- November 1982
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Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983
#ST# Zweite Sitzung - Deuxième séance
Dienstag, 30. November 1982, Vormittag
Mardi 30 novembre 1982, matin
8.00h
Vorsitz - Présidence: Herr Eng
82.052
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983
Budget de la Confédération 1983
Botschaft und Beschlussentwurf vom 4. Oktober 1982
Message et projet d'arrêté du 4 octobre 1982
Beschlussentwurf siehe Seite 62 der Botschaft
Projet d'arrêté voir page 62 du message
Bezug durch die Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale,
Bern
S'obtiennent auprès de l'Office central des imprimés et du matériel,
Berne
Hofmann, Berichterstatter: Ich orientiere Sie in möglichst
gestraffter Form über die Beratungen des Voranschlages
1983 in Ihrer Finanzkommission. Die Sektionspräsidenten
werden in der Detailberatung bei den einzelnen Departe-
menten jeweils ,kurz über die wichtigsten Feststellungen
der Sektionen Aufschluss erteilen. Ich werde deshalb in
meiner zusammenfassenden Darstellung auf diese Einzel-
fragen nicht eingehen.
Einleitend einige Worte zur Arbeit Ihrer Kommission. Über
den Werdegang des Voranschlages 1983 Hess sich Ihre
Kommission bereits im Mai (bei Abnahme der Staatsrech-
nung) und im September durch den Vorsteher des Finanz-
departementes orientieren. Aufgrund der damals erhaltenen
Informationen organisierte die Kommission ihre Arbeit. Sie
stellte wie üblich Richtlinien auf, die zuhanden der sieben
Sektionen jene Schwerpunkte festhielten, die bei der Prü-
fung der einzelnen Budgetabschnitte zu beachten waren.
Damit wurde eine einheitliche Prüfungsmethode sicherge-
stellt. Die wichtigsten, für die Sektionsarbeit verbindlichen
Vorgaben lauteten:
- Im Transferbereich war abzuklären, welche Positionen
auf dem Voranschlagsbetrag 1982 plafoniert oder herabge-
setzt werden können, ohne dass dadurch gesetzliche
Bestimmungen verletzt noch geltende Verträge gebrochen
werden.
- In ausgewählten Subventionsbereichen war das Kosten-
Nutzen-Verhältnis zu untersuchen, und zwar hinsichtlich all-
fälliger komplizierter Verfahrensregelungen mit einem
unverhältnismässigen administrativen Aufwand.
- Es war den Ursachen grösserer Abweichungen zwi-
schen Finanzplan und Voranschlag nachzugehen.
- Es waren sämtliche Begehren um neue Verpflichtungs-
kredite besonders kritisch zu überprüfen.
- Jede Sektion hatte den Auftrag, die ihr zugewiesenen
Budgetpositionen im Lichte der weiteren Entwicklung bis
1986 zu beurteilen.
- Schliesslich waren je Sektion eine Reihe von Sonderfra-
gen zu beantworten.
Die Kommission und die Sektionen wendeten für die Prü-
fung des Voranschlages 1983 76 Sitzungsstunden auf. Die
den Kommissionsmitgliedern zur Verfügung gestellte Doku-
mentation war rund 1500 Seiten stark. Hinzu kamen die im
Sekretariat bereit gehaltenen detaillierten Eingaben der
Dienststellen zu den rund 3000 Budgetpositionen, Doku-
mente, die jeweils in einem den Sitzungen vorgeschalteten
Aktenstudium zu konsultieren waren.
Es versteht sich von selbst, dass die Bearbeitung dieser
Papierberge eine gute Arbeitsteilung sowohl in der Kom-
mission als auch in den Sektionen voraussetzt. Jedes ein-
zelne Mitglied hat seinen Teil an Verantwortung selbst zu
tragen. Soviel zur Organisation unserer Arbeit. Das
ursprüngliche Ziel der Kommission, nämlich das Defizit des
Voranschlages 1983 wesentlich unter 1 Milliarde Franken zu
senken, konnte nicht erreicht werden. Aus Gründen, die
noch zu erläutern sein werden, musste der Voranschlag im
wesentlichen so belassen werden, wie er vom Bundesrat
vorgelegt wurde.
Ich komme zu den wichtigsten Kennzahlen des Voranschla-
ges 1983.
- Der Finanzvoranschlag, der entscheidend ist für die
Beurteilung der Auswirkungen des Bundeshaushaltes auf
die Haushalte der Kantone und auf den Wirtschaftskreislauf,
rechnet nach der Vorlage des Bundesrates mit einem Aus-
gabenüberschuss von 971 Millionen Franken. Die Anträge,
die wir Ihnen unterbreiten, bringen lediglich eine Verbesse-
rung um rund 14 Millionen Franken. Das Defizit beträgt aber
bei ihrer Annahme immer noch 954 Millionen Franken.
- Der Gesamtvoranschlag, der auch die buchmässigen
Vermögensveränderungen berücksichtigt, schliesst mit
einem Reinaufwand von 1691 Millionen Franken (Vorlage
des Bundesrates) ab. Ins Gewicht fallen dabei neben
Abschreibungen, Einlagen zweckgebundener Einnahmen in
Rückstellungen usw. besonders die Leistungen des Bun-
des an die Eidgenössische Versicherungskasse von rund
560 Millionen Franken sowie die Abtragung des restlichen
Bundesvorschusses für den Nationalstrassenbau.
- Der Fehlbetrag der Bilanz wird damit Ende 1983 auf 17,7
Milliarden Franken ansteigen. Er wird sich somit seit 1978
mehr als verdoppelt haben. Diese Entwicklung widerspricht
ganz eindeutig der Verfassungsvorschrift von Artikel 42bis,
die unter Berücksichtigung der Wirtschaftslage eine Abtra-
gung des Bilanzfehlbetrages verlangt.
- Um die Höhe des Defizits nimmt die Verschuldung des
Bundes zu, was wiederum zu einem Anstieg der Zinsausga-
ben führen wird.
Das sind kurz zusammengefasst die Fakten. Wie sind sie zu
interpretieren?
Ich habe einleitend erwähnt, es sei noch im Herbst das Ziel
Ihrer Finanzkommission gewesen, dem Rat einen Voran-
schlag mit einem wesentlich tieferen Ausgabenüberschuss
vorzulegen. Der sich für unsere Wirtschaft immer mehr ver-
düsternde Horizont liess indessen eine Komprimierung der
Ausgaben - sie hätte zwangsläufig den Investitionsbereich
treffen müssen - nicht zu. Mit Blick auf die vielen mit
Schwierigkeiten kämpfenden Unternehmen unseres Landes
stellt sich heute vielmehr die Frage, ob nicht Arbeitsbe-
schaffungsmassnahmen eingeleitet werden sollten. Der Rat
wird sich aufgrund entsprechender Vorstösse mit diesem
Problem noch einlässlicher auseinanderzusetzen haben.
Der Voranschlag 1983 selbst enthält keine Kredite für
zusätzliche Massnahmen zur Stützung der Wirtschaft im
Sinne eigentlicher Arbeitsbeschaffungsprogramme.
Wir bewegen uns im Spannungsfeld zwischen konjunktur-
politisch begründeten Forderungen nach zusätzlichen Aus-
gaben einerseits und dem mittelfristigen Ziel eines ausge-
glichenen Bundeshaushaltes andererseits. Dies macht die
schwierige Aufgabe, die wir uns mit der Sanierung des
Haushaltes gestellt haben, nicht leichter. Bei nüchterner
Betrachtung müssen wir feststellen, dass wir von diesem
Ziel noch weit entfernt sind.
Welche Note verdient der Voranschlag 1983? Für sich allein
betrachtet, d. h. ohne Berücksichtigung der Haushaltper-
spektiven 1984 bis 1986, vermag der Voranschlag wohl nie-
manden zu befriedigen. Der Vorsteher des Finanzdeparte-
mentes sprach gar von einem bedrückenden und entmuti-
genden Ergebnis. Bezieht man indessen die gleichzeitig mit
dem Voranschlag vorgelegten Haushaltperspektiven, auf
Budget de la Confédération 19831512
30 novembre 1982
die ich noch zu sprechen kommen werde, in diese Beurtei-
lung ein, und berücksichtigt man die gegenwärtige wirt-
schaftliche Situation unseres Landes, dann wird man das
vorliegende Budget als vertretbar bezeichnen dürfen.
Die Finanzkommission anerkennt jedenfalls die Sparbemü-
hungen des Bundesrates und der Verwaltung. Sie kommen
unter anderem im Ausgabenwachstum von 4,1 Prozent zum
Ausdruck, das unter der durchschnittlichen Teuerungsrate
liegt. Das unter den Finanzplanzahlen liegende Resultat ist
um so bemerkenswerter, als unter verschiedenen Titeln
beträchtliche zusätzliche Aufwendungen in den Voran-
schlag aufgenommen werden mussten. Stichworte wie
Exportrisikogarantie, Impulsprogramm, Teuerungszulagen,
Preiserhöhungen in der Landwirtschaft, zunehmendes
SBB-Defizit mögen das verdeutlichen.
Im weiteren führten unter anderem der hohe Dollarkurs und
die geringere Gewinnablieferung der PTT zu einer Ver-
schlechterung des Budgets. Ohne diese unerwarteten Aus-
schläge hätte das Defizit wesentlich unter 1 Milliarde Fran-
ken gesenkt werden können.
Ist das Budget 1983 realistisch? Die dem Voranschlag
zugrunde liegenden volkswirtschaftlichen Eckwerte datie-
ren vom Sommer 1982. Damals rechnete man für 1983 wie-
der mit einem bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung.
Im Lichte der heutigen Einschätzung der allgemeinen Wirt-
schaftsentwicklung ist festzuhalten, dass insbesondere die
als konjunkturempfindlich geltenden Einnahmen aus der
Warenumsatzsteuer mit 6,4 Milliarden optimistisch veran-
schlagt sind. Es lag denn auch in unserer Kommission der
Antrag vor, den vorerwähnten Budgetbetrag um 100 Millio-
nen Franken zu senken. Die Kommission hielt indessen
nach einlässlicher Abklärung ein Belassen auf 6,4 Milliarden
als vertretbar, braucht es doch verhältnismässig wenig,
Bewegungen in dieser Grössenordnung auszulösen, die
übrigens durchaus noch im normalen Streubereich liegen.
