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Voranschlag 1983. Nachtrag l
am Reinertrag der Alkoholverwaltung für «Zehntelszwecke»
verwendet. Die Gesamtaufwendungen betrugen 14,399 Mil-
lionen Franken. Das Geld wird beispielsweise für die Aufklä-
rung, aber auch für die Unterstützung von Trinkerfürsorge-
stellen oder Heilstätten aufgewendet.
Die Kommission für Gesundheit und Umwelt beantragt, vom
Bericht Kenntnis zu nehmen.
Präsident: Die Kommission für Gesundheit und Unweit
beantragt Ihnen, vom Bericht Kenntnis zu nehmen. Es gibt
kein Wortbegehren. Sie haben so beschlossen.
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
#ST# Zu Ad 82.052
Voranschlag 1983. Nachtrag l
Budget 1983. Supplément l
Botschaft und Beschlussentwurf vom 4. Mai 1983
Message et projet d'arrêté du 4 mai 1983
Bezug bei der Eidgenössischen Drucksachen- und Materialzentrale,
Bern
S'obtiennent auprès de l'Office central fédéral des imprimés et du maté-
riel, Berne
Antrag der Kommission
Art. 1, 2 und 4
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 3
Streichen
Antrag Biel
S. 14 707 Bundesamt für Landwirtschaft
433.91 Bekämpfungsmassnahmen (400 000 Fr.) Streichen
Proposition de la commission
Art. 1, 2 et 4
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Art. 3
Biffer
Proposition Biel
p. 14 707 Office fédéral de l'agriculture
433.91 Mesures de lutte (400 000 frs) Biffer
Hofmann, Berichterstatter: Was ist beim ersten Nachtrag
zum Voranschlag für 1983 hervorzuheben?
Mit dem ersten Nachtrag zum Voranschlag 1983 sind im
Vergleich zu den Vorjahren verhältnismässig wenig Nach-
tragskreditbegehren eingereicht worden. Sie umfassen 23
Budgetpositionen und belaufen sich auf 15,2 Millionen Fran-
ken. Das sind knapp 0,08 Prozent der budgetierten
Gesamtsumme. Der Hauptbetrag ergibt sich aus den fol-
genden vier Kreditbegehren:
- 7,1 Millionen Franken für die letzte Zahlung an die teue-
rungsbedingten Mehrkosten beim Bau des Basis-Eisen-
bahntunnels Oberwald-Realp. Diese Zahlen liegen im Rah-
men der vorgenommenen Abklärungen, sind also keine
neuen Überraschungen.
- 2,8 Millionen Franken für die Haftpflichtversicherung für
Motorfahrzeuge.
- 1,2 Millionen Franken für kollektive Auslandwerbung
gemäss einem Bundesbeschluss von 1978.
- 1 Million Franken für Hilfskräfte der Sektion für Flücht-
lingsfragen des Bundesamtes für Polizeiwesen.
Die Kreditbegehren sind durch die einzelnen Sektionen der
Finanzkommission geprüft worden. Die Finanzkommission
beantragt Ihnen, erstens den Kreditübertragungen, zwei-
tens den Nachtragskreditbegehren und drittens den Ver-
pflichtungskrediten, also den Artikeln 1 und 2 des Bundes-
beschlusses auf Seite 9 der Botschaft, zuzustimmen.
Noch einige Ausführungen zu Artikel 3 des Bundesbe-
schlusses, also zum Begehren um Erhöhung der Personal-
bestände der Bundesverwaltung. Wie lautet das diesbezüg-
liche Begehren des Bundesrates?
Der Bundesrat stellt das Begehren, den mit dem Voran-
schlag 1983 bewilligten Personalbestand um 71 Stellen,
d. h. von 33 429 auf 33 500 zu erhöhen. Die Finanzkommis-
sion beantragt Ihnen, dieses Begehren abzulehnen.
Worum geht es? Bisher galt der von den eidgenössischen
Räten jährlich bewilligte Personalbestand als höchstmögli-
cher Effektivbestand, der in keinem Zeitpunkt des Jahres
überschritten werden darf.
Erfahrungsgemäss dauert es immer mehrere Monate, bis
eine unerwartet frei gewordene Stelle wieder besetzt wer-
den kann. Das bedeutet, dass der bewilligte Personalbe-
stand wegen der sogenannten strukturellen Vakanzen in
der Vergangenheit gar nie erreicht werden konnte.
Mit verfeinerten Methoden der Stellenbewirtschaftung
gelang es der Verwaltung mit der Zeit, diese strukturellen
Vakanzen abzubauen. Der Effektivbestand näherte sich
deshalb immer mehr dem vom Parlament bewilligten
Höchstbestand. Dazu kam, dass mit der Verschlechterung
der Wirtschaftslage die Zahl der Kündigungen zurückging
und die freigewordenen Stellen relativ rasch wieder besetzt
werden konnten. Ferner ist in diesem Zusammenhang zu
erwähnen, dass die für das Departement für auswärtige
Angelegenheiten und die Zollverwaltung festgelegten Per-
sonalbestände Durchschnittsbestände, also nicht Höchst-
bestände, sind. Das Parlament hat für die erwähnten Berei-
che diese (ärgere Berechnungsmethode ausdrücklich
bewilligt.
Alle diese Umstände führten dazu, dass bereits im letzten
November der bewilligte Höchstbestand um zehn Stellen
überschritten wurde. Eine ähnliche Situation zeichnete sich
auch für das laufende Jahr ab. Der Bundesrat will aber alles
daran setzen, dass im Jahresdurchschnitt der bewilligte
Personalbestand nicht überschritten wird.
Zurzeit behandeln wir in den eidgenössischen Räten das
Bundesgesetz über die Stellenplafonierung. Nach Inkraft-
setzen dieses Bundesgesetzes werden nicht mehr Höchst-
bestände, sondern überall Durchschnittsbestände gelten.
Von den vom Bundesrat beantragten 71 Stellen entfallen 51
auf die sogenannten «grünen» Stellen. Das sind Stellen, die
vom Bundesrat über den festgelegten Plafond hinaus bewil-
ligt worden sind. Diese 51 «grünen» Stellen, die der Bun-
desrat bereits 1978 einzelnen Ämtern zugeteilt hat, stellen
eine der Massnahmen zur besseren Ausnützung der struk-
turellen Vakanzen dar. Es wurden also mehr Stellen freige-
geben, als bewilligt waren, wobei diese Überschreitung
aber immer durch vorübergehend unbenutzte Stellen, eben
die strukturellen Vakanzen, aufgefangen werden konnten.
Doch wollen wir Sie nun nicht länger mit solchen arithmeti-
schen Übungen hinhalten und einfach folgendes festhalten:
Der Bundesrat hat in eigener Kompetenz 1978 die vorer-
wähnten 51 «grünen» Stellen den damaligen Prioritäten ent-
sprechend zugeteilt. Für Einzelheiten verweisen wir auf
Seite 6 der Botschaft. Eine Ablehnung der 71 Stellen hat
nicht zur Folge, dass die 51 «grünen» Stellen, die für die
innere und äussere Sicherheit, für Energiefragen und für
das Sozialwesen zugeteilt worden sind, aufgehoben werden
müssen. Diese Stellen sind seit Jahren besetzt. Sie sind -
wie erwähnt - für Aufgaben zugeteilt worden, die der Bun-
desrat als prioritär eingestuft hat. Aber sie müssen - wie wir
ausgeführt haben - bundesweit kompensiert werden.
Der Bundesrat verlangt aber noch 20 weitere Stellen für das
Militärdepartement, genauer für das Bundesamt für Militär-
flugplätze, für den Unterhalt der Tiger-Flugzeuge. Dieser
Budget 1983. Supplément I
761
N 15 juin 1983
Mehrbedarf ist bekanntlich schon mit der Botschaft über
die Beschaffung von Kampfflugzeugen angemeldet worden.
Der Nationalrat hat am 4. Juni 1981 aufgrund eines Postula-
tes seiner Militärkommission den Bundesrat eingeladen, die
20 Stellen aus dem Bestand der Bundesverwaltung zuzutei-
len. In der Finanzkommission ist dieses Begehren unter
Beizug des Direktors des Bundesamtes für Militärflugplätze
grundsätzlich geprüft worden. Wir sind der Auffassung,
dass das Bundesamt für Militärflugplätze auf diese 20 Stel-
len angewiesen ist, soll der einwandfreie Unterhalt der
Kampfflugzeuge nicht gefährdet werden. Einhellig ist aber
unsere Kommission der Meinung, die Stellen seien durch
interne Verschiebungen innerhalb des Militärdepartementes
oder innerhalb der Departemente freizustellen.
