant accepted the debt payment and obtained a concrete enrichment through discharge of his liabilities, making restitution under Art. 423(2) CO due.

Motivazione estratta

By silently accepting the payment of his debts, the defendant appropriated the benefit of being released from the original creditors. That benefit constituted enrichment in the amount of the plaintiff's payment.

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