Generell bleibt aber festzuhalten, dass wichtige Einnahmen-
positionen auf optimistischen Annahmen basieren und dass
somit negative Überraschungen nicht auszuschliessen sind.
Einnahmenwunder, wie wir sie 1981 erlebten und wie sie
sich, wenn auch in bescheidenerem Ausmasse, auch für
das laufende Jahr (Rechnung 1982) noch abzeichnen, dür-
fen wir für 1983 jedenfalls mit Sicherheit nicht erwarten.
Trägt der Voranschlag der gegenwärtigen Wirtschaftslage
Rechnung? Dem vorliegenden Budget dürfen bemerkens-
werte konjunkturelle Impulse zugebilligt werden. Bundes-
weit gesehen wird bei den Investitionen nicht bloss eine
Verstetigung der Ausgaben, sondern eine tendentiell anti-
zyklisch wirkende Zunahme angestrebt. Unter Einschluss
der Betriebe (PTT und SBB) soll das Investitionsvolumen
(Darlehen, Beteiligungen, Inyestitionsbeiträge usw. einge-
schlossen) von 6,5 Milliarden im Jahre 1982 auf rund 7 Mil-
liarden im Jahre 1983 erhöht werden. Im weiteren kann auf
die Freigabe der Arbeitsbeschaffungsreserven der privaten
Wirtschaft, den stark erhöhten Vorschuss an die Exportrisi-
kogarantie, den um 33 Millionen aufgestockten Kredit für
wirtschafts- und handelspolitische Massnahmen hingewie-
sen werden. Die diesbezüglichen Bemühungen des Bun-
desrates verdienen Anerkennung.
Sind die Sparmöglichkeiten im Bundeshaushalt ausge-
schöpft? Wer Gelegenheit hat bzw. wem die Aufgabe Über-
bunden ist, die rund 3000 Budgetpositionen im einzelnen
näher zu untersuchen, der wird bestätigen dürfen, dass die
Bundesmittel alles in allem im Rahmen der gesetzlichen
Bestimmungen zweckmässig eingesetzt werden und dass
mit ihnen im grossen und ganzen haushälterisch umgegan-
gen wird. Wir wollen aber auch festhalten, dass unsere Ver-
waltung durch den vom Parlament und Volk verlangten
Sparzwang bisher keineswegs in unzumutbarer Weise in
ihrem Handeln eingeschränkt worden wäre, wie dies etwa
behauptet wird; noch gibt es manche Budgetposition, die
ihr heimlich angesetztes Fett über die verschiedenen Spar-
runden retten konnte. Zugegeben, es sind nicht mehr sehr
gewichtige Polster, und die Rückführung solcher Kredite
auf das vertretbare Mass wird nicht spektakuläre Ergeb-
nisse bringen. Aber hinter jedem Budgetbetrag, und sei er
noch so klein, steht ein Verwaltungsapparat, der nicht sel-
ten unverhältnismässig hohe Kosten verursacht.
Ihre Finanzkommission musste erneut bei verschiedenen
Budgetpositionen feststellen, dass sich die entsprechen-
den Bundesleistungen heute nicht mehr oder nicht mehr im
bisherigen Umfang rechtfertigen lassen. Dass die Beiträge
gesetzlich vorgeschrieben sind, ändert nichts an dieser
Feststellung. Was vor einigen Jahren noch tragbar gewesen
sein mag, muss unter den heutigen Umständen gestrichen
werden.
Die Finanzkommission fordert daher den Bundesrat auf, im
Blick auf das Budget 1984 die einzelnen Budgetpositionen
erneut durchkämmen zu lassen und soweit verantwortbar
rechtzeitig Gesetzesänderungen für Einsparungen vorzu-
schlagen. Die Finanzkommissionen selbst haben in den
letzten Jahren zahlreiche Einsparungsmöglichkeiten aufge-
zeigt. Der uns etwa gemachte Vorwurf, wir würden nie
sagen, wo gespart werden soll, ist somit nicht am Platz.
Diese Feststellung habe ich im Auftrag Ihrer Finanzkommis-
sion vor unserem Rate anzubringen.
Und nun einige Ausführungen zu den Personalausgaben
und zur Arbeitszeitverkürzung: Der Bundesrat verlangt mit
dem Voranschlag 1983 für eine erste Rekrutierungsquote
von zusätzlichem Personal im Hinblick auf die von ihm ab
I.Januar 1984 vorgesehene Arbeitszeitverkürzung 5,1 Mil-
lionen Franken. Eine grosse Mehrheit der Finanzkommis-
sion beantragt Streichung dieses Kredites.
Dieser Antrag ist das Ergebnis einer nüchternen Lagebeur-
teilung. Er hat nichts zu tun mit Personalfeindlichkeit, viel-
mehr ist er Ausdruck der Sorge um die künftige Entwick-
lung der Bundesfinanzen. Und selbstverständlich spielte bei
der Beurteilung dieses Kreditbegehrens die gegenwärtige
wirtschaftliche Lage eine entscheidende Rolle.
Welches wäre der Preis, den wir für die vom Bundesrat am
25. August 1982 beschlossene Arbeitszeitverkürzung zu
bezahlen hätten? Für den ganzen Bundesbereich werden
4110 zusätzliche Stellen angefordert, was allein an Gehäl-
tern Mehrbelastungen von total 229 Millionen Franken, ver-
teilt auf die Jahre 1982 bis 1986, brächte. Dazu kämen
selbstverständlich die auch nicht unbeträchtlichen Infra-
strukturkosten. Der Preis dieser Operation ist für die Mehr-
heit der Kommission unter den heutigen Umständen nicht
akzeptabel. Aufwendungen dieser Grössenordnung würden
nicht nur die Bundeskasse überfordern, sie passten auch
nicht in das gegenwärtige wirtschaftliche Klima.
Manche Mitglieder unserer Kommission, die zurzeit eine
Arbeitszeitverkürzung ablehnen, sind nicht grundsätzlich
gegen eine Arbeitszeitverkürzung. Sie erachten aber den
Zeitpunkt für eine solche Massnahme als denkbar ungün-
stig. In einer wirtschaftlichen Phase, in der viele in unserem
Lande sich verunsichert fühlen, in der viele um ihren
Arbeitsplatz bangen, würde es von einer breiten Öffentlich-
keit nicht verstanden, wenn das Parlament beträchtliche
Mittel für eine weitere Verbesserung der Arbeitsbedingun-
gen des Bundespersonals freigäbe.
Bei dieser Beurteilung vergessen wir nicht, dass der Bund
über sehr gutes Personal verfügt, das seine Leistungen
zuverlässig und treu erbringt. Wir wissen um den hohen
Stellenwert dieser Tatsache. Doch es darf andererseits
auch beigefügt werden, dass das Bundespersonal in man-
chen Belangen einen überdurchschnittlich guten Arbeitge-
ber hat. Stichworte wie Sicherheit des Arbeitsplatzes, Ver-
sicherungskasse, Ferienregelung usw. mögen das verdeut-
lichen. Wir glauben, dass Leistung und Gegenleistung stim-
men.
Ich will an dieser Stelle nicht im einzelnen auf alle Aspekte
der Problematik Arbeitszeitverkürzung eintreten. Die Dis-
kussion wird ohne Zweifel Gelegenheit bieten, alle damit
verbundenen Fragen gründlich auszuloten. Stimmt der Rat
unserem Antrag zu, wird der Bundesrat all diese. Probleme
noch einmal sorgfältig überdenken müssen.
Und nun ein Wort zu den Verpflichtungskrediten. Mit dem
Voranschlag 1983 ersucht der Bundesrat um die Bewilli-
gung neuer Verpflichtungskredite im Ausmass von rund 1,4
Milliarden Franken. Wie sich diese aufteilen, ist aus der
- November 1982 N
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Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983
Tabelle auf Seite 56* ersichtlich. Zu diesen vom Parlament
jeweils mit dem Voranschlag zu bewilligenden Verpflich-
tungskrediten kommen jene dazu, die das Jahr hindurch mit
separaten Bundesbeschlüssen gutgeheissen werden. Eine
Gesamtübersicht finden Sie auf den Seiten 126* bis 128*.
Die Verpflichtungskredite von heute sind die Zahlungskre-
dite von morgen. Will man die Ausgabenentwicklung künfti-
ger Jahre in den Griff bekommen, muss auch bei der Bewil-
ligung neuer Verpflichtungskredite Zurückhaltung geübt
werden.
Diese Forderung gilt nicht nur für die jeweils mit dem Vor-
anschlag anbegehrten Verpflichtungskredite, sie stellt sich
ebenso gebieterisch hinsichtlich der zahlreichen Vorlagen,
die wir das Jahr hindurch oft in recht grosszügiger Weise
verabschieden.
Neben zwei konkreten Kürzungsanträgen (ich verweise auf
die Fahne) schlagen wir Ihnen deshalb vor, 10 Prozent der
gemäss Artikel 3 des Bundesbeschlusses zum Voranschlag
anbegehrten Verpflichtungskredite zu sperren bis nach der
Behandlung des Berichtes über die Finanzplanung in der
Märzsession des nächsten Jahres.
Einige Bemerkungen zum Bericht über die Finanzplanung
1984 bis 1986: Auftragsgemäss hat der Bundesrat zusam-
men mit dem Voranschlag 1983 Bericht und Antrag darüber
erstattet, mit welchen weiteren einschneidenden Eingriffen
in die Ausgabenstruktur des Bundes er den Haushaltsaus-
gleich in der nächsten Legislaturperiode erreichen und wie
er insbesondere die verschiedenen Ausgabenmechanismen
besser in den Griff nehmen will. Der Bericht gliedert sich in
zwei Teile: die Haushaltsperspektiven 1984 bis 1986 und
das Sanierungsprogramm des Bundesrates.
Die Haushaltsperspektiven zeigen kein erfreuliches Bild.
Auch unter günstigen Voraussetzungen ist bis 1986 mit
Defiziten in der Grössenordnung von 1,3 Milliarden zu rech-
nen. Hinzu kommt, dass sich die Perspektivzahlen auf die
nächste Legislaturperiode beziehen, für die noch keine
Regierungsrichtlinien bestehen.
