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BGH 4 StR 378/15 ΓÇó Credit for payments on merged fine is automatic
BGH 4 StR 378/15Bgh / Criminal Chamber 417 nov. 2015Modified
The Federal Court rejected the defendant’s revision against the Essen Regional Court judgment, but corrected the operative part by removing the trial court’s instruction that payments made toward the included fine from the Duisburg penalty order be credited. The court held that such crediting is mandated by law under Section 51(2) and (4) sentence 1 StGB and is not subject to judicial discretion; the calculation is carried out in enforcement proceedings, not by the trial court. The defendant was ordered to pay the costs of the remedy.
§ 51 Abs. 2, 4 Satz 1 StGB; Anrechnung von Zahlungen auf eine einbezogene Geldstrafe: Die Anrechnung erfolgt kraft Gesetzes und ist vom Tatgericht nicht anzuordnen. Anders als bei der Anrechnung von Untersuchungshaft besteht kein Ermessen des erkennenden Gerichts; die rechnerische Umsetzung ist Sache der Strafvollstreckung (vgl. consid. 1).
Entscheidungsdatum: 2015-11-17
Aktenzeichen: 4 StR 378/15
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 51 Abs 2 StGB, § 51 Abs 4 S 1 StGB
Vorinstanz: vorgehend LG Essen, 27. Mai 2015, Az: 32 KLs 3/15
Spruchkörper: 4. Strafsenat
Gesamtstrafenbildung: Anrechnung von Zahlungen auf einbezogene Geldstrafe
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Essen vom 27. Mai 2015 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass die Anordnung der Anrechnung von Zahlungen entfällt, die auf die einbezogene Geldstrafe aus dem Strafbefehl des Amtsgerichts Duisburg vom 9. April 2013 geleistet wurden.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Die Anrechnung von Zahlungen auf die einbezogene Geldstrafe erfolgt kraft Gesetzes (§ 51 Abs. 2, 4 Satz 1 StGB). Für ein Ermessen des erkennenden Gerichts ist - anders als bei Anrechnung der Untersuchungshaft (§ 51 Abs. 1 Satz 2 StGB) - kein Raum (vgl. BGH, Beschluss vom 25. Januar 1967 - 2 StR 424/66, BGHSt 21, 186, 187). Die Berechnung erfolgt im Rahmen der Strafvollstreckung, nicht aber durch das Tatgericht (vgl. BGH, Beschluss vom 23. April 2014 - 5 StR 166/14).
Sost-Scheible Roggenbuck Franke
Mutzbauer Quentin