Budget de la Confédération 1984
1682
N 5 décembre 1983
Abstimmung - Vote
Für den Antrag des Büros 106 Stimmen
Für den Antrag Schule 13 Stimmen
Art. 9 Abs. 2
Antrag des Büros
Zustimmung zum Entwurf
Antrag Schule
Streichen
Art. 9 al. 2
Proposition du Bureau
Adhérer au projet
Proposition Schule
Biffer
Abstimmung - Vote
Für den Antrag des Büros 111 Stimmen
Für den Antrag Schule 25 Stimmen
Ziff. II Ingress, Art. 2 Abs. 3, Ziff. III und IV
Antrag des Büros
Zustimmung zum Entwurf
Ch. Il préambule, art. 2 al. 3, eh. Ili et IV
Proposition du Bureau
Adhérer au projet
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
Für Annahme des Beschlussentwurfes 121 Stimmen
Dagegen 9 Stimmen
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
#ST# 83.052
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1984
Budget de la Confédération 1984
Botschaft und Beschlussentwurf vom 3. Oktober 1983
Message et projet d'arrêté du 3 octobre 1983
Bezug durch die Eidgenössische Drucksachen- und Materialzentrale,
Bern
S'obtiennent auprès de l'Office central des imprimés et du matériel,
Berne
Beschluss des Ständerates vom 30. November 1983
Décision du Conseil des Etats du 30 novembre 1983
Anträge Oehen
- Rückweisung an den Bundesrat mit dem Auftrag
- bis zum 20. Januar 1984 einen ausgeglichenen Voran-
schlag auszuarbeiten;
- im Konsens mit den Regierungsparteien Massnahmen für
1984 zu entwickeln, die eine Einsparung im Finanzhaushalt
von mindestens 750 Millionen Franken ergeben;
- neue Finanzquellen in dem für den Ausgleich notwendi-
gen Umfange zu erschliessen.
- Freigabe von einem Zwölftel aller Budgetposten zur Wei-
terführung der normalen Regierungstätigkeit.
Antrag Blocher
Rückweisung an den Bundesrat mit dem Auftrag, bis zur
Märzsession ein neues Budget vorzulegen, welches eine
Ausgabensteigerung von maximal 7 Prozent vorsieht.
Propositions Oehen
- Renvoyer le budget au Conseil fédéral en l'invitant
- à élaborer d'ici au 20 janvier 1984 un budget équilibré;
- à mettre au point, en accord avec les partis gouvernemen-
taux, des mesures destinées à réaliser en 1984 des écono-
mies d'au moins 750 millions de francs au budget de la
Confédération;
- à créer de nouvelles ressources propres à restaurer l'équi-
libre des finances fédérales.
- Débloquer un douzième de tous les articles budgétaires
de manière à assurer la poursuite normale de l'activité
gouvernementale.
Proposition Blocher
Renvoi au Conseil fédéral en l'invitant à présenter d'ici à la
session de mars une nouveau budget prévoyant un accrois-
sement des dépenses de 7 pour cent au plus.
Hofmann, Berichterstatter: Bereits bei der Abnahme der
Staatsrechnung 1982 im Mai dieses Jahres befasste sich die
Finanzkommission mit den Budgetzielen für das Jahr 1984.
Sie verlangte vom Bundesrat, dass alles unternommen
werde, um den Ausgabenüberschuss deutlich unter 1 Mil-
liarde Franken zu senken.
Wer aufgrund der überraschend guten Rechnungsergeb-
nisse 1981 und 1982 glaubte, die Haushaltprobleme des
Bundes seien nun doch einer Lösung nahegekommen, ist
mit dem Voranschlag für das Jahr 1984 anders belehrt
worden. Nach der Vorlage des Bundesrates schliesst der
Finanzvoranschlag, der die Ausgaben und Einnahmen
umfasst, mit einem Ausgabenüberschuss von 1156 Millio-
nen ab. Der auch die vermögensmässigen Veränderungen
umfassende Gesamtvoranschlag schliesst sogar mit einem
Reinaufwand von 1348 Millionen ab, um den der Bilanzfehl-
betrag weiter ansteigen würde.
Der Rückfall in Defizite von über 1 Milliarde ist schon an sich
höchst unbefriedigend. Besonders gravierend ist aber, dass
eine solche Verschlechterung bei ausserordentlich günsti-
gen Bedingungen, nämlich bei einem weit überdurch-
schnittlichen Einnahmenwachstum von 10,1 Prozent und
einer verhältnismässig bescheidenen Teuerungserwartung,
eintreten soll. Der Grund für den Rückfall ist ein noch
grösseres Ausgabenwachstum von 10,6 Prozent, das höch-
ste übrigens seit 1976. Ihre Finanzkommission bezeichnet
ein solches Budget, wie es der Bundesrat vorgelegt hat, als
nicht annehmbar. Ein Antrag auf Rückweisung an den Bun-
desrat wurde aber schliesslich zurückgestellt, sondern der
Bundesrat wurde aufgefordert, im Anschluss an die
Beschlüsse der Finanzkommission des Ständerates Vor-
schläge für weitere Einsparungen im Umfange von 250
Millionen zu unterbreiten, um den Ausgabenüberschuss auf
gegen 500 Millionen senken zu können.