Nach der von den eidgenössischen Räten verabschiedeten
Finanzplanmotion soll diese Haushaltlücke vorrangig durch
Massnahmen auf der Ausgabenseite geschlossen werden.
Das vom Bundesrat vorgelegte Sanierungsprogramm geht
von folgenden Grundsätzen aus:
- keine Symptomtherapie, sondern strukturelle Entlastun-
gen;
- Opfersymmetrie unter den grossen, expansiven Aufga-
bengebieten;
- keine neuen Vorhaben ohne Sicherstellung der Finanzie-
rung.
Das Sanierungsprogramm sieht, wie es verlangt wurde, ein-
schneidende Eingriffe in die Ausgabenstruktur des Bundes
vor. Wie nicht anders zu erwarten war, haben die Vor-
schläge des Bundesrates bereits heftige Reaktionen ausge-
löst.
Ihre Finanzkommission ist mehrheitlich der Auffassung,
dass das vom Bundesrat den Räten zur Kenntnisnahme
vorgelegte Konzept einer sehr eingehenden Prüfung
bedarf. Der Bericht des Bundesrates wirft bedeutende poli-
tische Fragen auf, die auszudiskutieren Zeit erfordert. Wir
beantragen Ihnen deshalb, auf diesen Bericht in der nun
laufenden Session nicht einzutreten und dessen Behand-
lung auf die kommende Märzsession zu verschieben.
Die Finanzkommissionen des National- und des Ständera-
tes sehen vor, dem Bericht Mitte Februar eine zweitägige
Sitzung zu widmen. Mit der Verschiebung werden aber
auch die Fraktionen in die Lage versetzt, sich mit den
Absichten des Bundesrates einlässlich auseinanderzuset-
zen. Es sollte unser Ziel sein, im Gespräch unter den Frak-
tionen wenn immer möglich einen Konsens anzustreben,
damit im März eine von der Mehrheit der Parteien getra-
gene Lösung der schwierigen Probleme gefunden werden
kann. Wir sind uns bewusst, dass das nicht leicht sein wird.
Wenn uns aber eine Lösung nicht gelingt, dann zählen wir
alle zu den Verlierern.
Schlussbetrachtungen: Der Voranschlag 1983 widerspiegelt
wie seine Vorgänger deutlich die bekannten strukturellen
Schwächen unseres Haushaltes. Trotz ernsthafter Sparbe-
mühungen wachsen die Ausgaben nach wie vor schneller
als die Einnahmen. Die grosszügige Ausgabenpolitik der
sechziger und der siebziger Jahre fordert heute ihren Tri-
but, es werden uns die damals ausgestellten Checks prä-
sentiert, die alle einzulösen uns je länger je weniger möglich
sein wird. Die dringend notwendige Kurskorrektur ist indes-
sen, wie wir heute feststellen müssen, kurzfristig nicht zu
verwirklichen.
Defizite, die nach wie vor in die Milliarden gehen, lassen
sich nur wegbringen, wenn wir den Bund von der Finanzie-
rung von Aufgaben entlasten können. Das erfordert bedeu-
tende politische Entscheide. Daran sollten wir denken,
wenn neue Regierungsrichtlinien zur Diskussion stehen.
Die weitere Entwicklung unserer Wirtschaft wird zudem zei-
gen, ob und wie weit unsere Anstrengungen zur Erreichung
des Haushaltgleichgewichtes durch noch wichtigere Ziel-
setzungen, wie beispielsweise die Erhaltung der Vollbe-
schäftigung, gehemmt bzw. durchkreuzt werden.
Noch ein Wort des Dankes an den Bundesrat und die Ver-
waltung: Die Art und Weise, wie Bundesrat und Verwaltung
sich für eine Beschränkung des Ausgabenwachstums ein-
gesetzt haben, fand in unserer Kommission Anerkennung.
Wer sich die Mühe nimmt, den Voranschlag näher zu analy-
sieren, wird feststellen, dass das vorliegende Resultat nur
durch grosse Anstrengungen des Bundesrates und der
Verwaltung zu erzielen war.
Unser besonderer Dank gilt dem Vorsteher des Finanzde-
partementes für seinen persönlichen Einsatz, aber auch der
Eidgenössischen Finanzverwaltung für die vorzügliche
Unterstützung der Kommissionsarbeit.
Einen weiteren Dank richten wir an das Sekretariat der
Finanzkommission, an Herrn Fritz Bucher und seinen Stab,
für die grosse und wertvolle Arbeit, die sie im Dienste der
Finanzkommission erbringen.
Eintreten auf das Budget ist obligatorisch. Ich danke Ihnen
für Ihre Aufmerksamkeit.
M. Barchi, rapporteur: Le Conseil fédéral, dans son mes-
sage concernant le budget de la Confédération suisse pour
l'année 1983, constate que «vu la persistance des déficits
élevés, le résultat du budget de 1983 n'est pas satisfaisant»
et que la situation budgétaire que l'on prévoit ces pro-
chaines années est caractérisée par une persistance de
déficits élevés. Cela signifie que nous sommes encore très
loin d'un assainissement des finances fédérales. Partant, il
aurait été judicieux de discuter le budget avec le rapport
sur la planification financière pour les années 1984/1986
que le Conseil fédéral a présenté en octobre 1982, donnant
suite à une motion approuvée par les Chambres fédérales
pendant la session d'hiver 1981.
En effet, les perspectives financières 1984/1986, même si
elles suscitent plusieurs critiques, comme l'a également dit
le président M. Hofmann, sont un instrument très important
pour examiner et apprécier le budget. Il est très difficile
d'apprécier le développement des dépenses globales, de
groupes spécifiques de dépenses ou de certaines
dépenses particulières sans connaître les relations entre la
situation actuelle et les prévisions à moyen terme.
Le Conseil fédéral, il faut le reconnaître, a fait un gros effort
pour comprimer les dépenses soit dans les budgets des
dernières années, soit dans le présent budget. Le Conseil
fédéral confirme, dans son message, avoir effectué une
réduction de l'ordre de 300 millions au total en examinant
les demandes des départements, cela bien que ces der-
niers aient calculé leurs crédits au plus juste. Dès lors, il ne
reste pratiquement plus de marge de manœuvre pour une
politique exclusivement budgétaire. La marge de manœuvre
serait de toute façon restreinte par le fait que chaque année
peuvent survenir des dépenses extraordinaires imprévues
et des diminutions de recettes, surtout dans une période de
ralentissement de la conjoncture économique avec des
pointes de récession. Par conséquent, il est très difficile
d'influencer la politique financière par l'examen et la correc-
Budget de la Confédération 19831514
30 novembre 1982
tion des crédits budgétaires. Pour influencer cette politi-
que, des décisions politiques devront être prises concer-
nant le contenu, l'ampleur et les charges financières des
tâches de la Confédération, décisions qui impliquent la révi-
sion de lois existantes. Il est clair que de pareilles décisions
politiques doivent être envisagées dans le cadre de la plani-
fication financière. Elles ne peuvent pas être associées à la
politique budgétaire.
J'ai dit que les perspectives financières sont un instrument
très important pour apprécier le budget. La Commission
des finances a toutefois décidé, par 12 voix contre 7, -
j'étais dans la minorité - de renvoyer l'examen détaillé du
rapport de la planification financière pour les années
1984-1986 à une séance fixée les 14 et 15 février 1983.
Cette décision a été prise pour la seule raison qu'au cours
des séances du mois de novembre, le temps à disposition
aurait été insuffisant pour examiner également les perspec-
tives financières. De toute façon, il aurait été impossible
d'organiser en temps utile, avant le débat du conseil, une
discussion approfondie dans les groupes parlementaires,
discussion qui était indispensable pour des raisons évi-
dentes. Sur la base d'un examen approfondi et politique
des perspectives financières 1984-1986, la Commission des
finances et le Parlement devront exprimer leur avis au
Conseil fédéral et le prier, le cas échéant, de présenter le
plan financier pour la nouvelle législature en tenant compte
des considérations qui figurent dans le rapport qui nous a
été remis au mois d'octobre 1982.
La première remarque qui s'impose en ce qui concerne les
dépenses est que le budget est réaliste. Les dépenses aug-
mentent de 771 millions par rapport au budget de 1982,
c'est-à-dire d'un taux de 4,1 pour cent ce qui correspond
plus ou moins à celui de la hausse probable des prix à la
consommation l'an prochain. Les départements ont bud-
geté les dépenses de manière serrée mais réaliste en vue
de ramener l'excédent au-dessous d'un milliard malgré les
nouvelles charges. Les dépenses totales sont supérieures
de 440 millions aux données prévues par le plan financier
du 5 octobre 1981. Cela s'explique pour la raison qu'en
1981 on n'avait pas tenu suffisamment compte du renché-
rissement.
D'autre part, les estimations des recettes, toujours en com-
paraison avec le plan financier se sont améliorées de 562
millions ce qui a permis de ramener l'excédent des
dépenses à 122 millions au-dessous du montant inscrit au
plan financier. Ce résultat mérite d'être souligné en consi-
dération du fait que la Confédération doit assumer sans
cesse des charges supérieures. Par exemple le plan finan-
cier prévoyait pour l'année 1983 une avance moins élevée
(50 millions de moins) au fonds pour la garantie contre les
risques à l'exportation, il prévoyait des prestations infé-
rieures d'environ 120 millions aux Chemins de fer fédéraux
pour la couverture des déficits et de l'indemnisation de
leurs charges de service public. Le plan financier, toujours
pour 1983, ne comprenait pas les 17 millions du programme
d'impulsion II ni les 21 millions des dépenses consécutives
au blé germé récolté en 1982. Le bénéfice net des PTT
versé à la caisse fédérale avait été prévu à 150 millions, tan-
dis qu'il a dû être réduit à 90 millions. Pour ces raisons, le
succès des efforts d'économie en est fortement amoindri.
