Non-admission complaint inadmissible for insufficient minimum amount in GmbH manager dismissal

BGH II ZR 297/15Bgh / IIe chambre civile12 avr. 2016Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The BGH dismissed the plaintiff’s non-admission complaint as inadmissible. In a dispute over the termination of a GmbH managing director’s service contract, the amount in dispute for the purpose of § 26 No. 8 EGZPO is determined under § 9 ZPO by the usual three-and-a-half times annual remuneration, unless the contractual term is shorter because of a fixed term or another termination ground. The complaint could not be based on an additional increase merely because the claim also targeted the termination of the manager’s organ position. The remaining disputed remuneration amounted only to EUR 8,681.86, which did not satisfy the minimum threshold.

Regeste Omnilex

§ 26 Nr. 8 EGZPO; § 9 ZPO; Streitwert und Beschwer bei Nichtzulassungsbeschwerde gegen die Beendigung des Dienstverhältnisses eines GmbH-Geschäftsführers. Der für die Zulässigkeit der Nichtzulassungsbeschwerde maßgebliche Wert bemisst sich grundsätzlich nach dem Dreieinhalbfachen des Jahresbezugs; maßgeblich ist der Wert des angegriffenen Beendigungsakts. Eine Erhöhung tritt nicht ein, wenn neben dem Dienstverhältnis auch die Organstellung angegriffen wird. Entscheidend ist der noch offene Vergütungsanspruch; bleibt dieser unter der Mindestbeschwer des § 26 Nr. 8 EGZPO, ist die Beschwerde als unzulässig zu verwerfen.

Texte intégral

BGH — II ZR 297/15, Beschluss

Entscheidungsdatum: 2016-04-12

Aktenzeichen: II ZR 297/15

ECLI: ECLI:DE:BGH:2016:120416BIIZR297.15.0

Dokumenttyp: Beschluss

Normen: § 9 ZPO, § 26 Nr 8 ZPOEG

Vorinstanz: vorgehend OLG Nürnberg, 4. September 2015, Az: 12 U 2573/14vorgehend LG Nürnberg-Fürth, 1. Dezember 2014, Az: 1 HK O 7586/13, Urteil

Spruchkörper: 2. Zivilsenat

Titelzeile

Nichtzulassungsbeschwerde: Streitwert bei Beendigung des Dienstverhältnisses eines GmbH-Geschäftsführers

Tenor

Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 4. September 2015 wird auf ihre Kosten verworfen.

Streitwert: 8.681,86 €

Gründe

1 Die Nichtzulassungsbeschwerde der Klägerin ist unzulässig, weil die gemäß § 26 Nr. 8 EGZPO erforderliche Mindestbeschwer nicht erreicht wird.

2 Richtet sich die Klage gegen die Beendigung des Dienstverhältnisses eines Geschäftsführers einer GmbH, bestimmen sich der Streitwert und die Beschwer entsprechend § 9 ZPO nach dem Dreieinhalbfachen des Jahresbezugs, wenn die Bezugszeit nicht wegen einer Befristung des Dienstverhältnisses oder eines sonstigen Beendigungsgrunds geringer ist. Der Wert wird nicht dadurch erhöht, dass sich die Klage nicht nur gegen die Beendigung des Dienstverhältnisses, sondern auch gegen die Beendigung der Organstellung richtet (vgl. BGH, Beschluss vom 21. Mai 2013 - II ZR 110/12, juris Rn. 2 mwN).

3 Der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer der Klägerin bestimmt sich danach nach dem Wert der Anfechtung des Gesellschafterbeschlusses über die Kündigung des Geschäftsführerdienstvertrags. Nachdem der Geschäftsführer selbst sein Dienstverhältnis ebenfalls gekündigt hat, beläuft sich der noch offene Vergütungsanspruch des Geschäftsführers nach den Angaben der Nichtzulassungsbeschwerde auf 8.681,86 €.

Bergmann Caliebe Drescher

Born Sunder

Mots-clés

non-admission complaintamount in disputeminimum thresholdGmbH managing directortermination of service contractorgan positionadmissibility

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the non-admission complaint was admissible despite the minimum amount in dispute requirement.

Solution extraite

The complaint was inadmissible because the minimum amount in dispute required by § 26 No. 8 EGZPO was not reached.

Motifs extraits

For challenges concerning the termination of a GmbH managing director’s service relationship, the value in dispute is generally three and a half times the annual remuneration under § 9 ZPO, unless the period is shorter for reasons such as a fixed term or another termination ground. The value is not increased merely because the action also attacks the termination of the organ position. On that basis, the remaining remuneration claim amounted only to EUR 8,681.86.

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