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BGH V ZA 14/11 ΓÇó Refusal of court-appointed lawyer for appeal
BGH V ZA 14/11Bgh / Ve chambre civile24 août 2011Dismissed
The defendants requested appointment of a court-appointed lawyer for a planned Rechtsbeschwerde against a Karlsruhe Regional Court order. The Federal Court of Justice rejected the request. It held that the requirements of Section 78b ZPO were not met because the defendants failed to substantiate, with concrete explanations or proof, that they had unsuccessfully and reasonably tried to find a lawyer willing to take the case.
§ 78b Abs. 1 ZPO; appointment of counsel for an intended Rechtsbeschwerde after dismissal of an appeal: the party must show and, if necessary, prove that despite reasonable efforts it could not find a lawyer willing to act. A mere assertion that consulted lawyers refused representation does not satisfy the requirement of substantiated efforts; without such showing, the request is to be denied. The prospects of the intended remedy need not be examined if this prerequisite is missing (consid. 2-3).
Entscheidungsdatum: 2011-08-24
Aktenzeichen: V ZA 14/11
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 78b Abs 1 ZPO, § 511 ZPO
Vorinstanz: vorgehend LG Karlsruhe, 10. Mai 2011, Az: 11 S 50/11, Beschlussvorgehend AG Baden-Baden, 1. Februar 2011, Az: 22 C 74/10 WEGnachgehend BGH, 29. September 2011, Az: V ZA 14/11, Beschluss
Spruchkörper: 5. Zivilsenat
Beiordnung eines Notanwalts für Rechtsbeschwerde nach Berufungsverwerfung
Der Antrag der Beklagten auf Beiordnung eines Notanwalts für die Durchführung einer Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 11. Zivilkammer des Landgerichts Karlsruhe vom 10. Mai 2011 wird zurückgewiesen.
1 Der Antrag auf Beiordnung eines Notanwalts ist nicht begründet.
2 Nach § 78b ZPO kann einer Partei ein Rechtsanwalt beigeordnet werden, wenn sie einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht findet und die Rechtsverfolgung nicht mutwillig oder aussichtslos erscheint.
3 Die zuerst genannte Voraussetzung ist nur erfüllt, wenn die Partei trotz zumutbare Anstrengungen einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht gefunden und ihre diesbezüglichen Bemühungen dem Gericht substantiiert dargelegt und gegebenenfalls nachgewiesen hat (s. nur BGH, Beschluss vom 25. Januar 2007 - IX ZB 186/06, FamRZ 2007, 635 f.). Daran fehlt es hier. Die Beklagten haben zwar innerhalb der bis zum 16. Juni 2011 laufenden Rechtsmittelfrist den Antrag auf Beiordnung eines Notanwalts gestellt, aber nicht dargelegt, aus welchen Gründen die von ihnen genannten Rechtsanwälte zur Übernahme des Mandats nicht bereit waren. Ihre bloße Erklärung, die Rechtsanwälte hätten eine Vertretung abgelehnt, genügt den Anforderungen an eine substantiierte Darlegung und einen Nachweis nicht (vgl. BGH, Beschluss vom 27. April 1005 - III ZB 4/95, NJW-RR 1995, 1016).
Lemke Schmidt-Räntsch Stresemann
Roth Weinland