Ce succès est peu visible de l'extérieur, surtout si l'on se
borne à lire les chiffres globalement, en oubliant de prendre
en considération les charges nouvelles que la Confédéra-
tion a dû assumer pour des raisons imprévisibles. Cette
constatation confirme encore une fois le fait qu'il est et qu'il
sera toujours plus difficile d'assainir les finances fédérales
simplement par le biais de la politique budgétaire. Cela
deviendrait d'autant plus difficile si la dépression conjonctu-
relle - que l'on pense vaincre l'année prochaine - suivait un
cours moins favorable que prévu. Votre Commission des
finances, suivant l'avis exprimé par la section 4 présidée par
notre excellent collègue M. Urs Schwarz, souhaite que le
Parlement, grâce en particulier à une activité renforcée des
commissions des finances des deux conseils, puisse jouer
un rôle plus important dans la détermination de la crois-
sance des dépenses à moyen et à long terme. Il faudrait
surtout établir une coordination entre les différentes com-
missions qui examinent des projets législatifs entraînant
une augmentation de dépenses ou une diminution de
recettes et donner à la Commission des finances la possibi-
lité d'exprimer son avis.
En ce qui concerne les investissements, le budget pour
l'année 1983 vise à une stabilisation réelle. La plupart des
investissements s'étendent sur une longue période, le
volume des investissements à moyen terme est contrôlé
par des crédits d'engagement. En comparaison avec
l'année dernière, la quote-part des dépenses pour les
investissements a augmenté de 11,9 à 12,1 pour cent des
dépenses totales. Il faut s'attendre par conséquent à une
impulsion majeure dans le domaine de la consommation, ce
qui semble nécessaire au vu du fléchissement des investis-
sements privés. Quant aux recettes, il faut remarquer que
les prévisions de l'évolution économique, c'est-à-dire les
hypothèses concernant le taux de l'augmentation du pro-
duit national brut réel et nominal, de la consommation pri-
vée, etc., sur lesquelles repose la budgétisation, sont plutôt
optimistes. Il est en tout cas exclu que l'on puisse s'atten-
dre à une amélioration extraordinaire des résultats des
recettes, comme ce fut le cas en 1981. En comparaison du
budget de 1982, les recettes pour 1983 augmentent de 904
millions. Cela signifie que sans les 620 millions supplémen-
taires provenant du relèvement de l'ICHA dès le 1
er
octobre
1982, l'accroissement des recettes par rapport à l'année
dernière, n'aurait pas dépassé les 300 millions. On peut se
demander pourquoi l'accroissement est aussi faible: cela
est dû aux fortes variations du produit de l'impôt anticipé.
Ainsi, le Conseil fédéral, vu l'ampleur croissante de ces fluc-
tuations, a examiné si une certaine compensation pourrait
être réalisée sur le plan comptable, notamment par la créa-
tion d'une provision durant les années à bon rendement,
provision qui serait dissoute au moment d'un important
recul du produit de l'impôt anticipé. Le Conseil fédéral a
toutefois décidé, pour des raisons techniques, d'exclure
une telle solution. Votre commission s'est penchée sur ce
problème et s'est ralliée aux conclusions du Conseil
fédéral.
En ce qui concerne les recettes, il faut encore remarquer
que dans l'optique du but d'assainir les finances fédérales,
on ne peut s'attendre à des miracles grâce à l'augmentation
des recettes. Politiquement et économiquement, la marge
de manoeuvre pour l'introduction de nouvelles taxes fis-
cales, comme le remarque d'ailleurs le Conseil fédéral dans
son message, est très faible. On a soulevé, au sein de la
commission, la question de l'accroissement de la fiscalité
sur la consommation du tabac et des boissons alcoolisées,
par exemple, afin de financer notamment certaines
dépenses de transferts dans le domaine de la santé.
Je crois pourtant que personne dans ce conseil n'entretient
l'illusion que de tels propositions puissent avoir une suite
sans soulever des difficultés de nature politique, surtout au
niveau régional.
Je voudrais faire encore une remarque à propos des
recettes. Le Conseil fédéral, dans ses perspectives de pla-
nification 1984 à 1986, a fait certainement preuve de trop
d'optimisme quant aux prévisions de recettes nouvelles. La
vérité est que, politiquement, il sera possible d'augmenter
certaines taxes, seulement dans la mesure où il faudra
compenser des pertes dues à la réduction d'autres
recettes fiscales. Cela sera le cas par exemple pour les
mesures qui s'imposent afin d'atténuer la progression à
froid.
Le scénario que je vous ai décrit exige que les mesures
d'assainissement portent essentiellement sur les dépenses.
Nous sommes reconnaissants au Conseil fédéral de ce que
grâce aux mesures prises depuis 1975, le budget de 1983
se trouve amélioré de près de 5 milliards. On a pu réaliser
une réduction des dépenses d'environ 2,2 milliards dont
411 millions grâce à la réduction linéaire des subventions,
ainsi qu'une augmentation des recettes d'environ 2,2 mil-
liards, dont 320 millions par un relèvement de l'ICHA dès le
- November 1982 N
1515
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983
1
er
octobre 1982. Mais cet effort du côté des dépenses
devra être poursuivi avec détermination. N'oublions pas que
le découvert du bilan s'établira à 17 736 000 francs à la fin
de 1983. Le découvert aura ainsi plus que doublé de 1978 à
1983, avec une augmentation annuelle moyenne dépassant
le milliard. Le service des intérêts absorbera, en 1983, le 5,4
pour cent des dépenses budgétaires totales.
Une des tâches les plus difficles à affronter est celle d'élimi-
ner tous les automatismes. En effet, près des deux tiers
des dépenses fédérales sont soumis à des automatismes
en vertu d'une loi ou d'une indexation, or le budget et le
plan financier ne permettent pas de les influencer.
Une fois de plus, il y a lieu de constater que seules des
décisions politiques, ayant trait à une vérification de toutes
les lois qui ont des conséquences financières, pourront
nous permettre un assainissement des finances fédérales.
La seule politique budgétaire ne sera jamais suffisante.
Les différentes sections de la Commission des finances, qui
ont examiné les budgets des départements, ont procédé à
des vérifications méthodiques consistant notamment
a) dans le domaine des transferts, à rechercher les posi-
tions qui peuvent être bloquées au montant budgétaire de
1982, ou abaissées en dessous de ce montant, b) dans
certaines positions de subventionnement à examiner si le
rapport coût/utilité est encore acceptable, c) à regarder à
la loupe tous les crédits d'engagement, d) à comparer les
montants des crédits budgétaires avec les chiffres du plan
financier.
Ce travail a conduit les sections à présenter au plénum de
la commission plusieurs propositions demandant de biffer
ou de réduire certaines positions des dépenses. Dix-huit
propositions ont été approuvées par votre commission et
les présidents des différentes sections expliqueront, au
cours de la discussion de détail, les raisons des modifica-
tions adoptées.
Dans mon intervention d'entrée en matière, je me borne
donc à mentionner que votre commision vous propose la
réduction de deux crédits d'engagement et le blocage de
10 pour cent des crédits d'engagement restants
jusqu'après l'examen du plan financier 1984-1986.
Les crédits d'engagement, qui concernent l'exécution de
projets impliquant des charges financières allant au-delà de
l'exercice budgétaire, exigent en effet un examen particulier
dans le cadre des perspectives de développement des
dépenses à moyen terme.
Votre commission a discuté longuement à propos du crédit
global de 5 073 400 francs, sous la position «Office du per-
sonnel, réduction de la durée du travail», et de la proposi-
tion d'augmenter les postes de travail de 40 unités, figurant
à l'article 2 de l'arrêté fédéral concernant le budget de la
Confédération. Une discussion correspondante a eu lieu en
matière de charges du personnel des PTT. Tant les
dépenses supplémentaires, que l'augmentation des postes
de travail proposées par le Conseil fédéral sont en liaison
avec la décision du Conseil fédéral du 25 août 1982 d'adop-
ter une réduction échelonnée de la durée du travail hebdo-
madaire du personnel fédéral de 44 à 43 heures, dès le
1er janvier 1934, et à 42 heures à partir du 1
er
juin 1985. Le
Conseil fédéral est l'autorité compétente pour réduire la
durée de travail du personnel fédéral. Toutefois, il s'avère
que l'administration fédérale, pour réaliser une telle mesure,
doit pouvoir disposer de postes de travail supplémentaires.
Par conséquent, la décision du Conseil fédéral a été prise
sous réserve de l'approbation (par les Chambres fédérales)
de l'augmentation de l'effectif du personnel.
Votre commission n'a pas approuvé la proposition d'aug-
menter l'effectif du personnel, prévue déjà pour 1983, en
vue de réaliser une première réduction de la durée du tra-
vail à partir du 1
er
janvier 1984. La majorité de la commission
qui s'est exprimée dans ce sens, par 13 voix contre 7, n'est
pas opposée au principe d'une réduction de la durée du tra-
vail, mais elle estime que la situation économique ainsi que
celle des finances fédérales ne permettent pas, à l'heure
actuelle, de prendre en chargé des dépenses supplémen-
taires pour assurer de nouveaux postes. Personnellement,
je partage l'avis de la minorité.
Enfin, je tiens à remercier le chef du Département des
finances et l'Administration fédérale des finances pour leur
collaboration. Je remercie aussi le secrétariat de la Com-
mission des finances et, en particulier, M. Bûcher qui, avec
ses collaborateurs et ses collaboratrices, nous a facilité la
tâche de façon très importante.
Präsident: Das Wort haben nun die Fraktionssprecher.
Stich: Eine bürgerliche Motion hat den Bundesrat beauf-
tragt, in diesem Jahr zum Budget auch einen Bericht zum
Finanzplan mit Finanzperspektiven zu machen. Der Bundes-
rat hat diese Aufgabe erfüllt. Die Finanzkommission hat -
leider - entschieden, dass der Finanzplan erst später
behandelt wird; von mir aus gesehen wäre es richtig gewe-
sen, den Finanzplan zusammen mit dem Budget zu behan-
deln, weil man eben im Budget die Weichen für die Zukunft
stellt.
Gestatten Sie mir aber trotzdem einige Bemerkungen auch
zum Finanzplan bzw. zu den Perspektiven. Der Unterschied
ist an sich rechtlich durchaus klar, aber es ist auch viel bes-
ser, in der eidgenössischen Finanzpolitik von Perspektiven
zu reden als von Plänen; denn Finanzpläne haben die
Eigenschaft, dass sie nicht eingehalten werden. Perspekti-
ven sind etwas neutraler.
