progetti
LVwG 62.22-621/2025•LVwG ST LVwG 62.22-621/2025
LVwG 62.22-621/2025Tribunale amministrativo regionale24 feb 2025
ORF-Beitrag, Landesabgabe, verbundene Abgaben und Entgelte, Vorfrage, Aussetzung
Das Landesverwaltungsgericht Steiermark hat durch die Richterin Mag. Rappold im Verfahren über die eingebrachte Beschwerde des Dr. A B, geb. am *****, vertreten durch die C D Rechtsanwalts GmbH, F-J-Kai, W, gegen die im Bescheid der ORF-Beitrags Service GmbH vom 30.10.2024, Beitragsnummer: ******, vorgeschriebene Steiermärkische Kultur- und Sportförderungsabgabe, den
B E S C H L U S S
gefasst:
I.Gemäß § 31 Abs 1 Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz BGBl. I Nr. 33/2013 idF. BGBl. I Nr. 88/2023 (im Folgenden VwGVG) sowie § 17 VwGVG iVm § 38 Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz BGBl. Nr. 51/1991 idF. BGBl. I. Nr. 88/2023 (im Folgenden AVG) wird das Verfahren hinsichtlich der Steiermärkischen Kultur- und Sportförderungsabgabe (im Folgenden StKSAG) bis zur rechtskräftigen Beendigung des Verfahrens über das anhängige Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht, GZ: G311 2307248-1, gegen den mit Bescheid der ORF-Beitrags Service GmbH, Beitragsnummer: ******, vorgeschriebenen ORF-Beitrag
ausgesetzt.
.Gegen diesen Beschluss ist gemäß § 25a Verwaltungsgerichtshofgesetz BGBl. Nr. 10/1985 idF BGBl. I Nr. 88/2024 (im Folgenden VwGG) eine ordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof nach Art. 133 Abs 4 B-VG unzulässig.
E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e
Mit Bescheid der belangten Behörde vom 30.10.2024, Beitragsnummer: ******, wurde Herrn Dr. A B gemäß § 3 Abs 1 und 2, § 7, § 10 Abs 1, § 12 Abs 2 Z 2, § 17 Abs 4 Bundesgesetz über die Erhebung eines ORF-Beitrags 2024 (im Folgenden ORF-BG) idF. BGBl. I Nr. 112/2023 iVm § 31 Abs 19 Bundesgesetz über den Österreichischen Rundfunk (im Folgenden ORF-Gesetz) idF. BGBl. I Nr. 112/2023 sowie § 1 Abs 1, § 2, § 3 Abs 1, 3 und 4 StKSAG idF. LGBl. Nr. 2/2024 iVm § 12 Abs 2 Z 2, § 17 Abs 4 ORF-BG idF. BGBl. I Nr. 112/2023 für den Zeitraum von 01.01.2024 bis 31.03.2024 ein ORF-Beitrag in Höhe von € 45,90 sowie die Steiermärkische Kultur- und Sportförderungsabgabe in Höhe von € 14,10 vorgeschrieben.
Gegen diesen Bescheid erhob der Beschwerdeführer durch seinen ausgewiesenen Rechtsvertreter fristgerecht Beschwerde.
Soweit sich die Beschwerde gegen die Vorschreibung des ORF-Beitrags samt den damit verbundenen Abgaben und Entgelte gemäß den Bestimmungen des ORF-BG und des ORF-Gesetzes richtet, ist für die Beschwerde das Bundesverwaltungsgericht zuständig und obliegt dem Landesverwaltungsgericht Steiermark nur die Entscheidung über die Abgabe nach dem StKSAG.
Gemäß § 2 StKSAG beträgt die Abgabe iSd § 3 ORF-BG für jede natürliche Person für einen Hauptwohnsitz in der Steiermark, oder iSd § 4 ORF-BG für Betriebsstätten von Unternehmerinnen/Unternehmern zu entrichtenden ORF-Beitrag monatlich € 4,70. Die Abgabe ist für jenen Zeitraum zu entrichten, für den eine Beitragspflicht nach § 8 ORF-BG besteht. Für die Festsetzung und Fälligkeit der Abgabe gilt § 12 Abs 2 ORF-BG sinngemäß.
Gemäß § 38 AVG ist die Behörde, soweit die Gesetze nichts anderes bestimmen, berechtigt, im Ermittlungsverfahren auftauchende Vorfragen, die als Hauptfragen von anderen Verwaltungsbehörden oder von den Gerichten zu entscheiden wären, nach der über die maßgebenden Verhältnisse gewonnen eigenen Anschauung zu beurteilen und diese Beurteilung ihrem Bescheid zugrunde zu legen. Sie kann aber auch das Verfahren bis zur rechtskräftigen Entscheidung der Vorfrage aussetzen, wenn die Vorfrage schon den Gegenstand eines anhängigen Verfahrens bei der zuständigen Verwaltungsbehörde oder beim zuständigen Gericht bildet oder ein solches Verfahren gleichzeitig anhängig gemacht wird.
Diese Bestimmung ist nach § 17 VwGVG für das Landesverwaltungsgericht Steiermark gegenständlich anzuwenden.
Im Verfahren vor dem Landesverwaltungsgericht Steiermark stellt sich die Vorfrage, ob der Beschwerdeführer zur Entrichtung des ORF-Beitrages verpflichtet ist. Da dieses Verfahren bereits vor dem Bundesverwaltungsgericht anhängig ist, war spruchgemäß zu entscheiden und das Verfahren bis zur rechtskräftigen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes auszusetzen.
Unzulässigkeit der ordentlichen Revision:
Die ordentliche Revision ist unzulässig, da keine Rechtsfrage im Sinne des Art. 133 Abs 4 B-VG zu beurteilen war, der grundsätzliche Bedeutung zukommt.
Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.