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BGH VIII ZA 27/11 ΓÇó Legal aid denied for intended appeal against dismissal of appeal
BGH VIII ZA 27/11Bgh / Civil Chamber 821 déc. 2011Dismissed
The defendant, who had been ordered to vacate his rented apartment by the Amtsgericht Charlottenburg, had his appeal dismissed as inadmissible by the Landgericht Berlin because it was not filed by an attorney admitted to the appellate court. He then sought legal aid from the Federal Court of Justice for an intended Rechtsbeschwerde and asked for an interim order to stop enforcement. The BGH refused both requests, holding that the intended remedy had no sufficient prospect of success.
§ 114 ZPO; legal aid for an intended Rechtsbeschwerde requires sufficient prospects of success. Where, on the circumstances of the case, the only conceivable remedy is a Rechtsbeschwerde that is inadmissible or otherwise lacks prospects, legal aid must be refused. For the same reason, interim relief under § 575 Abs. 5 in conjunction with § 570 Abs. 3 ZPO is unavailable. Considerations based on a merely asserted challenge to the dismissal of an appeal do not suffice to justify either measure (consid. 2).
Entscheidungsdatum: 2011-12-21
Aktenzeichen: VIII ZA 27/11
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 114 ZPO
Vorinstanz: vorgehend LG Berlin, 11. November 2011, Az: 65 S 337/11vorgehend AG Charlottenburg, 19. August 2011, Az: 238 C 198/10
Spruchkörper: 8. Zivilsenat
Prozesskostenhilfebewilligung: Rechtsmittel gegen die Verwerfung der Berufung
Der Antrag des Beklagten, ihm für die beabsichtigte Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Landgerichts Berlin vom 11. November 2011 Prozesskostenhilfe zu gewähren, wird zurückgewiesen. Der Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.
1 Der Beklagte hat gegen das Urteil des Amtsgerichts Charlottenburg vom 19. August 2011, in dem er zur Räumung seiner Mietwohnung verurteilt worden ist, Berufung zum Landgericht eingelegt. Das Landgericht hat die Berufung mit Beschluss vom 11. November 2011 als unzulässig verworfen, weil sie nicht durch einen am Berufungsgericht zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist. Hiergegen hat der Beklagte "Klage sowie Antrag auf Prozesskostenhilfe" zum Bundesgerichtshof eingereicht und den Erlass einer einstweiligen Anordnung beantragt, um die Zwangsvollstreckung aus dem Räumungsurteil zu verhindern.
2 Der Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe ist abzulehnen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung des Beklagten - in Betracht kommt nach den Umständen nur eine Rechtsbeschwerde - keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hat (§ 114 ZPO). Aus dem gleichen Grund kommt auch eine einstweilige Anordnung nach § 575 Abs. 5, § 570 Abs. 3 ZPO nicht in Betracht.
Ball Dr. Milger Dr. Achilles
Dr. Fetzer Dr. Bünger