Für mich gibt es in diesen Perspektiven drei positive
Ansatzpunkte. Der allerwichtigste scheint mir, dass der
Bundesrat ganz klar Stellung bezogen hat und am Budget-
ausgleich festhalten will. Natürlich kann man heute sagen,
angesichts dieser Wirtschaftslage sei ein Budgetausgleich
nicht unbedingt wünschenswert. Aber einerseits muss man
sehen, dass wir in der Weltwirtschaft heute in einer ziemlich
kritischen Situation stehen, nicht zuletzt deshalb, weil sich
in den letzten Jahren und Jahrzehnten unzählige Staaten
und unzählige Volkswirtschaften einfach verschuldet haben.
Einmal muss die Rechnung bezahlt werden. Deshalb bin ich
dem Bundesrat dankbar, dass er grundsätzlich am Budget-
ausgleich festhalten will. Hinzu kommt, dass der Ausgleich
nicht kurzfristig zu schaffen ist. Wir müssten also jetzt
schon relativ intensiv an die Vorbereitungen gehen, wenn
wir auch nur auf das Ende der nächsten Legislaturperiode
tatsächlich einen Ausgleich erreichen wollen.
Zweitens bin ich dankbar, dass der Bundesrat an der Opfer-
symmetrie festhält. Ich hoffe zuversichtlich, dass der Bun-
desrat am 8. Dezember so zusammengesetzt wird, dass er
auch in der neuen Konstellation an der Opfersymmetrie
festhält.
Persönlich habe ich mich auch gefreut, dass der Bundesrat
an den Einnahmen festhält, die er vorgeschlagen hat, und
ich bin sehr gespannt, wie nun die anderen Parteien im
Frühjahr Stellung nehmen und Vorschläge unterbreiten. Ich
glaube, es ist nicht unsere Aufgabe, weitere Vorschläge für
die Einnahmenbeschaffung zu machen. Ich erinnere Sie
daran: Wir haben unsere Vorschläge gemacht. Sie stehen
zur Diskussion. Jetzt sind Sie an der Reihe.
Daneben gibt es aber auch einige Aspekte dieses Finanz-
planes, die mich eher skeptisch stimmen. Einmal die
Bemerkung beim Ausgleich der kalten Progression, dass
man durch angemessene Massnahmen einen Ausgleich fin-
den werde. Wenn man schon von kalter Progression spre-
chen will, vom Ausgleich sprechen will, dann sollte man sich
doch auch aufraffen und sich zu einer Gegenwartsbesteue-
rung durchmausern; denn dann haben wir auch einigermas-
sen eine Basis, auf der wir vernünftigerweise die kalte Pro-
gression ausgleichen können.
Persönlich bedaure ich, dass man in dieser Perspektive
1984-1986 noch nicht daran denkt, dass es Einnahmenaus-
fälle geben könnte durch die Einführung der zweiten Säule.
Natürlich hat der Bundesrat dort die Möglichkeit, die volle
Abzugsfähigkeit der Prämien hinauszuschieben, aber an
sich wäre es wünschenswert, wenn diese Abzugsfähigkeit
der Prämien schon mit der Inkraftsetzung der zweiten Säule
in Kraft treten könnte, so dass dort der Steuerzahler auch
Budget de la Confédération 1983
1516
N 30 novembre 1982
direkt eine Entlastung findet. Persönlich hätte ich mir
gedacht, das wäre ebenfalls eine Möglichkeit gewesen, um
dem Postulat des Ausgleiches der kalten Progression
etwas Rechnung zu tragen.
Es wird dann hingewiesen auf die Beseitigung der taxe
occulte. Die Beseitigung der taxe occulte ist für uns Sozial-
demokraten kein Problem. Wir sind absolut dagegen, dass
man hier Einnahmenverminderungen produziert, die
systembedingt sind. Die taxe occulte gehört zur Warenum-
satzsteuer; wenn man keine taxe occulte will, dann muss
man das Steuersystem ändern. Aber wenn ich gesagt habe,
es sei kein Problem für uns, so einzig und allein deshalb,
weil wir überzeugt sind, dass die Schwankungen in der
Währung für die Exportwirtschaft bedeutend mehr ausma-
chen, schwieriger zu verkraften sind als die Belastung
durch die taxe occulte, und die ist heute bereits in den Kal-
kulationen enthalten.
Wo ich nicht zustimme - ich spreche hier in meinem per-
sönlichen Namen, da wir in der Fraktion den Finanzplan
nicht definitiv verabschiedet haben -, ist beim Vorschlag
zur Erhebung von Lohnpromillen für die Krankenversiche-
rung. Man kann natürlich sagen, das macht nicht viel aus.
Aber ich denke, man müsste sich auch überlegen, dass nun
eben auch andere Promille zusätzlich, andere Prozente
zusätzlich kommen: zweite Säule, Unfallversicherung usw.
In dieser Lage ist es heute selbstverständlich in der Wirt-
schaft, dass solche Zusatzbelastungen automatisch die
Tendenz zur Rationalisierung, zur Wegrationalisierung von
Arbeitsplätzen haben. Das sollten wir nicht noch unterstüt-
zen.
Es gibt einen zweiten Grund: Wir haben in den nächsten
Jahren wahrscheinlich doch relativ viele Arbeitslose, Leute
mit Kurzarbeit. Hier wird sich zweifellos ein Phänomen, das
wir bereits in der Hochkonjunktur gehabt haben, dass
Leute in ihrer Freizeit noch andere Berufe ausüben, erneut
zeigen. In diesem schwarzen oder grauen Arbeitsmarkt gibt
es keine Zuschläge, es gibt keine AHV-Prämien, und diese
Einkommen werden in der Regel auch nicht versteuert.
Deshalb sollte man hier auch sehr vorsichtig sein.
Nun noch einige Worte zum .Budget. Das Budget selbst ist
unseres Erachtens optimistisch, d. h. die Einnahmen sind
relativ hoch geschätzt und die Ausgaben vielleicht doch
eher an der unteren Grenze. Das hängt sicher auch damit
zusammen, dass man einerseits beim Defizit unter 1 Mil-
liarde bleiben wollte, zum anderen aber ganz sicher auch
damit, dass man eben ein Budget zu Beginn des Jahres auf-
stellen, bearbeiten muss. Hier sind wir mit dem Bundesrat
durchaus einverstanden: Es hat keinen Sinn, nach jeder
neuen Prognose, die kommt, das Budget wieder zu ändern.
Das Schwergewicht der Diskussion in der Finanzkommis-
sion hat bei der Arbeitszeitverkürzung für das Bundesper-
sonal gelegen. Hier ist eine vehemente Opposition gegen
den Bundesrat entstanden. Die sozialdemokratische Frak-
tion wird den Bundesrat unterstützen. Wir sind uns
bewusst, dass der Bundesrat zuständig ist für die Arbeits-
zeitverkürzung, das Parlament aber für die Stellenplafonie-
rung. Persönlich bin ich überzeugt, dass man es auch mit
weniger Arbeitskräften machen könnte, weil kürzere
Arbeitszeit überall in der Wirtschaft, sicher aber auch in der
Verwaltung, dazu führt, dass die Intensität der Arbeit etwas
steigt. Es ist nicht so, dass man in den meisten Fällen eine
prozentuale Arbeitszeitverkürzung in eine Zunahme des
Personalbestandes umrechnen kann. Das ist in den meisten
Fällen nicht der Fall, weil die Arbeitsintensität grösser wird.
Die sozialdemokratische Fraktion wird, weil man nur im
sozialen Bereich sparen will, bei dieser Abstimmung den
Namensaufruf verlangen.
Gerade weil man hier so sehr auf das Sparen Wert gelegt
hat, haben wir uns auch einmal überlegt, wo man sonst spa-
ren könnte, und da müsste ich ganz einfach feststellen,
dass die Spardisziplin in den verschiedenen Departementen
sehr unterschiedlich ist. Es gibt Departemente, die sich an
die Richtlinien halten, es gibt andere, die frisch-fröhlich
Nachtragskredite anbegehren und nie daran denken, sich
an das zu halten, was das Parlament eigentlich wollte. Wir
werden darauf bei den Nachtragskrediten zurückkommen.
Es gibt aber auch andere Feststellungen. Für mich war es
einigermassen überraschend, im Departement Bonny fest-
zuzustellen (Unruhe und teilweise Heiterkeit), d. h. in einer
Position des BIGA, dass man dort unter dem Titel der
gewerblichen Bürgschaftsgenossenschaften nach einem
Bundesbeschluss aus dem Jahre 1949 Beiträge an die Ver-
waltungskosten ausrichtet. Ich möchte ganz klar sagen: Ich
habe nichts dagegen, dass der Bund an der Tragung der
Bürgschaftsverluste mithilft. Der Bund zahlt dort aber an die
gewerbliche Bürgschaftsgenossenschaft pro Jahr 180000
Franken Verwaltungskosten, an die SAFFA 20 000 Franken
und an den Gewerbeverband für eine Statistik noch 10000
Franken. Eine Bürgschaftsgenossenschaft sollte meines
Erachtens ihre Verwaltungskosten grundsätzlich selber
zahlen. Natürlich gibt es einen entsprechenden Bundes-
beschluss, aber den könnte man auch einmal ändern und
nicht dauernd nach dem Refrain des Solothurnerliedes ver-
fahren: «Es isch immer e so gsi». Verwaltungskostenbei-
träge sind Subventionen, und ausgerechnet hier ist der
Abzug nicht vorgenommen worden. Das ist enttäuschend,
gerade wenn es in Bereichen und bei Leuten passiert, die
sonst immer sehr klar für das Sparen und gegen Bagatell-
subventionen Stellung genommen haben. Es gibt auch
andere Beispiele, bei denen man sich fragen kann, ob es
nun wirklich die Aufgabe des Bundes sei, solche Leistun-
gen zu vollbringen. Wenn man beispielsweise noch Beiträge
von Fr. 3.50 an die Gemeinden zurückerstattet, so begreife
ich das nicht, weil hier wahrscheinlich die Verwaltungsko-
sten höher sind als das, was die Gemeinden am Schluss
bekommen. Es sind nämlich rund 100 Franken pro
Gemeinde. Es gibt aber auch in anderen Bereichen - ich
denke hier an die Landwirtschaft - einige Probleme, die
man etwas genauer untersuchen müsste. Hier haben wir
meines Erachtens ganze Bereiche, die einfach irgendwie
weiterwuchern. Ich selber würde zusammenfassend sagen:
Die Landwirtschaftspolitik ist im Grunde genommen eine
Politik im Interesse der Milchwirtschaftsverbände und nicht
im Interesse der Produzenten und Konsumenten. Ich will
Ihnen auch dazu einige Beispiele geben.
