progetti
LVwG-AV-1131/001-2025•LVwG N LVwG-AV-1131/001-2025
LVwG-AV-1131/001-2025Tribunale amministrativo regionale30 set 2025
Infrastruktur und Technik; Elektrizitätswesen; starkstromwegerechtliche Bewilligung; Enteignung; Dienstbarkeit;
IM NAMEN DER REPUBLIK
Das Landesverwaltungsgericht Niederösterreich hat durch Mag.Dr. Wessely, LL.M. als Einzelrichter über die Beschwerde des Herrn A, vertreten durch B Rechtsanwälte OG in ***, gegen den Bescheid der NÖ Landesregierung vom 30. Mai 2025, Zl. ***, betreffend Einräumung von Dienstbarkeiten nach dem NÖ Starkstromwegegesetz,
I. zu Recht erkannt:
1. Der Beschwerde gegen Spruchpunkt I. und III. wird gemäß § 28 Abs. 1 und 2 VwGVG dahingehend Folge gegeben, dass der Ausdruck „, der Umbau“ in Punkt c) in Spruchpunkt I. zu entfallen hat.
2. Gegen dieses Erkenntnis ist eine ordentliche Revision gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig (§ 25a VwGG).
II. den
Beschluss
gefasst:
1. Die Beschwerde gegen Spruchpunkt II. wird gemäß §§ 28 Abs. 1 i.V.m. 31 VwGVG als unzulässig zurückgewiesen.
2. Gegen diesen Beschluss ist eine ordentliche Revision gemäß Art. 133 Abs. 4 B-VG nicht zulässig (§ 25a VwGG).
Entscheidungsgründe:
1. Zum verwaltungsbehördlichen Verfahren:
Mit Bescheid der NÖ Landesregierung vom 11. Juni 2024, ***, wurde der C GmbH (im Folgenden: Antragstellerin) die starkstromwegerechtliche Bewilligung für den Bau und den Betrieb der 110-kV-Doppelleitung UW *** – UW ***, Teilstrecke Mast Nr. *** bis Mast Nr. *** mit Einbindung Umspannwerk *** und einer Länge von 5,8 km und 19 Leitungsstützpunkte erteilt. Die Gründung der Trag- und Abspannmaste erfolgt mit Einzel- bzw. Mehrblockfundamenten; die Höhe der Masten beträgt rund 31 m.
Nachdem betreffend die Errichtung und den Betrieb dieser Leitung bezogen auf ein im Eigentum des Beschwerdeführers stehendes Grundstück eine zivilrechtliche Einigung nicht zustande kam, beantragte die Antragstellerin bei der belangten Behörde die Einräumung entsprechender Zwangsrechte.
Nach Durchführung einer Verhandlung und Einholung von Gutachten räumte die belangte Behörde der Antragstellerin mit dem angefochtenen Bescheid diese Zwangsrechte ein und verpflichtete sie, dem Beschwerdeführer eine einmalige Entschädigung in Höhe von € 9.205,26 und € 500,-- als Ersatz für die notwendigen Kosten seiner rechtsfreundlichen Vertretung zu bezahlen.
Gegen diesen Bescheid wendet sich die fristgerechte Beschwerde, in der der Beschwerdeführer ausführt, in der Nähe der projektierten Leitung einen Reitbetrieb zu betreiben. Die Freileitung stehe in einem krassen Widerspruch zu den Erwartungen, die ein Reiter an die Umgebung eines Reitbetriebs stelle. Eine Erdverkabelung hätte einen geringeren Eingriff in seine Rechte dargestellt. Ferner fände die Pflicht zur Duldung der grundbücherlichen Einverleibung im Gesetz keine Deckung, sei der verfahrenseinleitende Antrag mangelhaft gewesen (keine Nennung der auf dem Grundstück lastenden Dienstbarkeit), sei der Umfang der eingeräumten Rechte zu weit gegriffen und habe die belangte Behörde gegen § 58a AVG verstoßen.
2. Zum durchgeführten Ermittlungsverfahren:
Beweis wurde in einer öffentlichen mündlichen Verhandlung erhoben durch Einsichtnahme in die Akten der belangten Behörde, durch Befragung des Beschwerdeführers und Einholung eines elektrotechnischen Gutachtens.
