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BVerwG 2 B 2/15, 2 B 2/15 (2 C 31/15) ΓÇó Revision admitted on constitutional limits of first-time regulation
BVerwG 2 B 2/15, 2 B 2/15 (2 C 31/15)Bverwg / 2e division22 déc. 2015Granted
The Federal Administrative Court admitted the plaintiff's revision because the case has fundamental significance under Section 132(2)(1) VwGO. The court found that the proposed question is suitable for clarification in revision proceedings, namely whether the rule-of-law and democratic principles prevent the legislature from enacting a regulation for the first time when doing so in the context of revising a complex regulatory framework. It also provisionally set the dispute value for the revision proceedings in accordance with the appellate court's assessment.
§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO; grundsätzliche Bedeutung bei erstmaligem Erlass einer Verordnung im Rahmen komplexer Regelungsgefüge; die Revision ist zuzulassen, wenn eine klärungsbedürftige und klärungsfähige Rechtsfrage des revisiblen Rechts aufgeworfen wird. Ob das Rechtsstaats- und Demokratieprinzip dem erstmaligen Verordnungserlass durch den Gesetzgeber auch in einem komplexen Normgefüge entgegenstehen, ist eine grundsätzlich bedeutsame Frage. Die vorläufige Festsetzung des Streitwerts richtet sich nach § 63 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 52 Abs. 3 Satz 1 GKG und kann der Wertfestsetzung der Vorinstanz folgen (vgl. consid. 1 f.).
Entscheidungsdatum: 2015-12-22
Aktenzeichen: 2 B 2/15, 2 B 2/15 (2 C 31/15)
ECLI: ECLI:DE:BVerwG:2015:221215B2B2.15.0
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 132 Abs 2 Nr 1 VwGO, RRefBeihV NW, BBesG
Vorinstanz: vorgehend Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, 27. Oktober 2014, Az: 3 A 1217/14, Urteilvorgehend VG Minden, 8. Mai 2014, Az: 4 K 96/14, Urteil
Spruchkörper: 2. Senat
Rechtsstaats- und das Demokratieprinzip bei erstmaligem Erlass einer Verordnung im Rahmen der Änderung komplexer Regelungsgefüge; Revisionszulassung
1 Die Revision des Klägers ist zuzulassen, weil die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung im Sinne von § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO hat. Das Revisionsverfahren erscheint zur Klärung der sinngemäß aufgeworfenen Frage geeignet, ob das Rechtsstaats- und das Demokratieprinzip dem erstmaligen Erlass einer Verordnung durch den Gesetzgeber auch dann entgegenstehen, wenn diese Verordnung im Rahmen der Änderung komplexer Regelungsgefüge erlassen wird.
2 Die vorläufige Festsetzung des Werts des Streitgegenstandes für das Revisionsverfahren beruht auf § 63 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 52 Abs. 3 Satz 1 GKG und entspricht der Wertfestsetzung des Berufungsgerichts.