Wir beantragen Ihnen deshalb, das Begehren des Bundes-
rates um eine Erhöhung des Personalbestandes vollum-
fänglich abzulehnen.
Bei der Beratung des Voranschlages 1984 wird sich Gele-
genheit bieten, die Personalsituation des Bundes einläss-
lich zu erörtern. Das neue Bundesgesetz über die Stellen-
plafonierung sieht unter anderem vor, dass die Personalbe-
stände jährlich im Bundesbeschluss über den Voranschlag
festgelegt werden. Die Finanzkommission erwartet, dass
die in einzelnen Bereichen bestehenden personellen Eng-
pässe durch vermehrte interdépartementale Personalver-
schiebungen und durch einen beschleunigten Abbau obso-
leter Aufgaben überbrückt werden.
M. Barchi, rapporteur: Le Conseil fédéral nous a présenté
le premier supplément du budget pour 1983. Seules, des
demandes concernant des cas urgents, où les paiements
ne pouvaient être différés, ont été prises en considération.
Trois crédits, totalisant une somme de 900 000 francs, se
rapportent à des articles soumis à la réduction linéaire. Il
s'agit là d'exceptions justifiées.
La somme des crédits additionnels de paiement s'élève à
16,3 millions, soit le 0,08 pour cent des dépenses autori-
sées dans le budget. Elle est nettement inférieure à celle
des années précédentes, 42,2 millions en 1982, 40,7 mil-
lions en 1981, 57,2 millions en 1980.
Les crédits supplémentaires proprement dits concernent
23 articles et représentent 15,2 millions. Ils sont dus à des
évolutions, à des facteurs que l'on ignorait lors de l'établis-
sement du budget et dont on ne pouvait évaluer avec préci-
sion les conséquences financières. Parmi ces besoins sup-
plémentaires figurent des demandes pour 7,11 millions,
représentant le dernier paiement pour le fameux tunnel de
la Furka, 2,8 millions pour le règlement de plusieurs sinis-
tres ayant trait à la responsabilité civile des véhicules à
moteur de la Confédération, 1,2 million pour la publicité col-
lective à l'étranger, 1 million pour les auxiliaires de la sec-
tion des réfugiés.
Les reports de crédits ne représentent, pour leur part,
qu'un montant d'un million, soit presque rien. Les crédits
d'engagement concernent 4,817 millions de francs pour des
terrains et bâtiments et seulement 192 000 francs pour des
travaux de construction sur des objets loués.
Enfin, le point le plus important du premier supplément
réside dans la demande d'augmentation des effectifs du
personnel de 71 postes supplémentaires. Ces effectifs,
selon la proposition du Conseil fédéral, devraient passer de
33429 unités à 33500. Ces 71 postes se répartissent
comme suit: 51 en remplacement des postes dits verts déjà
attribués depuis 1978 à différents offices, à la charge des
vacances dites structurelles. Ces 51 postes verts se répar-
tissent actuellement de la façon suivante: pour la sécurité
intérieure et extérieure, 24 au Département fédéral de jus-
tice et police, 6 au Département fédéral de l'intérieur; pour
les questions énergétiques, 15 postes au Département
fédéral des transports, des communications et de l'énergie;
pour les questions sociales, surtout en prévision du
deuxième pilier, 6 postes au Département fédéral de l'inté-
rieur. Il est clair que ces postes ne peuvent plus être sup-
primés sans porter préjudice aux tâches concernées.
D'autre part, il est impossible, du point de vue juridique, de
les supprimer et de licencier les fonctionnaires déjà enga-
gés.
Le Conseil fédéral nous propose encore 20 postes à attri-
buer à l'Office des aérodromes militaires pour la mise en
état et l'entretien des avions supplémentaires Tiger. L'enga-
gement de ce personnel devrait permettre de diminuer la
quantité de travaux donnés à l'extérieur, ce qui serait moins
coûteux pour la Confédération.
Le premier supplément du budget a été examiné au sein de
la Commission des finances, après l'avoir été au sein des
sections de la commission.
A une forte majorité, trois propositions de biffer un crédit
particulier ont été rejetées par la commission. Cependant,
une proposition revient, présentée par M. Biel et concer-
nant les campagnols. En ce qui a trait à la demande de 71
postes supplémentaires dans le cadre des effectifs du per-
sonnel, la section compétente - il s'agit de la section du
Département fédéral des finances - après s'être entretenue
avec une délégation de la Commission de gestion, a pro-
posé de rejeter cette demande. La commission a entendu
le chef du département ainsi que le représentant de l'Office
du personnel, puis, par 13 voix contre 4, elle a décidé de
biffer l'article 3 du projet d'arrêté pour les motifs suivants:
le système des transferts interdépartementaux n'a été uti-
lisé jusqu'ici que de façon modeste. Une gestion plus rigou-
reuse du personnel devrait permettre de procéder à des
transferts suffisants pour satisfaire la demande des 71
postes en question. Les directives du budget 1984 du
Conseil fédéral confirment en principe la prorogation du
blocage des effectifs du personnel, ce qui, dans une cer-
taine mesure, est en contradiction avec la demande actuelle
du Conseil fédéral et avec les demandes de personnel que
ce dernier entendrait présenter dans le cadre du budget
1984. Le blocage des effectifs du personnel oblige les
départements et les offices à réexaminer les activités de
chaque fonctionnaire, de chaque employé, ainsi qu'à fixer
des priorités et à proposer la suppression de tâches qui ne
sont plus actuelles - selon le souhait du département et
celui de quelques chefs de division et chefs d'office au
cours de l'examen des comptes de la Confédération. L'ini-
tiative parlementaire sur le blocage des effectifs du person-
nel, approuvée par notre conseil en décembre dernier, pré-
voit que les effectifs sont fixés chaque année dans l'arrêté
fédéral sur le budget. Il ne serait donc pas sérieux de faire
aujourd'hui une première entorse à ce que nous avons
récemment décidé.
Enfin, en ce qui concerne les postes verts attribués à des
tâches importantes, ils ne peuvent évidemment pas être
supprimés, je l'ai déjà souligné, mais il faut alors dégager
dans d'autres secteurs des postes actuellement occupés
pour des tâches de moindre importance. C'est là le but
d'une gestion cohérente, rigoureuse des effectifs du per-
sonnel.
Pour toutes ces raisons, la Commission des finances vous
prie de rejeter la demande de 71 postes supplémentaires et
de biffer en conséquence l'article 3 du projet d'arrêté. Pour
le surplus, la commission, à l'unanimité, vous propose
d'entrer en matière et d'adopter le premier supplément.
Präsident: Es folgen nun die Fraktionssprecher. Als erster
hat Herr Biel das Wort. Er begründet zugleich seinen
Antrag.
Biel: Der Nachtrag ist alles in allem sehr bescheiden, was
aber noch nichts über die Qualität der einzelnen Positionen
aussagt. Zuerst zum Problem, das am meisten zu reden
gegeben hat, diese zusätzlichen Stellen. Wir haben ja alles
Verständnis, dass grün Modefarbe geworden ist, aber dass
man uns in der grünen Euphorie auch noch 51 «grüne» Stel-
len unterjubeln will, ist natürlich etwas dicke Post, vor allem
im Zusammenhang mit einem Nachtrag. Es ist richtig, wie
es Ihnen die Sprecher der Kommission gesagt haben, dass
wir nach gründlicher Prüfung der Frage in der Finanzkom-
mission der Meinung waren, dass es nicht angehe, nun auf
- Juni 1983
762
Voranschlag 1983. Nachtrag l
diesem Wege das, was wir eigentlich wollten, zu unterlau-
fen.
Unsere Fraktion stimmt den Anträgen der Finanzkornmis-
sion zu und lehnt diese zusätzlichen Stellen ab. Die Forde-
rung des Militärdepartements, 20 neue Stellen zu bewilli-
gen, grenzt an politische Erpressung. Man operiert immer
mit diesen Investitionen, die wir getätigt haben; und nun will
man diese Stellen à tout prix auf dem Wege von zusätzli-
chen Bewilligungen hereinholen. Wenn das Militärdeparte-
ment, in dem sich die Hälfte des Bundespersonals befindet,
nicht in der Lage ist, zu disponieren - das Parlament hat
damals das entsprechende Begehren ausdrücklich iabge-
lehnt und Kompensation verlangt -, dann müssen wir noch
ganz andere Massnahmen ergreifen und die Persorialbe-
wirtschaftung in diesem Departement näher untersuchen.
