83.061
CH_VB_001Ch Vb20 mars 1984Ouvrir la source →
Initiatives. Début uniforme de : 'année scolaire 284 N 20 mars 1984 la loi sur l'aide aux universités, le Département fédéral de l'intérieur a été autorisé à utiliser 60 millions de francs du crédit d'engagement pour les dépenses d'exploitation dans le but d'augmenter les capacités d'accueil dans les univer- sités. Ces subventions spéciales sont prévues pour le cas où le numerus clausus deviendrait menaçant. Or, le départe- ment n'a pas été en mesure, en raison de la pénurie de personnel et du fait que la procédure prescrite par la loi est relativement longue et compliquée, d'achever, avant la fin de ladite période de subventionnement, l'examen de requêtes que les cantons lui avaient fait parvenir dans le courant de 1983. L'article 5 bls permettra aux services compé- tents d'examiner soigneusement les demandes encore en suspens et de verser les subventions éventuellement attri- buées. Sur proposition de sa commission unanime, le Conseil des Etats a, le 15 décembre 19f>3, approuvé sans discussion cette solution, par 35 voix sans opposition. A l'unanimité, la Commission de la science et de la recherche du Conseil national propose à son conseil de se rallier à la décision du Conseil des Etats et d'approuver les modifications appor- tées aux articles 4,1 er alinéa, !>, 1 er alinéa, ainsi que le nouvel article 5 bis (subventions spéciéiles de la 4 e période de subven- tionnement). Angenommen - Adopté #ST# 83.075 Metalert l. Zusatzkredit Metalert l. Crédit additionnel Botschaft und Beschlussentwurf VDITI 23. November 1983 (BBI IV 525) Message et projet d'arrêté du 23 novembre 1983 (FF IV, 533) Antrag der Kommission Eintreten und Zustimmung zjm Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Entrer en matière et adhérer au projet du Conseil fédéral M. Couchepin présente au nom de la Commission de la science et de la recherche le rapport écrit suivant: Par arrêté fédéral du 6 mars 1980, les Chambres fédérales ont approuvé, sans opposition, l'octroi d'un crédit de 11,1 millions de francs pour la construction d'un bâtiment ser- vant à des activités combinées à l'Institut suisse de météoro- logie (Metalert). Les travaux ont commencé en 1980 et seront vraisemblablement terminés cet àté. Le poste «imprévus», destiné à couvrir les frais dus au renchérissement, a été complètement épuisé par les dépenses supplémentaires qui ont résulté de difficultés ren- contrées dans la nature du te Tain et de nouvelles exigences quant à la sécurité. C'est pourquoi le Conseil fédéral pro- pose l'ouverture d'un crédit additionnel de 3,1 millions de francs, demandé exclusiverm nt au titre du renchérissement. La commission, à l'unanimité et sans abstention, propose au plénum de voter le crédit additionnel. Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress Art. 1 und 2 Titre et préambule art. 1 et 2 Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 100 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 83.061 Schuljahresbeginn. Volksinitiative Début de l'année scolaire. Initiative populaire 78.231 Parlamentarische Initiative Schulkoordination (Merz) Initiative parlementaire Coordination scolaire (Merz) Standesinitiativen - Initiatives des cantons 78.206 Zug. Einheitlicher Schulbeginn Zoug. Début uniforme de l'année scolaire 79.203 Schwyz. Einheitlicher Schulbeginn Schwyz. Début uniforme de l'année scolaire 81.201 Luzern. Einheitlicher Schulbeginn Lucerne. Début uniforme de l'année scolaire Botschaft und Beschlussentwurf vom 17. August 1983 (BBI III, 761) Message et projet d'arrêté du 17 août 1983 (FF III, 789) Volksinitiative - Initiative populaire Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Minderheit (Schnyder-Bern, [Roth]) Art. 2 Streichen Art. 3 ... die Volksinitiative zu verwerfen. (Rest des Artikels strei- chen) Proposition de la commission Majorité Adhérer au projet du Conseil fédéral Minorité (Schnyder-Berne, [Roth]) Art. 2 Biffer Art. 3 ... de rejeter l'initiative populaire. (Biffer le reste de l'article) Standesinitiativen - Einheitlicher Schulbeginn Herr Keller unterbreitet namens der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
Initiatives. Début uniforme de 'année scolaire 286 N 20 mars 1984 l'avis de la plupart des cantons et des organisations qui se sont exprimés lors de la consultation. A la différence de l'initiative populaire et des initiatives cantonales, le contre-projet du Conseil fédéral fait connaître clairement au citoyen qui se prononcera sur le texte consti- tutionnel, la période à laquelle l'année scolaire débutera dans tous les cantons. Il n'est Jonc plus nécessaire d'édicter encore une législation fédérale d'exécution. 7. La commission estime c|ue le contre-projet, s'il est accepté, répond aux demandes des cantons de Zoug, Schwyz et Lucerne. Elle propose donc à l'unanimité au conseil de ne pas donner d'autre suite aux trois initiatives cantonales. Keller, Berichterstatter: Wir naben über die Volksinitiative «Koordination des Schuljahiesbeginnes» zu entscheiden, die am 23. Februar 1981 mit 104750 Unterschriften einge- reicht wurde. Die Stellungnahme der eidgenössischen Räte muss bis zum 23. Februar 1935 erfolgen. Die Volksinitiative verlangt die Koordination des Schuljah- resbeginns in allen Kantonen Bundesrat und Kommissions- mehrheit beantragen Ihnen Ablehnung der Volksinitiative und Zustimmung zum Gegenvorschlag. Im Zusammenhang mit diese' Volksinitiative sind drei Stan- desinitiativen zum gleichen Thema zu behandeln. Es geht um die Vorstösse aus den Kantonen Zug (1978), Schwyz (1979) und Luzern (1981). Mit der Annahme des Gegenvor- schlages können sie materie l als erfüllt betrachtet werden, so dass wir Ihnen beantragen, diesen Standesinitiativen keine weitere Folge zu geben. Ausserdem haben wir über die Parlamentarische Initiative unseres ehemaligen Ratskollegen Merz zu befinden. Herr Merz verlangt Koordination in vier Schulbereichen. Eines seiner Postulate betrifft den Schuljahresbeginn. Dieser Teil darf bei Annahme des Gegenvorschlages als erfüllt betrach- tet werden. Was die drei anderen Koordinationsanliegen anbelangt- Dauer der obligatorischen Schulpflicht, Schul- eintrittsalter, Ausbildungszeit - beantragt die einstimmige Kommission, es solle ihnen keine Folge gegeben werden. Gestatten Sie mir nach