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CH_VB_001Ch Vb5 oct. 1984Ouvrir la source →
Interpellation Aubry1450 N 5 octobre 1984 vorangehen. Diese soll auch die Voraussetzung schaffen, dass alle Kantone in angemessener Weise zur Darstellung kommen. 4. Die Dezentralisierung muss von einer Auslagerung der Kompetenzen begleitet sein: Die geographische Dezentralisierung müsste unabdingbar von einer entsprechenden Auslagerung der bisher in Zürich zentrierten Kompetenzen und Befugnisse begleitet sein. Auch dafür bietet Radio DRS ein taugliches Konzept als Vorgabe. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 29. August 1984 Rapport écrit du Conseil fédéral du 29 août 1984 Es ist nicht zu verkennen, dass sich die von Anfang an zentralistische Organisation des Fernsehens in allen drei Regionen von der dezentralisierten Organisation des Radios markant unterscheidet. Die dafür notwendige Infrastruktur rechtfertigt indes grundsätzlich die Zusammenfassung der Produktionsmittel an einem Orte. Es wäre aus finanziellen, organisatorischen und personellen Gründen ausgeschlos- sen, für die hauptsächlichen Studioproduktionen des Fern- sehens eine dezentralisierte Struktur ins Auge zu fassen. Das trifft um so mehr zu, als im Vergleich zum Ausland der regionale Aufbau der SRG bereits zu relativ kleinräumigen Verbreitungsgebieten führt. Die SRG ist indessen bereit zu prüfen, ob die jetzige Organi- sation - besonders im Bereiche DRS - in stärkerem Masse dezentralisiert werden kann. Das Ziel solcher Massnahmen darf jedoch einzig darin bestehen, eine ausgeglichene Wie- dergabe der föderalistischen Schweiz im Medium Fernse- hen herbeizuführen. Andere Überlegungen, vor allem wirt- schaftliche oder prestigemässige, vermöchten eine Zerstük- kelung des Fernsehbetriebes keinesfalls zu rechtfertigen. Bei der Prüfung von Anregungen auf vermehrte Dezentrali- sierung sind aber auch Kostenüberlegungen einzubeziehen. Eigentliche Regionalstudios des Fernsehens DRS nach dem Beispiel der Radiostudios würden Neubauten, eine entspre- chende Infrastruktur und vermehrtes Personal bedingen, was ohne eine zusätzliche Finanzierung nicht denkbar wäre. Nach Angaben der SRG bestehen bereits regionale Fernseh- korrespondenten in Basel, Bern, Luzern und St. Gallen. Die- ses Korrespondentennetz könnte durch Equipen, die mit leicht transportablen Aufnahmegeräten arbeiten, verstärkt werden. Einspeisepunkte von den Korrespondentenstandor- ten zur Zentrale sind teils vorhanden, teils werden sie einge- richtet. Sodann wird abgeklärt, ob wöchentliche Regionaljournale, in Ergänzung zu den heutigen DRS-Aktuell-Sendungen, gestaltet werden könnten. Es würde sich um Aktualitäten- sendungen handeln, die in den entsprechenden Subregio- nen produziert und ins Programm des Fernsehens DRS eingespielt würden. Schwerpunkte würden Interviews und Diskussionen bilden, die durch nachrichtenähnliche Kurz- filme angereichert würden. Geprüft wird auch die Schaffung echter Regionaljournale, was jedoch ein auftrennbares Sendernetz voraussetzt, wie dies bei den Regionaljournalen des Radios und bei den Regionalsendungen der deutschen ARD der Fall ist. Entsprechende Studien sind im Gange. Die SRG ist somit bereit, die regionale und subregionale Information, weil zu ihrem Auftrag gehörend, raschmög- lichst und mit einem vertretbaren Aufwand zu verbessern. Das Bundeshausstudio der SRG bildet im Rahmen dieser Bestrebungen bereits einen Schwerpunkt. Politische Sen- dungen werden in beträchtlichem Ausmasse hier konzipiert und ins Programm eingebracht. Aus räumlichen Gründen sind aber einer Erweiterung Grenzen gesetzt. Wollte man die Fernsehproduktion in Bern stark ausbauen, wären neue Gebäulichkeiten erforderlich. Die SRG zieht eine zusätzliche Personaldotierung im Rahmen der vorhandenen Möglich- keiten vor. Das Bundeshausstudio untersteht betrieblich der Generaldi- rektion, in programmlicher Hinsicht grundsätzlich den regionalen Fernsehdirektionen. Eine Änderung dieser Orga- nisation kann nach Auffassung der SRG geprüft werden. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass die SRG im Rahmen ihrer Konzession über eine weitgehende unterneh- merische Unabhängigkeit verfügt; sie ist deshalb auch für die aufgeworfenen Fragen bezüglich Dezentralisierung beim Fernsehen DRS zuständig und verantwortlich. Der Bundesrat begrüsst indessen, nicht zuletzt aus föderalisti- schen Überlegungen, die von der SRG vorgesehenen Mass- nahmen zugunsten einer verstärkten Dezentralisierung. Es sollte auf diese Weise möglich sein, mit vertretbarem Auf- wand dem Anliegen des Interpellanten Rechnung zu tragen. Le président: L'interpellateur est satisfait de la réponse du Conseil fédéral. #ST# 84.457 Interpellation Aubry PTT. Werbestempel Estampillage publicitaire des PTT Wortlaut der Interpellation vom 14. Juni 1984 Am 23. Mai 1984 hat der Bundesrat das Postulat Neukomm zur Bekämpfung des Tabakmissbrauchs angenommen. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass man nicht zweierlei Politik betreiben kann und dass ein Regiebetrieb des Bundes wie die PTT, die Massnahmen zur Bekämpfung von Gesundheitsschädigungen der Bürger sich zu eigen machen oder zumindest unterstützen sollte? Kann der Bundesrat die PTT-Betriebe nicht zu einer anderen Haltung bewegen? Texte de l'interpellation du 14 juin 1984 En date du 23 mai 1984, le Conseil fédéral vient d'accepter un postulat Neukomm au sujet de la lutte contre le taba- gisme. Le Conseil fédéral ne pense-t-il pas qu'on ne peut faire deux sortes de politique et qu'une régie fédérale telle que les PTT devrait défendre les mesures comme les atteintes à la santé des citoyens ou au moins les soutenir? Le Conseil fédéral ne peut-il obliger les PTT à un choix différent? Mitunterzeichner - Cosignataires: Bircher, Bremi, Christi- nat, Eppenberger-Nesslau, Frei-Romanshorn, Gloor, Günter, Hunziker, Künzi, Loretan, Lüchinger, Maeder-Appenzell, Massy, Meizoz, Meyer-Berne, Neukomm, Ogi, Pfund, Pini, Rime, Robbiani, Schnyder-Berne, Segmüller, Vannay, Wyss (25) Schriftliche Begründung - Développement par écrit Le Conseil fédéral, en date du 1 e ' février 1984, a donné une réponse détaillée, claire et précise à une question ordinaire concernant l'estampillage publicitaire des PTT. Il semble cependant que le chapitre traitant des fiches-réclame de l'article 5, 4 e alinéa, de l'ordonnance d'exécution de la loi fédérale sur l'organisation des PTT n'est pas du tout suivi. J'en veux pour preuve la demande faite par l'ASN (Associa- tion suisse des non-fumeurs) d'obtenir une fiche-réclame. Or la réponse de la Direction des PTT prétexte «qu'en soutenant les non-fumeurs, on allait perdre la réclame des fabriques de cigarettes et de tabac». Lors d'une nouvelle intervention de ma part à ce sujet à la Direction des PTT, la réponse a été tout aussi sybilline. C'est pour l'exposition SAN-EXPO-ASN 84 que la fiche-réclame avait été demandée et dans son refus le directeur des PTT déclare: «Nous étions en présence d'une propagande pour une manifestation et non pas des objectifs allant dans ce sens.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Keller Fernsehen DRS. Dezentralisierung Interpellation Keller Télévision suisse alémanique. Décentralisation In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.442 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 05.10.1984 - 08:00 Date Data Seite 1449-1450 Page Pagina Ref. No 20 012 789 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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