Ich nehme an, es wird in nächster Zeit sowieso noch eini-
ges in dieser Richtung zur Diskussion stehen. Es ist uner-
hört wichtig, dass man im EMD zuerst nach einer Kompen-
sation sucht. Es ist klar, dass man nicht von einem kleinen
Departement mit wenig Personal erwarten kann, dass es
noch Personal für das Militärdepartement freimacht, son-
dern es muss zuallererst das Militärdepartement hieir die
nötigen Vorkehrungen einleiten, um so mehr, als es ja dazu
Zeit hatte. So geht es nicht.
Es hat natürlich auch noch sonst einige Dinge im Nachtrag,
die einer kritischen Prüfung würdig sind, auch wenn es
geringe Positionen sind. Wenn Sie einmal Seite 12 ansehen,
da haben Sie unter «Bundeskanzlei» (Forschungs- und Stu-
dienaufträge) 100000 Franken Nachtragskredite für das
St. Galler Zentrum für Zukunftsforschung. Das, was hier als
Begründung steht, ist nicht ganz vollständig. Die Auskünfte,
die wir erhalten haben, lauten unter anderem: Der Nach-
tragskredit wurde nötig, weil offensichtlich für Überset-
zungsarbeiten an der Universität Genf nicht genügend Mit-
tel zur Verfügung standen. Wenn dem so ist, ist das liederli-
che Budgetierung. Das hätte man also längst merken müs-
sen und nicht erst jetzt.
Sie haben aber noch eine weitere Position: Bundesamt für
Polizeiwesen. Auch wieder: Kommissionen und Sachver-
ständige, 145000 Franken. Eine etwas fragwürdige Posi-
tion. Offensichtlich geht es hier um den Polizeianzeiger, der
gefährdet sei, wenn man diesem Nachtragskredit nicht
zustimme. Auch das überzeugt mich nicht. Das sind Dinge,
die man auf dem ordentlichen Budgetweg hätte bereinigen
können. Das wusste man schon zum voraus.
Dann haben wir eine weitere Position auf Seite 14: Bindes-
amt für Aussenwirtschaft, 1,2 Millionen. Aus einem Ver-
pflichtungskredit von 1978 ist ein Programm für Milderung
wirtschaftlicher Schwierigkeiten angelaufen, und in diesem
Zusammenhang war auch eine solche kollektive Ausland-
werbung vorgesehen. Ich habe nichts gegen diese Ausland-
werbung; aber dass man im Bundesamt für Aussenwirt-
schaft schlicht und einfach vergessen hat, dass diese
Aktion läuft und im Budget nichts einstellt, das ist mieseste
Budgetierung, das ist liederlich. Anders kann man es nicht
nennen. Jetzt kommt man auf den Nachtragskredi':, weil
man plötzüch gemerkt hat, dass diese Zahlungen fällig wer-
den.
Dann haben wir auf Seite 16 oben eine Position «Betriebs-
ausgaben, Bundesamt für wirtschaftliche Kriegsvorsorge».
Auch das ist liederliche Budgetierung. Das, was uns als
Begründung offiziell angegeben wird, betrifft natürlich nur
einen Bruchteil des gesamten Nachtragskredites. Ich habe
mir die Mühe genommen, die Positionen anzusehen. An
sich sind die Dinge, die man dort anfordert, in Ordnung.
Aber das sind nun alles Sachen, die man ohne weiteres auf
dem ordentlichen Budgetweg hätte beantragen können,
weil das alles bekannt war. Es sind ganz wenige wirklich
zusätzliche Aufwendungen, die notwendig geworden sind.
Wir müssen einfach Gewicht darauf legen, dass sorgfältiger
budgetiert wird und man nicht ständig auf dem Nachtrags-
kreditweg mit solchen Dingen kommt.
Nun komme ich zu meinem Antrag auf Seite 14 «Bekämp-
fungsmassnahmen». Sie haben unten eine Position 433.91,
400 000 Franken Nachtragskredit. Hier geht es um etwas
mehr, nämlich um eine ganz umstrittene Massnahme. Ich
habe auch Probleme aus finanzpolitischer Sicht, dass man
nun auf dem Nachtragskreditweg hier wieder zusätzliche
Kredite bewilligt. 1981 hatten wir etwas über 400000 Fran-
ken dafür ausgegeben; 1982 waren 463000 Franken im
Budget, und dann kam ein Nachtragskredit von 675000
Franken. Effektiv haben wir dann nicht ganz 1,1 Millionen
Franken ausgegeben. Man hat für 1983 ferner 530 000 Fran-
ken budgetiert, und jetzt kommt dieser Nachtragskredit.
Wie Sie vielleicht gesehen haben: in der Presse, aber auch
im Parlament gilt die Massnahme an sich als ausserordent-
lich fragwürdig. Wir haben gleichzeitig noch eine Anfrage
Longet und vor allem eine Interpellation von Frau Kopp pen-
dent. Der Bundesrat nimmt zu diesem umstrittenen Pro-
blem der Mäusebekämpfung eingehend Stellung und zeigt
- wenn man seine Antwort liest - ganz deutlich, wie proble-
matisch die Geschichte ist und dass überhaupt noch nichts
abgeklärt wurde. In seiner Antwort auf die Interpellation
Kopp hat der Bundesrat unter anderem festgehalten: «Wir
müssen dabei feststellen, dass in den letzten Jahrzehnten
das Interesse der Landwirte an einer systematisch betriebe-
nen Bekämpfung der Wühlmäuse nachgelassen hat.» Er hat
dann darauf hingewiesen, dass an der Forschungsanstalt
Changins und in den Pflanzenschutzdiensten der Kantone
Abklärungen laufen, um eine Bekämpfungsart zu finden, die
eben keine schädlichen Nachwirkungen habe. Zurzeit lau-
fen diese Abklärungen, es ist überhaupt noch nichts Kon-
kretes herausgekommen.
Es geht darum, dass mit diesen Bekämpfungsmassnahmen
vor allem auch die Wildfauna gefährdet wird, und das ist ja
auch die Besorgnis der Interpellantin, Frau Kopp, und ist die
Besorgnis zahlreicher Umweltschutzorganisationen, die
darauf hingewiesen haben. Der Bundesrat sagt in seiner
Antwort, dass man eben noch gar nichts fertig abgeklärt
hat. Er hält unter anderem fest: «Es wird aber auch notwen-
dig sein, die Auswirkungen der chemischen Bekämpfung
auf die Entwicklung der Mäusepopulationen selbst zu unter-
suchen, um genauer abzuklären, inwieweit die flächenhafte
Anwendung grossen Ausmasses überhaupt zweckmässig
ist.» Wenn man zuerst abklären muss, ob eine Massnahme
zweckmässig ist, dann geht man doch nicht jedes Jahr hin
und gibt auf dem ordentlichen Budgetweg Kredite, die in
die Hunderttausende von Franken lauten, und weitere auf
dem Nachtragskreditweg. Das ist unsinnig. Eine problemati-
sche Massnahme dürfen wir nicht auf diesem Wege unter-
stützen. Darum habe ich Ihnen den Ablehnungsantrag zu
dieser Position gestellt.
Ich bitte Sie, diesem zuzustimmen.
Schwarz: Die freisinnige Fraktion unterstützt einstimmig
den Antrag der Finanzkommission, das Begehren um Erhö-
hung des Plafonds um 71 Stellen abzulehnen, im übrigen
aber den Nachträgen zuzustimmen. Ich möchte mich jetzt
nicht in Details verlieren, sondern mich auf die Personalpro-
bleme beim Bund konzentrieren.
Wir sind der Überzeugung, dass sich bei einer strengen
Durchleuchtung der Verwaltung und bei einer entsprechen-
den Festlegung von Prioritäten noch an zahlreichen Orten
Personal einsparen Hesse. Es werden uns immer nur jene
Fälle vorgelegt, wo offensichtlich zur Erledigung dringender
Aufgaben zu wenig Personal vorhanden ist. Es gibt aber
zweifellos auch ebenso viele Beispiele, wo für nicht so drin-
gende Aufgabenerledigungen zu viel Personal vorhanden
ist oder wo man sogar gewisse Tätigkeiten überhaupt ein-
stellen könnte.
Die Sektion 4 wird sich dieser Thematik im Zusammenhang
mit dem Budget 1984 und in Verbindung mit der Geschäfts-
prüfungskommission annehmen.
Dazu abschliessend noch einige persönliche Überlegungen.
Ich bin überzeugt, dass in der Bundesverwaltung insgesamt
noch recht beträchtliche Personalreserven vorhanden sind.
