0.631.121.2Multilateral International Treaty19 déc. 1952
0.631.121.2
AS 1953 42; BBl 1952 I 525
Übersetzung
Abgeschlossen in Brüssel am 15. Dezember 1950
Von der Bundesversammlung genehmigt am 18. Juni 19521
Schweizerische Beitrittsurkunde hinterlegt am 19. Dezember 1952
In Kraft getreten für die Schweiz am 19. Dezember 1952
(Stand am 26. Februar 2025)
Die Signatarstaaten vorliegender Konvention,
in Erwägung, dass es zweckmässig sei, in ihren Zollsystemen eine höchstmögliche Übereinstimmung und Einheitlichkeit herbeizuführen und insbesondere die mit der Entwicklung und Verbesserung der Zolltechnik im Zusammenhang stehenden Fragen und die diesbezügliche Gesetzgebung zu untersuchen,
in der Überzeugung, dass es im Interesse des internationalen Handels liegt, die zwischenstaatliche Zusammenarbeit auf diesem Gebiet sowohl in Bezug auf die wirtschaftlichen Faktoren als auch auf das damit verbundene Zollverfahren zu fördern,
haben beschlossen:
Es wird ein Rat für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens, in der Folge «Zollrat» genannt, geschaffen.
a. – Mitglieder des Zollrates sind: (i) die Vertragsparteien der vorliegenden Konvention; (ii) die Regierung jedes in seinen Aussenhandelsbeziehungen autonomen Zollgebietes, wenn sie durch die Vertragspartei vorgeschlagen wird, die für das betreffende Gebiet hinsichtlich seiner diplomatischen Beziehungen verantwortlich ist, und sofern ihre Zulassung als selbständiges Mitglied vom Zollrat genehmigt worden ist. b. – Die Regierung eines Zollgebietes, die gemäss Paragraph a (ii) selbständiges Mitglied des Zollrates ist, verliert ihre Mitgliedschaft im Zollrat, wenn ihr der Rücktritt durch die Vertragspartei mitgeteilt wird, welche für dieses Gebiet hinsichtlich seiner diplomatischen Beziehungen verantwortlich ist. c. – Jedes Mitglied des Zollrates ernennt einen Delegierten und einen oder mehrere Suppleanten, die seine Vertretung im Zollrat übernehmen. Diesem Delegierten können Berater beigegeben werden. d. – Der Zollrat kann Vertreter von Nicht‑Mitgliedstaaten oder internationalen Körperschaften als Beobachter zulassen.
Dem Zollrat sind folgende Aufgaben übertragen:
Die Mitglieder des Zollrates sind gehalten, diesem auf Verlangen hin alle Auskünfte und Unterlagen zur Verfügung zu halten, welche zur Erledigung seiner Aufgabe notwendig sind; kein Mitglied des Zollrates ist jedoch zu vertraulichen Mitteilungen verpflichtet, deren Bekanntgabe der Anwendung des Gesetzes hinderlich wäre, mit dem öffentlichen Interesse nicht in Einklang stände oder den berechtigten Handelsinteressen der öffentlichen oder privaten Unternehmen abträglich sein würde.
Der Zollrat wird von einem ständigen Technischen Komitee und einem Generalsekretär unterstützt.
a. – Das Ständige Technische Komitee besteht aus Vertretern der Mitgliedstaaten des Rates. Jeder Mitgliedstaat des Zollrates kann einen Delegierten und einen oder mehrere Suppleanten zu seiner Vertretung im Zollrat ernennen. Die Vertreter sollen in zolltechnischen Fragen spezialisierte Beamte sein. Sie können durch Experten assistiert sein; b. – das Ständige Technische Komitee tritt mindestens viermal jährlich zusammen.
Die Vertragsparteien anerkennen die Bestimmungen des Protokolls über die Studiengruppe für die Europäische Zollunion, das gleichen Datums wie die vorliegende Konvention zur Unterzeichnung in Brüssel aufliegt. Bei der Festlegung des in Artikel XII b erwähnten Schlüssels für die Beiträge wird der Zollrat die Mitwirkung seiner Mitglieder in der Studiengruppe berücksichtigen.
Die vorliegende Konvention liegt bis zum 31. März 1951 zur Unterzeichnung auf.
Die vorliegende Konvention ist auf unbeschränkte Dauer abgeschlossen, aber jede Vertragspartei kann sie fünf Jahre nach dem in Artikel XVII a festgelegten Inkrafttreten jederzeit kündigen. Die Kündigung wird wirksam mit Ablauf eines Jahres nach dem Eingang der Mitteilung der Kündigung an das Belgische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten; dieses wird alle Signatar‑ und Beitrittsstaaten sowie den Generalsekretär von dem Eingang der Kündigungsanzeige in Kenntnis setzen.