3. Feststellungen und Beweiswürdigung:
Demnach steht folgender Sachverhalt als erwiesen fest: Mit Bescheid der NÖ Landesregierung vom 11. Juni 2024, ***, wurde der C GmbH (im Folgenden: Antragstellerin) die starkstromwegerechtliche Bewilligung für den Bau und den Betrieb der 110-kV-Leitung UW *** – UW ***, Teilstrecke Mast Nr. *** bis Mast Nr. *** mit Einbindung Umspannwerk ***, erteilt. Ausweislich dieses Bescheides wird mit dem neu errichteten Leitungsteilstück und dem Umspannwerk *** unter gleichzeitiger Aufgabe der bisherigen, 1956 errichteten Leitung den Anforderungen an ein modernes Stromverteilsystem Rechnung getragen. Konkret wird dadurch die Versorgung der Netzkunden mit elektrischer Energie – auch bei steigendem Energiebedarf –gesichert bzw. weiter ausgebaut, die weitere Einspeisung der wertvollen Energie aus erneuerbaren Quellen in das öffentliche Stromnetz ermöglicht, werden die Leitungslängen im 20-kV-Netz deutlich verringert und wird in der Region die ungehinderte Netznutzung aller Kunden in Haushalt, Gewerbe, Landwirtschaft, öffentlichen Einrichtungen und Industrie – als Stromentnehmer oder Einlieferer – auch für die Zukunft gewährleistet. Die Trasse für den Ersatzneubau zwischen den Stützpunkten Nr. *** und Nr. *** orientiert sich an der bestehenden 110-kV-Doppelleitung in diesem Bereich. Die Maststandorte des neuen Abschnittes wurden so gewählt, dass sie, wo technisch möglich und sinnvoll, auf Grundgrenzen oder am Grundstücksrand stehen. Durch das Wachstum der Ortschaft *** der letzten Jahrzehnte ist die Ortsgrenze an den Trassenrand der Bestandsleitung gerückt. Um sich von der Ortschaft zu entfernen und weiteres Wachstum der Ortschaft nicht zu beeinflussen rückt in diesem Abschnitt die neue Leitungstrasse etwas ab.
Dieser Bescheid erwuchs in Rechtskraft.
Das Projekt verläuft in Form der Überspannung von Mast Nr. *** zu Mast Nr. *** und Errichtung des Mastes Nr. *** über das Grundstück Nr. ***, KG ***. Dieses Grundstückt befindet sich im Alleineigentum des Beschwerdeführers.
Infolge Erteilung der starkstromwegerechtlichen Bewilligung unternahm die Antragstellerin zuletzt mit Schreiben vom 12. September 2024 den Versuch, mit dem Beschwerdeführer eine zivilrechtliche Einigung zu erlangen. Eine solche scheiterte jedoch. Dementsprechend beantragte die Antragstellerin bei der belangten Behörde, ihr auf den genannten Grundstücken zur Umsetzung des Projekts folgende Dienstbarkeiten einzuräumen:
a)Die Duldung der Errichtung, des Betriebs und des Bestandes einer 110-kV-Freileitungsanlage entsprechend dem bewilligten Projekt;
b)die Duldung der Entfernung der diese Arbeiten sowie den sicheren Bestand der 110-kV-Freileitungsanlage hindernden Sachen, die Ausästung und Fällung einzelner Bäume sowie die Herstellung von Durchschlägen durch Waldungen;
c)die Duldung der Überprüfung, der Instandhaltung, des Umbaus und der Erneuerung der 110-kV-Freileitungsanlage im Rahmen des bewilligten Projekts;
d)die Duldung des Betretens und Befahrens der genannten Grundstücke durch die hierzu von der Dienstbarkeitsberechtigten bestellten Personen und Vertreter zu Zwecken der lit. a) bis c);
e)die Unterlassung sämtlicher Handlungen, die eine Beschädigung oder Störung der 110-kV-Freileitungsanlage zur Folge haben könnten;
f)die Unterlassung der Errichtung von Baulichkeiten aller Art sowie die Unterlassung von Baumpflanzungen innerhalb des in der Beilage gekennzeichneten Bereichs ohne vorherige schriftliche Zustimmung der Dienstbarkeitsberechtigten.
