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CH_VB_001Ch Vb19 sept. 1983Ouvrir la source →
Motion du Conseil des Etats1108 N 19 septembre 1983 abzugsberechtigten Krankenversicherungsbeiträge be- zeichnen kann. Der Ständerat hat in der Sommersession bereits ohne Gegenstimme diesem gesetzgeberischen Vor- haben zugestimmt; auch der Bundesrat unterstützt es. Der Bundesrat soll die Kompetenz erhalten, die Höhe der Kran- kenversicherungsprämien zu begrenzen, die ein Bezüger von Ergänzungsleistungen von seinem anrechenbaren Ein- kommen abziehen darf. Seit der Revision des ELG vom 1.Januar 1971 sind die abzugsberechtigten Krankenversi- cherungsprämien gesetzlich nicht mehr limitiert. Dabei ging man von der Annahme aus, dass sich die Abzugsberechti- gung der Prämien bei Ergänzungsleistungsbezügern auf Behandlungskosten in der allgmeinen Abteilung eines Spi- tals beziehen sollte. In der Folge machten in zunehmendem Masse Bezüger von Ergänzungsleistungen den Abzug von Prämien für die Behandlung in der privaten oder halbpriva- ten Abteilung eines Spitals geltend. Die Anrechnung höhe- rer Prämien, als sie zur Deckung der Behandlungskosten in der allgemeinen Abteilung nötig sind, entspricht aber nicht dem Konzept der ersten Säule, denn diese will ja in der Form der AHV/IV inklusive Ergänzungsleistungen die Sicherung des Existenzbedarfes anstreben. Zudem ergibt sich eine Ungerechtigkeit gegenüber den nicht krankenversicherten Bezügern von Ergänzungsleistungen, denen nach gelten- dem Recht nur die Kosten für die Behandlung in der allge- meinen Abteilung vergütet werden. Das Bundesamt für Sozialversicherung hat zwar in seinen Verwaltungsanweisungen bisher sinngemäss die Kranken- kostenprämien nur so weit für abziehbar erklärt, als die Versicherung zur Deckung der Kosten in der allgemeinen Abteilung dient. Diese Praxis, die lange Zeit unangefochten blieb, wurde aber 1983 durch drei Urteile des Eidgenössi- schen Versicherungsgerichts als bundesrechtswidrig darge- stellt. Damit die Situation bereinigt werden kann, verlangt die parlamentarische Initiative die Kompetenzübertragung an den Bundesrat, die abzugsberechtigten Krankenversi- cherungspfämien festzulegen. Die einhellige Kommission für soziale Sicherheit Ihres Rates beantragt Ihnen Zustim- mung zur parlamentarischen Initiative und zur entsprechen- den Gesetzesänderung. Präsident: Alle sieben Fraktionen stimmen dem Burdesge- setz zu. M. Riesen-Fribourg: Vous me permettrez- nous n'en avons pas parlé au sein de notre groupe - de m'opposer à l'entrée en matière, malgré une adhésion plus ou moins spontanée de dernière minute. Cette initiative parlementaire pénalise les bénéficiaires pré- voyants de prestations complémentaires. C'est donc une injustice. Je ne vois pas pourquoi ces personnes pré- voyantes, qui font le sacrifice de s'assurer un peu plus largement, seraient pénalisées une seconde fois en n'étant pas autorisées à déduire des primes plus élevées du revenu déterminant en matière de prestations complémentaires. Deuxièmement, on porte atteinte à la liberté fondamentale que devrait avoir chaque citoyen et chaque citoyenne de ce pays de choisir librement les soins médicaux et hospitaliers qui doivent lui être donnés. C'est pour toutes ces raisons que je vous recommande de voter en faveur de ma proposition de non-entrée en matière. Bundesrat Egli: Der Bundesrat stimmt der Ratsinitiative des Ständerates ebenfalls zu. Herr Riesen, Ihnen möchte ich nur mit wenigen Sätzen antworten: Erstens einmal geht es doch darum, dass man die Nichtversicherten den Versicherten gleichstell!:. Auch den Nichtversicherten werden, wenn sie krank werden, nur die Kosten der allgemeinen Abteilung zur Berechnung des massgebenden Einkommens in Abzug gebracht. Es ist nicht richtig, wenn Sie sagen, dass der Kluge und Vorbauende, der «prévoyant», zum Opfer werde. Es steht ihm Irei, die Mehrbeträge aus eigenen Mitteln zu leisten, während er sich beim heutigen Zustand beliebig hoch versichern kann, ohne eine Einkommenseinbusse zu erleiden. Das ist nicht der Sinn einer Sozialversicherung. Präsident: Herr Riesen hat seinen Nichteintretensantrag zurückgezogen. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress - Titre et préambule Ziffer l und II - Chiffre I et II Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Gesetzentwurfes 119 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Bundesrat - Au Conseil fédéral #ST# 82.913 Motion des Ständerates (Dobler) Waldschäden. Behebung Motion du Conseil des Etats (Dobler) Dommages aux forêts. Elimination des conséquences Beschluss des Ständerates vom 9. März 1983 Décision du Conseil des Etats du 9 mars 1983 Wortlaut der Motion Der ungewöhnlich heftige Föhnsturm vom 7. auf den S.November 1982 hat in 15 Kantonen, vor allem im Alpen- raum, verheerende Schäden angerichtet. Die vorläufigen Erhebungen haben ergeben, dass gegen 700 000 Kubikme- ter Holz, vorwiegend in wichtigen Schutzwaldgebieten, geworfen wurden. Die kantonalen und regionalen Forstdien- ste und Waldbesitzer stehen vor Verpflichtungen bezüglich der Erschliessung der Schadenflächen, der Forsthygiene, der Aufrüstung, Lagerung und Vermarktung des Holzes wie auch der Wiederherstellung der Sturmflächen, die ihre eige- nen Möglichkeiten weit übersteigen. Der Bundesrat wird deshalb beauftragt: a. Angesichts der ausserordentlichen Situation die Er- schliessung der Schadenflächen und die Forsthygiene mit zusätzlichen Mitteln zu ermöglichen; b. Die Wiederherstellung der geschädigten Gebiete zu unterstützen und auch hierfür ausserordentliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Texte de la motion La tempête de fœhn, exceptionnellement violente, qui a sévi dans la nuit du 7 au 8 novembre 1982 a provoqué des dégâts catastrophiques dans 15 cantons, notamment dans la région des Alpes. Il ressort des résultats provisoires d'une enquête que près de 700 000 mètres cubes de bois ont été versés, en particulier dans des régions où se trouvent des forêts pro- tectrices importantes. Les services forestiers et les proprié- taires de forêts de ces cantons et de ces régions se voient confrontés à des tâches qui dépassent de beaucoup leurs possibilités. Il s'agit de la desserte des zones sinistrées, des mesures prophylactiques contre les parasites des forêts, de la préparation du stockage et de la commercialisation des bois, ainsi que de la reconstitution de la forêt dans les zones sinistrées.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur AHV/IV. Änderung (Kommission des Ständerates) Initiative parlementaire Loi fédérale sur les prestations complémentaires à l'assurance- vieillesse, survivants et invalidité. Modification (Commission du Conseil des Etats) In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1983 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 01 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.221 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 19.09.1983 - 15:30 Date Data Seite 1107-1108 Page Pagina Ref. No 20 011 748 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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