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CH_VB_001Ch Vb16 déc. 1983Ouvrir la source →
Interpellation Kohler Raoul 1858 N 16 décembre 1983 zurückzukommen sein wird, kann heute nicht gesagt wer- den. Theoretisch bleibt die Möglichkeit einer schweizeri- schen Eigenentwicklung offen. Infolge der immer komple- xer werdenden Technik von Kampfpanzern würden aber die Kosten für die Entwicklung, Erprobung und Herstellung eines eigenen Kampfpanzers immer höher; sie stünden kaum noch in einem vertretbaren Verhältnis zu den beschränkten Serien für den Bedarf unserer eigenen Armee. Die Lizenzfabrikation eines ausländischen Panzers in der Schweiz ist deshalb unseres Erachtens die zweckmässigere und kostengünstigere Lösung. 2. Mit unserem Beschluss vom Jahr 1979 haben wir die Art und Weise der Panzerbeschaffung bereits vorgezeichnet. Das Militärdepartement bezeichnete in der Folge die Firma Contraves als Generalunternehmerin für die Abklärung der Lizenzfabrikation und legte die Rahmenbedingungen hier- für fest. Diese können aus heutiger Sicht eingehalten wer- den. Es kann mit einem Lizenzumfang von 60 Prozent des Fabrikationsgutes an Panzerfahrzeugen und Ersatzteilen gerechnet werden. 3. Die durch den Lizenzbau bedingten Mehrkosten bewe- gen sich in der Grössenordnung von 10 bis 15 Prozent. Diese sind angesichts der volkswirtschaftlichen Vorteile der Beschaffung verantwortbar: Bei einem Beschaffungsum- fang von 420 Panzern entsteht ein Beschäftigungsvolumen von etwa 14 000 Mannjahren. Der Lizenzbau hat aber auch militärische Vorteile: Die sich über eine längere Zeit erstrek- kende Beschaffung erhält in unserer Industrie ein Fachwis- sen und «Know how», das für die Armee von grosser Bedeu- tung ist. Zu den Fragen in der Interpellation Ogi nehmen wir wie folgt Stellung:
Die Einführung eines neuen Kampfpanzers hat unverän- dert hohe Priorität und ist dringlich. Das Armeeleitbild vom
September 1982 geht davon aus, dass gepanzerte Kampf- fahrzeuge über das Jahr 2000 hinaus eine wichtige Rolle spielen werden, insbesondere auch im Verbund mit Kampf- helikoptern und einer starken Feuerunterstützung durch Artillerie und Flugwaffe. Moderne Kampfpanzer sind unerlässlich zur Sicherung unseres Landes gegen die Gefahr eines strategischen Über- falles. Ihre Beschaffung macht die älteren, bei uns vorhan- denen Kampfpanzer allerdings nicht überflüssig. Durch die Einführung einer leistungsgesteigerten Munition sind diese Panzer bereits aufgewertet worden; weitere Massnahmen sollen ergriffen werden, um ihren Kampfwert zu erhalten und nach Möglichkeit noch zu steigern. Das Prinzip soll weiterhin zum Tragen kommen, wonach die leistungsfähig- sten Panzer für operative Gegenschläge im Rahmen der Mechanisierten Divisionen, weniger leistungsfähige Panzer für taktische Gegenschläge der Felddivisionen und die älte- sten Panzer als mobile Panzerabwehr der Infanterieregimen- ter eingesetzt werden. 2.1 Zur Umrüstung der bereits bestehenden Panzerbatail- lone in den Mechanisierten Divisionen werden insgesamt 420 neue Kampfpanzer benötigt. Ihre Beschaffung und Ein- gliederung wird schrittweise erfolgen. Es ist beabsichtigt, mit dem Rüstungsprogramm 1984 die Beschaffung eines ersten Loses von 210 Kampf panzern des Typs Leopard 2 zu beantragen. Die ersten 35 Panzersollen vom Hersteller fertig geliefert werden, die restlichen überwiegend in Lizenz in der Schweiz hergestellt werden. 2.2 Mit der Einleitung der Panzerbeschaffung im Jahr 1984 ist die Erneuerung unseres Panzerparkes keineswegs verzö- gert werden. 2.3/2.4 Eine Neuauflage des Panzers 68 stand im Militärde- partement nie zur Diskussion. Das Leistungsgefälle zwi- schen Panzern der neuen Generation und den bei uns eingeführten Panzern ist so gross, dass es auch durch noch so aufwendige Kampfwertsteigerung nicht ausgeglichen werden kann. 2.5 In den Jahren 1981 und 1982 führte das Militärdeparte- ment umfangreiche Erprobungen mit den Kampfpanzern Leopard 2 und M1 Abrams (frühere Bezeichnung XM 1) durch, bei denen militärisches und technisches Berufsper- sonal sowie Miliztruppen zum Einsatz kamen. Für die Eva- luation der beiden Panzer wurden bis heute rund 64 Millio- nen Franken aufgewendet, wovon 30 Millionen für die Abklärung der Industriebeteiligung. Weitere 55 Millionen Franken waren vorher für die Abklärungen einer allfälligen Eigenentwicklung in den Jahren 1978 und 1979 aufgewen- det worden. Die Kredite waren im Forschungs-, Entwick- lungs- und Versuchsprogramm eingestellt.