diesem Überblick über unsere Geschäfte einige allgemeine Bemerkungen zur Frage der Koordination im Schulwesen. Eine überaus wichtige Erscneinung der schweizerischen Vielfalt ist die kantonale Eigenständigkeit des Bildungswe- sens. Sie ist für weite Kreise der Bevölkerung im Kern ein unverzichtbarer Bestandteil jnseres Selbstverständnisses, unserer Eigentümlichkeit. Eiine Selbständigkeit, die vor allem im Primarschulbereich am ausgeprägtesten erscheint. Die zunehmende Mobilität der Familien nach dem Zweiten Weltkrieg verriet indes auch gewisse Schwächen eines Schulwesens, das sich auf engem Raum in 25 - jetzt 26 - voneinander abweichenden Systemen darbot. Damit ver- stärkte sich die Forderung nach der Ausmerzung der offen- sichtlichsten und empfindlichsten Schwächen. Man war sich dabei einig, dass man sich durchaus in mehr äusseren Bereichen abstimmen könnte, ohne dass dabei die Substanz der kantonalen Eigenständigkeit berührt werden müsste. Die Bemühungen um Koordination gewannen ihre Kraft aus der Einsicht, dass Familien und Kindern, die den Kanton wechseln, unnötige Zeitverluste und Beschwerlichkeiten erspart werden sollten. Die Frage des unterschiedlichen Schuljahresbeginns wurde als eine gewichtige Frage unter anderen erkannt. Vielleicht ist sie auch nicht die wichtigste, wie die Kritiker einer einheitlichen Lösung immer wieder betonen, aber herunterspielen darf man sie gleichwohl nicht, denn in der öffentlichen Diskussion seit den sechziger und in den siebziger Jahrer hat sie eine erhebliche Rolle gespielt. Dass zum Beispiel die Zuger Standesinitiative, welche den einheitlichen Schuljahresbeginn verlangt, mit 21 682 Ja gegen nur 747 Nein beschlossen wurde, zeigt, dass hinter diesem Anliegen mehr Druck ist, als gelegentlich behauptet wird. Über das quantitative Ausmass des Problems gibt es regio- nale Erhebungen. Als Richtmass - das sage ich mehr nach persönlicher Beurteilung - dürfte man mit einiger Gewähr sagen, dass etwa 10 Prozent der Volksschüler im Laufe ihrer Schulzeit das Schulsystem wechseln und damit von dieser Frage betroffen sind. Wir haben aber Widerwärtigkeiten im Bildungsbereich und anderswo auch dann ernst zu nehmen, wenn die Mehrzahl davon nicht betroffen ist. Dass gelegent- lich einer, der wechselt, keinen Schaden nimmt, wenn er beim Übertritt in einen anderen Kanton ein halbes Jahr verliert, ist ein schwacher Trost für alle anderen. Dass der eine oder andere Lehrling - es geht auch um sie, nicht nur um die Primarschüler - bei einer halbjährigen Wartezeit etwas Sinnvolles unternehmen kann, ist noch lange keine Rechtfertigung der Wartezeit aus Gründen mangelhafter Koordination. Und so steht denn in der Schweiz das Problem des Schul- jahresbeginns seit Jahren zur Diskussion. Die unterschiedli- che und damit unbefriedigende Situation hat die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren veranlasst, die Frage auf gesamtschweizerischer Ebene anzupacken. Sie einigte sich am 21. Juni 1967 einstimmig auf die Koordination des Schuljahresbeginns auf den Herbst. (Gemeint ist damit ein Schuljahresbeginn nach den Sommerferien; man spricht denn auch von Spätsommerschulbeginn, was von der Sache her richtiger ist; ich werde diesen Ausdruck im fol- genden zur Vermeidung unnötiger Konfusion ausschliess- lich verwenden.) Diese Empfehlung von 1967 wurde 1970 ins Schulkoordina- tionskonkordat aufgenommen. Dieses rechtskräftige, vom Bundesrat genehmigte Konkordat ist von 21 Kantonen unterzeichnet worden. Damit Sie sich einstimmen können, möchte ich sie doch kurz erwähnen: Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwaiden, Glarus, Zug, Freiburg, Solo- thurn, Baselland, Schaffhausen, Appenzell-Ausserrhoden, Appenzell-lnnerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Der Trend zum Spätsommerschulbeginn zeichnete sich in den sechziger Jahren ab, in Übereinstimmung übrigens mit den Zuständen in fast allen umliegenden Ländern. Bis in die Mitte der sechziger Jahre kannte die Mehrheit der Kantone noch den Frühjahresschulbeginn. Eine historische Untersu- chung der Gründe für diese Trendwende kann hier nicht vorgenommen werden. Dagegen seien einige Fakten er- wähnt: Fast gleichzeitig mit dem Kanton Luzern wechselten im Jahre 1966 auch die Kantone Uri, Schwyz und Unterwaiden, später auch der Kanton Zug, zum Spätsommerschulbeginn über, so dass sich heute ein Schwergewicht des Spätsom- merschulbeginns in der Innerschweiz herausgebildet hat, wenn auch der Kanton Schwyz seinen Entschluss als Reak- tion auf den nicht zum Spätsommerschulbeginn übertreten- den Nachbarkanton Zürich wieder rückgängig gemacht hat. Das andere Schwergewicht liegt in der Romandie. Genf und Wallis kennen den Spätsommerschulbeginn schon seit eini- ger Zeit. 1964 legte sich Freiburg für das ganze Kantonsge- biet auf diese Regelung fest. Im Anschluss an das Koordina- tionskonkordat folgten Neuenburg und Waadt; und Bern führte den Herbstschulbeginn für den französischsprachi- gen Teil seines Kantonsgebiets ein. Damit hat die Romandie heute eine einheitliche Spätsommerschulbeginn-Regelung. Zu erwähnen bleibt, dass auch der Kanton Tessin seit Jahr- zehnten den Spätsommerschulbeginn kennt. Der Entscheid für den Spätsommerschulbeginn hatte sich also deutlich abgezeichnet. Dann allerdings stoppten die bevölkerungsreichsten Kantone, Zürich und Bern, diese Bewegung. Sie setzten in Volksabstimmungen andere Zei- chen, 1972 ein erstes Mal, zehn Jahre später ein zweites Mal. Diese Volksabstimmungen hatten naturgemäss Auswirkun- gen auf eine Reihe weiterer Kantone, die nicht gewillt waren, entgegen den Kantonen Zürich und Bern den Spätsommer- schulbeginn einzuführen. Es ist nicht übertrieben, wenn man den föderativen Weg zur Vereinheitlichung des Schul- jahresbeginns als gescheitert bezeichnet. Heute - und das ist unsere Ausgangslage - stehen sich in der Schweiz zahlenmässig zwei gleich grosse Lager gegen-