Zu Urkund dessen haben die Nachgenannten, von ihren Regierungen ordnungsgemäss bevollmächtigt, die vorliegende Konvention unterzeichnet.Ausgefertigt in Brüssel, am 15. Dezember 1950, in einem einzigen Exemplar in französischer und englischer Sprache, wobei die beiden Texte gleicherweise rechtsverbindlich sind und das in den Archiven der Belgischen Regierung hinterlegt wird, welche beglaubigte Abschriften an alle Signatar‑ und Beitrittsstaaten übermittelt.(Es folgen die Unterschriften)
Abschnitt 1Betreffend Anwendung dieses Anhanges: (i) Dem Sinn des Artikels III entsprechend beziehen sich die Ausdrücke «Vermögen und Guthaben» auch auf die Vermögenswerte, die der Zollrat in Ausübung seiner rechtmässigen Befugnisse verwaltet; (ii) dem Sinn des Artikels V entsprechend sollen unter dem Ausdruck «Vertreter der Mitgliedstaaten» alle Vertreter, Suppleanten, Berater, technischen Experten und Delegationssekretäre verstanden werden.
Abschnitt 2Der Zollrat ist eine juristische Person. Er kann:
In diesen Rechtsgebieten wird der Zollrat durch den Generalsekretär vertreten.
Abschnitt 3Der Zollrat sowie seine Vermögen und Guthaben geniessen die Befreiung von der Gerichtsbarkeit unbeachtet des Aufenthaltsortes oder des Inhabers, es sei denn, er habe in einem besonderen Falle ausdrücklich darauf verzichtet. Es versteht sich jedoch, dass der Verzicht nicht auf Zwangsvollstreckungsmassnahmen ausgedehnt werden kann. Abschnitt 4Die Amtsräume des Zollrates sind unverletzlich.
Sein Vermögen und seine Guthaben, unbeachtet ihres Aufenthaltsortes oder ihres Inhabers, sind von Hausdurchsuchung, Requisition, Beschlagnahme, Enteignung oder von jeder andern Form von exekutiver, administrativer, richterlicher oder legislativer Zwangsvollstreckung befreit.
Abschnitt 5Die Archive des Zollrates und ganz allgemein alle Dokumente, die sein Eigentum sind oder die er verwahrt, sind unverletzlich, wo sie sich auch immer befinden mögen.
Abschnitt 6Ohne irgendeiner Kontrolle, Reglementierung oder einem Moratorium zu unterliegen, kann der Zollrat:
Abschnitt 7Der Zollrat wird in der Ausübung der ihm kraft obigen Abschnittes 6 überbundenen Rechte allen Vorstellungen, die ihm möglicherweise durch eines seiner Mitglieder gemacht werden, insoweit Rechnung tragen als er glaubt, dies ohne Schädigung seiner eigenen Interessen tun zu können.
Abschnitt 8Der Zollrat, seine Guthaben, Einkünfte und andern Vermögenswerte sind:
a. befreit von jeder direkten Steuer. Jedoch wird der Zollrat keine Befreiung von solchen Steuern verlangen, die eine blosse Entschädigung für öffentliche Dienstleistungen darstellen;
b. von allen Zöllen und von allen Ein‑ und Ausfuhrverboten und ‑beschränkungen hinsichtlich der Gegenstände, die der Zollrat für seinen amtlichen Gebrauch ein‑ und ausführt, befreit. Die gestützt auf diese Befreiung eingeführten Artikel dürfen im Gebiete des Landes, in das sie eingeführt wurden, nicht verkauft werden, es sei denn zu Bedingungen, die von der Regierung dieses Landes anerkannt wurden;
c. von allen Zöllen und allen Verboten und Beschränkungen in Bezug auf seine Veröffentlichungen befreit.
Abschnitt 9Vorn Zollrat wird im Allgemeinen die Befreiung von Verbrauchssteuern und Verkaufsabgaben, die im Preise der beweglichen und unbeweglichen Güter eingeschlossen sind, nicht beansprucht. Indessen ergreifen die Mitglieder des Zollrates, falls dieser zu amtlichem Gebrauche wichtige Einkäufe macht, in deren Preis Gebühren und Abgaben dieser Art enthalten sind, jedes Mal, wenn es ihnen möglich ist, diejenigen administrativen Massnahmen, die für den Erlass oder die Rückzahlung dieser Gebühren‑ oder Abgabenbeträge notwendig sind.
