Oberverwaltungsgericht NRW, 2021-08-06, 2 B 973/21

2 B 973/21Tribunal administratif6 août 2021

Regest

Eine Ordnungsbehörde darf grundsätzlich bei Maßnahmen der Verwaltungsvollstreckung nach § 28 Abs. 2 Nr. 5 VwVfG NRW von einer Anhörung absehen, sofern sie atypische Sachverhalte berücksichtigt. Eine Pflicht zur Begründung, warum sie von der Anhörung absieht, besteht dabei nicht. Dies gilt auch im Falle einer Zwangsgeldfestsetzung. Denn regelmäßig kann davon ausgegangen werden, dass der mit einer Anhörung verbundene Zeitverlust die Effektivität des Beugemittels beeinträchtigt.

Texte intégral

Oberverwaltungsgericht NRW — 2 B 973/21 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2021-08-06

Aktenzeichen: 2 B 973/21

ECLI: ECLI:DE:OVGNRW:2021:0806.2B973.21.00

Dokumenttyp: Beschluss

Spruchkörper: 2. Senat

Normen: VwGO § 80 Abs. 5; VwVfG NRW § 28 Abs. 2 Nr. 5,; VwVG NRW § 46; VwVG NRW § 50

Leitsätze

Eine Ordnungsbehörde darf grundsätzlich bei Maßnahmen der Verwaltungsvollstreckung nach § 28 Abs. 2 Nr. 5 VwVfG NRW von einer Anhörung absehen, sofern sie atypische Sachverhalte berücksichtigt. Eine Pflicht zur Begründung, warum sie von der Anhörung absieht, besteht dabei nicht.

Dies gilt auch im Falle einer Zwangsgeldfestsetzung. Denn regelmäßig kann davon ausgegangen werden, dass der mit einer Anhörung verbundene Zeitverlust die Effektivität des Beugemittels beeinträchtigt.

Tenor

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Die Antragstellerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

Der Streitwert wird auch für das Beschwerdeverfahren auf 1.875,00 Euro festgesetzt.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.