Initiatives. Début uniforme de l'année scolaire 288 N 20 mars 1984 Ablehnung der Volksinitiativ;. Die Initianten haben bereits erklärt, dass bei Annahme des Gegenvorschlages ihre Initia- tive zurückgezogen wird. M. Borei, rapporteur: Nous traitons en même temps d'une initiative populaire, d'un contre-projet du Conseil fédéral, de trois initiatives cantonales érranant des cantons de Lucerne, Schwyz et Zoug et d'une initiative parlementaire de notre ancien collègue, M. Merz. Concernant les trois initiatives cantonales et l'initiative parlementaire de M. Merz, vous avez reçu un rapport écrit. Je ne m'exprimerai donc qu'à propos de l'initiative populaire et du contre-projet du Con- seil fédéral. La question à laquelle nous devons donner une réponse aujourd'hui, et sur laquelle le peuple suisse aura à se pro- noncer, est la suivante: la Confédération doit-elle harmoni- ser le début de l'année scolaire dans tous les cantons et, si oui, à quelle période de l'année? La question a déjà donné lieu à un certain nombre de scrutins cantonaux, dont deux à Zurich qui ont donné des résultats contradictoires. Par la documentation que vous avez reçue en tant que parlemen- taires, de diverses organisations, et par les arguments dont vous avez pu prendre conna ssance dans l'immédiat à l'oc- casion des scrutins cantonaux, vous avez pu vous rendre compte que cette question si elle ne passionne pas le monde politique, donne lieu dans la population plus souvent à l'expression d'à priori, ou d'arguments relevant de l'irra- tionnel, plutôt qu'à une argumentation sereine. Dans cet exposé introductif, je traiterai les points suivants: premièrement,'description de la situation actuelle; deuxiè- mement, arguments en faveur de l'harmonisation du début de l'année scolaire; troisièmement, faut-il un contre-projet donnant plus de compétences à la Confédération en matière scolaire; quatrièmement, le droit fédéral 'doit-il imposer l'harmonisation; cinquièmement, quelles sont les diffé- rences entre l'initiative et le contre-projet et sixièmement, pourquoi la commission vous recommande-t-elle de sous- crire au contre-projet et de refuser l'initiative? Description de la situation actuelle: au niveau européen, la Suisse est le seul pays, avec le Liechtenstein, à ne pas avoir de manière uniforme une rentrée scolaire après les vacances d'été. Au niveau de notre pays, la situation est la suivante: treize cantons, plu:; la partie francophone du can- ton de Berne, ont fixé le déb Jt de l'année scolaire après les vacances d'été. C'est le cas en particulier de toute la Suisse latine, y compris les Grisons dans leur ensemble. Ces can- tons seraient au nombre de q uatorze si le canton de Schwyz, à la suite de la décision du canton de Zurich de garder le début de l'année scolaire au printemps, n'était revenu sur sa décision pour s'aligner sur colle de son grand voisin. L'autre moitié des cantons connaissant le début de l'année scolaire au printemps. La Conférence des directeurs cantonaux de l'instruction publique a dèci dé en 1967 déjà, à l'unanimité, de recommander l'automne comme début de l'année sco- laire. Cette recommandation a été reprise dans le concordat de 1970, qui a été signé jusqu'ici par vingt et un cantons. Quels sont les arguments en faveur de l'harmonisation du début de l'année scolaire? Relevons tout d'abord que le problème soulevé n'est pas un problème marginal. On estime en effet à un élève su ' dix le nombre d'enfants ou de jeunes gens qui, au cours de leur scolarité ou de leur apprentissage, se heurtent à des difficultés résultant du manque de coordination en la matière. Ce dernier a des conséquences négatives sur le plan humain d'abord, mais aussi sur le plan économique, sur le plan des finances publiques, sur le plan des finances des entreprises privées et, last but not leust, sur le plan de l'équilibre régional au sein de notre pays. Sur le plan humain, soulignons deux difficultés majeures: une proportion importante de jeunes doivent changer de canton en cours de scolarité, soit parce que leur famille, a déménagé, soit parce qu'ils entendent suivre une scolarité de niveau supérieur ou un apprentissage dans un canton limitrophe, cette possibilité n'existant pas dans leur propre canton. Pour bon nombre d entre eux, aux difficultés habi- tuelles d'adaptation, s'ajoute un retard dû à l'absence de coordination entre les débuts de l'année scolaire. La consé- quence en est très fréquemment l'échec scolaire ou celui de la première année d'apprentissage et l'on sait combien un tel échec peut être durement ressenti par l'intéressé et par sa famille. D'autre part, il ne faut pas oublier que très souvent des jeunes doivent renoncer à une place d'appren- tissage dans un autre canton que le leur, en raison de ce manque de coordination ou alors, ils acceptent de perdre leur temps à attendre pendant presque une année. Ces difficultés rencontrées ne sont ni agréables pour les inté- ressés, ni raisonnables pour la communauté. Sur le plan économique maintenant, on ne peut à la fois prôner à toutes les tribunes, y compris à celle de notre conseil, que notre économie en restructuration a besoin de travailleurs qui acceptent la mobilité sur le plan géographi- que et, en même temps, actionner un frein puissant à rencontre de cette mobilité. Une des raisons principales pour un travailleur de renoncer à changer de domicile pour trouver un emploi, sont les conséquences de ce déplace- ment pour sa famille. Parmi ces conséquences, la plus importante, c'est la conséquence en matière scolaire. Ne pas vouloir lever cet obstacle, c'est admettre que l'exigence de la mobilité des travailleurs n'est qu'une formule creuse. Les conséquences financières pour les corporations de droit public et les entreprises privées ne sont pas non plus négligeables. Lorsqu'un élève «redouble», ce n'est jamais gratuit. Lorsque des écoles doivent avoir des programmes différenciés selon la provenance géographique de leurs élèves, ce n'est pas gratuit. Lorsque les entreprises doivent organiser de manière différenciée la formation de leurs apprentis pour les mêmes raisons, ce n'est pas non plus gratuiti Les conséquences concernant l'équilibre entre la Suisse latine et la Suisse alémanique, d'autre part, ne doivent pas non plus être sous-estimées. Le fait que l'ensemble de la Suisse latine, y compris les Grisons, connaît un début d'an- née scolaire après les vacances d'été, alors que la majorité ou peut-être qu'un jour à nouveau l'ensemble des cantons alémaniques la connaîtrait au printemps, ne ferait qu'accen- tuer la barrière linguistique qui traverse notre pays. Ne pas coordonner le début de l'année scolaire, c'est entraver l'échange de jeunes entre régions. Or, cet échange est