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18 U 105/24•Oberlandesgericht Hamm, 2024-11-21, 18 U 105/24
18 U 105/24Tribunal supérieur21 nov. 2024
1. Nimmt der Verfrachter auf Anweisung des Empfängers eine (erneute) Einlagerung des Gutes vor, kann er vom Empfänger gem. § 491 Abs. 2 S. 2 und 3 HGB Ersatz der ihm dadurch entstehenden Aufwendungen verlangen. 2. Die infolge der Weisungserteilung entstandenen Aufwendungsersatz- bzw. Vergütungsansprüche ergeben sich unabhängig vom Seefrachtvertrag aus Gesetz bzw. aus einem quasi-vertraglichen Tatbestand, der international-privatrechtlich gesondert gem. Art. 11 Rom-II-VO anzuknüpfen ist.
Entscheidungsdatum: 2024-11-21
Aktenzeichen: 18 U 105/24
ECLI: ECLI:DE:OLGHAM:2024:1121.18U105.24.00
Dokumenttyp: Beschluss
Spruchkörper: 18. Zivilsenat
Normen: § 491 HGB, Art. 11 Rom-II-VO
Der Senat erwägt, die Berufung der Beklagten gegen das am 30.7.2024 verkündete Urteil des Landgerichts Bielefeld durch Beschluss gem. § 522 Abs. 2 ZPO zurückzuweisen, weil das Rechtsmittel offensichtlich unbegründet ist und auch die weiteren Voraussetzungen des § 522 Abs. 2 S. 1 ZPO vorliegen.
Die Beklagte erhält Gelegenheit zur Stellungnahme binnen 3 Wochen.
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