Aber es ist aus psychologischen Gründen, aber auch aus
Gründen der Beamtentreue, der Hierarchie, der Kollegialität
usw. schwierig, diese aufzudecken. Ähnliche Schwierigkei-
ten bestehen übrigens auch bei privaten Grossbetrieben,
Budget 1983. Supplément I
763
N 15 juin 1983
die weitgehend aus denselben Gründen gezwungen sind,
auf aussenstehende Beratungsfirmen auszuweichen, wel-
che dann mit der nötigen sachlichen, aber auch menschli-
chen Unabhängigkeit durchgreifen können. Man kann sich
fragen, ob in der Bundesverwaltung nicht gezielt und mit
bestimmten Aufträgen vermehrt unabhängige Instanzen
eingesetzt werden sollten. In diesem Sinne ist es wertvoll,
wenn sich Verkehrs- und Finanzkommission nach den Som-
merferien die Herren Hayek und Rühli anhören bezüglich
ihrer Erfahrungen mit den SBB.
Präsident: Die liberale Fraktion teilt mit, dass sie den Kom-
missionsanträgen zustimmt.
Kaufmann: Die CVP stimmt den Artikeln 1 und 2 des Nach-
trages zu, d. h. sie stimmt den Nachtragskrediten von rund
15 Millionen und zusätzlichen Verpflichtungskrediten von
rund 5 Millionen zu. Und hier möchte ich etwas Positives
vermerken, das haben wir in der Finanzpolitik besonders
notwendig:
Die ersten Nachtragskredite und die ersten zusätzlichen
Verpflichtungskredite im Jahre 1983 sind wesentlich tiefer
als die Verpflichtungskredite und Nachtragskredite der letz-
ten Jahre, obwohl wir beim Budget sicher einiges gespart
haben und obwohl die Teuerung weitergelaufen ist. Aber zu
lachen haben wir natürlich immer noch nichts. Vor allem
haben wir nichts zu lachen, weil die Ausgaben im Jahre
1982 weit über die Teuerung und weit über die Zunahme
des Bruttosozialprodukts hinaus zugenommen haben und
weil die Gesamtrechnung immer noch mit 1,2 Milliarden
Defizit abschliesst.
Die CVP ist grossmehrheitlich, im Gegensatz zum Bundes-
rat, der Meinung, dass die Erhöhung der Personalbestände
nicht akzeptiert werden kann. Wir haben mit dem Budget
1983 - im Dezember 1982 - 33 429 Etatstellen bewilligt. Nun
soll dieser Stand im ersten Nachtragskredit wieder um 71
Personen erhöht werden. Wenn hier eine Notwendigkeit für
eine Erhöhung besteht, kann das durchaus im Budget 1984,
d. h. im Herbst oder in Dezember 1983, gefordert und allen-
falls akzeptiert werden. Wir haben im Rahmen des Budgets
auch die Möglichkeit, nach Kompensationen Umschau zu
halten, was bei einer summarischen Nachtragskreditvorlage
kaum machbar ist. Wir würden es aber auch politisch als
ausgesprochen schlecht empfinden, wenn wir im März in
diesem Rat das Plafonierungsgesetz durchgebracht haben
- vermutlich wird dieses Plafonierungsgesetz nächste
Woche im Ständerat auch akzeptiert -, und es jetzt bereits
mit diesen über 70 Stellen unterlaufen. Es kommen aber
noch einige konkrete Überlegungen dazu:
Für die 20 Stellen des Militärdepartementes hat die CVP
kein Verständnis. Wir haben diese Angelegenheit bereits
1981 bei der Beschaffung der Tiger abgelehnt. Schon
damals ging es um 20 neue Stellen. Dann ist 1981 ein
Postulat der Militärkommission eingereicht worden, mit
dem 20 Stellen ohne Erhöhung der Etatstellen bewilligt wer-
den sollten. Jetzt kommt der Bundesrat, zwei Jahre später,
und verlangt die 20 Stellen erneut, aber unter Erhöhung der
Etatstellen. Das können wir schon aus politischen Gründen
nicht akzeptieren. Jetzt haben wir diesen Entscheid zwei-
mal gefällt. Vorläufig muss es dabei sein Bewenden haben,
insbesondere im Militärdepartement, wo wir 16 000 Etatstel-
len haben und wo auch die Militärkommission die Meinung
vertritt, diese 20 Stellen Hessen sich mittelfristig über die
Verwaltung durchaus rekrutieren. Ein gewisser Druck auf
das Militärdepartement ist in diesem Bereich dringend not-
wendig.
Aber auch die sogenannten 51 «grünen» Stellen lehnen wir
ab. Wir haben für 1982 und 1983 noch die Höchstbestände
(33429). Nun ist das Parlament natürlich misstrauisch
geworden, dass die Zahl der Etatstellen im November 1982
überschritten wurde. Dem Vernehmen nach sind die
Höchstbestände auch 1983 überschritten worden. Damit ist
eine unglückliche Situation entstanden, d. h. das Parlament
wird jetzt eher strenger sein als freigiebiger. Wir haben zwar
einiges Verständnis dafür, dass diese «grünen» Stellen ent-
standen sind. Man wollte die vorübergehenden Vakanzen
ausnützen. Aber man kann die vorübergehenden Vakanzen
nicht durch «grüne» Stellen ausnützen und gleichzeitig,
kumulierend, neue Etatstellen schaffen. Diese «grünen»
Stellen sind im gesamten Haushalt des Bundes wieder
abzubauen.
Ich weiss, der Personalstopp und die Plafonierung sind
rigorose Massnahmen. Wir sollten aber schon aus politi-
schen Gründen diese eindeutige Sparmassnahme nicht
über Bord werfen, solange wir in der Finanzpolitik nicht
über dem Berg sind, und das sind wir tatsächlich noch
nicht.
Zum Antrag Biel kann ich namens der Fraktion keine Erkä-
rung abgeben, weil er begreiflicherweise in der Fraktion
nicht behandelt wurde. Persönlich stehe ich dem Antrag
positiv gegenüber.
Reichling: Die Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
stimmt dem Nachtrag l, mit Ausnahme von Artikel 3, zu. Es
gibt eine umstrittene Position: Die Beiträge des Bundes an
die Mäusebekämpfungsmassnahmen in den Kantonen Neu-
enburg und Jura. Es geht hier nicht darum, die angeordnete
Bekämpfungsmassnahme sachlich zu beurteilen, ob sie
zweckmässig oder unzweckmässig sei. Wenn die Schäden
akut sind, ist es auch bedeutungslos, ob man in den näch-
sten drei, vier Jahren bessere Erkenntnisse gewinnen
werde; es muss ja dann gehandelt werden, wenn das Pro-
blem aktuell ist. Es ist zu hoffen, dass aus den Erfahrungen
Lehren gezogen werden können für die Zukunft.
Beim Streichungsantrag Biel geht es um das Verhältnis zwi-
schen Bund und Kantonen. Nach den vorhandenen gesetz-
lichen Grundlagen sind auch die Kantone befugt, für
gewisse ihnen gefährlich erscheinende Krankheiten und
Schädlinge obligatorische Massnahmen anzuordnen. Der
Bund ist gemäss Gesetz verpflichtet, ihnen einen Drittel an
diese Kosten zu vergüten, abgestuft nach der Finanzkraft
der Kantone. Es geht jetzt darum, ob der Bund seine
gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber den Kantonen ein-
hält oder ob er glaubt, sich durch einfachen Budgetbe-
schluss darum herumdrücken zu können. Wir sind über-
zeugte Vertreter des Föderalismus und wollen den Kanto-
nen ihre Eigenständigkeit in der Beurteilung soleher Situati-
onen zugestehen und nicht als Besserwisser aus der Ferne
beurteilen, ob die Regierung von Neuenburg und die Regie-
rung des Kantons Jura gut oder schlecht gehandelt haben.
Wir sind der Auffassung, dass dort genügend kompetente
Leute in der Verwaltung und in der Regierung sitzen, die
das selbst für ihr Gebiet beurteilen können. Wir vom Bund
aus haben uns an die Gesetze zu halten. Wir wollen keinen
schweizerischen Verwaltungsapparat, der die Kantone und
Gemeinden in allem überwachen muss, sondern wir wollen
ihnen eine Eigenständigkeit auch für die Zukunft zugeste-
hen. Wenn wir den heutigen Zustand, die Beitragsleistung
des Bundes, ändern wollen, dann müssen wir das entspre-
chende Gesetz abändern. Herr Biel müsste in dieser Form
seine Vorschläge dem Rat zur Kenntnis bringen und nicht
im nachhinein verlangen, dass trotz gesetzlicher Verpflich-
tung nichts bezahlt werden soll.