Wer sich schon länger mit dem Bundeshaushalt befasst,
weiss, dass der Handlungsspielraum bei der Budgetierung
als Folge der verschiedenen Sparrunden seit Mitte der sieb-
ziger Jahre zunehmend kleiner geworden ist. Obwohl bei
einer Einnahmenerhöhung gegenüber dem Voranschlag
1983 von über 10 Prozent nicht von einem Rezessionsbud-
get gesprochen werden kann, steht dieses Budget bei der
heutigen Wirtschaftslage doch in einem gewissen Span-
nungsfeld, nämlich im Spannungsfeld zwischen
- der mittelfristigen finanzpolitischen Zielsetzung auf Wie-
derherstellung des Rechnungsgleichgewichtes einerseits
und
- den konjunkturpolitisch bedingten kurzfristigen Erforder-
nissen, die den Voranschlag 1984 mit zusätzlichen Ausga-
ben von 330 Millionen für Beschäftigungsmassnahmen
belasten, andererseits.
- Dezember 1983 N
1683Voranschlag der Eidgenossenschaft 1984
Die Budgetierung wurde dadurch natürlich nicht einfacher.
Selbst in diesem Dilemma von teilweise gegensätzlichen
Erfordernissen erachtet aber Ihre Finanzkommission eine
Drosselung des Ausgabenwachstums als unumgänglich.
Sehr stark spielte dabei die Besorgnis über die sich abzeich-
nende mittelfristige Entwicklung des Bundeshaushaltes mit,
nachdem bekannt wurde, dass gemäss dem in Bearbeitung
befindlichen Legislaturfinanzplan für die Jahre 1985 bis
1987 mit auf über 2 Milliarden ansteigenden Defiziten
gerechnet werden müsse. Eine solche Entwicklung wäre
nach den mit den bisherigen Sanierungsmassnahmen vor-
genommenen Einnahmenerhöhungen und Ausgabenkür-
zungen-nicht vertretbar.
Unsere Finanzpolitik wäre nicht mehr glaubwürdig. Einer
solchen, mit dem Voranschlag 1984 - also mit dem ersten
Jahr der neuen Legislaturperiode - einsetzenden Wende
kann unmöglich zugestimmt werden.
Andererseits muss aber der Voranschlag auch dem Grund-
satz der Wahrheit entsprechen, also möglichst realistisch
sein. Damit sind für Abänderungen Grenzen gesetzt. Der
überwiegende Teil der Ausgaben ist nicht kurzfristig im
Rahmen eines Voranschlages beeinflussbar. Nicht nur
gesetzliche Bindungen verunmöglichen dies; namentlich im
Transferbereich enthält der Voranschlag in grösserem
Umfange auch Kredite für Zahlungen, die für beitragsbe-
rechtigte Massnahmen aus dem Vorjahr geschuldet sind.
Umgekehrt hat das Erfordernis einer möglichst realistischen
Budgetierung auch gewisse Korrekturen erlaubt, weil die
Verhältnisse im heutigen Zeitpunkt besser überblickt wer-
den können als bei den Budgetvorarbeiten vor einem halben
Jahr. So konnten aufgrund der bisherigen Entwicklung bei
den Einnahmen gewisse Schätzungskorrekturen nach oben
vorgenommen werden, wobei vor allem die Erhöhung des
Wehrsteuerertrages um 150 Millionen ins Gewicht fällt. Die
damit erreichte Voranschlagsverbesserung beträgt aller-
dings nur 105 Millionen, da die Kantone 30 Prozent der
Wehrsteuereinnahmen erhalten.