Bekanntlich wird der Milchpreis immer um 5 Rappen ange-
passt, weil man mit Rappen nicht mehr rechnet, und bis
heute hat der Bund einen Ausgleichsbetrag von 1 Rappen
erhoben, um die Margen nach der letzten Milchpreiserhö-
hung von 3 Rappen nicht ansteigen zu lassen. Und nun ent-
schädigt der Bund für das Einkassieren dieser Milch- und
Rahmabgabe den Zentralverband der Milchwirtschaft mit
5 Prozent. Das bedeutet, dass man einfach im Volkswirt-
schaftsdepartement, bei der Abteilung für Landwirtschaft,
vom Parlament einen Nachtragskredit von 455 000 Franken
verlangt und dass man für das Budget 1983 den Betrag von
1,2 Millionen Franken auf 1,8 Millionen Franken erhöht hat,
als ob das Einkassieren von 3 Rappen mehr Arbeit geben
würde als das Einkassieren von 1 Rappen.
In der Verwaltung - so auch in der Abteilung für Landwirt-
schaft - ist das Denken nicht verboten. Man sollte sich des-
halb doch daran erinnern, in welcher Situation der Bund
sich befindet und entsprechend rechtzeitig schalten. Aber
es ist gerade diese Abteilung, die Hindernisse in den Weg
legt, wenn man die Unterlagen kontrollieren will.
Es gibt bekanntlich einen Zuschlag auf Weichkäse, der jetzt
ungefähr 30 Millionen Franken beträgt. Diese 30 Millionen
Franken, die sollten für die Verbilligung der inländischen
Produktion wiederverwendet werden. Ich habe hier ver-
langt, dass ich einmal die Liste derjenigen bekäme, die hier
tatsächlich Geld beziehen. Ich habe in der Folge eine
Zusammenstellung vom Jahr 1981 erhalten. Damals waren
es rund 24 Millionen Franken Einnahmen; hier hat man dann
zum vornherein 10 Prozent gekürzt und diese 10 Prozent
dann an die Käseunion weitergegeben. Was das mit einer
Kürzung zu tun hat, weiss ich zwar nicht. Die restlichen
21 Millionen sind auf 43 Betriebe verteilt worden; davon
sind 39 Betriebe private Betriebe, 4 Betriebe gehören den
Milchverbänden. Überschlagsmässig gerechnet macht das
pro privaten Betrieb etwa 280000 Franken aus; für die
- November 1983 N
1517
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983
Betriebe der Milchverbände beträgt der Schnitt 2,4 Millio-
nen Franken.
Ich habe dann in der Kommission noch einmal diese Unter-
lagen verlangt. Gestern habe ich in der Vorhalle unseres
Parlamentes Einblick in diese Liste nehmen dürfen - ich
habe sie also nicht bekommen - und feststellen müssen,
dass es einzelne Betriebe gibt - einer vom Milchverband
wie ein privater - die 5 bis 6 Millionen Franken pro Jahr
erhalten, und dann gibt es eben auch jene, die 10 000 Fran-
ken bekommen. Aber was mich etwas erschüttert hat, ist
die Tatsache, dass selbst der Milchverband Genf Weich-
käse fabriziert, während gleichzeitig der Bund 2,2 Millionen
Franken für die Aushilfsmilch bezahlt, die aus der deut-
schen Schweiz in die Romandie transportiert werden muss;
umgekehrt macht man dann dort Weichkäse.
Ich weiss auch, dass man in einem zentralen Betrieb der
Milchverbände Joghurt produziert, das man durch ganz
Europa transportiert. Man legt bei Joghurt pro Liter Milch
60 Rappen drauf, damit man dieses Joghurt im Ausland
überhaupt absetzen kann.
Das ist eben der Grund, weshalb ich finde, dass man die
Landwirtschaftspolitik vor allem auf die Milchverbände aus-
richtet, und weniger auf das, was der Bauer braucht, oder
das, was den Konsumenten interessiert. Persönlich bin ich
der Meinung, gerade in diesem Bereich müsste man einmal
eine gründliche Durchforstung vornehmen. Es ist für mich
wenig tröstlich, wenn ich dann in den Unterlagen, die ich
vom Departement bekomme, lese, diese Beiträge an die
Milchverbände und an diese privaten Käsereien würden
durch die Inspektoren des Zentralverbandes kontrolliert
oder wenn möglich noch durch die Preisüberwachung im
gleichen Departement. Es ist auch schon eine neutrale
Treuhandgesellschaft eingesetzt gewesen; meines Erach-
tens ist es hier dringend notwendig, dass man etwas tut. Es
gibt dann auch andere Bereiche, bei denen man sich wirk-
lich fragen kann, ob sie Sache des Bundes seien. Das
betrifft nicht nur die Landwirtschaft, es betrifft auch andere,
aber ich möchte hier nicht mehr weiter darauf eingehen. Ich
persönlich bin davon überzeugt, dass wir unsere Verwal-
tung im Sinne der Aufgabenentflechtung noch verbessern
könnten, dass man den Bund zweckmässigerweise von
gewissen Aufgaben entlasten müsste, weil sie die Gemein-
den besser erfüllen können als der Bund. Ein Beispiel ist
die Bekämpfung der Wühlmäuse, ein weiteres Beispiel die
Bekämpfung von Krankheiten bei Erdbeersetzlingen usw.
Das alles ist meines Erachtens Sache der Produzenten und
nicht Sache des Bundes.
Im ganzen aber ist das Budget soweit in Ordnung, und im
Namen der sozialdemokratischen Fraktion beantrage ich
Ihnen, dem Minderheitsantrag beim Personalamt wie auch
dem Budget zuzustimmen.
Biel: Wir bedauern, dass wir das Budget isoliert behandeln
und nicht zusammen mit dem Finanzplan, oder wie man so
schön sagt, den sogenannten Haushaltsperspektiven. Ich
teile die Kritik von Kollege Stich voll. Meine Damen und Her-
ren, was wir mit dem Budget beschliessen, hat seine Aus-
wirkungen auf den Finanzplan und auf die Budgets der
nächsten Jahre. Ich halte es darum für unzulässig, dass wir
nicht gewillt sind, hier nun die Positionen zu klären, sondern
dass man das wieder auf den nächsten März verschieben
will.
Wenn wir ein Budget der Eidgenossenschaft zu würdigen
haben, müssen wir zuerst einen Blick auf die öffentlichen
Finanzen der Schweiz werfen. Die Lage ist alles in allem
wesentlich ungünstiger, als man sich vorstellt, weil wir wis-
sen, wie entscheidend sich die Wirtschaftslage auch in den
Haushalten insbesondere des Bundes und der Kantone nie-
derschlagen wird. Die Wirtschaftslage ist ungünstiger, als
sie der ganzen Budgetierung zugrunde gelegt worden ist,
und das wird ihre Folgen haben.
Alles in allem stehen die Kantone und Gemeinden besser
da als die Eidgenossenschaft. Allerdings hinkt der Ver-
gleich, weil eben nach den heutigen Methoden und Darstel-
lungen der öffentlichen Haushalte die Vergleichbarkeit nicht
gewährleistet ist. Darum ist es immer schwierig, sich ein
genaues Bild zu machen.
Immerhin können wir das erst tun, wenn das neue Rech-
nungsmodell, das nun in einigen Kantonen eingeführt ist
und bei einigen Gemeinden eingeführt wird, einmal allge-
mein Geltung hat, und wenn sich auch der Bund damit aus-
einandersetzt und diese Kriterien zumindest als zusätzli-
chen Vergleichsmassstab anwendet. Unser Kollege Roy hat
letzten Sommer eine Motion eingereicht, mit der er den
Bundesrat einlädt, mit diesem Rechnungsmodell vorwärts
zu machen.
Wenn Sie nach den Kriterien dieses Rechnungsmodelles
den Haushalt der Eidgenossenschaft beurteilen wollen,
dann kommen Sie zum Schluss, dass die Lage viel schlech-
ter ist, als wir heute glauben. Der Direktor der Finanzverwal-
tung des Kantons Zürich - einer der Promotoren des neuen
Rechnungsmodells - hat sich die Mühe genommen, diese
Beurteilung vorzunehmen. Und er ist zu sehr ungünstigen
Ergebnissen gekommen. Wenn Sie die Nettozinsbelastung
in Prozenten der Steuereinnahmen nehmen, dann ist der
Bund doppelt so hoch wie die Kantone belastet. Allerdings
hat er richtigerweise bei der Eidgenossenschaft die Zinsen
an die Versicherungskasse einbezogen; bekanntlich
machen wir das in der Finanzrechnung nicht; wir machen
das nur über die Rechnung der Vermögensveränderungen.
Wenn Sie den Nettotilgungsbedarf in Prozenten der Steuer-
kraft ausrechnen, steht der Bund um 50 Prozent schlechter
da als der Durchschnitt der Kantone. Das sollte man mitbe-
rücksichtigen, und das zeigt auch, wie wichtig nach wie vor
die Finanzpolitik bleibt und dass wir der Gesundung unse-
res Haushaltes viel mehr Gewicht beimessen müssen, als
wir es eigentlich tun.
Nach den Finanzperspektiven und nach dem Finanzplan
möchte der Bundesrat bis 1986 die Ausgaben und Einnah-
men in ein Gleichgewicht bringen. Ich frage mich natürlich:
Meint es der Bundesrat wirklich ernst? Sie mussten ja in
den letzten Tagen nur die Presse lesen, um zu sehr merk-
würdigen Eindrücken zu kommen. Einmal tönt es so, dann
wieder so aus dem Bundesrat. Nun hat offensichtlich
gestern der Bundesrat eine gewisse Klärung vorgenom-
men. Es scheint nun doch so - ich muss das aus der Zei-
tung entnehmen -, dass der Gesamtbundesrat hinter die-
sen Finanzperspektiven steht. Hoffen wir es wenigstens.
