AG Tempelhof-Kreuzberg, 2018-01-17, 5 C 234/17

5 C 234/17Tribunal de première instance17 janv. 2018

Regest

1. Die ortsübliche Vergleichsmiete, an der sich gemäß § 556d Abs. 1 BGB die zulässige Höchstmiete orientiert, ist anhand des Berliner Mietspiegels 2017 zu bestimmen, wenn der Mietvertrag vom 18. November 2016 datiert und Erhebungsstichtag des Mietspiegels 2017 der 1. September 2016 war.(Rn.16) 2. Grundsätzlich ist zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete der Mittelwert maßgeblich, da dieser den für die weitaus überwiegende Anzahl der in der Mietspiegelgruppe erfassten Wohnungen geltenden Mietzins wiedergibt. Eine Über- oder Unterschreitung ist nur dann geboten, wenn in der Wohnung wohnwerterhöhende oder wohnwertmindernde Merkmale überwiegen.(Rn.17)

Texte intégral

AG Tempelhof-Kreuzberg — 5 C 234/17 — Entscheidung

Entscheidungsdatum: 2018-01-17

Aktenzeichen: 5 C 234/17

ECLI: ECLI:DE:AGBETK:2018:0117.5C234.17.00

Dokumenttyp: Entscheidung

Normen: § 556d Abs 1 BGB, § 556d Abs 2 BGB, § 556g Abs 1 BGB, § 556g Abs 2 BGB, § 1 MietBegrV BE

Rechtskraft: ja

Orientierungssatz

  1. Die ortsübliche Vergleichsmiete, an der sich gemäß § 556d Abs. 1 BGB die zulässige Höchstmiete orientiert, ist anhand des Berliner Mietspiegels 2017 zu bestimmen, wenn der Mietvertrag vom 18. November 2016 datiert und Erhebungsstichtag des Mietspiegels 2017 der 1. September 2016 war.(Rn.16)

  2. Grundsätzlich ist zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete der Mittelwert maßgeblich, da dieser den für die weitaus überwiegende Anzahl der in der Mietspiegelgruppe erfassten Wohnungen geltenden Mietzins wiedergibt. Eine Über- oder Unterschreitung ist nur dann geboten, wenn in der Wohnung wohnwerterhöhende oder wohnwertmindernde Merkmale überwiegen.(Rn.17)

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