Das gute Zusammenspiel zwischen Bund, Kantonen und
Gemeinden ist gerade für die Bewältigung der zukünftigen
Arbeit von entscheidender Bedeutung, und es würde einen
argen Misston in diese Zusammenarbeit bringen, wenn wir
nun willkürlich einzelne Projekte herausgreifen und gewis-
sermassen bestrafen würden. Also auch aus dieser staats-
bürgerlichen Sicht heraus sind wir der Überzeugung, dass
der Bund seinen Verpflichtungen nachkommen muss.
Ich beantrage Ihnen, den Antrag Biel abzulehnen.
Zum Personalstopp ist eigentlich alles Notwendige vom
Kommissionspräsidenten und von verschiedenen Fraktions-
sprechern gesagt worden. Die Schweizerische Volkspartei
lehnt den Artikel 3 ebenfalls mit Überzeugung ab. Ich
möchte Herrn Bundesrat Ritschard lediglich noch einiges
sagen und ihn bitten, das seinen Kollegen zu übermitteln.
Wir erwarten in der Frage der Stellenbewirtschaftung Ent-
scheide des Bundesrates und nicht Entscheide von sieben
- Juni 1983 N
764
Voranschlag 1983. Nachtrag l
Departementsvorstehern, die natürlich versuchen, in ihren
Bereichen optimale Verhältnisse herbeizuführen. Es ist Auf-
gabe des Gesamtbundesrates zu entscheiden, welche Stel-
len besetzt werden und wo Einsparungen gemacht werden
müssen. Wir sind der Auffassung, dass sich ein ganz
schlimmes Seilziehen zwischen den einzelnen Departemen-
ten abspielt und man möglichst die Kreise des anderen
nicht zu trüben versucht. So kommen wir nicht weiter.
Hofmann, Berichterstatter: Ich möchte mich namens der
Finanzkommission nur noch zum Antrag Biel zur Position
707.433.91 (Bekämpfungsmassnahmen) äussern.
Der Regierungsrat des Kantons Neuenburg hat die
Bekämpfung der Wühlmäuse im Herbst 1982 in gewissen
Gebieten obligatorisch erklärt. Damit war auch die finan-
zielle Beteiligung des Kantons Neuenburg bzw. der betrof-
fenen Gemeinden zu je einem Drittel eingeschlossen. Nach
dem geltenden Recht ist - wie Herr Reichling erwähnte -
der Bund verpflichtet, einen der Finanzkraft der Kantone
angepassten Teil dieser Kosten zu übernehmen. Gleich ver-
hält es sich mit dem Beitrag an den Kanton Jura.
Herr BieS hat seinen Ablehnungsantrag zu dieser F'osition
bereits in der Finanzkommission gestellt. Die Finanzkom-
mission hat den Antrag mit 9 zu 3 Stimmen abgelehnt.
Ich ersuche Sie, diesen Antrag ebenfalls abzulehnen.
M. Sarchi, rapporteur: M. Biel nous propose de biffer les
400 000 francs prévus comme contribution aux frais occa-
sionnés par la lutte contre les campagnols dans le canton
de Neuchâtel. En vérité, il s'agit de 350 000 francs pour le
canton de Neuchâtel et de 50 000 francs pour celui du Jura.
Nous en avons discuté en commission et la majorité de la
commission a suivi l'opinion selon laquelle la lutte contre
les campagnols ayant été rendue obligatoire dans le canton
de Neuchâtel, il était donc opportun que la Confédération y
participe en versant une contribution de 38 pour cent. On
ne peut pas faire marche arrière. La commission a. égale-
ment discuté l'éventuelle possibilité de réviser l'ordonnance
sur la protection des végétaux qui prévoit ces contribu-
tions. Quelques commissaires ont exprimé le souhat d'une
révision, mais finalement la majorité de la commission a
estimé qu'il fallait faire attention car il s'agissait de la pro-
tection des végétaux qui est une tâche typiquement fédé-
rale. En effet, il est très difficile de fixer des frontières dans
ce domaine. Par exemple, un canton pourrait se plaindre de
l'inaction d'un de ses voisins dans ce domaine car, de ce
fait, il risquerait de subir des dommages. Pour ces raisons,
j'affirme qu'il faut repousser la proposition de M. Biel.
Deux mots encore concernant une réflexion de M. Biel.
S'agissant du crédit en faveur de la promotion commerciale
à l'étranger, celui-ci a dit qu'il n'y était pas opposé, mais
qu'il était quelque peu étonnant que le département ne l'ait
pas budgeté avant. Je crois qu'il faut souligner dans ce Par-
lement que la tâche de la promotion de l'image de la Suisse,
en tout cas dans le domaine des exportations commer-
ciales, est aujourd'hui prioritaire. J'estime que l'on agit trop
peu dans cette direction. Récemment, à la Foire de Barce-
lone, on a vu qu'il y avait un stand vendant du fromage
suisse, mais avec du vin de Bordeaux! Plusieurs d'entre
nous ont eu l'occasion de visiter des foires à l'étranger et
de constater que les stands suisses sont généralement
lamentables, parfois inférieurs à ceux des pays sous-déve-
loppés!
Bundesrat Ritschard: Sie tun dem Bundesrat unrecht,
wenn Sie diese 51 Stellen derart attackieren. Ich weiss,
dass ich keine Chance habe, Sie umzustimmen, aber ich
will doch beweisen, dass es nicht darum ging - Herr Biel -,
Ihnen d:ese Stellen unterzujubeln. Wir wollten in keiner
Weise den von Ihnen festgesetzten Höchstbestand von
33 429 Stellen mutwillig überschreiten. Wir sind nicht
respektlos gegenüber dem Parlament.
Wir haben - das ist, glaube ich, der Finanzkommission auch
unterbreitet worden - diesen Höchstbestand bis im Dezem-
ber 1982 einhalten können, d. h., er wurde seit seiner Ein-
führung ständig um 100 bis 150 Stellen sogar unterschrit-
ten, weil die Abgänge nicht immer sofort ersetzt werden
konnten. Wir hatten Hochkonjunktur, neue Leute mussten
oft lange gesucht werden, die Abgänge waren an sich
gross, so dass es dauernd einen Unterbestand gab, der der
Verwaltung natürlich auch Probleme brachte.
Um diese Unterschreitung des Höchstbestandes etwas
auszugleichen - vor allem in jenen Departementen, die
ziemlich in Nöten waren -, wurden im Jahre 1978 dem
Justizdepartement zur Verstärkung der Bundespolizei 24,
dem Departement des Innern für die Sozialversicherung
und die Direktion der Bauten 12 sowie dem Verkehrs- und
Energiewirtschaftsdepartement für die Kontrolle der Atom-
kraftwerke 15 sogenannte «grüne» Stellen zugeteilt.
Trotz diesen 51 Stellen wurde der Plafond nie erreicht. Mit
der Rezession 1982/83 gingen dann plötzlich die Austritte
sehr stark zurück. Im ersten Quartal 1981 hatten wir in der
Verwaltung noch 661 Austritte, im Jahre 1982 waren es 609
und im ersten Quartal dieses Jahres 557 Austritte, also über
hundert weniger als vorher. Es gingen nicht nur die
Abgänge zurück, es war auch viel rascher möglich, Ersatz-
personal zu rekrutieren, was jetzt zu dieser Überschreitung
führte.
Der Bundesrat konnte 1978 nicht wissen, dass es 1982/83
eine Rezession mit den erwähnten Folgen geben würde,
aber es war eine Tatsache, dass dieser Höchstbestand dau-
ernd unterschritten war und deshalb gewisse Aufgaben -
denken Sie an Würenlingen - überhaupt nicht mehr richtig
erfüllt werden konnten. Das ist nun fünf Jahre her, aber es
wurde erst jetzt sichtbar. Deshalb hat der Bundesrat nicht
bis zum Voranschlag gewartet, sondern im Gegenteil ehr-
lich, wie wir sein wollen, Ihnen diese 51 Stellen mit dem
Nachtragskredit unterbreitet. Es handelt sich also gar nicht
um ein Unterjubeln oder um ein mutwilliges Vorgehen. Wir
haben die Karten offen auf den Tisch gelegt, und ich glaube
nicht, dass wir uns da eines Vergehens oder einer Respekt-
losigkeit schuldig gemacht hätten.