Abschnitt 10Der Zollrat geniesst für seine amtlichen Nachrichtenmittel auf dem Gebiete jedes Mitgliedstaates eine nicht weniger günstige Behandlung als sie von Seiten dieses Staates jeder andern Regierung, einschliesslich deren diplomatischen Mission, gewährt wird, und zwar in Bezug auf Prioritäten, Tarife und Taxen für Briefpost, Kabeltelegramme, Telegramme, Radiotelegramme, Bildfunksendungen, Telefongespräche und andere Mitteilungen, sowie auch in Bezug auf Pressetarife für Mitteilungen an die Presse und an das Radio. Abschnitt 11Die amtliche Korrespondenz und die andern amtlichen Mitteilungen des Zollrates dürfen nicht der Zensur unterworfen werden.
Dieser Abschnitt darf in keiner Weise so ausgelegt werden, als ob er die Zulassung von zweckdienlichen Sicherheitsmassnahmen verbiete, welche im Einvernehmen zwischen Zollrat und jedem seiner Mitglieder zu bestimmen sind.
Abschnitt 12An den Tagungen des Zollrates, des Ständigen Technischen Komitees und der Komitees des Zollrates geniessen die Vertreter seiner Mitgliedstaaten während der Ausübung ihrer Amtsgeschäfte und während der Hin- und Rückreise zum bzw. vom Tagungsort folgende Privilegien und Immunitäten:
Abschnitt 13Damit den Vertretern der Mitgliedstaaten des Zollrates bei Tagungen des Zollrates, des Ständigen Technischen Komitees und der Komitees des Zollrates volle Redefreiheit und volle Unabhängigkeit in der Ausübung ihrer Amtsgeschäfte gewährleistet werden kann, wird ihnen die Befreiung von der staatlichen Gerichtsbarkeit in Bezug auf die Äusserungen, die Schriftstücke oder die Handlungen, die auf die Ausübung ihrer Amtsgeschäfte zurückzuführen sind, selbst nach Beendigung ihres Auftrages weiterhin zugebilligt.
Abschnitt 14Die Privilegien und Immunitäten werden den Vertretern der Mitgliedstaaten nicht zu ihrem persönlichen Vorteil zugebilligt, sondern in der Absicht, eine absolut unabhängige Ausübung ihrer Amtsgeschäfte, die den Zollrat betreffen, zu gewährleisten. Infolgedessen hat ein Mitgliedstaat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, seinem Vertreter in allen jenen Fällen die Immunität zu entziehen, wo nach seiner Auffassung die Immunität die Rechtsprechung verhindern würde und wo die Immunität entzogen werden kann, ohne dass dies dem Zweck schadet, für den sie gewährt wird.
Abschnitt 15Die Bestimmungen der Abschnitte 12 und 13 sind gegenüber den Behörden des Staates nicht anwendbar, dem die betreffende Person angehört oder dessen Vertreter sie ist oder war.
Abschnitt 16Der Zollrat bestimmt die Beamtenkategorien, auf die die Bestimmungen dieses Artikels anwendbar sind.
Der Generalsekretär teilt den Mitgliedern des Zollrates die Namen der Beamten mit, die in diesen Kategorien eingereiht sind.
Abschnitt 17Die Beamten des Zollrates:
Abschnitt 18Ausser den in Abschnitt 17 vorgesehenen Privilegien und Immunitäten geniesst der Generalsekretär des Zollrates, soweit es ihn, seinen Ehegatten und seine minderjährigen Kinder betrifft, die Privilegien, Immunitäten, Befreiungen und Erleichterungen, die gemäss dem internationalen Recht den Leitern der diplomatischen Missionen zugestanden werden.
Der Adjunkt des Generalsekretärs geniesst die Privilegien, Immunitäten, Befreiungen und Erleichterungen, die den ranggleichen diplomatischen Vertretern zugestanden werden. Abschnitt 19Die Privilegien und Immunitäten werden den Beamten ausschliesslich im Interesse des Zollrates und nicht zu ihrem persönlichen Vorteil zugestanden. Der Generalsekretär hat das Recht und die Pflicht, die einem Beamten zugebilligte Immunität in allen jenen Fällen aufzuheben, wo diese Immunität nach seiner Auffassung die Rechtsprechung unterbinden würde, oder wo die Immunität entzogen werden kann, ohne dass dadurch den Interessen des Zollrates geschadet wird. Der Zollrat allein hat das Recht, dem Generalsekretär die Immunität zu entziehen.
