projets
BVerfG 1 BvR 508/11 ΓÇó Constitutional complaint inadmissible for insufficient substantiation and subsidiarity
BVerfG 1 BvR 508/11Bverfg / 1. Senat 1. Kammer29 mars 2011Inadmissible
The Federal Constitutional Court did not admit the constitutional complaint against Article 1 of the Act to Combat Child Pornography in Communication Networks. It held that the submission failed to meet the substantiation requirements of § 23(1) sentence 2 half-sentence 1 and § 92 BVerfGG and that subsidiarity under § 90(2) sentence 1 BVerfGG also barred the application. The Court dispensed with further reasons under § 93d(1) sentence 3 BVerfGG. The decision is final and not subject to appeal.
§ 23 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 1, § 92 und § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG; Unzulässigkeit der Verfassungsbeschwerde wegen unzureichender Begründung und fehlender Subsidiarität. Eine Verfassungsbeschwerde muss die behauptete Grundrechtsverletzung und deren verfassungsrechtliche Herleitung hinreichend substantiiert darlegen; bloße pauschale oder nicht tragfähige Rügen genügen nicht (vgl. Rn. 1). Zudem ist der Grundsatz der Subsidiarität zu beachten: Vor Anrufung des Bundesverfassungsgerichts sind grundsätzlich alle zumutbaren fachgerichtlichen oder sonstigen Möglichkeiten zur Abhilfe auszuschöpfen. Fehlt es daran, ist die Verfassungsbeschwerde bereits unzulässig und ihre Annahme abzulehnen; eine weitergehende Begründung kann nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG unterbleiben.
Entscheidungsdatum: 2011-03-29
Aktenzeichen: 1 BvR 508/11
ECLI: ECLI:DE:BVerfG:2011:rk20110329.1bvr050811
Dokumenttyp: Nichtannahmebeschluss
Normen: GG, § 23 Abs 1 S 2 Halbs 1 BVerfGG, § 90 Abs 2 BVerfGG, KPKBG
Spruchkörper: 1. Senat 1. Kammer
Nichtannahmebeschluss: Mangels hinreichender Begründung und im Hinblick auf den Grundsatz der Subsidiarität unzulässige Verfassungsbeschwerde gegen Art 1 des Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen vom 17.02.2010 (juris: KPKBG)
1 Die Verfassungsbeschwerde ist unzulässig, weil sie nicht den Begründungsanforderungen gemäß § 23 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1 und § 92 BVerfGG genügt und ihr der Grundsatz der Subsidiarität gemäß § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG entgegensteht.
2 Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
3 Diese Entscheidung ist unanfechtbar.