Liability for damage caused by an opened vehicle door

38 C 35/08Tribunal de première instance28 mai 2008Droit civilPartiellement admis

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The plaintiff sought compensation after an opened door on the defendants’ vehicle damaged the plaintiff’s exterior mirror. The Bochum Local Court held that the defendants were liable under the road-traffic liability provisions. The defendant who opened the door had to give priority to moving traffic and failed to prove that the door had already been slightly open. The witness had not seen the collision, and the proposed expert evidence was speculative. The court limited recoverable flat-rate expenses to EUR 20 and ordered the defendants jointly and severally to pay EUR 239.20, with interest from 7 February 2008. The remainder of the claim was dismissed.

Regeste Omnilex

§§ 7, 17 and 18 StVG, § 3 PflVG; opening a vehicle door into moving traffic and the burden of proving contributory fault. A person opening a vehicle door must take account of the priority of moving traffic. Where the alleged contributory circumstance is that the door had already been slightly open, the party relying on that circumstance bears the burden of proof under the principle of the more favourable factual basis. A witness who did not see the collision and merely repeats a party’s post-accident account does not establish that fact. An expert-evidence request made without a sufficient factual basis and without examining relevant photographs may be rejected as speculative. Flat-rate expenses are recoverable only to the extent accepted by the court’s established practice.

Texte intégral

Amtsgericht Bochum — 38 C 35/08 — Urteil

Entscheidungsdatum: 2008-05-28

Aktenzeichen: 38 C 35/08

ECLI: ECLI:DE:AGBO:2008:0528.38C35.08.00

Dokumenttyp: Urteil

Spruchkörper: 38. Abteilung des Amtsgerichts

Tenor

hat das Amtsgericht Bochum

auf die mündliche Verhandlung vom 28.05.2008

durch den Richter am Amtsgericht

für R e c h t erkannt:

I. Die Beklagten werden als Gesamtschuldner verurteilt, an den Kläger

239,20 EUR nebst 5 Prozentpunkten über dem Basiszins seit dem

07.02.2008 zu zahlen, im übrigen wird die Klage abgewiesen.

II. Die Kosten des Rechtsstreits tragen die Beklagten.

III. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Auf einen Tatbestand wird verzichtet, § 313 a ZPO.

ENTSCHEIDUNGSGRÜNDE:

Die Beklagten sind nach den §§ 7, 17 und 18 StVG i. V. m. 3 PflVG verpflichtet, dem Kläger vollen Schadensersatz aus dem Unfall vom 30.10.2007, 18.25 Uhr, zu leisten. Unstreitig wurde der Außenspiegel des Klägerfahrzeugs beschädigt durch die geöffnete Tür des Beklagtenfahrzeugs. Die Beklagte zu 1) hatte dem Vorrang des fließenden Verkehrs Rechnung zu tragen und durfte die Tür nicht öffnen. Für den Tatbestand eines mitwirkenden Verschuldens, dadurch, dass die Tür schon länger leicht geöffnet gewesen wäre, trägt sie nach dem Günstigkeitsprinzip die Beweislast. Diesen Beweis hat sie nicht erbringen können. Der Zeuge X. hat den Unfall gar nicht gesehen und nur Bekundungen der Beklagten zu 1) nach dem Unfall zu Protokoll geben können. Der Beweisantritt Beweisgutachten erfolgte durch die Beklagtenseite ins Blaue hinein. Die Beklagten kannten die fotografischen Aufnahmen nicht und haben sie auch nicht vor Beantragung eines Gutachtens eingesehen. Aus den Fotos ergeben sich kaum Anhaltspunkte für die Beschädigungen. Im übrigen hat auch das Gericht so viel Sachkunde, dass durch eine Delle in einem Außenspiegel kaum festgestellt werden kann, wie weit eine Tür offen stand, dass die Tür offen stand, ist unstreitig.

Pauschale Kosten können nach ständiger Rechtsprechung des Amtsgerichts Bochum nur i. H. v. 20,00 EUR verlangt werden, dies ist ja sogar die Pauschale, die nach dem Vergütungsverzeichnis des RVG für Anwälte vorgesehen ist.

Der Zinsausspruch folgt aus den §§ 286 ff. BGB, die Kostenentscheidung aus den §§ 91, 92 II ZPO und der Ausspruch zur vorläufigen Vollstreckbarkeit aus § 713 ZPO.

Mots-clés

motor vehicle accidentvehicle doornegligenceburden of proofcontributory faultdamagesflat-rate expenses

The defendants were liable for the full accident damage; the defendant did not prove that the door had already been slightly open.

The door was opened into flowing traffic. The defendant bore the burden of proving the contributory-fault account, but the witness had not seen the accident and the proposed expert evidence was speculative.

The recoverable flat-rate expenses were limited to EUR 20.

Under the Local Court’s established practice, the flat-rate expenses were recoverable only up to EUR 20.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.