Abschnitt 20Die Experten (andere als die in Artikel VI erwähnten Beamten) geniessen, wenn sie Aufträge für den Zollrat erfüllen, während der Dauer dieses Auftrages, einschliesslich der Reisezeit, die Privilegien, Immunitäten und Erleichterungen, die für die ungehinderte Ausübung ihrer Amtsgeschäfte notwendig sind, insbesondere:
Abschnitt 21Die Privilegien, Immunitäten und Erleichterungen werden den Experten im Interesse des Zollrates und nicht zu ihrem persönlichen Vorteil zugestanden. Der Generalsekretär hat das Recht und die Pflicht, die einem Experten zugebilligte Immunität in allen jenen Fällen aufzuheben, wo diese Immunität nach seiner Auffassung die Rechtsprechung unterbinden würde und wo sie entzogen werden kann, ohne dass dadurch den Interessen des Zollrates geschadet wird.
Abschnitt 22Die Vertreter der Mitgliedstaaten, sowie die in den Abschnitten 16 und 20 erwähnten Beamten, können bei Anlass von Tagungen des Zollrates, des Ständigen Technischen Komitees und der Komitees des Zollrates während der Ausübung ihrer Amtsgeschäfte und während ihrer Hin‑ und Rückreise zum bzw. vom Tagungsort durch die örtlichen Behörden nicht gezwungen werden, das Land zu verlassen, in welchem sie ihre Amtsgeschäfte auf Grund der in ihrer offiziellen Eigenschaft ausgeübten Tätigkeit vollziehen. Sollte jedoch eine solche Person das Gastrecht dadurch missbrauchen, dass sie in diesem Lande eine Tätigkeit ausübt, die mit ihren amtlichen Aufgaben in keinem Zusammenhang steht, so kann sie durch die Regierung dieses Landes gezwungen werden, das Land zu verlassen, wobei folgende Bestimmungen vorbehalten bleiben: i. Die Vertreter der Mitgliedstaaten des Zollrates oder die Personen, welche die diplomatische Immunität entsprechend den Bestimmungen in Abschnitt 18 geniessen, dürfen nicht gezwungen werden, das Land zu verlassen, sofern dies nicht gemäss dem diplomatischen Verfahren geschieht, das für die in diesem Land akkreditierten diplomatischen Vertreter angewandt wird. ii. Falls für einen Beamten der Abschnitt 18 keine Anwendung findet, darf ohne Genehmigung durch das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten des betreffenden Landes kein Ausweisungsbeschluss gefasst werden; und falls ein Ausweisungsverfahren gegen einen Beamten eingeleitet ist, hat der Generalsekretär das Recht, in das Verfahren zugunsten der Person, gegen die es angestrengt wurde, einzugreifen. Abschnitt 23Der Generalsekretär wird jederzeit mit den zuständigen Dienststellen der Mitgliedstaaten des Zollrates zusammenarbeiten, um eine einwandfreie Rechtspflege zu erleichtern, die Innehaltung der Polizeiverordnungen zu gewährleisten und jeden Missbrauch zu verhüten, zu welchem die in diesem Anhang aufgezählten Privilegien, Immunitäten und Erleichterungen Anlass geben könnten.
Abschnitt 24Der Zollrat soll geeignete Verfahren zur Beilegung folgender Streitfälle vorsehen:
Abschnitt 25Der Zollrat kann mit einer oder mehreren Vertragsparteien Ergänzungsverträge abschliessen, welche in Bezug auf die Vertragspartei oder die Vertragsparteien die Bestimmungen des vorliegenden Anhanges ergänzen.
Die Signatarstaaten des vorliegenden Protokolls:
In Erwägung der Aufgabe der Studiengruppe für die Europäische Zollunion – in der Folge Studiengruppe genannt – wie sie in der Erklärung festgelegt ist, die am 12. September 1947 durch gewisse Regierungen dem Komitee für Europäische Wirtschaftszusammenarbeit abgegeben wurde,
Im Wunsche, die Belgische Regierung von den mit der Studiengruppe zusammenhängenden Ausgaben zu entlasten,
Unter Berücksichtigung der Konvention über die Gründung eines Rates für die Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Zollwesens – in der Folge Konvention genannt –, die ab heutigem Datum in Brüssel zur Unterzeichnung aufliegt,
haben beschlossen:
1. Unter Vorbehalt der im nachstehenden Paragraphen 2 festgelegten Bestimmungen werden die Ausgaben der Studiengruppe ab 1. Januar 1951 in das Budget des auf Grund der Konvention errichteten Zollrates übertragen.
Der Zollrat ergreift die nötigen Vorkehrungen, um diese Ausgaben unter seine Mitglieder und, sofern er dies als wünschenswert erachtet, unter alle andern interessierten Regierungen zu verteilen.
2. Sofern die Konvention am 1. Januar 1952 nicht in Kraft getreten ist, verpflichten sich die Signatarstaaten, unverzüglich und gemeinsam die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um die Ausgaben der Studiengruppe sicherzustellen, die ab 1. Januar 1951 bis zum Inkrafttreten der Konvention anfallen.