essentiel à la compréhension entre régions linguistiques et donc essentiel à l'unité confédérale. Ne pas coordonner le début de l'année scolaire entre cantons, c'est mettre nos trois cantons bilingues dans des situations impossibles et c'est prétériter gravement les minorités alémanique ou romande de ces trois cantons. Question suivante: faut-il un contre-projet donnant à la Confédération plus de compétences en matière scolaire? La question a été débattue pour deux raisons. D'une part, parce que notre ancien collègue Merz avait déposé une initiative parlementaire allant dans ce sens et, d'autre part, parce que lors de la procédure de consultation, un certain nombre d'organisations s'étaient prononcées en faveur d'un contre- projet un peu plus vaste qu'un contre-projet traitant unique- ment du début de l'année scolaire. Le Conseil fédéral nous propose de renoncer à un tel contre-projet et votre commission se rallie à ce point de vue. Il n'est pas opportun de modifier de manière importante la répartition des tâches entre cantons et Confédération en matière d'éducation. D'autre part, l'harmonisation du début de l'année scolaire est, bien que somme toute mineure, un sujet suffisamment controversé pour mériter d'être soumis en votation populaire indépendamment de toute autre pro- position. Mais le droit fédéral doit-il imposer cette harmonisation? Tous les cantons, sauf quatre, répondent oui à cette ques- tion, de même que la plupart des organisations consultées. Bien sûr, de l'avis général, il serait théoriquement préférable de laisser se réaliser la coordination intercantonale mais il paraît malheureusement évident que, dans le contexte actuel, la voie de la concertation ne permettrait pas de résoudre le problème avant plusieurs décennies.
Initiatives. Début uniforme de l'année scolaire 290N 20 mars 1984 Sprechende, mehrmals die !5chule hat wechseln müssen, weiss, dass der unterschiedliche Schuljahresbeginn nicht etwa das Problem Nummer eins ist. Viel grössere Schwierig- keiten erwachsen den Kindîrn durch die verschiedenen Übertrittsalter in die Sekundärschule, durch die verschiede- nen Schultypen wie Primär-. Sekundär-, Realschulen und Untergymnasien mit verschiedenen Lehr- und Unterrichts- programmen, durch schlecht koordinierte Schulfächer,, durch den unterschiedlicher Beginn des Fremdsprachen- unterrichtes und durch die grossen Verschiedenheiten bei den Lehrbüchern, um nur die wichtigsten zu erwähnen. Der Wechsel in eine Schule mit verschobenem Schuljahres- beginn hat im übrigen nicht r ur Nachteile, sondern in vielen Fällen sogar Vorteile, inden die Kinder ein halbes Jahr länger in der betreffenden Klasse bleiben können und des- halb mehr Zeit haben, sich den veränderten Verhältnissen anzupassen und namentlich Lücken in der Ausbildung aus- zufüllen. Wir stellen oft fest, dass do1, wo der Wechsel kongruent erfolgt, sich aufgrund der Unterschiede im Lehr- und Schul- system durch Nachhilfestunden Stresssituationen ergeben, die in vielen Fällen trotzdem zur Wiederholung eines Schul- jahres zwingen. Dann geht jeweils nicht nur ein halbes, sondern sogar ein ganzes Jahr verloren! Aufgrund dieser Überlegungen sind wir der Meinung, sowohl die Volksinitiative als auch der Gegenvorschlag des Bundesrates seien abzulehnen. Die bisherigen negativen Volksentscheide lassen deutlich erkennen, dass die Lösung unserer Schulprobleme nicht durch Zwangsmassnahmen des Bundes voranzutreiben ist, zumal Schulfragen nach wie vor unter die Hoheit der <antone gehören. Die Kantone sind vielmehr aufzufordern, n den bisherigen Anstrengun- gen zur besseren Übereinstimmung der Schulprogramme und -Systeme nicht nachzulassen und schrittweise dort Lösungen zu suchen, wo echte Probleme bestehen. Wir wiederholen es noch einmal: Der unterschiedliche Schuljahresbeginn ist kein Pioblem erster Ordnung. Dessen Nachteile lassen sich individi eil lösen, ohne ganze Kantons- gebiete vergewaltigen zu müssen. Der Präsident der Kommission hat erwähnt, dass ungefähr 10 Prozent der Kinder im Laufe ihrer Schulzeit die Schule wechseln. Diese Aussage ist unvollständig, da von den 10 Prozent nur 1 Prozent das Kantonsgebiet wechselt und nur etwa 0,5 Prozent die Nachteile des Wechsels vom Frühjah- res- auf Herbstschulbeginn erdulden müssen. Bieten wir die notwendigen Eingliederungskurse an, damit ohne Hast ein echter Anschluss möglich wird! Strengen wir uns an, Schulsysteme und Lshrpläne so aufeinander abzu- stimmen, dass Übergänge ohne allzu grosse Schwierigkei- ten vollzogen werden können! Aber lassen wir den Kanto- nen wie hisher den nötigen Spielraum, ihren Schuljahresbe- ginn aufgrund ihrer Tradition, ihrer lokalen und regionalen Gegebenheiten festzulegen! Meine Fraktion empfiehlt Ihnen mit 15 zu 6 Stimmen, den Minderheitsantrag zu untersetzen. M. Cavadini: Le groupe libéral manifestera un enthou- siasme extrêmement mesuré à l'endroit de la proposition qui vise à compléter l'article 27,2 e alinéa, de la constitution. 11 ira même, pour une majcrité de ses membres, jusqu'à proposer au peuple le rejet pur et simple de la disposition. Quelles sont les principales réticences? D'abord, il convient de souligner que le fédéraliSTie auquel nous sommes parti- culièrement attachés s'acco-nmode mal d'une quelconque intervention dans le domaine si éminemment cantonal de l'instruction publique. Or, si la proposition faite est légère, elle n'en constitue pas moin» une innovation qui peut rece- ler des dangers évidents. On peut imaginer ici un premier pas conduisant à une tentati/e plus générale de remettre le dossier de l'école à la Confédération. Ensuite, il n'est pas audacieux d'affirmer que la situation actuelle n'est pas inte- nable et que certains remèdes assomment le grippé plus qu'ils ne le guérissent. Les chiffres assurés manquent con- cernant la migration intercantonale. On peut minimiser ou exagérer l'importance du phénomène selon qu'on est favo- rable à telle ou telle thèse et cette migration intercantonale varie dans de très larges proportions selon la pression des circonstances économiques. Enfin, la voie concordataire, c'est-à-dire les ententes intercantonales librement consen- ties, paraît un chemin plus lent peut-être, mais plus sûr et plus conforme à notre éthique d'autre part. D'un autre côté, on constate que le fédéralisme ne sort