- Juni 1985 N
1251Postulat Zwingli
svizzeri italofoni, per contro, studiano le altre due lingue
ufficiali.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 29. Mai 1985
Dichiarazione scritta del Consiglio federale
del 29 maggio 1985
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 29 mai 1985
II Consiglio federale è disposto ad accetare il postulato.
Überwiesen - Transmis
#ST# 85.448
Postulat Segmüller
Hochschulförderung. Beitragsverfahren
Aide aux universités.
Procédure de subventionnement
Wortlaut des Postulates vom 4. Juni 1985
Der Bundesrat wird eingeladen,
- zu prüfen, wie - unter Wahrung der kantonalen Hoheit im
Bildungswesen - das heutige schwerfällige Verfahren zur
Bemessung der Subventionsbeiträge im Hochschulbereich
im Rahmen des geltenden Hochschulförderungsgesetzes so
rasch wie möglich vereinfacht werden kann,
- dem Parlament beförderlichst eine Revision des Hoch-
schulförderungsgesetzes zu unterbreiten.
Texte du postulat du 4 juin 1985
Le Conseil fédéral est invité
- à examiner les moyens de simplifier, dans les plus brefs
délais et dans le cadre de la loi sur l'aide aux universités en
vigueur - tout en respectant la souveraineté cantonale en
matière d'éducation - la procédure lente et compliquée qui
régit actuellement le calcul des subventions;
- à soumettre dès que possible au Parlement un projet de
révision de la loi sur l'aide aux universités.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Blunschy, Butty, Can-
daux, Cincera, Columberg, Cotti Flavio, Cotti Gianfranco,
Couchepin, Darbellay, Etique, Frei-Romanshorn, Geissbüh-
ler, Giudici, Grassi, Hari, Hess, Hofmann, Humbel, Keller,
Kühne, Künzi, Landoli, Martignoni, Müller-Scharnachtal,
Nussbaumer, Oehler, Rime, Ruckstuhl, Savary-Fribourg,
Savary-Vaud, Schmidhalter, Schnider-Luzern, Seiler,
Stucky, Wellauer, Wick, Ziegler (37)
Siehe auch Diskussion Seite 979 hiervor
Voir aussi discussion page 979 ci-devant
Überwiesen - Transmis
#ST# 85.326
Postulat Zwingli
Geschwindigkeitsbeschränkung.
Rückkommen auf den Entscheid
Limitation de vitesse sur les autoroutes.
Reconsidération de la décision
Wortlaut des Postulates vom 5. Februar 1985
Der Bundesrat wird ersucht, auf seinen Entscheid vom Sep-
tember 1984 zurückzukommen und die Höchstgeschwindig-
keit auf Autobahnen neu auf 100 km/h herabzusetzen.
Texte du postulat du 5 février 1985
Le Conseil fédéral est invité à reconsidérer la décision qu'il a
prise en septembre 1984 et à abaisser à 100 km/h la vitesse
maximum autorisée sur les autoroutes.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bonny, Eppenbérger-
Nesslau, Giger, Kühne, Nef, Petitpierre, Schnyder-Bern,
Schule, Spoerry, Steinegger (10)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Ich gehe von der Voraussetzung aus, dass die Luftver-
schmutzung die Hauptursache des Waldsterbens bildet und
dass wir den Schadstoffausstoss rasch und massiv senken
müssen. Neben dem Wald bedroht die Luftverschmutzung
auch landwirtschaftliche Kulturen, das Kulturland, Bauten
und den Menschen.
Die Reduktion des Schadstoffausstosses aus Personenwa-
gen durch die Verschärfung der Abgasvorschriften ist zwar
wirksam, bringt aber erst nach Jahren eine wesentliche
Verminderung der Abgase. Sollte die US-Norm 83 tatsäch-
lich erst auf den 1. Oktober 1987 wirksam werden, müssten
erst ab 1988 alle neuen PW mit Katalysator oder analogen
Technologien ausgerüstet werden. Der Regierungsrat des
Kantons St. Gallen rechnet in seiner Botschaft für die Befrei-
ung der Katalysator-Autos von der Mptorfahrzeugsteuer
innerhalb dreier Jahre mit nur 10 Prozent Katalysator-Autos.
In diesem Falle könnte der Schadstoffausstoss aus Perso-
nenautos bis Ende 1987 nur um etwa 8 Prozent gesenkt
werden.