3. Das auf Grund von Artikel V der Konvention errichtete Generalsekretariat und das Ständige Technische Komitee werden zur Verfügung der Studiengruppe gestellt.
4. Das vorliegende Protokoll bleibt zur Unterzeichnung aufgelegt. Es tritt mit Bezug auf die Signatarstaaten mit dem Tag der Unterzeichnung in Kraft, mit Ausnahme derjenigen, welche es unter Ratifikationsvorbehalt unterzeichnen. In Bezug auf die Regierungen, welche das Protokoll unter Ratifikationsvorbehalt unterzeichnen, tritt es am Tage der Niederlegung der Ratifikationsurkunde beim Belgischen Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten in Kraft.
5. Das vorliegende Protokoll wird hinfällig, sofern die Studiengruppe oder der Zollrat aufgelöst würden oder wenn die Rechtsstellung der Studiengruppe entweder durch Verschmelzung mit einer andern Organisation oder auf jede andere Art geändert würde.
Zu Urkund dessen haben die Nachgenannten, von ihren Regierungen ordnungsgemäss ermächtigt, das vorliegende Protokoll unterzeichnet.
Ausgefertigt in Brüssel, am 15. Dezember 1950, in einem einzigen Exemplar in französischer und englischer Sprache, wobei die beiden Texte in gleicher Weise rechtsverbindlich sind, und das in den Archiven der Belgischen Regierung hinterlegt wird, welche davon beglaubigte Abschriften an alle Signatar‑ und Beitrittsstaaten übermittelt.
(Es folgen die Unterschriften)
| Vertragsstaaten | Ratifikation Beitritt (B) | Inkrafttreten | ||
|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | 10. August | 2004 B | 10. August | 2004 |
| Ägypten | 26. Oktober | 1956 B | 26. Oktober | 1956 |
| Albanien | 31. August | 1992 B | 31. August | 1992 |
| Algerien | 19. Dezember | 1966 B | 19. Dezember | 1966 |
| Andorra | 3. September | 1998 B | 3. September | 1998 |
| Angola | 26. September | 1990 B | 26. September | 1990 |
| Antigua und Barbuda | 10. April | 2017 B | 10. April | 2017 |
| Äquatorialguinea | 22. Dezember | 2021 B | 22. Dezember | 2021 |
| Argentinien | 1. Juli | 1968 B | 1. Juli | 1968 |
| Armenien | 30. Juni | 1992 B | 30. Juni | 1992 |
| Aserbaidschan | 17. Juni | 1992 B | 17. Juni | 1992 |
| Äthiopien | 6. August | 1973 B | 6. August | 1973 |
| Australien* | 5. Januar | 1961 B | 5. Januar | 1961 |
| Bahamas | 16. August | 1974 B | 16. August | 1974 |
| Bahrain | 18. April | 2001 B | 18. April | 2001 |
| Bangladesch | 1. Juli | 1978 B | 1. Juli | 1978 |
| Barbados | 7. Januar | 1999 B | 7. Januar | 1999 |
| Belarus | 16. Dezember | 1993 B | 16. Dezember | 1993 |
| Belgien | 11. Dezember | 1952 | 11. Dezember | 1952 |
| Belize | 22. April | 2008 B | 22. April | 2008 |
| Benin | 9. November | 1998 B | 9. November | 1998 |
| Bermudaa | 13. Juli | 1990 | 13. Juli | 1990 |
| Bhutan | 12. Februar | 2002 B | 12. Februar | 2002 |
| Bolivien | 14. August | 1997 B | 14. August | 1997 |
| Bosnien und Herzegowina | 4. Juli | 2008 B | 4. Juli | 2008 |
| Botsuana | 25. August | 1978 B | 25. August | 1978 |
| Brasilien | 19. Januar | 1981 B | 19. Januar | 1981 |
| Brunei | 1. Juli | 1996 B | 1. Juli | 1996 |
| Bulgarien | 1. August | 1973 B | 1. August | 1973 |
| Burkina Faso | 16. September | 1966 B | 16. September | 1966 |
| Burundi | 20. Oktober | 1964 B | 20. Oktober | 1964 |
| Chile | 1. Juli | 1966 B | 1. Juli | 1966 |
| China | 18. Juli | 1983 B | 18. Juli | 1983 |