Gleichzeitig sollte der Beschwerdeführer zur Duldung der grundbücherlichen Einverleibung dieser Dienstbarkeiten verpflichtet werden. Dem entsprach die belangte Behörde mit dem angefochtenen Bescheid, wobei sie dem Beschwerdeführer unter einem eine einmalige Entschädigung in Höhe € 9.205,26 sowie einen Ersatz der Kosten der rechtsfreundlichen Vertretung in Höhe von € 500,- zuerkannte.
Die Verlegung der Leitung durch Änderung der Trasse oder Erdverkabelung würde unverhältnismäßige Kosten mit sich bringen; die Kosten für eine Erdverkabelung würden das Drei- bis Fünffache der Errichtung einer Freileitung ausmachen. Die beantragten und eingeräumten Rechte sind aus elektrotechnischer Sicht erforderlich, um den sicheren Betrieb der Anlage über die Bestands- bzw. Lebensdauer sicherzustellen.
Die Feststellungen gründen sich, soweit im Folgenden nicht anders ausgeführt, auf den unbedenklichen Akt der belangten Behörde. Die Notwendigkeit des Ausmaßes der Dienstbarkeit fußt auf den Ausführungen des beigezogenen Amtssachverständigen, ebenso jene zu den Mehrkosten einer Erdverkabelung.
4. Daraus ergibt sich in rechtlicher Hinsicht:
Gemäß § 28 Abs. 1 VwGVG hat das Verwaltungsgericht – sofern die Beschwerde nicht zurückzuweisen oder das Verfahren einzustellen ist – die Rechtssache durch Erkenntnis zu erledigen; andernfalls – zufolge § 31 Abs. 1 VwGVG mit Beschluss. Soweit es nicht Rechtswidrigkeit wegen Unzuständigkeit der Behörde gegeben findet, hat es den angefochtenen Bescheid auf Grund der Beschwerde (§ 9 Abs. 1 Z 3 und 4) oder auf Grund der Erklärung über den Umfang der Anfechtung (§ 9 Abs. 3) zu überprüfen und nach § 28 Abs. 2 VwGVG grundsätzlich in der Sache zu entscheiden. Relevant ist dabei im Bescheidbeschwerdeverfahren – nach h.M. (i.d.S. auch VwGH 21.10.2014, Ro 2014/03/0076) – regelmäßig die in seinem Entscheidungszeitpunkt geltende Sach- und Rechtslage, sodass diesbezügliche Änderungen – zum Vor- und Nachteil des Beschwerdeführers (VwGH 27.3.2007, 2007/18/0059) – zu berücksichtigen sind.
Wenn der dauernde Bestand der elektrischen Leitungsanlage an einem bestimmten Ort aus zwingenden technischen Gründen oder mit Rücksicht auf die unverhältnismäßigen Kosten ihrer Verlegung die Enteignung erfordert, sodass mit den Leitungsrechten nach §§ 11 ff NÖ StWG das Auslangen nicht gefunden werden kann, ist nach § 18 Abs. 1 NÖ StWG von der Behörde über Antrag die Enteignung für elektrische Leitungsanlagen samt Zubehör einschließlich der Umspann-, Umform- und Schaltanlagen auszusprechen. Als Enteignung i.S.d. Bestimmung gilt nach § 19 Abs. 1 lit. b NÖ StWG u.a. die Bestellung von Dienstbarkeiten an unbeweglichen Sachen.
Eine Enteignung i.S.d. genannten Bestimmung setzt daher zum einen voraus, dass eine zivilrechtliche Einigung nicht erlangt werden konnte, zum anderen, dass mit Leitungsrechten i.S.d. §§ 11 ff NÖ StWG nicht das Auslangen gefunden werden kann. Da den vom Projekt betroffenen Grundeigentümern bereits im Bewilligungsverfahren nach dem NÖ StWG Parteistellung und damit die Möglichkeit zukam, die Notwendigkeit der Anlage in Frage zu stellen und Alternativvorschläge zu erstatten (VwSlg 18.465 A/2012), hat die Behörde die Frage nach dem öffentlichen Interesse an der Verwirklichung des Projekts einschließlich seiner konkreten Ausgestaltung (bezogen u.a. auf den Trassenverlauf, aber auch die Ausführungen als Freileitung oder Erdkabel) im Enteignungsverfahren nicht mehr zu prüfen. Derartiger Einwendungen können demnach nicht mehr wirksam erhoben werden (z.B. VwGH 19.9.2000, 2000/05/0179). Sie gehen daher ins Leere.
