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BFH IX B 187/12 ΓÇó Reserved usufruct does not count as consideration
BFH IX B 187/12Bfh / Division 922 mai 2013Dismissed
The BFH rejected the complainants’ non-admission complaint against the Niedersächsisches Finanzgericht. It held that no fundamental importance was shown, because settled BFH case law already provides that a reserved usufruct is not consideration for the purchaser but reduces the value of the transferred property from the outset. For the same reasons, the complainants also failed to establish a need for a decision to develop the law or to secure uniform case law.
§ 115 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 FGO; reserved usufruct and leave to appeal: A reserved usufruct does not constitute consideration by the transferee, but diminishes the transferred asset value ab initio. A complaint seeking leave to appeal does not establish fundamental importance merely by invoking a different treatment under another tax regime; it must show a revisable, unsettled legal question. The same applies to legal development and the need to secure uniform jurisprudence; absent substantiated divergence or unresolved controversy, leave is to be refused (consid. 1 f.).
Entscheidungsdatum: 2013-05-22
Aktenzeichen: IX B 187/12
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 23 Abs 3 EStG 2002, § 115 Abs 2 Nr 1 FGO, EStG VZ 2007
Vorinstanz: vorgehend Niedersächsisches Finanzgericht, 25. Oktober 2012, Az: 14 K 329/11, Urteil
Spruchkörper: 9. Senat
Nießbrauchsvorbehalt
NV: Ein vorbehaltener Nießbrauch stellt keine Gegenleistung des Grundstückserwerbers dar, sondern mindert vielmehr von vornherein das übertragene Vermögen (ständige Rechtsprechung, BFH-Urteil vom 28. Juli 1981 VIII R 124/76, BFHE 134, 130, BStBl II 1982, 378) .
1 Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die von den Klägern und Beschwerdeführern (Kläger) geltend gemachte grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung --FGO--) ist nicht schlüssig dargetan und liegt auch nicht vor. Der Sache nach wenden sich die Kläger gegen die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), wonach ein vorbehaltener Nießbrauch keine Gegenleistung des Grundstückserwerbers darstellt, sondern vielmehr von vornherein den Wert des übertragenen Vermögens mindert (vgl. BFH-Urteile vom 24. April 1991 XI R 5/83, BStBl II 1991, 793; vom 28. Juli 1981 VIII R 124/76, BFHE 134, 130, BStBl II 1982, 378). Substantiierte Gründe dafür, dass der BFH hierüber neu befinden müsste, sind nicht ersichtlich. Der bloße Hinweis auf die abweichende Behandlung im Bereich der Grunderwerbsteuer genügt hierfür nicht. Dass die genannte Rechtsfrage in der finanzgerichtlichen Rechtsprechung und insbesondere in der Literatur umstritten wäre, ist ebenso wenig dargelegt.
2 Aus den gleichen Gründen fehlt es an der Notwendigkeit einer höchstrichterlichen Entscheidung zur Rechtsfortbildung (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 1. Alternative FGO). Ebenso wenig wurde die Erforderlichkeit einer BFH-Entscheidung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative FGO) dargetan.