| Hongkongab | 1. Juli | 1987 | 1. Juli | 1987 |
| Macauac | 7. Juli | 1993 | 7. Juli | 1993 |
| Costa Rica | 29. August | 2001 B | 29. August | 2001 |
| Côte d’Ivoire | 2. September | 1963 B | 2. September | 1963 |
| Dänemark | 19. Oktober | 1951 | 4. November | 1952 |
| Deutschland | 4. November | 1952 | 4. November | 1952 |
| Dominikanische Republik | 28. Juli | 2004 B | 28. Juli | 2004 |
| Dschibuti | 19. März | 2008 B | 19. März | 2008 |
| Ecuador | 16. Dezember | 1997 B | 16. Dezember | 1997 |
| El Salvador | 7. Juli | 2005 B | 7. Juli | 2005 |
| Eritrea | 8. August | 1995 B | 8. August | 1995 |
| Estland | 18. Juni | 1992 B | 18. Juni | 1992 |
| Eswatini | 15. Mai | 1981 B | 15. Mai | 1981 |
| Fidschi | 1. Juli | 1997 B | 1. Juli | 1997 |
| Finnland | 27. Januar | 1961 B | 27. Januar | 1961 |
| Frankreich | 6. Oktober | 1952 | 4. November | 1952 |
| Gabun | 18. Februar | 1965 B | 18. Februar | 1965 |
| Gambia | 14. Oktober | 1987 B | 14. Oktober | 1987 |
| Georgien | 26. Oktober | 1993 B | 26. Oktober | 1993 |
| Ghana | 1. August | 1968 B | 1. August | 1968 |
| Griechenland | 10. Dezember | 1951 | 4. November | 1952 |
| Guatemala | 22. Februar | 1985 B | 22. Februar | 1985 |
| Guinea | 30. Oktober | 1991 B | 30. Oktober | 1991 |
| Guinea-Bissau | 19. August | 2010 B | 19. August | 2010 |
| Guyana | 29. Juli | 1976 B | 29. Juli | 1976 |
| Haiti | 31. Januar | 1958 B | 31. Januar | 1958 |
| Honduras | 8. Dezember | 2005 B | 8. Dezember | 2005 |
| Indien | 15. Februar | 1971 B | 15. Februar | 1971 |
| Indonesien | 30. April | 1957 B | 30. April | 1957 |
| Irak | 6. Juni | 1990 B | 6. Juni | 1990 |
| Iran | 16. Oktober | 1959 B | 16. Oktober | 1959 |
| Irland | 23. September | 1952 B | 4. November | 1952 |
| Island | 15. Februar | 1971 | 15. Februar | 1971 |
| Israel | 23. Mai | 1958 B | 23. Mai | 1958 |
| Italien | 20. November | 1952 | 20. November | 1952 |
| Jamaika | 29. März | 1963 B | 29. März | 1963 |
| Japan | 15. Juni | 1964 B | 15. Juni | 1964 |
| Jemen | 1. Juli | 1993 B | 1. Juli | 1993 |
| Jordanien | 1. Januar | 1964 B | 1. Januar | 1964 |
| Kambodscha | 3. April | 2001 B | 3. April | 2001 |
| Kamerun | 9. April | 1965 B | 9. April | 1965 |
| Kanada | 12. Oktober | 1971 B | 12. Oktober | 1971 |
| Kap Verde | 1. Juli | 1992 B | 1. Juli | 1992 |
| Kasachstan | 30. Juni | 1992 B | 30. Juni | 1992 |
| Katar | 4. Mai | 1992 B | 4. Mai | 1992 |
| Kenia | 24. Mai | 1965 B | 24. Mai | 1965 |
| Kirgisistan | 10. Februar | 2000 B | 10. Februar | 2000 |
| Kolumbien | 1. Juli | 1993 B | 1. Juli | 1993 |
| Komoren | 1. Juli | 1993 B | 1. Juli | 1993 |
| Kongo (Brazzaville) | 2. September | 1975 B | 2. September | 1975 |
| Kongo (Kinshasa) | 26. Juli | 1972 B | 26. Juli | 1972 |
| Korea (Süd-) | 2. Juli | 1968 B | 2. Juli | 1968 |
| Kosovo | 25. Januar | 2017 B | 25. Januar | 2017 |
| Kroatien | 1. Juli | 1993 B | 1. Juli | 1993 |
| Kuba | 11. Juli | 1988 B | 11. Juli | 1988 |
| Kuwait | 4. Oktober | 1993 B | 4. Oktober | 1993 |
| Laos | 16. Januar | 2007 B | 16. Januar | 2007 |
| Lesotho | 2. August | 1978 B | 2. August | 1978 |
| Lettland | 22. Juni | 1992 B | 22. Juni | 1992 |
| Libanon | 20. Mai | 1960 B | 20. Mai | 1960 |
| Liberia | 7. Januar | 1975 B | 7. Januar | 1975 |
| Libyen | 11. Januar | 1983 B | 11. Januar | 1983 |