Herr Reichling, wir haben genaue Vorschriften zur Rege-
lung der Stellenbewirtschaftung. Das Parlament bewilligt
den globalen Personalbestand. Der Bundesrat beschliesst
die Grundsätze über die Verteilung der Stellenbewirtschaf-
tung und setzt den Departementen diese Stellenbewirt-
schaftungsziele. Die Departemente, die ja in der Regel Per-
sonalämter haben, sind dann verantwortlich für die Einhal-
tung dieser Personalbestände. Diese müssen auch die Ver-
schiebungen - und was immer da kommt - vorbereiten. Das
Finanzdepartement - zusammen mit dem Personalamt -
überwacht und koordiniert die Tätigkeiten der Departe-
mente. Wir wissen also schon, wer wie was zu tun hat. Aber
diese 51 Stellen sind eben tatsächlich in einer Zeit der
Unterbestände durch den Gesamtbundesrat beschlossen
worden und - wie ich glaube - verantwortbar.
Wir glauben also, dass Sie uns zustimmen dürfen.
Zum Antrag von Herrn Biel bezüglich Mäusebekämpfung.
Mit dem Nachtrag II 1982 sind 640000 Franken für die
Beschaffung neuen Saatgutes und für die Schädlingsbe-
kämpfung bewilligt worden. Damals haben Zürich, Bern,
Zug, Freiburg, Solothurn, St. Gallen diese Mäusebekämp-
fung mit Hilfe des Bundes durchgeführt. Neuenburg und
Jura haben dann eben nach anderen Lösungen gesucht,
wie das von Umweltschutzkreisen verlangt worden ist. Das
führte dazu, dass sich hier die Abrechnungen verzögerten.
So kamen eben in diesem Jahr die Kantone Neuenburg und
Jura noch nachträglich mit diesen Krediten. Ich glaube, es
wäre völlig unhaltbar, nun diesen beiden Kantonen - von
der Krise ohnehin hart betroffen - die Nachtragskredite nur
deshalb vorzuenthalten, weil sie offenbar umweltfreundliche
Bekämpfungsmöglichkeiten prüften und erst dieses Jahr
die Rechnungen abliefern konnten.
Ich muss Sie deshalb bitten, den Antrag von Herrn National-
rat Biel abzulehnen.
Eintreten ist obligatorisch
L'entrée en matière est acquise de plein droit
Budget 1983. Supplément I765
N 15 juin 1983
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Titre et préambule
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 1
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Antrag Biel siehe Seite 760 hiervor
Art. 1
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Proposition Biel voir page 760 ci-devant
Präsident: Herr Biel hat seinen Antrag bereits begründet.
Günter: Ich möchte Sie bitten, den Antrag von Kollege Biel
zu unterstützen. Die ganze Aktion - vor allem mit dem Mäu-
segift «Arvicostop» - war von Anfang an eine äusserst
umstrittene Massnahme. Sie war zu Recht umstritten - das
Resultat beweist es. Die Mäuseplage ist nämlich vielerorts
zurückgegangen, ohne dass man auf den Einsatz von Che-
mikalien zurückgegriffen hat. Ich verweise hier auf den Kan-
ton Freiburg, wo die Zeitungen Anfang Juni geschrieben
haben: «Pas de guerre chimique.» Man hat dort mit natürli-
chen Methoden die Mäuse bekämpft und hat damit Erfolg
gehabt. In Neuenburg hat man vor allem mit dem Blutver-
dünnungsmitteln «Arvicostop» gekämpft, entgegen dem
Ratschlag von Umweltschützern. Man hat damit mindestens
250 Mäusebussarde getötet. Wenn man den Nutzen eines
solchen Tieres rechnet, dann beträgt er, gemessen an der
Menge Mäuse, die ein durchschnittlicher Mäusebussard in
seinem Leben frisst, und den Schwanzprämien, die heute
bezahlt werden, etwa 7500 Franken. Wenn Sie das rechnen,
250 x 7500 Franken, dann sehen Sie, dass der Schaden,
den man nur bei den Mäusebussarden angerichtet hat,
schon beinahe höher ist als der Zusatzkredit, den wir spre-
chen sollten; ganz zu schweigen vom Schaden, den man
bei den Füchsen, Wieseln, Mardern, Dachsen angerichtet
hat, die alle natürliche Feinde der Mäuse sind und durch
das Gift teilweise ebenfalls umgebracht wurden.
Eine finanzpolitische Unzucht - wie es ein Kollege ausge-
drückt hat - ist dies deshalb, weil man das Ganze noch aus
einem Pflanzenschutzfonds finanziert. Ich meine, die Mass-
nahme an sich wäre von mir aus gesehen schon falsch
gewesen, wenn man sie aus einem Agrarfonds finanziert
hätte. Aber da hätte man wenigstens noch argumentieren
können, die Mäuse würden der Landwirtschaft schaden.
Aber aus einem Pflanzenschutzfonds die Zerstörung der
Natur zu finanzieren, das scheint mir nun wirklich nicht in
Ordnung zu sein. Der Kredit wurde 100 Prozent überzogen.
Herr Biel beantragt nun nicht, keine Zahlungen zu erstatten,
sondern nur das zu zahlen, was ursprünglich vorgesehen
war.
Ich möchte Sie bitten, dem zuzustimmen.
Präsident: Die Kommissionsreferenten verzichten auf das
Wort.
Eggli: Ich beantrage Ihnen ebenfalls, dem Antrag Biel zuzu-
stimmen, und zwar aus folgenden Gründen: Zu Beginn der
Sitzung lag Ihnen die Antwort des Bundesrates auf meine
Kleine Anfrage in dieser Angelegenheit auf dem Tisch.
Wenn man diese Antwort liest, stellt man fest, dass es eine
- ich möchte nicht sagen liederliche - ausweichende Ant-
wort ist, die der Bundesrat gegeben hat; er ist nicht auf die
effektiven Probleme eingegangen.
Ich möchte Sie bitten, dem Antrag Biel zuzustimmen. Damit
zwingt man den Bundesrat und insbesondere das entspre-
chende Departement, diese Probleme einmal eingehend zu
diskutieren und dazu Stellung zu nehmen.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag Biel 45 Stimmen
Dagegen 56 Stimmen
Art. 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 3
Antrag der Kommission
Streichen
Proposition de la commission
Biffer
Jelmini: Ich plädiere für die vom Bundesrat vorgeschlagene
und sehr bescheidene Erhöhung des effektiven Bestandes
des Personals. In der letzten Wintersession hatte der Bun-
desrat entgegen den Befürchtungen der Personalvertreter
Hand geboten zur gesetzlichen Stellenplafonierung. Bun-
desrat Ritschard hatte diese Zustimmung ausdrücklich
davon abhängig gemacht, dass mit der gesetzlichen Rege-
lung der Stellenbewirtschaftung jedoch die Bereitschaft des
Parlamentes verbunden sein müsse, mit den jeweiligen Vor-
anschlägen die notwendig gewordenen Stellen zu bewilli-
gen, wenn neue Aufgaben beschlossen worden sind oder
wenn bestehende Aufgaben nicht mehr so erfüllt werden
können, wie sie erfüllt werden müssten.
Bereits ein halbes Jahr später sieht sich der Bundesrat
genötigt, auf seinen Vorbehalt zurückzukommen. Ob der
Zeitpunkt dazu günstig gewählt wurde, habe ich nicht zu
beurteilen. Die Tatsache, dass der Bundesrat es als unum-
gänglich erachtete, auf dem Wege des Nachtrages zum
Voranschlag um eine Erhöhung des Stellenbestandes nach-
zusuchen, kommt einem Ziehen der Notbremse gleich. In
der Tat steht der Bundesrat heute vor dem Dilemma, entwe-
der den vom Parlament bewilligten Höchstbestand selbst
im Jahresdurchschnitt deutlich zu überschreiten oder den
bereits verfügten Rekrutierungsstopp bis zum Jahresende
auszudehnen. Und dies ausgerechnet zu einem Zeitpunkt,
da Hunderte von Stellensuchenden beim Bund anklopfen.
Der sich ständig zuspitzende personelle Engpass ist einer-
seits die Folge einer fast zehnjährigen strikten Stellenplafo-
nierung. (Die grössten Schwierigkeiten ergeben sich nach
Aussagen des Bundesrates in den Bereichen der Sicher-
heit, der Energie und des Sozialwesens sowie bei der War-
tung des modernen Kriegsmaterials.) Andererseits bereitet
die wirtschaftliche Rezession Schwierigkeiten, die vom Par-
lament gesetzten, verbindlichen Bestandeslimiten einzuhal-
ten. Wenn beispielsweise die Austritte plötzlich um rund die
Hälfte zurückgehen, wie dies beim Grenzwachtpersonal der
Fall war, dann ist es unumgänglich, dass die gesamte Per-
sonalplanung und aufwendige Stellenbewirtschaftung über
den Haufen geworfen werden.