Aber ganz so ernst meint es der Bundesrat dennoch nicht.
Ein Beispiel: Am 4. Oktober sind diese grünen Haushalts-
perspektiven, die die Sanierung aufzeigen, samt einem
detaillierten Finanzplan verabschiedet worden. Am
- Oktober bekommen wir eine Botschaft. Es geht um die
Beiträge an Viehhalter im Berggebiet. In der Finanzplanung
sind 152 Millionen budgetiert. Der gleiche Bundesrat, der
sagt, wie man überall sparen müsse, legt uns eine Bot-
schaft vor, die schon wieder um 8 Millionen höhere Ausga-
ben vorsieht. Selbstverständlich geht dann das Parlament
noch einmal höher; Sie haben den Antrag der Kommission
gesehen, man geht dann auf 175 Millionen. Mit diesen
Methoden werden Sie den Haushaltsausgleich nie erringen!
Das möchte ich hier mit aller Deutlichkeit sagen.
Die Sanierungsvorschläge scheinen mir um so wichtiger,
als Ausgabenüberschüsse von 1,5 Milliarden bis fast 3 Mil-
liarden - wenn wir nichts tun - untragbar sind. Zumindest
das zeigen uns diese Zahlen deutlich: wohin der Weg führt,
wenn wir nichts unternehmen.
Allerdings, Herr Bundesrat Ritschard, was Sie für das Jahr
1984 vorschlagen, ist unhaltbar. 1984 werden Sie nämlich
das erste Mal, sofern man sich an diese Zahlen hält, auch
laufende Ausgaben mit Schulden finanzieren. Das erste
Mal. Damit wird eine der wichtigsten finanzpolitischen
Regeln verletzt. Sie können es selbst nachvollziehen. Bis-
her hat man nur Investitionen mit der Neuverschuldung
finanziert. Aber 1984 werden Sie das erste Mal diese Gren-
zen überschreiten, und das ist unhaltbar. Einer solchen
Politik kann ich nicht zustimmen.
Nun unterscheiden Sie in dem Sanierungsvorschlag zwi-
schen bereits eingeleiteten Sanierungsmassnahmen und
neuen Vorschlägen. Was Sie bereits eingeleitet haben, das
192-N
Budget de la Confédération 1983
1518
30 novembre 1982
kommt wahrscheinlich nicht über eine Einleitung hinaus,
weil fast alle Positionen darin heftig umstritten sind. Ich
spreche jetzt nicht über die neuen Steuern, die vorgesehen
sind - das wissen wir, dass sie umstritten sind -, aber ich
habe nun die Anträge der ständerätlichen Kommission zur
Aufgabenverteilung gesehen. Da will man nun auch die Wei-
terführung der Kürzung der Kantonsanteile streichen, also
offenbar wieder ein wichtiges Element herausbrechen.
Wenn man natürlich so vorgeht, dann kommt man nicht wei-
ter. Ich finde das schade. Es ist auch bedauerlich, dass hier
etwas zu viel Gewicht auf umstrittene Mehreinnahmen
gelegt wird und zu wenig auf die Ausgabenseite. Zusätzli-
che Sparanstrengungen lassen sich - da unterstützen wir
den Bundesrat - auf Verwaltungsebene ohne weiteres
durchführen.
Nun haben Sie aber Kollege Stich gehört; er hat heute
einige Müsterchen erzählt. Ich bin unabhängig von ihm
natürlich auf die gleichen Positionen gestossen. Das ist
keine Kunst, wenn man den Bundeshaushalt kennt. Es gibt
weitere solche Positionen, wie wir gesehen haben in der
mühevollen Arbeit der Finanzkommissionen. Meines Erach-
tens liegt hier sehr viel mehr drin als diese 10 und 50 Millio-
nen, die Sie vorsehen.
Nun kommt ein Weiteres - hier stimme ich dem Bundesrat
auch zu -: eine Sanierung muss alle Aufgabengebiete
umfassen. Sie können nicht von vornherein Bereiche, die 20
oder 21 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen, aus-
klammern und glauben, Sie könnten dann eine Sanierung
herbeiführen. Es gibt weder heilige Kühe noch heilige
Gewehre, wenn Sie den Bundeshaushalt sanieren wollen,
sondern es gibt nur nackte Zahlen, und mit denen müssen
wir uns auseinandersetzen. Das hat allerdings nichts mit
Opfersymmetrie zu tun. Ich halte das für einen der dümm-
sten Ausdrücke, der je in der Finanzpolitik verwendet wor-
den ist. Wem gehört dann die Landesverteidigung? Ist die
Landesverteidigung die Sache des Herrn Friedrich, ist es
die Sache des Herrn Hubacher oder ist es meine Sache?
Die Landesverteidigung ist doch etwas, das alle angeht, da
kann man doch nicht von Opfer sprechen, wenn man dort
abstreicht. Wer bringt denn dann Opfer? Wir alle. Das glei-
che gilt für sämtliche übrigen Aufgabengebiete. Es gibt
doch nicht Sozialaufgaben, die nur die Sache des Herrn
Hubacher sind. Sie sind genauso unsere Sache, denn wir
sind hier mitverantwortlich. Ich wehre mich gegen diesen
Begriff «Opfersymmetrie». Das ist nämlich nur eine faule
Ausrede, um uns um klare Prioritäten herumzudrücken, und
nichts anderes.
Eine Problematik im Sanierungsvorschlag hat Herr Stich
richtigerweise erwähnt, und er muss es ja als Personalchef
einer grösseren Unternehmung wissen: Ich halte es für
gefährlich, wenn wir nun hingehen und in neuen Bereichen
Lohnprozente oder Lohnpromille einführen. Bei der Ent-
wicklung der Arbeitskosten in unserer Wirtschaft führt all
das dazu, dass ich noch vielmehr rationalisiere, und zwar
durch mehr Kapitaleinsatz und Organisation rationalisiere
ich noch mehr Arbeitsplätze weg, weil ich ja als Unterneh-
mer meine Rechnung ausgleichen muss. Ich warne also
davor, dass man dort zuviel auflädt. Das scheint mir gefähr-
lich.
Nun werden Sie natürlich sagen: Habt ihr denn ein Konzept
zur Sanierung? Vor einem Jahr haben wir hier anlässlich der
Richtliniendebatte über diese Dinge diskutiert. Unsere Frak-
tion hat ein Sanierungskonzept vorgelegt mit klaren Vor-
schlägen. Wir haben über einzelne Punkte abgestimmt.
Selbstverständlich ist alles abgelehnt worden. Gewisse Ele-
mente, die wir vorgeschlagen haben, finden wir allerdings
hier auch in einzelnen bundesrätlichen Vorschlägen. Das ist
immerhin tröstlich. Allein das führt nicht weiter. Richtiger
wäre es, wenn wir eine Sanierung durchführen wollen, dass
wir in einzelnen Bereichen, in denen das möglich ist, das
Verursacherprinzip voll durchsetzen. Wo könnten wir das?
Beim Verkehr tun wir das nur teilweise, bei der Energie
haben wir in der letzten Session darauf verzichtet, weil man
dem Bund nicht die nötigen Mittel dazu gibt. Im Gesund-
heitswesen haben wir überhaupt noch nichts davon, und
dort wäre es dringend nötig. Wir könnten nämlich über eine
entsprechende Belastung von Alkohol und Tabak hier Ein-
nahmen erschliessen, die für das Gesundheitswesen zu
verwenden wären.
Was bleibt uns dann übrig? Wir müssen zusätzliche Sparan-
strengungen machen, wir müssen alles mobilisieren, was
möglich ist. Es ist mehr möglich, als der Bundesrat vorsieht.
Nun komme ich zur Landesverteidigung. Wenn es wirklich
so ist, dass dringende Bedürfnisse nicht gedeckt werden
können - und auch der Bundesrat macht in seinem Bericht
dazu darauf aufmerksam -, dann müssen wir eine Sonderfi-
nanzierung finden. Unsere Fraktion wird Ihnen in einem Vor-
stoss vorschlagen, dass man für ausserordentliche
Rüstungsbeschaffungen eine einmalige Vermögensabgabe
einführt auf steuerbaren Vermögen von natürlichen Perso-
nen von über 200000 Franken. Dann haben wir Mittel; wir
werden aber unter diesen Bedingungen wirklich nur das
realisieren, was dringend nötig ist.
Weitere Überlegung: Wir haben neue Ausgaben, die den
Bund belasten und die von der Wirtschaft her kommen. Ich
denke vor allem an die Exportrisikogarantie, die uns in der
nächsten Zeit noch ganz andere Beträge kosten wird.
Warum ziehen wir nicht einen Teil der Nationalbankgewinne
von über 2 Milliarden Franken herbei, um einige ganz eng
umgrenzte Aufgabengebiete, zwischen denen ein Zusam-
menhang besteht, zu finanzieren? Warum kostet die Ex-
portrisikogarantie immer mehr? Das ist auf die Währungs-
entwicklung zurückzuführen. Gleichzeitig macht die Natio-
nalbank, dank der Währungsentwicklung, grosse Gewinne.
Also wäre es doch sinnvoll, hier einen Zusammenhang zu
konstruieren und einen Teil der Nationalbankgewinne dafür
heranzuziehen. Ich bin überzeugt, die 120 Millionen, die wir
für das kommende Jahr im Budget haben, werden nicht
ausreichen, um das Defizit abzudecken. Denkbar wäre auch
- aber nur für Investitionen, nicht für laufende Ausgaben -,
dass man hilft, Strukturschwächen in unserer Wirtschaft zu
überwinden und dass man hier gewisse Mittel einsetzt. Das
wären einige Vorstösse, die aus unserem Kreis gemacht
werden.