Im konkreten Fall kam eine zivilrechtliche Einigung unbestrittenermaßen nicht zustande. Soweit der Beschwerdeführer in der öffentlichen mündlichen Verhandlung ausführte, die Antragstellerin habe diesbezüglich kein ernsthaftes Bemühen gezeigt, zumal zeitgleich bereits das Verfahren anhängig gewesen sei, vermag dem das Landesverwaltungsgericht nicht verfolgen. Das letztmalige Angebot an den Beschwerdeführer datiert mit 12. September 2024, der Antrag auf Einräumung von Zwangsrechten hingegen mit 20. November 2024. Zumal eine zivilrechtliche Einigung trotz entsprechender Bemühungen der Antragstellerin nicht erfolgte, ist nur noch zu prüfen, ob mit der Einräumung von Leitungsrechten i.S.d. §§ 11 NÖ StWG das Auslangen gefunden werden könnte. Wenngleich es sich auch bei derartigen Leitungsrechten um dingliche Rechte handelt, unterscheiden sie sich von Dienstbarkeiten i.S.d. § 19 Abs. 1 lit. a NÖ StWG dadurch, dass sie nach § 14 Abs. 2 NÖ StWG auf Antrag des Belasteten dann zu entziehen sind, wenn dieser nachweist, dass die auf seinem Grundstück befindlichen elektrischen Leitungsanlagen oder Teile derselben die von ihm beabsichtigte zweckmäßige Nutzung des Grundstückes entweder erheblich erschweren oder überhaupt unmöglich machen. Vermag daher eine willkürliche andere Disposition über das jeweilige Grundstück Leitungsrechte nicht zu gefährden, gilt dann anderes, wenn diese Disposition zweckmäßig ist.
Diese schwache Position hat zur Folge, dass die Einräumung von Leitungsrechten nach § 11 Abs. 2 lit. a NÖ StWG dann nicht zulässig ist, wenn der dauernde Bestand der elektrischen Leitungsanlage an einem bestimmten Ort aus zwingenden technischen Gründen oder mit Rücksicht auf die unverhältnismäßigen Kosten ihrer Verlegung (für den Fall der Entziehung der Leitungsrechte) die Enteignung erfordert. M.a.W. kommt die Einräumung von Leitungsrechten nur dann in Betracht, wenn kein zwingendes Interesse an einer dauerhaften Fixierung der Trasse besteht und eine Verlegung ohne besondere Schwierigkeiten und ohne unverhältnismäßigen Aufwand realisierbar ist (VwGH 29.1.2013, 2011/05/0163).
Dass für den Fall einer zweckmäßigen Disposition des Beschwerdeführers über die Nutzung seines Grundstücks eine Verlegung der Trasse einschließlich der Versetzung von Masten oder allenfalls die Verlegung von Erdkabeln erforderlich würde, ist evident. Mag beides grundsätzlich technisch möglich sein, sind aber die mit einer solchen Verlegung der Leitung verbundenen erheblichen Kosten schon mit Blick auf die oben umschriebene Dimension der auf mehrere Jahrzehnte angelegten 110-kV-Anlage evident. Dies unabhängig davon, ob für die Umgehung des Grundstücks des Beschwerdeführers eine Verlegung der Leitung um dieses Grundstück herum oder eine Erdverkabelung vorgenommen würde, deren Kosten beim Drei- bis Fünffachen zuzüglich der für den Übergang zwischen Freileitung und Erdkabel erforderlichen Kosten zu Buche schlagen würden. Davon ausgehend kann aber, um den sicheren Betrieb der Anlage über die Bestands- bzw. Lebensdauer sicherzustellen, mit Leitungsrechten nicht das Auslangen gefunden werden. Dass Derartiges bezogen auf Leitungsanlagen ab einer Betriebsspannung von 30 kV und somit auch bei einer 110 kV-Leitung der Fall ist, wird von der h.M. angenommen (statt aller Schilchegger in Altenburger [Hrsg], Kommentar zum Umweltrecht2 [2019] § 18 StWG Rz 8 m.w.N.).
