Oberlandesgericht Hamm, 2021-03-25, 4 Ws 53/21

4 Ws 53/21Tribunal supérieur25 mars 2021

Regest

Unter Berücksichtigung des tiefgreifenden Grundrechtseingriffs in die körperliche Unversehrtheit und das Selbstbestimmungsrecht des Betroffenen (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 i. V. m. Art 1 Abs. 1 GG) ist der Streitwert für das Rechtsbeschwerdeverfahren betreffend die Rechtmäßigkeit einer dreimonatigen Zwangsmedikation (zweimalige Injektion) gemäß § 17 a MRVG NRW auf 2.000 € festzusetzen.

Texte intégral

Oberlandesgericht Hamm — 4 Ws 53/21 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 2021-03-25

Aktenzeichen: 4 Ws 53/21

ECLI: ECLI:DE:OLGHAM:2021:0325.4WS53.21.00

Dokumenttyp: Beschluss

Spruchkörper: 4. Strafsenat

Normen: GKG §§ 52, 60, 65; MRVG NRW § 17a; MRVG NRW § 17a

Leitsätze

Unter Berücksichtigung des tiefgreifenden Grundrechtseingriffs in die körperliche Unversehrtheit und das Selbstbestimmungsrecht des Betroffenen (Art. 2 Abs. 2 Satz 1 i. V. m. Art 1 Abs. 1 GG) ist der Streitwert für das Rechtsbeschwerdeverfahren betreffend die Rechtmäßigkeit einer dreimonatigen Zwangsmedikation (zweimalige Injektion) gemäß § 17 a MRVG NRW auf 2.000 € festzusetzen.

Tenor

Der Beschluss des Landgerichts Paderborn vom 01.09.2020 wird aufgehoben und der Streitwert auf bis zu 2.000 € festgesetzt.

Das Verfahren ist gebührenfrei. Kosten werden insoweit nicht erstattet (§ 66 Abs. 8 GKG).

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