pas grandi d'une péripétie qui voit deux grands cantons imposer leur poids et leur loi à plusieurs membres de l'alliance, car enfin il s'agit bien de Berne et de Zurich qui disposent de l'ensemble d'un système de formation, de l'école enfantine à l'université, des instituts spécialisés aux écoles techniques, des formations professionnelles les plus étendues aux cen- tres de recherche sophistiqués. Les cantons plus faibles, qui souhaitent faire acte de solidarité concordataire, sont alors contraints de s'aligner sur la position de leur puissant voisin dont ils sont tributaires pour la formation de leurs élèves. Ce fédéralisme-là n'est pas entièrement convaincant. On doit alors envisager que l'intérêt supérieur impose le recours à une mesure minimale qui permette de fixer à une époque commune pour tous les cantons le début de l'année scolaire. Le choix de la fin de l'été est judicieux par réfé- rence à l'ensemble de nos structures suisses et internatio- nales, même si nous admettons volontiers qu'il est arbitraire et qu'on peut commencer l'année scolaire à une autre date, comme le font les électriciens pour l'année électrique ou les agriculteurs pour l'année agricole. Cela est une simple con- vention. Le groupe libéral est donc partagé sur l'opportunité de la mesure envisagée. Il est par contre unanime pour s'opposer aux propositions de certains milieux qui préconisent le début de l'année scolaire au printemps pour la Suisse alé- manique et en automne pour la Suisse romande et le Tessin. Cette approche est insane, elle crée artificiellement et dan- gereusement des régions linguistiques au-delà des cantons, elle méprise les problèmes de l'unité des cantons bilingues, tels Fribourg, le Valais ou Berne, qui sont un des ciments essentiels de notre pays. Elle marque enfin un mépris cer- tain pour les efforts de coordination que la majorité des cantons ont entrepris. Cette bipolarisation, dans l'approche d'une question qui est essentiellement administrative, aurait des conséquences graves sur le plan général de notre politi- que suisse de l'enseignement. Je voudrais dire encore un mot sur la suite à donner à la procédure en cas d'acceptation par le peuple de la disposi- tion constitutionnelle. Nous sommes d'avis qu'il est inutile d'envisager quelque développement législatif que ce soit. Nous acceptons, pour quelques-uns d'entre nous, que la Confédération détermine le début de l'année scolaire, mais nous répétons qu'elle ne doit en aucun cas aller au-delà de cette compétence et nous pouvons conclure en précisant que certains membres du groupe voteront la proposition de refus de M. Schnyder, sans toutefois partager son argumen- tation - on n'a pas toujours les alliés qu'on méritel Hegg: Im Namen der Nationalen Aktion und Vigilants-Frak- tion habe ich den Auftrag, Ihnen bekanntzugeben, dass wir jegliche zwangsmässige Gleichschaltung des Schuljahres- beginns durch den Bund in der ganzen Schweiz, gegen den nachgewiesenen mehrheitlichen Volkswillen in mehreren Kantonen, auf den Spätsommer ablehnen. Die für ein sol- ches Vorgehen geltend gemachten Gründe sind für uns bei weitem nicht so zwingend, als dass sie eine Rechtfertigung dafür bilden würden, derart über den Rest von Souveränität unserer Kantone zu verfügen. Die durch den gegenwärtigen Zustand bedingten Unzuläng- lichkeiten - es gibt welche, ich gebe es zu - in der Koordina- tion der Schulsysteme lassen sich auf Konkordatsbasis bes- ser lösen, wobei es unseres Erachtens keine gesamtschwei- zerische Gleichschaltung des Schuljahresbeginns braucht. Es genügt vollauf, wenn die Koordination in den Sprachge- bieten einheitlich ist. Hier drängt sich die Lösung auf, dass die deutsche Schweiz auf das Frühjahr, die lateinische Schweiz auf den Spätsommer koordiniert wird. Eine solche Lösung hätte erst noch einen zusätzlichen Vor-
Initiatives. Début uniforme de 'année scolaire 292 N 20 mars 1984 Stimmbürger auf einen konkreten Vorschlag antworten und damit definitiv entscheiden Aus diesem Grund votiert unsere Fraktion für Eintreter auf die Botschaft und Unter- stützung des Gegenentwurfes hinsichtlich der Ergänzung der Bundesverfassung. Unsere Fraktion verbindet diese Hal- tung mit der Erwartung, dass die in der Parlamentarischen Initiative Merz enthaltenen anderen Koordinationsanliegen nicht einfach vom Tische fallen. Der Bundesrat ist eingela- den, seine guten Dienste für eine stärkere interkantonale Angleichung in bezug auf die obligatorische Schulpflicht, das Eintrittsalter und die Ausoildungszeit zur Verfügung zu stellen. Zwygart: Die LdU/EVP-Fraktisn ist mehrheitlich für Eintre- ten und Überweisung des bundesrätlichen Gegenvorschla- ges zur Stellungnahme durch das Volk. Es ist ein Vernunfts- Ja, kein Ja aus Begeisterung für die Sache. Das lange Hin und Her zwischen den Kantonen hat viele Anstösse gege- ben, die Schulkoordination zu verbessern. Bedauerlich ist jedoch, dass man sich neben vielen Fortschritten in Koordi- nationsfragen gerade in einor so äusserlichen Frage wie dem Schulbeginn in eine Sackgasse hineinmanövriert hat. Dabei sind doch vielerorts, gerade in der sogenannten inne- ren Koordination, Lösungen Annäherungen oder wenig- stens Wege zur Annäherung gefunden worden. Nun soll jedoch der Bund in der Frage des Schulbeginns Schieds- richter spielen. Durch die zur Diskussion steiende Vorlage wird klar, dass den Kantonen ein kleines Stück Autonomie weggenommen werden soll. Das ist unerfreulich. Ebenso unerfreulich ist, dass man die negativen Volksentscheide in den zwei bevöl- kerungsreichsten Kantonen ;:u Meinungsumfragen degra- diert und andererseits durch die Kantone mit Spätsommer- schulbeginn Druck ausgeübt wird. Diese Patt-Situation führt dazu, dass die Fäuste im Sack über die Bundespolitik vor- programmiert sind. Trotzdem sprechen wir uns für die Fest- legung des Schulbeginns in der Verfassung aus, und zwar aus folgenden Hauptgründen:
Am Ende der Schulzeit findet die grösste Wanderung über die Kantonsgrenzen hirweg statt, wie Herr Darbellay bereits schilderte. Durch die verfrühten Schulaustritte oder die unbefriedigende Situation, nach Schulaustritt auf Lehr- anfang oder den Beginn der weiterführenden Schule oder Lehrstelle warten zu müssen, schafft man viel Unwillen bei Jugendlichen, die ohnehin in einer schwierigen Lebens- phase stecken.