| Litauen | 18. Juni | 1992 B | 18. Juni | 1992 |
| Luxemburg | 23. Januar | 1953 | 23. Januar | 1953 |
| Madagaskar | 18. Februar | 1964 B | 18. Februar | 1964 |
| Malawi | 6. Juni | 1966 B | 6. Juni | 1966 |
| Malaysia | 30. Juni | 1964 B | 30. Juni | 1964 |
| Malediven | 8. September | 1995 B | 8. September | 1995 |
| Mali | 7. August | 1987 B | 7. August | 1987 |
| Malta | 6. Juli | 1968 B | 6. Juli | 1968 |
| Marokko | 1. Juli | 1968 B | 1. Juli | 1968 |
| Mauretanien | 2. Oktober | 1979 B | 2. Oktober | 1979 |
| Mauritius | 29. März | 1973 B | 29. März | 1973 |
| Mexiko | 8. Februar | 1988 B | 8. Februar | 1988 |
| Moldau | 28. Oktober | 1994 B | 28. Oktober | 1994 |
| Mongolei | 17. September | 1991 B | 17. September | 1991 |
| Montenegro | 24. Oktober | 2006 B | 24. Oktober | 2006 |
| Mosambik | 1. Juli | 1987 B | 1. Juli | 1987 |
| Myanmar | 25. März | 1991 B | 25. März | 1991 |
| Namibia | 30. Juni | 1992 B | 30. Juni | 1992 |
| Nepal | 22. Juli | 1985 B | 22. Juli | 1985 |
| Neuseeland | 16. Mai | 1963 B | 16. Mai | 1963 |
| Nicaragua | 24. September | 1998 B | 24. September | 1998 |
| Niederlande | 23. Januar | 1953 | 23. Januar | 1953 |
| Curaçao | 1. Juli | 2001 | 1. Juli | 2001 |
| Karibische Gebiete (Bonaire, Sint Eustatius und Saba) | 1. Juli | 2001 | 1. Juli | 2001 |
| Sint Maarten | 1. Juli | 2001 | 1. Juli | 2001 |
| Niger | 1. Juli | 1981 B | 1. Juli | 1981 |
| Nigeria | 21. August | 1963 B | 21. August | 1963 |
| Nordmazedonien | 1. Juli | 1994 B | 1. Juli | 1994 |
| Norwegen | 6. August | 1951 | 4. November | 1952 |
| Oman | 11. September | 2000 B | 11. September | 2000 |
| Österreich | 21. Januar | 1953 B | 21. Januar | 1953 |
| Pakistan | 16. November | 1955 B | 16. November | 1955 |
| Palästina | 24. März | 2015 B | 24. März | 2015 |
| Palau | 2. Februar | 2024 B | 2. Februar | 2024 |
| Panama | 8. März | 1996 B | 8. März | 1996 |
| Papua-Neuguinea | 18. März | 2002 B | 18. März | 2002 |
| Paraguay | 3. Oktober | 1969 B | 3. Oktober | 1969 |
| Peru | 27. Januar | 1970 B | 27. Januar | 1970 |
| Philippinen | 1. Oktober | 1980 B | 1. Oktober | 1980 |
| Portugal | 26. Januar | 1953 | 26. Januar | 1953 |
| Polen | 17. Juli | 1974 B | 17. Juli | 1974 |
| Ruanda | 3. März | 1964 B | 3. März | 1964 |
| Rumänien | 15. Januar | 1969 B | 15. Januar | 1969 |
| Russland | 8. Juli | 1991 B | 8. Juli | 1991 |
| Salomoninseln | 26. Januar | 2023 B | 26. Januar | 2023 |
| Sambia | 27. September | 1978 B | 27. September | 1978 |
| Samoa | 1. Oktober | 2001 B | 1. Oktober | 2001 |
| São Tomé und Príncipe | 23. September | 2009 B | 23. September | 2009 |
| Saudi-Arabien | 8. Mai | 1973 B | 8. Mai | 1973 |
| Schweden | 17. Oktober | 1952 | 4. November | 1952 |
| Schweiz | 19. Dezember | 1952 B | 19. Dezember | 1952 |
| Senegal | 10. März | 1976 B | 10. März | 1976 |
| Serbien | 27. März | 2001 B | 27. März | 2001 |
| Seychellen | 25. Juli | 2000 B | 25. Juli | 2000 |
| Sierra Leone | 6. November | 1975 B | 6. November | 1975 |
| Simbabwe | 19. März | 1981 B | 19. März | 1981 |
| Singapur | 9. Juli | 1975 B | 9. Juli | 1975 |
| Slowakei | 1. Januar | 1993 B | 1. Januar | 1993 |
| Slowenien | 7. September | 1992 B | 7. September | 1992 |
| Somalia | 4. Oktober | 2012 B | 4. Oktober | 2012 |
| Spanien | 13. Juli | 1952 B | 4. November | 1952 |
| Sri Lanka | 29. Mai | 1967 B | 29. Mai | 1967 |