Seit dem Geschwindigkeitsentscheid des Bundesrates hat
sich der Gesundheitszustand unseres Waldes wesentlich
verschlechtert. Zudem sind weitere Untersuchungsergeb-
nisse (Felix Sachs, St. Gallen, Bregenzer Autobahntunnel
usw.) bekanntgeworden und neue Versuche geplant.
Die Versuche des Strassen- und Schiffahrtsamtes St. Gallen
und der Test von Felix Sachs, St. Gallen, ergeben durch die
Reduktion der Höchstgeschwindigkeit von 130 auf 100 km/h
im Mittel eine Verminderung des Schadstoffausstosses von
-49,5 Prozent bei CO, -28,9 Prozent bei HC und von -37,0
Prozent bei NO
X
.
Damit wird, abgesehen von der Treibstoffrationierung, die
wir aus verschiedenen Gründen ablehnen, die Reduktion
der Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen auf 100 km/h
die einzige rasch wirksame Massnçhme zu einer wesentli-
chen Verminderung des Schadstoffausstosses von Perso-
nenwagen.
Die für den Entscheid des Bundesrates ebenfalls berück-
sichtigten politischen Gründe bestehen natürlich nach wie
vor. Die zwingende Notwendigkeit, den Schadstoffausstoss
rasch und drastisch zu senken, verlangt aber den Einbezug
der Geschwindigkeitsbeschränkung.
Falls eingeleitete Massnahmen zu einer wesentlichen Ver-
minderung der gesamten Schadstoffbelastung führen, wäre
eventuell die Geschwindigkeitsbeschränkung zu überprü-
fen. Dabei wären allfällige weitere positive Auswirkungen
der Geschwindigkeitsbeschränkung (weniger schwere
Unfälle, Anreiz zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr
usw.) mitzubewerten.
Postulat Aubry1252
N 21 juin 1985
Auch für unterschiedliche Geschwindigkeitslimiten gibt es
einen Präzedenzfall. Für Personenwagen mit Spikes galten
tiefere Geschwindigkeitslimiten. Diese Fahrzeuge waren mit
entsprechenden Klebern gekennzeichnet. Ähnlich könnten
allenfalls abgasarme Fahrzeuge gekennzeichnet werden,
wenn man diese von der Geschwindigkeitsbeschränkung
ausnehmen wollte.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
vom 1. Mai 1985
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 1
er
mai 1985
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Präsident: Dieses Postulat wird von Herrn Revaclier
bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.
Diskussion verschoben - Discussion renvoyée
#ST# 85.431
Postulat Lüchinger
Autoschadstoff-Bekämpfung.
Umrüstung von Altwagen
Substances toxiques dans les gaz
d'échappement. Adaptation des voitures
Wortlaut des Postulates vom 22. März 1985
Zurzeit wird intensiv an der Entwicklung technischer Mass-
nahmen für die Umrüstung von Altwagen des individuellen
Personenverkehrs zwecks Verminderung des Schadstoff-
ausstosses gearbeitet. Der Bundesrat wird eingeladen, nach
Vorliegen gesicherter Lösungen
- im Rahmen einer Übergangsordnung Vorschriften für die
Umrüstung von Altwagen zu prüfen, soweit eine Umrüstung
zu einer wesentlichen Verbesserung der Abgassituation
führt und finanziell vertretbar ist;
- den Kantonen eine schrittweise Erhöhung der Fahrzeug-
gebühren für nicht sanierbare Altwagen anzuregen, mit dem
Ziel, ein vorzeitiges Ausscheiden solcher Wagen aus dem
Verkehr zu erwirken.
Texte du postulat du 22 mars 1985
Des recherches intensives sont actuellement en cours pour
trouver des moyens permettant de modifier les voitures en
service qui sont destinées au transport des personnes de
telle sorte que la teneur des gaz d'échappement en subs-
tances toxiques soit réduite. Le Conseil fédéral est invité à
prendre les mesures suivantes lorsque des résultats auront
été obtenus en ce domaine:
- Examiner la possibilité d'adopter, dans le cadre d'une
réglementation transitoire, des dispositions sur la modifica-
tion des voitures en service, si cette mesure permet de
réduire notablement et à moindres frais la toxicité des gaz
d'échappement.