Als Berner weiss ich, dass man zwar an der Sprachgrenze zu Lösungen kommen kann, welche gewisse unerträgliche Härten mildern. Aber die Schwierigkeiten an der franzö- sisch-deutschen Sprachgrenze noch weiter zu verstärken, finden wir ungeschickt. Es lohnt sich, die Hand zu aieten zu ejner Einigung. So kommen wir aus f reundeidgenössischen Überlegungen zum Schluss, beim Zwang zum gleichen Schulbeginn nachzuge- ben, um in den übrigen Fragen der Koordination die kanto- nale Freiheit behalten zu können, in Fragen zum Beispiel über die Lehrerausbildung ocer über die Art und Weise, wie Schulversuche gemacht werden sollen. Es lohnt sich also, in diesem Punkt von der einseitigen föderalistischen Dickköp- figkeit abzurücken, denn die Leidtragenden werden nicht die unterlegenen Stimmbürgerinnen, Stimmbürger oder Stände sein, sondern die Kinder und Jugendlichen. Da - je nach Standort - jeder Termir falsch ist, muss eine Gruppe nachgeben. Ob es hier nicht oesser ist, wenn die Stärkeren verzichten? Zum Schluss noch die Feststellung, dass wir es von unserer Fraktion aus richtig finden, dass der Gegenvorschlag mit einer klaren Terminurnschreioung - neben der Grundsatz- frage, ob der Bund durch seine Verfassung den Schulbe- ginn regeln soll -, zum Entscheid vorliegt. Trotz den Emotio- nen, welche mit Sicherheit auch bei dieser vorgesehenen Bundesvorschrift mitschwingen werden, darf man für ein- mal dankbar sein, dass unsensm Stimmvolk ein relativ über- schaubares Problem zum Entscheid vorgelegt werden soll. Vetsch: Als Präsident des Initiativkomitees bin ich über die Botschaft und ebenso über die bisherige Diskussion erfreut. Ich möchte dem Bundesrat, hier vertreten durch Herrn Bun- desrat Egli, für die zielstrebige Arbeit und die klare Antrag- stellung bestens danken. Ich weiss mich auch in Überein- stimmung mit unserem Kommissionspräsidenten. Das erleichtert mir meine Arbeit. Namens der Initianten wie auch der mehrheitlichen FDP-Fraktion darf ich deshalb bereits einleitend feststellen, dass wir dem bundesrätlichen Vor- schlag zustimmen. Einige Begründungen dazu: Das Schulkonkordat aus dem Jahre 1970 ist hier schon wiederholt angerufen worden. Ich erinnere nochmals daran, dass eine der wesentlichen Kon- kordatszielsetzungen die Vereinheitlichung des Schuljahr- beginns ist. Die Konkordatskantone haben sich auf den Spätsommerschulbeginn geeinigt. Wir wissen aber, dass diese Zielsetzung bis heute nicht realisiert werden konnte. Im Gegenteil, die Situation ist in der deutschen Schweiz sogar verschlechtert worden, indem Innerschweizer Kan- tone - dem Konkordat folgend und gehorchend - auf den Spätsommer umgestellt haben in der Erwartung, dass alle anderen Kantone das auch tun werden. Die Unterschiede sind dann durch das Verbleiben der anderen Kantone beim Frühlingsschulbeginn härter geworden. Diesen Kantonen hier am Pult einen Vorwurf zu machen, dass sie dem Kon- kordat nachgelebt haben, ist wohl mehr als überflüssig. Es ist deshalb verständlich, dass aus dieser Situation heraus Standesinitiativen erhoben worden sind. Ich möchte vor allem nochmals an den Volksentscheid im Kanton Zug erin- nern: 97 Prozent der Zuger haben der Standesinitiative zugestimmt; eine fast einstimmige Annahme! Das zeigt, wie tief das Anliegen sitzt. Die Unterschiede beinhalten nicht nur kleine, sondern schwerwiegende Nachteile bei einem Wohnortswechsel. Die wachsende Mobilität ist eine Tatsache, ohne dass wir, Herr Hegg, dem Zigeunertum Vorschub leisten möchten. Es ist eine grosse Zahl an Betroffenen. Insbesondere sind aber harte Erschwernisse beim Antritt der Lehre in einem Nach- barkanton, beim Übertritt aus der Volksschule in die Berufs- schule in Kauf zu nehmen. Herr Zwygart hat uns als Berner und Lehrer auf die ganz besonderen und unerträglichen Unterschiede an den Sprachgrenzen hingewiesen, zum Bei- spiel in der Stadt Biel; die gleichen Schwierigkeiten kennt aber auch Freiburg. Diese Situation zeigt auf, dass das Regionalisieren des Schuljahrbeginns keine Lösung ist, wie das auch von einem welschen Kollegen dargetan worden ist. Die Standesinitiativen sind eigentliche Hilferufe an den Bund. Die Volksinitiative, die ihnen folgte, war naheliegend, ja sie war geradezu zwangsläufig. Für die Initianten - das sei klar festgehalten - steht als primäres Anliegen die Realisie- rung des Konkordates als Ganzes absolut im Vordergrund, und zwar wünschen wir uns die Realisierung der übrigen Konkordatszielsetzungen durch die Kantone. Leider sind die Volksentscheide in den Kantonen Zürich und Bern - in Kenntnis der Volksinitiative - negativ ausgegangen. Die Erfüllung des Konkordates durch diese Kantone ist wie- derum abgelehnt worden. Es ist für die Initianten ebenfalls klar, dass Schulkoordina- tion nicht allein aus der Vereinheitlichung des Schuljahrbe- ginns besteht. Wir wollen nicht rechten, ob das eines der wichtigsten oder das wichtigste Postulat sei. Wenn aber der Bund aktiv werden soll, dann soll er das nach unserer Auffassung zurückhaltend - und dennoch wirksam - tun. Zurückhaltend unter Respektierung der kantonalen Schul- hoheit - der Bund greift nur einmal administrativ ein. Er erhält keine dauernde Gestaltungsbefugnis, durch die er den Kantonen laufend und immer wieder im Erziehungsbe- reich dreinreden kann. Dennoch, scheint uns, handelt es sich um eine wirksame Massnahme, weil ein bedeutendes Anliegen erfüllt werden kann und zudem ein Anstoss für weitere Schritte via Konkordat gegeben wird, und zwar für die Vereinheitlichung des Schuleintrittsalters, für die Rege- lung der Dauer der obligatorischen Schulzeit, Übertritt in die Oberstufen; Anliegen, die uns Kollege Merz mit seiner Parla- mentarischen Initiative ebenfalls unterbreitet hat.
