Oberverwaltungsgericht NRW, 2022-03-22, 1 A 2499/19

1 A 2499/19Tribunal administratif22 mars 2022

Regest

Die Beihilfefähigkeit von Aufwendungen wegen der Inanspruchnahme einer Krankenhausbehandlung in einer Einrichtung, die neben der Akutversorgung auch Rehabilitationsmaßnahmen anbietet (sog. gemischte Krankenanstalt), bestimmt sich nicht nach § 6 BVO NRW 2014, sondern unmittelbar nach der allgemeinen Vorschrift des § 4 BVO NRW 2014. § 6 Abs. 2 Satz 2 BVO NRW 2014 betrifft nur Fälle, in denen ein Beihilfeberechtigter sich zum Zwecke einer Rehabilitationsmaßnahme in einer „gemischten Einrichtung“ befindet und dort Leistungen der Rehabilitation in einer nach § 108 SGB V zugelassenen Abteilung in Anspruch nimmt.

Texte intégral

Oberverwaltungsgericht NRW — 1 A 2499/19 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2022-03-22

Aktenzeichen: 1 A 2499/19

ECLI: ECLI:DE:OVGNRW:2022:0322.1A2499.19.00

Dokumenttyp: Beschluss

Spruchkörper: 1. Senat

Normen: BVO NRW 2014 §3 Abs.1; BVO NRW 2014 §4 Abs.1 Nr.2; BVO NRW 2014 §4 Abs.1 Nr.2 S.3; BVO NRW 2014 §6 Abs.2; SGB V §107 Abs.1; SGB V §107 Abs.2; SGB V §108

Leitsätze

Die Beihilfefähigkeit von Aufwendungen wegen der Inanspruchnahme einer Krankenhausbehandlung in einer Einrichtung, die neben der Akutversorgung auch Rehabilitationsmaßnahmen anbietet (sog. gemischte Krankenanstalt), bestimmt sich nicht nach § 6 BVO NRW 2014, sondern unmittelbar nach der allgemeinen Vorschrift des § 4 BVO NRW 2014.

§ 6 Abs. 2 Satz 2 BVO NRW 2014 betrifft nur Fälle, in denen ein Beihilfeberechtigter sich zum Zwecke einer Rehabilitationsmaßnahme in einer „gemischten Einrichtung“ befindet und dort Leistungen der Rehabilitation in einer nach § 108 SGB V zugelassenen Abteilung in Anspruch nimmt.

Tenor

Der Antrag wird abgelehnt.

Der Beklagte trägt die Kosten des Zulassungsverfahrens.

Der Streitwert wird für das Zulassungsverfahren auf 5.594,76 Euro festgesetzt.

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