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487 F 43/23•Amtsgericht Moers, 2023-08-08, 487 F 43/23
487 F 43/23Tribunal de première instance8 août 2023
1. Nach § 7 a UVG wird der nach § 7 UVG übergegangene Unterhaltsanspruch nicht verfolgt, solange der Elternteil, bei dem der Berechtigte nicht lebt, Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch bezieht und über kein eigenes Einkommen im Sinne von § 11 Abs. 1 Satz 1 SGB II verfügt. (ebenso BGH Beschluss vom 31.05.2023, – XII ZB 190/22 –, Rn. 10 - 20, juris, sowie OLG Düsseldorf Beschluss vom 07.04.2022, - II-3 UF 142/21, juris) 2. 7 a UVG hindert bereits die gerichtliche Geltendmachung durch den Träger der Unterhaltsvorschusskasse und nicht etwa erst die Vollstreckung. (BGH a.a.O.) 3. Die Schuldnerschutzvorschrift des § 7 a UVG findet auch dann Anwendung, wenn der Unterhaltsschuldner und SGB-II-Bezieher geringfügige Einkünfte hat. 4. Rechtsfolge der Anwendung des § 7 a UVG ist, dass der Anspruch auf Rückgriff nicht verfolgt wird. Eine sozialrechtliche Vergleichsberechnung findet nicht statt.
Entscheidungsdatum: 2023-08-08
Aktenzeichen: 487 F 43/23
ECLI: ECLI:DE:AGMO:2023:0808.487F43.23.00
Dokumenttyp: Beschluss
Spruchkörper: 487. Familienabteilung
Normen: UVG § 7a
Der Antrag wird zurückgewiesen.
Das antragstellende Land trägt die Kosten des Verfahrens.
Verfahrenswert: bis 30.000,- Euro
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