März 1984 N 293 Initiativen. Einheitlicher Schulbeginn Übrigens sei hier festgehalten: Die Bemühungen auf der Basis des Konkordates in Richtung Schulkoordination waren bis heute nicht einfach erfolgloses und leeres Stroh- dreschen. Die Kantone unter der Führung der Erziehungs- direktoren haben in Sachen Schulkoordination einige Fort- schritte vorzuweisen, namentlich in Sachen innerer Schul- koordination in bezug auf Lehrpläne, Lehrmittel usw. Zu den föderalistischen Bedenken, die geäussert werden: Mir erscheinen diese föderalistischen Bedenken als unbe- gründet. Ich habe mir als überzeugter Föderalist das persön- lich ganz gut überlegt, und ich habe nicht ohne Bedenken das Präsidium des Initiativkomitees angetreten. Weil aber die Bundeskompetenz begrenzt ist auf eine einmalige admi- nistrative Vorschrift, ohne dauernde Aktivitäten des Bundes zu provozieren, ist der Zentralstaat in die Schranken gewie- sen; der kantonale Föderalismus, die Schulhoheit der Kan- tone wird kaum geschmälert. Herr Zwygart hat zu Recht gesagt, es handle sich um eine äussere Frage, mit der wir uns befassen müssten, und gerade deshalb, weil es eine äussere Koordinationsmassnahme ist, ist es zulässig, dass wir sie durch den Bund regeln. Weitergehende Kompetenzen an den Bund müssten die Initianten, müsste auch ich persönlich entschieden ableh- nen. Wir hätten die kantonalen Ja zu dieser Frage in den Kantonen Bern und Zürich eindeutig vorgezogen; die übri- gen Kantone wären dann zweifelsohne auch gefolgt. Die Volksinitiative kann nicht als Zwängerei hingestellt wer- den. Die Initiative ist rechtens zustande gekommen, und sie ist zustande gekommen, bevor die Abstimmungen in den Kantonen Zürich und Bern durchgeführt worden sind, was heisst, dass die Kantone Zürich und Bern im Wissen darum, dass eine eidgenössische Volksabstimmung folgen wird, nein gesagt haben. Dieses Verfahren muss man akzeptieren. Ich lasse offen, ob nach diesen Volksentscheiden diese Volksinitiative noch gestartet worden wäre. Aber wir haben diesbezüglich eine klare Situation gehabt. Ich bitte die Kolle- ginnen und Kollegen, die Kritik hören von seilen ihrer Mit- bürgerinnen und Mitbürger- es sei Zwängerei, die in Bern machen sowieso, was sie wollen -, das klarzustellen, das ist für jedermann auch verständlich. Es handelt sich um eine Frage von nationalem Interesse, um eine Frage, die über die Kantonsgrenze hinaus die Bevölkerung tief berührt und über die Kantonsgrenzen hinaus gelöst werden muss. Die Vernehmlassung, die durch den Bundesrat durchge- führt worden ist, hat ein erfreulich eindeutiges Ergebnis für eine Bundeskompetenz gebracht, d. h. dafür, dass sich das Schweizervolk zu dieser seit vielen Jahren diskutierten Frage äussern kann. Zweitens ist in der Vernehmlassung klar zum Ausdruck gekommen, dass man den Termin «Spät- sommer» schon in der Verfassung festlegen soll. Damit können sich die Initianten einverstanden erklären. Wir wollten mit unserem Text die Diskussion um die Jahres- zeit nicht hindern, sondern offen lassen fürs Parlament, für die Vernehmlassung, offen lassen auch für die Volksdiskus- sion während des Zustandekommens der Volksinitiative. Die Jahreszeit ist für die Initianten kein Diskussionsthema; ob Frühling oder Herbst, ist uns egal. Ein wichtiges Ziel streben wir an: die Vereinheitlichung. Wir sind da mit dem Bundes- rat und mit der überwiegenden Mehrheit der Fachleute einig: «Aus pädagogischen Gründen gibt es keine speziellen Präferenzen» - so schreibt der Bundesrat in seiner Bot- schaft - «für den Schulbeginn in der einen oder anderen Jahreszeit.» Ich bitte alle, in den kommenden Diskussionen diese Frage nicht zu überwerten. Nachdem die Vernehmlassung sich klar für den Spätsom- mer (wie übrigens auch das Konkordat) ausgesprochen hat, verzichten wir gerne auf das zweistufige, mühsamere Gesetzgebungsverfahren. Es scheint uns vorteilhaft und richtig, wenn das Volk sich nicht nur über eine Burideskom- petenz, sondern gleichzeitig und abschliessend auch über den Termin aussprechen kann. Die Initianten werden ihren Vorschlag zugunsten des Vorschlages des Bundesrates zurückziehen, wenn beide Räte diesem zugestimmt haben. Das würde nun heissen, dass das Schuljahr einheitlich im ganzen Land zwischen Mitte August und Mitte September zu beginnen hätte. Damit entsprechen wir dem Volksbegeh- ren, allen drei Standesinitiativen und erst noch in einem wesentlichen Punkt der Parlamentarischen Initiative Merz. Namens der FDP-Fraktion empfehle ich Ihnen, den Vor- schlag des Bundesrates anzunehmen und bei Ablehnung des bundesrätlichen Vorschlages dem Initiativtext zuzu- stimmen. Frau Gurtner: Mit der Frage nach einem einheitlichen Schul- beginn steht heute ein erster kleiner Schritt zu einer drin- gend nötigen nationalen Schulkoordination zur Diskussion. Viele und viel gewichtigere Probleme wie Fragen der Lehr- plankoordination oder der gleichwertigen Lehrmittel, Fra- gen der Selektion und der anschliessenden