| St. Lucia | 12. Mai | 2005 B | 12. Mai | 2005 |
| Südafrika | 24. März | 1964 B | 24. März | 1964 |
| Sudan | 8. Juni | 1960 B | 8. Juni | 1960 |
| Südsudan | 18. Juli | 2012 B | 18. Juli | 2012 |
| Suriname | 26. November | 2018 B | 26. November | 2018 |
| Syrien | 3. November | 1959 B | 3. November | 1959 |
| Tadschikistan | 1. Juli | 1997 B | 1. Juli | 1997 |
| Tansania | 17. November | 1964 B | 17. November | 1964 |
| Thailand | 4. Februar | 1972 B | 4. Februar | 1972 |
| Timor-Leste | 19. September | 2003 B | 19. September | 2003 |
| Togo | 12. Februar | 1990 B | 12. Februar | 1990 |
| Tonga | 1. Juli | 2005 B | 1. Juli | 2005 |
| Trinidad und Tobago | 15. Oktober | 1973 B | 15. Oktober | 1973 |
| Tschad | 16. Februar | 2005 B | 16. Februar | 2005 |
| Tschechische Republik | 1. Januar | 1993 B | 1. Januar | 1993 |
| Tunesien | 20. Juli | 1966 B | 20. Juli | 1966 |
| Türkei | 6. Juni | 1951 B | 4. November | 1952 |
| Turkmenistan | 17. Mai | 1993 B | 17. Mai | 1993 |
| Uganda | 3. November | 1964 B | 3. November | 1964 |
| Ukraine | 26. Juni | 1992 B | 26. Juni | 1992 |
| Ungarn | 16. September | 1968 B | 16. September | 1968 |
| Uruguay | 16. September | 1977 B | 16. September | 1977 |
| Usbekistan | 28. Juli | 1992 B | 28. Juli | 1992 |
| Vanuatu | 17. November | 2009 B | 17. November | 2009 |
| Venezuela | 1. Juli | 1996 B | 1. Juli | 1996 |
| Vereinigte Arabische Emirate | 7. Februar | 1979 B | 7. Februar | 1979 |
| Vereinigte Staaten* | 5. November | 1970 B | 5. November | 1970 |
| Vereinigtes Königreich | 12. September | 1952 | 4. November | 1952 |
| Vietnam | 1. Juli | 1993 B | 1. Juli | 1993 |
| Zentralafrikanische Republik | 28. Juli | 1986 B | 28. Juli | 1986 |
| Zypern | 31. August | 1967 B | 31. August | 1967 |
| * Vorbehalte und Erklärungen. Die Vorbehalte und Erklärungen werden in der AS nicht veröffentlicht. Die französischen und englischen Texte können auf der Internetseite der Vereinten Nationen: http://treaties.un.org/eingesehen oder bei der Direktion für Völkerrecht, Sektion Staatsverträge, 3003 Bern bezogen werden. | ||||
| a Zulassung gemäss Art. II a) ii) der Konv. | ||||
| b Vom 13. Juli 1987 bis zum 30. Juni 1997 war das Übereink. auf Grund einer Ausdehnungserklärung des Vereinigten Königreichs in Hongkong anwendbar. Seit dem 1. Juli 1997 bildet Hongkong eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. | ||||
| c Vom 7. Juli 1993 bis zum 19. Dez. 1999 war das Übereink. auf Grund einer Ausdehnungserklärung Portugals in Macau anwendbar. Seit dem 20. Dez. 1999 bildet Macau eine Besondere Verwaltungsregion (SAR) der Volksrepublik China. |
AS 1953 41 ↩
AS 1960 295. Die Schweiz hat dieses Abk. mit Wirkung per 31. Dez. 1988 gekündigt (AS 1988 1299). Siehe heute das Internationale Übereink. vom 14. Juni 1983 über das Harmonisierte System zur Bezeichnung und Codierung der Waren (SR 0.632.11 ). ↩
Die Schweiz ist dieser Vereinbarung nicht beigetreten. ↩
AS 1960 295. Die Schweiz hat dieses Abk. mit Wirkung per 31. Dez. 1988 gekündigt (AS 1988 1299). Siehe heute das Internationale Übereink. vom 14. Juni 1983 über das Harmonisierte System zur Bezeichnung und Codierung der Waren ( SR 0.632.11 ). ↩
Die Schweiz ist dieser Vereinbarung nicht beigetreten. ↩
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