projets
11 UF 194/24•OLG Stuttgart Senat für Familiensachen, 2025-06-26, 11 UF 194/24
11 UF 194/24Tribunal supérieur26 juin 2025
Ein ehevertraglicher Ausschluss des Versorgungsausgleichs ist nicht sittenwidrig und kann der durchzuführenden Ausübungskontrolle standhalten, wenn der an sich ausgleichspflichtige Ehegatte während der Ehe erhebliche Zahlungen an den anderen Ehegatten geleistet hat, welche dem Aufbau einer weitergehenden Altersversorgung dienen sollten.(Rn.44)
Entscheidungsdatum: 2025-06-26
Aktenzeichen: 11 UF 194/24
ECLI: ECLI:DE:OLGSTUT:2025:0626.11UF194.24.00
Dokumenttyp: Beschluss
Normen: § 138 Abs 1 BGB, § 242 BGB, § 1408 BGB, § 1568 Abs 1 Alt 1 BGB
Rechtskraft: ja
Ein ehevertraglicher Ausschluss des Versorgungsausgleichs ist nicht sittenwidrig und kann der durchzuführenden Ausübungskontrolle standhalten, wenn der an sich ausgleichspflichtige Ehegatte während der Ehe erhebliche Zahlungen an den anderen Ehegatten geleistet hat, welche dem Aufbau einer weitergehenden Altersversorgung dienen sollten.(Rn.44)
Die Härte- bzw. Kinderschutzklausel des § 1568 Abs. 1 Alt. 1 BGB greift nur ein, wenn bei dem Kind durch die Scheidung selbst solche atypischen, ungewöhnlichen Folgen verursacht werden, dass die Aufrechterhaltung der Elternehe im Kindesinteresse notwendig ist. Alle für ein Kind nachteiligen Folgen, die bereits auf der Trennung der Eltern bzw. auf dem Scheitern der Ehe als solchem beruhen, können nicht unter die Kinderschutzklausel gefasst werden.(Rn.33)
Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.