Berufsbildung sind ungelöst und warten auf eine Lösung. Die Initiative bringt uns in der Frage des einheitlichen Schulbeginns kaum weiter, ist doch die Frage, ob ein einheitlicher Schul- beginn wünschenswert wäre oder nicht, nicht umstritten - hier sind wir uns, glaube ich, praktisch einig -, sondern ob der Zeitpunkt des Schulbeginns einheitlich im Frühling oder im Herbst sein soll. Der Gegenvorschlag des Bundesrates für den einheitlichen Herbstschulbeginn bringt eine konkrete und gangbare Lösung des Problems, und er bringt uns tatsächlich einen Schritt weiter. Staatspolitische und juristische Bedenken, ob es opportun sei, den Schulbeginn in der Verfassung zu regeln oder in der Nachfolgegesetzgebung, halte ich für politisch nicht relevant. Ich verstehe sie als ein wahltakti- sches Sich-Drücken vor der politischen Verantwortung und lehne sie deshalb ab. Ein einheitlicher Schulbeginn in der Schweiz bringt Vorteile. Gerade in zweisprachigen Kanto- nen wie zum Beispiel dem Kanton Bern kommt dies krass zum Ausdruck. Ich möchte hier auch - wie Herr Zwygart - auf die Situation in der Stadt Biel hinweisen, wo in ein und derselben Gemeinde die französischsprechenden Schüler im Herbst und die deutschsprachigen Schüler im Frühling die Schule anfangen. Mag dies auf Anhieb sogar originell erscheinen, so hört doch der Spass dann auf, wenn Neunt- klässler aus Konkurrenzgründen bei der Lehrstellensuche die Schule ein halbes Jahr vor der Vollendung der obligato- rischen Schulpflicht verlassen müssen, weil für die wel- schen Schüler, die erst im Herbst das Schuljahr beenden, das Angebot der übriggebliebenen Lehrstellen viel kleiner ist als für ihre deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen im Frühling. Dies führt zu Diskriminierungen und Ungerech- tigkeiten. Gerade heute fordert die Wirtschaft immer mehr Mobilität. Wir stehen diesen Forderungen sehr skeptisch gegenüber. Aber wir müssen sie als Realität sehen. Wenn schon Arbeits- platzmobilität verlangt wird, kann es sehr problematisch wirken, diese Arbeitsplatzmobilität noch mit einer möglichst unkoordinierten Schule zu erschweren. Der Wechsel in Kan- tone mit anderem Schuljahresbeginn bringt für Schüler viele zusätzliche Nachteile mit sich, die ihre Integration in der neuen Umgebung erschweren. Was aber allzu oft vergessen wird: Bei der Schulpolitik sollten die Anliegen der Kinder und Jugendlichen und nicht die der Politiker im Zentrum stehen. Vor allem den Kindern zuliebe müssen wir endlich in dieser leidigen Frage vorwärts kommen. Deshalb bin ich als Bernerin - entgegen dem ablehnenden Entscheid der Ber- ner Regierung - für den Herbstschulbeginn. Dass für einen einheitlichen Schulbeginn nur der Herbst und nicht auch der Frühling in Frage kommt, hat Gründe. Bereits im Jahre 1967 einigte sich die Konferenz der kanto- nalen Erziehungsdirektoren auf den Herbstschulbeginn. Als dann das Schulkoordinationskonkordat diese Empfehlung übernahm, wechselten drei Kantone (Neuenburg, Waadt und Zug) auf den Herbstschulbeginn. Sechs weitere Kan- tone zeigten sich im Prinzip einverstanden, den gleichen Schritt zu tun. Sie zeigten damit in dieser Frage Flexibilität und Kooperationsbereitschaft. Dass diese Eigenschaften in der Schweiz nicht überall eine Selbstverständlichkeit sind, davon kann ich als Berner Politikerin gerade in Schulfragen ein Lied singen. Es ist mir deshalb ein Anliegen, dass diese Kantone nicht mit einem Frühjahresschulbeginn vor den
Initiatives. Début uniforme de l'année scolaire 294 N 20 mars 1984 Kopf gestossen werden. Da die Mehrheit der Kantone das Schuljahr mit dem Herbstquartal beginnen und für das Kind weder Frühjahr noch Herbst besondere Vor- oder Nachteile bringen, treten wir selbstversländlich für das Anpassen der Minderheitskantone ein und befürworten den Herbstschul- jahresbeginn. Die POCH/PdA/PSA-Fraktion unterstützt den einheitlichen Schuljahresbeginn im Herbst, wohl bewusst, dass ungefähr alle anderen Schulkoordinationsfragen dringender zu lösen wären. Eine Einigung in diese- Frage könnte indessen wich- tigeren Koordinationsbemühungen den Weg ebnen oder ihn zumindest nicht auf unbestirrmte Zeit verbauen. Hier wird die Beratung dieses Geschäftes unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu Schluss der Sitzung um 12.4i< Uhr La séance est levée à 12 h 45
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Schuljahresbeginn. Volksinitiative Début de l'année scolaire. Initiative populaire In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1984 Année Anno Band I Volume Volume Session Frühjahrssession Session Session de printemps Sessione Sessione primaverile Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 11 Séance Seduta Geschäftsnummer 83.061 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 20.03.1984 - 08:00 Date Data Seite 284-284 Page Pagina Ref. No 20 012 256 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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