Wie wir in Ziffer 1 ausgeführt haben, kann auf die Beschaffung eines neuen, modernen Kampfpanzers nicht verzichtet werden, wenn unsere Armee auch in Zukunft in der Lage sein soll, die ihr im Rahmen unserer Sicherheitspo- litik übertragenen Aufgaben zu erfüllen. Interpellation Vetsch Le président: L'auteur de l'interpellation est satisfait. Interpellation Ogi Le président: L'auteur de l'interpellation est satisfait. #ST# 83.591 Interpellation Kohler Raoul Staatliche Finanzhilfen im Ausland und Verzerrung der Konkurrenz Aides gouvernementales étrangères et distorsions de concurrence Wortlaut der Interpellation vom 5. Oktober 1983 Durch die massive Finanzhilfe, die ausländische Regierun- gen bestimmten Unternehmen ihres Landes gewähren, dank der diese die Preise für ihre Produkte stark senken können, werden oft die elementaren Wettbewerbsregeln verzerrt. Wegen dieser Regierungshilfe erwachsen den schweizeri- schen Unternehmen sowohl im Inland als auch im Ausland grosse Probleme, weil ihre Produkte mit den subventionier- ten Produkten ausländischer Firmen konkurrieren müssen. Einige Unternehmen unseres Landes sind durch diese schweren Wettbewerbsverzerrungen in ihrer Existenz be- droht. Ich frage den Bundesrat, was er zu tun gedenkt, um unsere Unternehmen gegen die Auswirkungen missbräuchlicher Regierungshilfe zu schützen und die Voraussetzungen des freien Wettbewerbs auf den Märkten des In- und Auslandes wieder herzustellen. Texte de l'interpellation du 5 octobre 1983 Des gouvernements de pays étrangers faussent souvent les règles élémentaires de la concurrence en accordant à cer- taines de leurs entreprises des soutiens financiers massifs permettant à ces dernières d'abaisser fortement les prix de leurs produits. Ces aides gouvernementales placent les entreprises suisses dans une situation particulièrement diffi- cile, sur notre marché intérieur comme aussi sur les marchés étrangers, lorsque leurs produits sont en concur- rence avec ceux des entreprises étrangères subventionnées. Ces graves distorsions de concurrence mettent en danger l'existence de certaines de nos entreprises. Je demande au Conseil fédéral de dire quelles mesures il entend mettre en œuvre pour protéger nos entreprises con- tre les effets d'aides gouvernementales abusives et rétablir
Dezember 1983 N 1859 Interpellation Oehler les conditions de libre concurrence sur notre marché inté- rieur et sur les marchés étrangers. Mitunterzeichner- Cosignataires: Aubry, Cevey, Couchepin, Delamuraz, (Duboule), Dupont, (Junod), Martin, Petitpierre (9) Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et désire une réponse écrite. Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral En effet, des gouvernements de pays étrangers faussent souvent la concurrence par des soutiens financiers massifs et placent les entreprises suisses dans une situation particu- lièrement difficile, lorsque les produits de ces dernières sont en concurrence avec ceux des entreprises étrangères sub- ventionnées, tant sur le marché intérieur que sur le marché étranger. L'objectif prédominant des gouvernements accor- dant un soutien financier direct à certaines entreprises est de conserver des places de travail en améliorant artificielle- ment la position concurrentielle des bénéficiaires qui, très souvent, seraient écartés du marché en l'absence de ces mesures. Ce type d'aide s'ajoute aux instruments du protec- tionnisme classique de nature «défensive» (droits de douane et restrictions des importations) et en constitue le volet «offensif». Comme toutes les autres formes du protec- tionnisme, elles sont devenues plus fréquentes au cours de ces dernières années de récession et plus vivement ressen- ties dans un marché mondial en stagnation. Cependant, le Conseil fédéral considère que ce serait une erreur si, à son tour, la Confédération entendait accorder des soutiens financiers à certaines branches de notre indus- trie et, ce faisant, se substituer au marché pour définir les structures industrielles viables de notre économie. En cela, le Conseil fédéral se sent heureusement d'accord avec l'au- teur de l'interpellation. Cela ne signifie pas pour autant que le Conseil fédéral entend accepter les effets d'une concur- rence faussée par les appuis financiers de gouvernements étrangers sur notre économie. Ses activités et réactions se portent dans trois directions précises:
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Interpellation Kohler Raoul Staatliche Finanzhilfen im Ausland und Verzerrung der Konkurrenz Interpellation Kohler Raoul Aides gouvernementales étrangères et distorsions de concurrence In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 12 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.591 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 16.12.1983 - 08:00 Date Data Seite 1858-1859 Page Pagina Ref. No 20 012 092 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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