- Encourager les cantons à augmenter progressivement
les taxes perçues sur les voitures en service qui ne peuvent
être modifiées de manière satisfaisante, afin d'accélérer le
retrait de ces voitures de la circulation.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aliesch, Ammann-Bern,
Basler, Cincera, Columberg, Giudici, Houmard, Kühne,
Künzi, Martin, Müller-Meilen, Nebiker, Nef, Oester, Petit-
pierre, Pfund, Schule, Schwarz, Spalti, Spoerry, Tschuppert,
Wanner, Zwingli (23)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Im Gegensatz zur Schadstoffbehebung im industriellen und
im Heizungsbereich kann die durchgehende Bekämpfung
der Autoschadstoffe noch sehr lange dauern, weil nicht
sanierte Altwagen im Verkehr bleiben. Im Interesse der Ver-
besserung der Umweltbedingungen sind wir an einer Abkür-
zung dieser Frist durch Umrüstung der Altwagen interes-
siert. Wo eine Umrüstung technisch nicht möglich oder
finanziell nicht vertretbar ist, soll nach dem Verursacherprin-
zip eine höhere Fahrzeuggebühr an ihre Stelle treten.
Die angeregten Massnahmen sind zudem geeignet, für den
bis zum I.Oktober 1986 freiwilligen Kauf von Autos mit
Katalysatoren ein zusätzliches Interesse zu schaffen. Aus-
serdem wird dem Bedenken der Autobranche Rechnung
getragen, die als Folge der Einführung von Katalysator-
Fahrzeugen einen übersetzten Markt von Altwagen befürch-
tet. Die vorgeschlagene Übergangslösung wird zu einer
vorzeitigen Ausserbetriebsetzung von sehr alten Fahrzeu-
gen mit sehr schlechten Abgasbedingungen führen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 22. Mai 1985
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 22 mai 1985
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
#ST# 85.310
Postulat Aubry
Jurassisches Parlament und Wiedervereinigung
Parlement jurassien et réunification
Wortlaut des Postulates vom 4. Februar 1985
Der Bundesrat wird gebeten, bei den jurassischen Behörden
zu intervenieren, damit sie auf ihren Annexionsanspruch auf
die drei beim Kanton Bern verbliebenen Bezirke verzichten.
Texte du postulat du 4 février 1985
Le Conseil fédéral est prié d'intervenir auprès des autorités
du canton du Jura afin de les faire renoncer à leur revendi-
cation d'annexion des trois districts restés bernois.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-Berne, Bonny,
Bratschi, Candaux, Cevey, Cincera, Clivaz, Dubois, Fluba-
cher, Frei-Romanshorn, Frey-Neuchâtel, Geissbühler, Giu-
dici, Graf, Hari, Hofmann, Kohler Raoul, Martin, Mühlemann,
Müller-Scharnachtal, Müller-Meilen, Gehen, Oester, Ogi,
Perey, Pfund, Rime, Rubi, Sager, Schnyder-Berne, Schwarz,
Soldini, Wanner, Weber-Schwyz, Wyss, Zwygart (36)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Nous demandons au Conseil fédéral d'entreprendre les
démarches nécessaires auprès du Gouvernement du canton
du Jura afin que soit dissoute la Commission de coopération
et de réunification instituée par le Parlement jurassien le
31 janvier dernier.
Malgré le refus opposé par les Chambres fédérales à l'article
138 de la Constitution jurassienne qui portait sur la réunifi-
cation, les déclarations d'intention du Gouvernement juras-
sien et aujourd'hui du Parlement du canton du Jura tendent
à une réunification avec la partie restée bernoise du Jura
d'avant le 23 juin 1974.
Une telle volonté d'annexion, après que le peuple suisse et
les cantons eurent accepté l'entrée en souveraineté du
canton du Jura met en péril non seulement le canton con-
cerné, soit le canton de Berne, mais également tous les
cantons confédérés.
La motion déposée le 19 juin 1980 qui a trait à la garantie
fédérale pour les territoires des cantons, de même que celle
du 8 juin 1983 qui demande des mesures de protection à
l'égard du Jura bernois contiennent toute l'argumentation
du problème ci-dessus. Le Conseil fédéral, dans la réponse
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Zwingli Geschwindigkeitsbeschränkung. Rückkommen auf den Entscheid
Postulat Zwingli Limitation de vitesse sur les autoroutes. Reconsidération de la décision
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1985
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
85.326
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
21.06.1985 - 08:00
Date
Data
Seite
1251-1252
Page
Pagina
Ref. No
20 013 500
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