Wir bitten den Bundesrat, dass er endlich ernst macht: Seit
1975 sind die Schnapsbelastungsgebühren nicht mehr
erhöht worden. Warum greift er nicht hier zu? Hier liegt das
Geld nämlich wirklich greifbar, und auch die Tabakbela-
stung darf ohne weiteres erhöht werden. Man sollte aller-
dings die zusätzlichen Mittel endlich für die Krankenversi-
cherung einsetzen, weil dort ein Zusammenhang besteht.
Noch einige Bemerkungen zum Budget. Ich werde diesem
Budget so nicht zustimmen, weil es unrealistisch ist: die
Ausgaben sind an der unterstmöglichen Grenze und die
Einnahmen an der oberstmöglichen Grenze. Der wirtschaft-
liche Rückschlag in diesem Jahr dürfte, real gesehen, gut
2 Prozent erreichen, und im nächsten Jahr ist praktisch kein
Wachstum zu erwarten. Das hat Auswirkungen. Insbeson-
dere dürfte die Warenumsatzsteuer gut 100 Millionen weni-
ger einbringen. Für eventuelle Beschäftigungsmassnahmen
ist überhaupt nichts vorgesehen. Wenn Sie all diese Fakto-
ren summieren, dann beträgt das Defizit jetzt schon wieder
über 1 Milliarde. Das ist nicht realistisch.
(Ich werde doch so lange wie mein Vorredner auch spre-
chen dürfen, ich habe auf die Zeit geachtet, also werden Sie
mir auch noch eine Minute gewähren.)
Kommen wir zu dem, was plötzlich das Hauptproblem sein
soll: Die Arbeitszeit des Bundespersonals. Sie haben die
Finanzperspektiven, die Wirtschaft, all diese Probleme, und
nun haben wir eine Riesendebatte darüber. Unsere Fraktion
wird grossmehrheitlich gegen diese Kredite stimmen, ist
aber der Meinung, auch dem Bundespersonal gehöre eine
Arbeitszeitverkürzung, aber nicht als Schrittmacher, son-
dern dann, wenn es überall sonst auch realisiert ist. Aller-
dings sind wir der Meinung, mehr Ferien würde mehr brin-
gen als zwei Stunden weniger Arbeit. Übrigens hat es das
Bundespersonal in der Hand, es weiss am besten, wo man
in der Bundesverwaltung sparen kann. Wenn es sich auch
anstrengt und wir die Sanierung der Bundesfinanzen end-
- November 1983
1519
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983
lieh erzielen können, dann liegt auch mehr drin für das Per-
sonal.
M. Bonnard: A la différence du groupe socialiste et du
groupe indépendant, le groupe libéral se félicite que le plan
financier ne soit pas traité en même temps que le budget.
Ce plan financier pose en effet des questions si impor-
tantes qu'il mérite mieux qu'une bousculade de fin d'année.
Le budget qui nous est présenté repose sur des prévisions
économiques probablement trop optimistes, M. Biel vient
de le dire. Ces prévisions étaient probablement défenda-
bles au mois d'août ou de septembre, lorsque le budget a
été définitivement élaboré. Il faut bien admettre aujourd'hui
que les observateurs de la conjoncture sont beaucoup plus
pessimistes. Au mieux, disent-ils, la conjoncture stagnera,
si même elle ne se détériore pas encore un peu. Les
recettes fiscales s'en ressentiront sans doute.
Fallait-il que le Conseil fédéral, prenant en considération
révolution de la conjoncture, corrige en novembre le bud-
get qu'il avait établi au mois de septembre? Fallait-il que la
Commission des finances entreprenne elle-même ces cor-
rections? Je ne le crois pas. En revanche, notre groupe
attend du Conseil fédéral, qui est lui-même conscient du
caractère trop optimiste de ce budget, qu'il suive avec
attention l'évolution de la conjonture au cours de ces pro-
chains mois et qu'il prenne à temps les mesures qui pour-
raient être propres à empêcher le déficit de passer trop
considérablement la barre du milliard. Le Conseil fédéral
n'est d'ailleurs pas démuni de moyens à cet égard. Notre
commission lui a montré la voie à suivre en bloquant une
partie des crédits d'engagement. Pour sa part le Conseil
fédéral pourrait - et nous dirons même qu'il devrait - blo-
quer un certain nombre de crédits courants pour un mon-
tant de quelques centaines de millions de francs et ne les
débloquer que si la conjoncture le commande - parce que
décidément elle devient trop faible - ou que lorsque la
conjoncture le permet, parce qu'elle évolue comme le bud-
get le prévoit. A cela s'ajoute, pensons-nous, que le Conseil
fédéral devrait être particulièrement restrictif dans l'octroi
des crédits supplémentaires.
Nous constatons, avec une certaine satisfaction que, dans
sa totalité, le budget ne s'accroît pas au-delà des limites du
renchérissement prévu. Cela signifie que la part des
dépenses publiques fédérales dans le produit national brut
reste à peu près stable et que l'Etat fédéral n'accroît pas sa
place dans l'ensemble de l'économie. Cette constatation
nous réjouit.
Elle ne saurait cependant faire oublier les difficultés propres
à certains secteurs des dépenses publiques. Je pense
avant tout à ces secteurs où, pour des motifs tenant au
développement de la technique, l'augmentation des coûts
dépasse en définitive largement l'augmentation due au ren-
chérissement. Ainsi en va-t-il dans le domaine de la
recherche, surtout concernant les sciences médicales,
naturelles ou techniques. Ainsi en va-t-il aussi dans le
domaine de l'armée. Dans de tels secteurs, la simple com-
pensation du renchérissement équivaut en réalité à un
recul. Lorsque - comme ceux que je viens d'indiquer - ces
secteurs sont d'une haute priorité, la Confédération doit, à
notre avis, pour les maintenir au niveau souhaitable, leur
accorder plus que le simple renchérissement, quitte à être
plus restrictive ailleurs. Nous reviendrons sur ce point dans
le cadre du plan financier, afin de nous assurer que, à
moyen terme, les secteurs de haute priorité reçoivent bien
les moyens qui leur sont nécessaires. Nous aurons alors à
nous entendre ici sur ce que sont les secteurs de haute
priorité. J'ouvre à cet égard une parenthèse; comme
M. Biel, nous condamnons absolument la fameuse théorie
de la symétrie des sacrifices; nous nous expliquerons sur
ce point au mois de mars.
Dans le budget 1983, les dépenses d'investissement sous
forme d'achats divers et de construction sont en augmenta-
tion. Cette politique nous paraît juste au regard de l'évolu-
tion conjoncturelle. Il serait inopportun que maintenant,
brusquement, les commandes publiques baissent. Nous
considérons comme juste aussi la politique de soutien à la
garantie contre les risques à l'exportation.
Dans la gestion de nos finances, la marge de manœuvre
dont nous disposons est extrêmement faible. L'immense
majorité des dépenses est imposée par la loi ou par des
engagements antérieurs. Aussi bien, lorsque la Commis-
sion des finances fait des propositions d'économies au
Conseil fédéral, celui-ci, souvent, nous renvoie purement et
simplement à la loi ou à.des engagements antérieurs. Cette
situation n'est évidemment pas satisfaisante. En effet, si la
loi doit être appliquée, elle pourrait aussi être parfois modi-
fiée. A cet égard et pour la première fois, nous devons
constater que le Conseil fédéral s'est montré plus ouvert
qu'au cours des années précédentes. Sur plusieurs points,
la Commission des finances a obtenu l'assurance que des
dispositions légales, dont elle se plaignait, seraient revues
au cours de ces prochains temps.
Si faible que soit notre marge de manœuvre, nous n'en
avons pas moins le devoir ce continuer à rechercher de
nouvelles économies. Notre groupe est convaincu qu'il est
possible encore d'économiser - et je pèse mes mots - par
dizaines de millions, sans rien démanteler des tâches de
l'Etat. Ce n'est pas notre groupe qui le dit, c'est le Conseil
fédéral. Celui-ci a fait en effet deux observations. D'abord,
dans son plan financier, il affirme avec une parfaite clarté
que, par simple compression des frais d'administration, il
devrait être possible de retrouver 50 millions par année. Il
déclare ensuite, dans son rapport sur la réduction de la
durée du travail, que les besoins supplémentaires de per-
sonnel résultant dans l'administration proprement dite de la
réduction de la durée du travail, pourraient être compensés
à raison du 80 pour cent par des mesures internes. Le gou-
vernement reconnaît ainsi qu'il y a encore des possibilités
de rationalisation permettant d'économiser quatre fois
l'effectif qui aurait été arithmétiquement nécessaire. Cela
équivaut à environ 30 millions de francs par année.
Vous me direz bien sûr que ces chiffres sont parfaitement
dérisoires par rapport aux 19,5 milliards des dépenses du
budget. Ils représentent effectivement à peine le 0,4 pour
cent. Le groupe libéral n'en a pas moins été heurté par le
fait que notre gouvernement, qui a conscience - puisqu'il le
dit - que des économies sont encore possibles, n'ait pas
pris, déjà maintenant, des mesures qui auraient permis de
les réaliser. Au moins devons-nous lui reconnaître le mérite
de la parfaite franchise, et nous lui en savons gré. Nous lui
demandons d'appliquer sans plus attendre les mesures qui
devraient assurer ces économies.
Qu'on ne vienne pas nous dire que ces économies qui
pourraient provenir d'un meilleur engagement du personnel
ne seront possibles qu'après la réduction de l'horaire de
travail. Nous avons, au sein du groupe libéral, une trop
haute idée de la conscience professionnelle de nos fonc-
tionnaires pour admettre que ceux-ci se refuseraient à
prendre des mesures de rationalisation génératrices d'éco-
nomies, sous prétexte que l'horaire n'aurait pas encore été
réduit.
La Commission des finances propose d'apporter une série
de modifications au budget de 1983. Notre groupe les
accepte et votera le budget tel qu'il est sorti des délibéra-
tions de la commission. Avec cette dernière, nous propose-
rons de ne pas accorder au Conseil fédéral les augmenta-
tions d'effectif rendues nécessaires par la réduction de
l'horaire; nous nous en expliquerons dans la discussion de
détail.
Hier wird die Beratung dieses Geschäftes unterbrochen
Le débat sur cet objet est interrompu
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1983
Budget de la Confédération 1983
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1982
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.052
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
30.11.1982 - 08:00
Date
Data
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1511-1519
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