Aus diesem Grunde befürchtet die Oberzolldirektion, dass
im Jahre 1983 der durchschnittliche Stellenbestand um 22,
im Jahre 1984 gar um 95 Personaleinheiten überschritten
werden dürfte. Gemessen an den Aufgaben und den gros-
sen Personalproblemen beim Grenzwachtkorps - wie sie
übrigens auch von unserer Geschäftsprüfungskommission
in ihrem neuesten Bericht bestätigt werden -, haben wir
- Juni 1983 N
766
Voranschlag 1983. Nachtrag l
deshalb nicht zu viele Grenzwächter, bloss mehr, als dies
die Stellenplafonierung zulässt.
Ähnlich liegen die Begründungen für den derzeitigen Über-
'bestand beim Departement für auswärtige Angelegenhei-
ten. Hier musste rekrutiert werden, damit für die in den
nächsten Jahren voraussehbaren grossen Abgänge recht-
zeitig ausgebildetes Personal zur Verfügung steht.
Weil nun in diesen beiden Bereichen vorübergehend Über-
bestände bestehen, musste bei einer Ablehnung der bean-
tragten 71 Stellen ein einschneidender Rekrutierungsstopp
verfügt werden. Dies würde sich nicht nur negativ auf die
ohnehin zu grosse Zahl Arbeitsloser auswirken, scndern
(nach Aussagen in der Botschaft) mit grossen Nachteilen
für die Aufgabenerfüllung in wichtigen Bereichen verbünden
sein.
Die Befürworter des Personalstopps unterstrichen vor
einem halben Jahr mit Nachdruck, dass trotz gesetzlicher
Plafonierung für die notwendige Flexibilität im Personalsek-
tor gesorgt werde. Der Bundesrat bezeichnet die beantrag-
ten 71 Stellen als absolutes Minimum.
Ich ersuche Sie, im Sinne Ihrer eigenen Zusicherungen ein
Zeichen dieser Flexibilität zu setzen und dem Antrag des
Bundesrates zuzustimmen.
Renschier: Auch ich unterstütze den Antrag des Bundesra-
tes, obwohl ich annehme, dass diese Unterstützung nicht
sehr viel nützt, da die Ratsmehrheit anders entscheiden
wird.
Ich habe hier vorn mindestens schon ein halbes Dutzend
Mal gegen den Personalstopp und die verfehlte Personalbe-
wirtschaftung gesprochen und mit Argumenten versucht,
Sie zu überzeugen, dass diese Massnahmen nicht tauglich
sind. Jetzt stehen wir genau vor einem solchen Beispiel, an
dem man feststellen kann, dass eben die verfügten Mass-
nahmen nicht praktikabel sind. Eigentlich habe ich kein Mit-
leid mit dem Bundesrat. Er hat ja selbst dem Druck des Par-
lamentes nachgegeben und dem Personalstopp zuge-
stimmt; er hat selbst noch Vorschläge gemacht und sieht
sich nun in der Situation, dass er in seiner Personalpolitik
keine Manövrierfähigkeit mehr hat. Es nützt natürlich jenen,
die davon betroffen sind, dem Personal selbst, wenig, wenn
der Bundesrat in bezug auf Stellenbewilligungen jetzt in
Schwierigkeiten gerät. Denn das Personal muss ja die Kon-
sequenzen tragen, indem eine Mehrbelastung entsteht.
Gerade in einer Zeit, da die Arbeitslosigkeit zunimmt - Herr
Jelmini hat vorhin darauf hingewiesen -, halte ich es für völ-
lig widersinnig, am Personalstopp in der rigorosen Art und
Weise festzuhalten. Es nützt natürlich nichts, wenn Sie vor
den Wahlen grossartige Erklärungen zur Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit abgeben und dort, wo Sie - wenn auch in
kleinem Umfang, nämlich betreffend rund 70 Stellen - etwas
dafür tun könnten, dass die Arbeitslosigkeit abnimmt, nein
sagen.
Was die 20 Stellen für die Militärflugplätze betrifft, kann ich
Ihnen sagen, dass dort nicht 20, sondern rund 300 zusätzli-
che Stellen notwendig wären, um die Flugprogramme für
unsere Militärpiloten gewährleisten zu können. Hier ma-
növrieren Sie sich auch in eine merkwürdige Situation hin-
ein. Einerseits verlangen Sie Hunderte von Millionen Fran-
ken für Rüstungskredite (Anschaffung und Ausbau der
Luftwaffe), und andererseits stellen Sie dann nicht das Per-
sonal zur Verfügung, damit dieses teuer gekaufte Material
auch zweckmässig eingesetzt werden kann.
Ich bitte Sie, dem Antrag des Bundesrates zuzustimmen.
Hofmann, Berichterstatter: Nur drei Bemerkungen zu Arti-
kel 3:
- Was die sogenannten 51 «grünen» Stellen betrifft, muss
auch nach Auffassung der Finanzkommission niemand ent-
lassen werden. Die Finanzkommission hat aber die Auffas-
sung, dass eine Kompensation mit freiwerdenden Stellen
möglich sein sollte.
- Wir beraten jetzt in den eidgenössischen Räten das Bun-
desgesetz über die Stellenplafonierung. Unser Rat hat es
bereits verabschiedet. Es ist jetzt im Ständerat in Beratung.
Dieses Bundesgesetz stützt sich künftig auf Durchschnitts-
bestände ab. Damit entsteht eine gewisse zusätzliche Flexi-
bilität.
- Das neue Bundesgesetz über die Stellenplafonierung
sieht vor, dass die Personalbestände jährlich im Bundesbe-
schluss über den Voranschlag festgelegt werden sollen.
Wenn der Bundesrat Personalerhöhungen will, dann hat er
das im Zusammenhang mit dem Voranschlag zu beantra-
gen. Es lag deshalb in der Finanzkommission auch ein
Nichteintretensantrag vor. Weil aber vom Bundesrat bereits
ein Antrag vorgelegt wurde, hat die Finanzkommission doch
dazu Stellung genommen. Sie hat aber erklärt: Wenn
unüberbrückbare Verhältnisse bestehen, müsse das der
Bundesrat im Zusammenhang mit dem Voranschlag bean-
tragen. Deshalb beantragt Ihnen die Finanzkommission,
Artikel 3 des Nachtragskreditbegehrens abzulehnen.
M. Barchi, rapporteur: J'ai déjà dit l'essentiel dans mon
exposé d'introduction qui plaide en faveur de la décision de
la Commission des finances. Permettez-moi d'ajouter
encore quelques réflexions.
Tout d'abord, il est surprenant qu'une décision concernant
une augmentation des effectifs du personnel doive être
prise dans le cadre du supplément du budget. Cela n'est
absolument pas normal. En fait, si jamais le Conseil fédéral
est d'avis qu'il convient d'augmenter les effectifs du per-
sonnel, que cela soit décidé dans le cadre normal du bud-
get et en l'occurrence du budget 1984!
Je vous livre maintenant une deuxième réflexion, en
réponse à M. Jelmini. Il s'agit ici d'une question de principe.
En effet, si nous devions suivre simplement les arguments
de M. Jelmini, l'on n'aurait plus jamais la possibilité, je ne
dis pas de réduire le personnel de la Confédération, mais
de consolider pour ainsi dire la situation actuelle; en tout
cas, celle-ci ne doit être dépassée. J'en conviens qu'il y
aura toujours de nouvelles tâches importantes à remplir, il y
aura toujours un Conseil fédéral qui demandera des effec-
tifs supplémentaires pour remplir ces tâches. Partant, je ne
vois que deux possibilités pour empêcher cette explosion
des effectifs du personnel, soit éliminer du personnel qui
occupe actuellement des postes correspondant à des
tâches de moindre importance, soit adjuger certains tra-
vaux, certaines tâches au secteur privé. C'est le cas à pro-
pos du Tiger, comme on peut le lire dans le message: la
tâche qui consiste dans l'entretien, la mise en état des Tiger
pourra sans autre être remplie. Pour ma part, je suis
convaincu que le Département militaire a encore la possibi-
lité de réduire du personnel inutile dans certains secteurs,
le travail pouvant néanmoins être encore pris en charge par
ce même département ou bien être adjugé à des tiers. Je le
répète, c'est ici une question de principe: si le Conseil fédé-
ral veut réussir dans le but qu'il s'est fixé, que nous avons
fixé, une gestion rigoureuse des effectifs du personnel doit
amener à dégager des places inutiles pour les remplacer
par des postes devenant indispensables par le simple fait
qu'apparaîtront toujours de nouvelles tâches prioritaires.