Keine Bedenken hegt das Landesverwaltungsgericht im Übrigen auch gegen den Umfang der eingeräumten Dienstbarkeiten, zumal diese ausschließlich in jenem Ausmaß eingeräumt werden, das der Errichtung und dem sicheren Betrieb der Anlage geschuldet ist. Allein die Passage, wonach auch „Umbauten“ hinzunehmen seien, war zu streichen. Wenngleich auch diesbezüglich auf den Baubewilligungsbescheid verwiesen wird, wäre diese Duldungspflicht zumindest missverständlich, würde sie doch u.U. in dem Sinn verstanden werden können, dass auch allfällige künftige Änderungen der Anlage hinzunehmen wären. Derartiges fände jedoch im Gesetz keine Deckung.
Soweit der Beschwerdeführer vermeint, dass die Pflicht zur Duldung der grundbücherlichen Einverleibung im Gesetz keine Deckung fände, verkennt er, dass es sich bei den oben genannten Dienstbarkeiten um dingliche Rechte handelt, die, um auch gegen Dritte zu wirken, grundbücherlich einzuverleiben sind. Die Duldungspflicht betreffend Einverleibung ist daher notwendig vom Gesetz abgedeckt, kann dem Gesetzgeber doch nicht zugesonnen werden, dass er zwar den Ausspruch der Verpflichtung, nicht aber deren praktische Umsetzung ermöglichen wollte.
Nicht nachzuvollziehen vermag das Landesverwaltungsgericht den Einwand, die belangte Behörde habe gegen § 58a AVG verstoßen, zumal diese Bestimmung nur dann anzuwenden ist, wenn Verfahren nach verschiedenen Materiengesetzen zusammengeführt werden. Gerade das ist aber vorliegend nicht der Fall, sodass dieses Vorbringen ins Leere geht.
Demnach war – mit der ob genannten Ausnahme – der Beschwerde gegen Spruchpunkt I. kein Erfolg beschieden
Die vorliegende Beschwerde wendet sich undifferenziert gegen Spruchpunkt I., II. und III..
Nach § 20 lit. c NÖ StWG kann jede der Parteien eines Enteignungsverfahrens binnen drei Monaten ab Erlassung des die Entschädigung bestimmenden Bescheides (lit. b) die Feststellung des Entschädigungsbetrages bei jenem mit der Ausübung der Gerichtsbarkeit in bürgerlichen Rechtssachen betraute Landesgericht begehren, in dessen Sprengel sich der Gegenstand der Enteignung befindet. Der Bescheid der Behörde tritt hinsichtlich des Ausspruches über die Entschädigung mit Anrufung des Gerichtes außer Kraft. Der Antrag an das Gericht auf Feststellung der Entschädigung kann nur mit Zustimmung des Antragsgegners zurückgezogen werden.
Wie in vergleichbaren Regimen statuiert das Gesetz bezogen auf die Entschädigungshöhe sohin eine sukzessive Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte. Die Möglichkeit, diesbezüglich Beschwerde an die Verwaltungsgerichte zu erheben, besteht daher nicht, sodass die Beschwerde diesbezüglich als unzulässig zurückzuweisen war.
Im Enteignungsverfahren hat der Enteignungsgegner Anspruch auf Ersatz der zur zweckentsprechenden Rechtsverteidigung notwendigen Kosten seiner rechtsfreundlichen Vertretung und sachverständigen Beratung. Dem Enteignungsgegner gebührt voller Kostenersatz, soweit der Enteignungsantrag ab- oder zurückgewiesen oder in einem nicht nur geringfügigen Umfang zurückgezogen wird. In allen anderen Fällen gebührt dem Enteignungsgegner eine Pauschalvergütung in Höhe von 1,5 vH der festgesetzten Enteignungsentschädigung, mindestens aber € 500,-- und höchstens € 7.500,--.
Im Hinblick auf die Höhe der Enteignungsentschädigung war der Betrag daher mit € 500,-- festzusetzen. Inwieweit sich der Beschwerdeführer durch diesen Ausspruch in seinen Rechten verletzt sieht, ist für das Landesverwaltungsgericht nicht nachvollziehbar.
5. Zur Unzulässigkeit der ordentlichen Revision:
Die ordentliche Revision ist nicht zulässig, da im gegenständlichen Verfahren keine Rechtsfrage zu lösen war, der im Sinne des Art. 133 Abs. 4 B-VG grundsätzliche Bedeutung zukommt, weil die durchgeführte rechtliche Beurteilung aufgrund der obzitierten höchstgerichtlichen Rechtsprechung erfolgte.
Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.