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CH_VB_001Ch Vb22 juin 1984Ouvrir la source →
Interpellation Carobbio 1008 N 22 juin 1984 jährlich über 1000 Ladungen oder Fahrzeuge von schweize- rischen Transporteuren in Italien geraubt werden. Den Scha- den haben die Versicherungen und der Transporteur zu tragen. Trotz internationalen gesetzlichen Grundlagen (Überein- kommen über den Beförderungsvertrag im internationalen Strassengüterverkehr) wird der Transporteur mit einem Rückbehalt im Schadenfalle (Überschreiten der Lieferfrist und Verderbsschaden) belastet. In vielen Fällen kann die Versicherung aus versicherungsvertraglichen Gründen infolge höherer Gewalt den Schaden nicht übernehmen. Das Verhalten des italienischen Zollpersonals verursacht einen unverhältnismässigen Schaden, der aus wirtschafts- und ordnungspolitischer Sicht nicht einfach hingenommen werden darf. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Januar 1982 und bei der Unterzeichnung der Vereinba-
rung mit der Banca della Svizzera Italiana über die Schwie-
rigkeiten Bescheid, in der die Ker-Tiles schon damals
steckte?
terungen, die der Ker-Tiles gewährt wurden, auch für die
Niro Ceramic AG Kopenhagen bestätigt worden?
d. Was halten die Bundesbehörden von der heutigen Lage
und den künftigen Aussichten der Ker-Tiles-Niro Ceramic in
Cresciano?
Testo della interpellanza del 22 marzo 1984
II sottoscritto chiede al Consiglio federale di dire:
a. al momento della decisione del 20 gennaio 1982 e della
firma della successiva convenzione con la Banca della Sviz-
zera Italiana le autorità federali erano a conoscenza della
difficoltà in cui versava già allora la Ker-Tiles;
b. nel frattempo la fideiussione ha dovuto o no essere
onorata;
c. se non è stata onorata, la fideiussione e tutte le altre
facilitazioni concesse alla Ker-Tiles sono state confermate
anche a favore della Niro Ceramic SA di Copenaghen,
oppure no;
d. quale è l'atteggiamento delle autorità federali rispetto
all'attuale situazione e alle prospettive future della Ker-Tiles-
Niro Ceramic di Cresciano.
Texte de l'interpellation du 22 mars 1982
Le soussigné demande au Conseil fédéral de dire:
a. Si, lorsque la décision a été prise le 20 janvier 1982 et que
la convention a été signée avec la Banque de la Suisse
italienne, les autorités fédérales connaissaient déjà les diffi-
cultés dans lesquelles se trouvait la Ker-Tiles;
a. Si la caution a dû être versée ou non dans l'intervalle;
c. Dans la négative, si la caution et toutes les autres facilités
accordées à la Ker-Tiles ont aussi été confirmées en faveur
de la Niro Ceramic SA de Copenhague, ou non;
d. Quelle est l'attitude des autorités fédérales en ce qui
concerne la situation actuelle et les perspectives de la Ker-
Tiles-Niro Ceramic de Cresciano.
Juni 1984 N1009 Interpellation Iten Schriftliche Begründung Motivazione scritta - Développement par écrit In data 20 gennaio 1982 il Lod. Dipartimento federale del- l'economia pubblica concedeva, in virtù del decreto federale del 6 ottobre 1978 sugli aiuti finanziari completivi in favore delle regioni economicamente minacciate, alla Ker-Tiles SA di Cresciano una fideiussione semplice in favore della Banca della Svizzera Italiana di Lugano su un credito di due milioni di franchi, della durata di 10 anni e per la durata di 5 anni, un contributo ai costi d'interesse sul credito garantito pari a un quarto per cento del saggio di interesse commer- ciale usuale, nonché l'esonero dal pagamento delle imposte federali dirette al 100 per cento per 4 anni e al 75 per cento per 3 anni. Successivamente la decisione di concedere la fideiussione era perfezionata con una convenzione sotto- scritta con la Banca della Svizzera Italiana. L'11 giugno 1982 la Ker-Tiles chieveda e otteneva il concordato con abban- dono dell'attivo. Nel 1983 l'attività veniva ripresa dalla Miro Ceramic SA, affitturia dello stabile, che però doveva essere anche azionista minoritaria, secondo le indicazione fornite poi risultate non esatte, della Ker-Tiles di Cersciano. La Niro Ceramic SA di Copenaghen si è riservata di perfezionare successivamente l'acquisto della Ker-Tiles, acquisto che non risulta sia ancora avvenuto. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Risposta del Consiglio federale Rapport écrit du Conseil fédéral a. Il Dipartimento federale dell'economica pubblica, dopo aver esaminato in modo appropriato la domanda che gli era stata sottoposta del competente servizio cantonale, ha deciso assegnare un aiuto all'impresa summenzionata. Le autorità non hanno avuto conoscenza di difficoltà. b. La fideiussione non è stata versata, c.d. Nel frattempo non è intervenuta nessuna conferma a favore della Niro Ceramic SA. D'altronde, nella misura in cui la Niro Ceramic SA sia interessata a continuare le attività della Ker-Tiles, le possibilità d'incoraggiamento, nel quadro del decreto federale del 6 ottobre 1978 sugli aiuti finanziari completivi in favore delle regioni economicamente minac- ciate, le sono aperte purché essa ne adempia le condizioni. Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen 42 Stimmen 48 Stimmen #ST# 84.325 Interpellation Iten Bahnhof Hergiswil. Stückgutverkehr Gare d'Hergiswil. Trafic de détail Wortlaut der Interpellation vom 6. März 1984 Ist der Bundesrat bereit, darauf einzuwirken, dass der Entscheid der SBB, den Bahnhof Hergiswil am See als Regionalzentrum für den Stückgutverkehr zu schliessen, rückgängig gemacht wird? Texte de l'interpellation du 6 mars 1984 Le Conseil fédéral est-il disposé à faire en sorte que soit annulée la décision des CFF de fermer la gare d'Hergiswil am See, considérée comme un centre régional pour le trafic de détail? Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Bahnhof Hergiswil am See erhebt zu Recht Anspruch darauf, als Regionalzentrum für den Stückgutverkehr geöff- net zu bleiben. Das belegen die Zahlen. Jährlich werden etwa 26000 Sendungen Stückgut abgefertigt und damit 3000 Tonnen umgeschlagen. Ein Anschluss an das Regio- nalzentrum Luzern drängt sich daher nicht auf. Dazu gesellt sich die Tatsache, dass der Gemeinderat von Hergiswil noch am 13. Oktober 1983, als das neue Stückgut- konzept der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, von der SBB die Mitteilung erhielt, der Bahnhof Hergiswil werde als Regionalzentrum für den Stückgutverkehr geöffnet bleiben. Das soll nun plötzlich nicht mehr gelten, obwohl die Schlies- sung des Bahnhofes Hergiswil als Regionalzentrum und die Aufhebung der Stückgutabfertigung schwerwiegende Kon- sequenzen nach sich zieht. So hat nach dem neuen Konzept die Zu- und Abfuhr der Stückgüter auf der Strasse zu erfolgen. Der Bahnhof Luzern kann allerdings, wegen der chronisch verstopften Strassen zum Güterbahnhof, nicht als Ersatz angesehen werden. Das einheimische Gewerbe wird deswegen gezwungen, ganz auf die Strasse auszuweichen. Und das ist aus umweit- und verkehrspolitischen Gründen geradezu bedenklich. Beson- ders jetzt, da mit Abgaben der Strassen verkehr eingedämmt werden soll und Tempolimiten zum Schutz unserer Umwelt zur Diskussion stehen. Der Entscheid, den Bahnhof Hergiswil als Regionalzentrum zu schliessen, erschüttert das Vertrauen der Bevölkerung zu den SBB in nachhaltiger Weise. Nicht nur, dass eine Zusage plötzlich nicht mehr gelten soll. Dazu kommt, dass die Bevölkerung stets grosses Verständnis für die Belange der SBB aufgebracht hat. So wurde schon vor 20 Jahren eine halbe Million Franken für den Neubau des Bahnhofes Her- giswil bereitgestellt. Diese Investitionen würden sich heute als teilweise nutzlos erweisen. Daneben wurden mit gewalti- gen finanziellen Mitteln die Niveauübergänge beseitigt. Der Entscheid der SBB und der damit verbundene Stellenabbau wird für die Bevölkerung und die Region dadurch noch weniger einsichtig. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral Der Bundesrat ist für die Aufhebung des Entscheides der Schweizerischen Bundesbahnen, wonach der Bahnhof Her- giswil als Regionalzentrum für den Stückgutverkehr weg- fällt, nicht zuständig. Die eidgenössischen Räte haben 1977 die den öffentlichen Transportunternehmungen auferlegte Stückgutbeförderungspflicht aufgehoben. Seither bieten diese Unternehmungen ihre Leistungen im Rahmen der Marktmöglichkeiten an und versuchen, sie kostengünstiger zu erbringen. Was die Wahl der Regionalzentren angeht, so handelt es sich um eine betriebsinterne Massnahme der SBB. Es trifft zu, dass der Gemeinderat von Hergiswil am
Oktober 1983 die Mitteilung erhalten hat, dieser Bahnhof sei im vorgeschlagenen Neukonzept als SBB-Regionalzen- trum vorgesehen. Es wurde jedoch vorbehalten, dass Ände- rungen noch eintreten könnten. Diese sind durch die Wahl von Stansstad zum regionalen Stückgutzentrum der Luzern- Engelberg-Bahn (LSE) bedingt, welches etwa 3 Kilometer von Hergiswil entfernt liegt. Die Erhöhung der Strassendistanzen wird durch eine Kon- zentration der Transportleistungen aufgewogen, womit der Zustell- und Abholdienst rationeller abgewickelt werden kann. Weitere Belastungen imStrassenverkehrsind nicht zu befürchten, da dieser insgesamt nur um 1 Prozent zuneh- men dürfte. Wichtige Kunden der Region haben betont, dass sie auf eine rasche Dienstleistung der Bahn angewiesen sind. Das neue Stückgutkonzept verfolgt dieses Ziel und erweitert den Hauslieferdienst auf etwa 6000 Ortschaften der Schweiz. Darüber hinaus bleiben alle dem Gepäckverkehr geöffneten
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Carobbio Hilfe für wirtschaftlich bedrohte Regionen. Einzelfall Interpellation Carobbio Aide aux régions économiques menacées. Cas d'espèce Interpellation Carobbio Aiuto finanziari in favore delle regioni economicamente minacciate. Caso Ker-Tiles SA, Cresciano In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 15 Séance Seduta Geschäftsnummer 84.393 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 22.06.1984 - 08:00 Date Data Seite 1008-1009 Page Pagina Ref. No 20 012 583 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale.
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