En l'occurrence, si le Conseil fédéral n'est pas en mesure -
comme nous le souhaitons - d'agir dans ce sens, nous
devons, en tout cas, rester fidèles au principe du blocage
du personnel.
Präsident: Herr Bundesrat Ritschard verzichtet auf das
Wort, teilt aber mit, dass der Bundesrat an seinem Antrag
festhält.
Abstimmung - Vote
Für den Antrag der Mehrheit
Für den Antrag der Minderheit
Art. 4
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
85 Stimmen
45 Stimmen
Budget de la Confédération 1983
767
N 15 juin 1983
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 92 Stimmen
(Einstimmigkeit)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
#ST# 82.052
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983
(Haushaltperspektiven 1984 bis 1986)
Budget de la Confédération 1983
(Perspectives financières 1984 à 1986)
Siehe Seite 133" des Voranschlags für das Jahr 1983
Voir page 133* du Budget pour l'année 1983
Bezug durch die Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale,
Bern
S'obtiennent auprès de l'Office central des imprimés et du matériel,
Berne
Beschluss des Ständerates vom 7. Juni 1983
Décision du Conseil des Etats du 7 juin 1983
Antrag der Kommission
Kenntnisnahme vom Bericht
Antrag Carobbio
Kenntnisnahme vom Bericht in ablehnendem Sinn
Proposition de la commission
Prendre acte du rapport
Proposition Carobbio
Prendre acte du rapport en le désapprouvant
Hofmann, Berichterstatter: Ausgangspunkt unserer heuti-
gen Diskussion über finanzpolitisch bedeutsame Fragen bil-
det die bekannte Motion der eidgenössischen Räte vom
Dezember 1981. Damit wurde der Bundesrat beauftragt,
den Finanzplan und die Haushaltperspektiven zu überarbei-
ten und spätestens mit dem Budget 1983 Bericht und
Antrag darüber zu erstatten, mit welchen «weiteren ein-
schneidenden Eingriffen in die Aufgabenstruktur des Bun-
des» er den Haushaltausgleich in der nächsten Legislatur
erreichen «und wie er insbesondere die verschiedenen Aus-
gabenmechanismen besser in den Griff nehmen will». Die
Motion bildete die Reaktion auf die düstere Lagebeurteilung
des Bundesrates vom 5. Oktober 1981 in seinem Bericht
zum Finanzplan 1983 und zu den Haushaltperspektiven
1984/85. Darin führte er in den Schlussbemerkungen unter
anderem aus:
«Trotz aller bisherigen Sparmassnahmen und Steuererhö-
hungen drohen die Ausgabenüberschüsse ab 1984 ohne
Einrechnung der geplanten Sanierungsbemühungen die
2-Milliarden-Marke zu überschreiten.
Eine echte Gesundung der Bundesfinanzen erfordert daher
weitere einschneidende Eingriffe in die Aufgabenstruktur
des Bundes. Verschiedene Ausgabenautomatismen müs-
sen besser in den Griff genommen werden.»
Mit der Motion der eidgenössischen Räte wurde also nichts
anderes als eine Konkretisierung der bundesrätlichen
Absichten gefordert. Angesichts der chronischen Defizite in
Milliardenhöhe, die auch damals - im Dezember 1981 - die
Hauptsorge unserer Finanzpolitik bildeten, konnten ,wir -
nach Kenntnisnahme der deutlichen bundesrätlichen Hin-
weise - nicht einfach zur Tagesordnung schreiten.
Der Bundesrat hat alsdann seine neuen Haushaltperspekti-
ven 1984 bis 1986 fristgerecht mit dem Voranschlag 1983
vorgelegt. Diesem Bericht des Bundesrates kommt insofern
eine besondere Bedeutung zu, als darin die Absichten des
Bundesrates für die Gestaltung des neuen Legislaturfinanz-
planes 1983/1987 dargelegt werden. Wir haben es somit mit
einer Art «Vorfinanzplan» zu tun, der uns zugleich als
Grundlage für eine aktuelle Lagebeurteilung dient.
Warum kommt dieser «Vorfinanzplan» erst jetzt - in der
Sommersession 1983 - zur Sprache? Mehrere in diesem
Vorfinanzplan aufgeführten Vorschläge des Bundesrates
sind von erheblicher politischer Tragweite. In beiden
Finanzkommissionen, aber auch in mehreren Fraktionen
zeigte sich das Bedürfnis, diese Vorschläge im einzelnen
sorgfältig und ohne Zeitdruck zu überprüfen und allenfalls
Alternativen ausarbeiten zu können. Das Geschäft musste
deshalb von der Winter- auf die Frühjahrssession verscho-
ben werden. Da aber in der Märzsession die Vorlage für die
Stärkung der Wirtschaft Priorität hatte, erwies sich eine
neuerliche Verschiebung auf die Sommersession als unum-
gänglich.
Soviel zur Ausgangslage und zum zeitlichen Ablauf des
Geschäftes.
Einige Worte zur Arbeitsweise unserer Kommission. Beim
ersten Studium des Finanzplanberichtes zeigte es sich,
dass betragsmässig ins Gewicht fallende Positionen des
bundesrätlichen Sanierungskonzeptes, wie etwa die lohn-
prozentuale Finanzierung der Krankenversicherung oder
die stark beschränkten Wachstumsraten für die Landesver-
teidigung, aus der Sicht der Mehrheit der Finanzkommis-
sion nicht haltbar sind. Unsere Kommission entschloss sich
daher, Alternativen zu erarbeiten. Zu diesem Zweck bilde-
ten wir mehrere Arbeitsgruppen. Jede Arbeitsgruppe hatte
einen bestimmten Bereich des Bundeshaushaltes auf Ein-
sparungsmöglichkeiten hin zu überprüfen. Eine weitere
Gruppe war beauftragt, Massnahmen auf dem Einnahmen-
sektor zu studieren. Aufgrund dieser Gruppenarbeiten, die
alsdann im Kommissionsplenum an zwei Sitzungstagen dis-
kutiert wurden, kamen wir zu den verschiedenen Alternati-
ven, die wir im einzelnen noch näher darlegen und begrün-
den werden.
Warum dieses Vorgehen, da es doch Sache des Bundesra-
tes ist, Finanzpläne und Haushaltperspektiven auszuarbei-
ten?
Wir glauben, dass es richtig ist, dem Bundesrat im Vorfeld
der Ausarbeitung des Legislaturfinanzplanes Hinweise zu
geben, in welcher Richtung wir eine Entlastung unseres
Haushaltes sehen. Der Bundesrat wird diese Hinweise ohne
Zweifel in seine bevorstehenden Finanzplandiskussionen
einbeziehen. Mehr als Hinweise können es nicht sein. Die
Kompetenzen des Bundesrates werden dadurch nicht
beschnitten.
Das Sanierungskonzept des Bundesrates bringt - sieht
man von der bereits erwähnten und von uns abgelehnten
Krankenkassenfinanzierung über Lohnprozente ab - nichts
Revolutionäres. Einschneidende Eingriffe in die Aufgaben-
struktur werden kaum zur Diskussion gestellt. Auch die
Suche nach Ausgabenautomatismen, die der Bundesrat
«besser in den Griff nehmen wollte»; ist offenbar wenig
erfolgreich ausgefallen, beschränken sich doch die entspre-
chenden Vorschläge praktisch auf die Streichung des halb-
jährlichen Teuerungsausgleiches beim Bundespersonal.
Der Vorsteher des Finanzdepartementes äusserte sich in
den Kommissionsberatungen über das Ergebnis, dass es in
einem Missverhältnis stehe zu den unternommenen
Anstrengungen, zu den vielen Diskussionen und Auseinan-
dersetzungen mit den einzelnen Departementen und im
Bundesrat.
Wir anerkennen, dass der Bundesrat das Schwergewicht
der Sanierungsbemühungen auf die Ausgabenkürzung
legte. Nur wird man hier gleich beifügen müssen, dass in
wesentlichen Bereichen nicht echte Ausgabenkürzungen,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Voranschlag 1983. Nachtrag I
Budget 1983. Supplément I
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1983
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
07
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
Zu Ad 82.052
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
15.06.1983 - 08:00
Date
Data
Seite
760-767
Page
Pagina
Ref. No
20 011 471
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