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Art. 503

220COFederal Act1 gen 1912Fonte originale
  1. Qualora il creditore diminuisca in pregiudizio del fideiussore diritti di pegno, altre garanzie o privilegi che esistevano allorché fu prestata la fideiussione o che egli ha ottenuto in seguito dal debitore principale specialmente per il credito assicurato, la responsabilità del fideiussore è ridotta d’una somma corrispondente, salvo che sia provato che il danno è meno elevato. È riservata l’azione di ripetizione per il di più pagato.
  2. Trattandosi di fideiussione prestata per pubblico ufficio o per contratto individuale di lavoro, il creditore è inoltre responsabile se per aver omessa la sorveglianza sul lavoratore alla quale era tenuto o la diligenza che si poteva pretendere da lui, il debito sia nato o abbia raggiunto una cifra che altrimenti non si sarebbe verificata.1
  3. Il creditore deve consegnare al fideiussore, che lo paga, i documenti atti all’esercizio dei suoi diritti e dargli le informazioni occorrenti. Egli deve altresì consegnare i pegni e le altre garanzie che esistevano allorché fu prestata la fideiussione o che il debitore principale ha costituito in seguito specialmente per il credito assicurato, oppure fare quanto occorre per il loro trasferimento. Sono riservati i diritti di pegno e di ritenzione poziori a quelli del fideiussore, che spettano al creditore per altri crediti.
  4. Qualora il creditore ricusi indebitamente di compiere questi atti o si sia spogliato in mala fede o per negligenza grave dei mezzi di prova esistenti o dei pegni e altre garanzie di cui è responsabile, il fideiussore è liberato. Egli può ripetere quanto ha pagato ed esigere il risarcimento del maggior danno.

Footnotes

  1. Nuovo testo giusta la cifra II art. 1 n. 12 della LF del 25 giu. 1971, in vigore dal 1° gen. 1972 (RU 1971 1461;FF 1968 II 177). Vedi le disp. fin. e trans. tit. X, alla fine del presente Codice.

1 commentary

N1.Abtretungen keine Sicherheiten; Darlegungspflicht

Abtretungen von Ansprüchen gegen Subunternehmer gehören nicht zu den in Art. 503 Abs. 1 OR genannten „Pfandrechten oder anderweitigen Sicherheiten und Vorzugsrechten“ der verbürgten Forderung. Der geltend gemachte Minderungsbetrag ist nach der Differenz‑ bzw. Haftungstheorie quantitativ darzulegen; dazu sind sowohl der tatsächliche als auch der hypothetische Vermögensstand bzw. die entsprechenden Forderungswerte vorzulegen.

Die Haftung des Bürgen verringert sich um den Betrag, um welchen der Gläubiger "zum Nachteil des Bürgen bei der Eingehung der Bürgschaft vorhandene oder vom Hauptschuldner nachträglich erlangte und eigens für die verbürgte Forderung bestimmte Pfandrechte oder anderweitige Sicherheiten und Vorzugsrechte" ver- mindert (Art. 503 Abs. 1 Satz 1 OR). Der Minderungsbetrag entspricht dem Scha- den, welcher dem Bürgen durch die Verminderung der Sicherheiten entstanden ist (BGE 66 II 123 E. 2 S. 129-130; P ESTALOZZI, in: Basler Kommentar, N. 11 zu Art. 503 OR). Der Bürge verfügt lediglich über einen Schadenersatzanspruch (BGE 66 II 123 E. 2 S. 129-130). Die an die Klägerin abgetretenen Ansprüche der Totalunternehmerin beruhen da- rauf, dass die Totalunternehmerin nicht sämtliche Arbeiten eigenhändig ausge- führt, sondern diese mindestens teilweise vertraglich an Subunternehmer übertra- gen hat. Sie stehen ausserhalb des Valutaverhältnisses zwischen der Totalunter- nehmerin als Hauptschuldnerin und der Klägerin als Gläubigerin. Demnach han- delt es sich nicht um "Pfandrechte oder anderweitige Sicherheiten und Vorzugs- rechte" der verbürgten Forderung i.S.v. Art. 503 Abs. 1 OR. Der Minderungsbetrag ist zudem im Quantitativ nicht dargelegt bzw. ausgewie- sen. Gemäss Art. 42 Abs. 1 OR hat der Anspruchsteller den Schaden zu bewei- sen. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts entspricht der haftungs- rechtliche Schaden "der ungewollten Verminderung des Reinvermögens", d.h. "der Differenz zwischen dem gegenwärtigen Vermögensstand und dem Stand, den das Vermögen ohne das schädigende Ereignis hätte" (BGE 142 III 23 E. 4.1 S. 27-28; BGE 132 III 321 E. 2.2.1 S. 323-324). Die Beklagte nimmt eine Haftungsverringerung um 100 % an (act. 29 Rz. 30, 31). Nach der Differenzhypothese ist der tatsächliche dem hypothetischen Vermö- gensstand gegenüberzustellen. Es kann nicht bloss unterstellt werden, die abge- - 79 - tretenen Ansprüche würden die Bürgschaftsleistung vollständig decken. Die Be- klagte müsste sowohl den tatsächlichen als auch den hypothetischen Vermö- gensstand darlegen. Die Ansprüche gegen die Subunternehmer sind weder im Grundsatz noch im Quantitativ dargelegt.
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts entspricht der haftungs- rechtliche Schaden "der ungewollten Verminderung des Reinvermögens", d.h. "der Differenz zwischen dem gegenwärtigen Vermögensstand und dem Stand, den das Vermögen ohne das schädigende Ereignis hätte" (BGE 142 III 23 E. 4.1 S. 27-28; BGE 132 III 321 E. 2.2.1 S. 323-324). Die Beklagte nimmt eine Haftungsverringerung um 100 % an (act. 29 Rz. 30, 31). Nach der Differenzhypothese ist der tatsächliche dem hypothetischen Vermö- gensstand gegenüberzustellen. Es kann nicht bloss unterstellt werden, die abge- - 79 - tretenen Ansprüche würden die Bürgschaftsleistung vollständig decken. Die Be- klagte müsste sowohl den tatsächlichen als auch den hypothetischen Vermö- gensstand darlegen. Die Ansprüche gegen die Subunternehmer sind weder im Grundsatz noch im Quantitativ dargelegt. Die Beklagte begnügt sich mit der Be- hauptung, dass die Totalunternehmerin die Mängel in der Garantiefrist gerügt ha- be (act. 29 Rz. 22, 23; act. 30/1; act. 30/3). Die Beklagte beruft sich deshalb ohne Erfolg auf Art. 503 Abs. 1 OR.

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