Grössere Verbesserungen waren unter diesem Gesichts-
punkt auch bei der Senkung der Ausgaben möglich. Im
nächsten Jahr hat der Bund das SBB-Defizit 1983 zu decken,
das nach dem Betriebsergebnis bis Ende Oktober um unge-
fähr 50 Millionen geringer ausfallen dürfte, als von den SBB
budgetiert war und entsprechend im Voranschlag des Bun-
des berücksichtigt wurde. Im Zusammenhang mit der Neu-
regelung der Treibstoffzölle konnte bei der Aufstellung des
Voranschlages noch angenommen werden, dass die
Anschlussgesetzgebung rechzeitig zustande komme und
bereits im nächsten Jahr zu entsprechend höheren Beitrags-
zahlungen an die Kantone führe. Nach dem heutigen Stand
der Dinge ist damit jedoch nicht zu rechnen. Es hätte keinen
Sinn, den entsprechenden Kredit von 191 Millionen im Vor-
anschlag 1984 zu belassen, wenn im voraus mit grosser
Wahrscheinlichkeit feststeht, dass er mangels Rechtsgrund-
lage nicht beansprucht werden kann und in der Staatsrech-
nung im ganzen Umfang als Kreditrestànz verbliebe. Aus-
drücklich sei hierzu allerdings festgehalten, dass dadurch
die den Kantonen von den Einnahmen aus der Treibstoff-
zollbelastung zustehenden Beitragsansprüche nicht tan-
giert werden. Solange diese Mittel mangels gesetzlicher
Grundlage nicht beansprucht werden können, werden sie
für die spätere Verwendung in eine Rückstellung gelegt.
Diese Ausgaben werden also nicht aufgehoben, sondern nur
aufgeschoben und werden entsprechend spätere Voran-
schläge belasten. Sollte die Anschlussgesetzgebung wider
Erwarten doch noch im nächsten Jahr zustande kommen
und Ausgaben ermöglichen, dann wären die dafür erforder-
lichen Mittel auf dem Nachtragskreditweg bereitzustellen.
Dies gilt sinngemäss auch für andere Kreditkürzungen, die
im Hinblick darauf vorgenommen werden sollen, dass die
erforderlichen Rechtsgrundlagen im nächsten Jahr noch
kaum vorhanden sein dürften.
Im weiteren ist Ihre Finanzkommission entschieden der Mei-
nung, dass die Kantone für die ihnen aus der Neuregelung
der Treibstoffzölle zufliessenden zusätzlichen Beiträge
Kompensationen zu leisten haben. Der Bundeshaushalt
kann diese Mehrausgaben im Transferbereich nicht verkraf-
ten. Es hätte auch wenig Sinn, die Bundesleistungen an
öffentliche Gemeinwesen mit der Folge weiter auszudeh-
nen, dass der Bund entsprechend mehr neue Einnahmen
verlangen müsste oder wieder höhere Defizite hätte.
Der Ständerat hat mit seinen Änderungen, welche die wich-
tigsten Schätzungskorrekturen auf der Ausgaben- und Ein-
nahmenseite enthalten, den Ausgabenüberschuss im
Finanzvoranschlag auf 784 Millionen reduziert. Das Defizit
konnte damit deutlich unter 1 Milliarde gesenkt werden. Die
Ausgabenzunahme beträgt noch 9,5 Prozent. Die Finanz-
kommission Ihres Rates erachtete indessen auch dieses
Ergebnis noch nicht als befriedigend, zumal die Einnahmen
durch eine Schätzungskorrektur bei der Direkten Bundes-
steuer weiter erhöht worden sind und nun gegenüber den
Budgetzahlen 1983 eine Wachstumsrate von 11 Prozent
aufweisen. In der Rechnung wird die Einnahmenerhöhung
dann allerdings kleiner ausfallen als beim Vergleich der
Voranschlagszahlen, da für 1983 zu tief budgetiert wurde.
Wir übersehen indessen nicht, dass die von unserer Kom-
mission über die bereits vorgenommenen Korrekturen hin-
aus verlangten zusätzlichen Einsparungen von 250 Millio-
nen nach den verschiedenen Sparpaketen nicht einfach zu
bewerkstelligen sind. Zudem war die Zeit von nur gut einer
Woche für einen solchen Auftrag notgedrungen knapp be-
messen.
Wir wollen deshalb die Bemühungen des Bundesrates für
weitere Ausgabenkürzungen und die zeitgerechte Erstat-
tung seines Berichtes anerkennen. Die Zielvorgabe wurde
allerdings bei weitem nicht erreicht, beliefen sich die Vor-
schläge des Bundesrates für weitere Ausgabenkürzungen
doch nur auf 102 Millionen, so dass immer noch ein Ausga-
benüberschuss von 660 Millionen verbliebe. Darin sind
allerdings die schon erwähnten 320 Millionen zusätzlichen
Ausgaben für Massnahmen zur Stärkung der schweizeri-
schen Wirtschaft enthalten, die nach Massgabe der Be-
schäftigungslage ab 1986 kompensiert werden müssen.
Bei den vom Bundesrat vorgeschlagenen zusätzlichen Aus-
gabenkürzungen von 102 Millionen Franken handelt es sich
wiederum hauptsächlich um Schätzungskorrekturen infolge
einer voraussichtlich niedrigeren Teuerung, einer Überprü-
fung.der Zinskosten und bereits feststehender Bauverzöge-
rungen. Eine zusätzliche generelle Kürzung wurde bei den
Ausgaben für den Ersatz von Auslagen sowie für For-
schungs- und Studienaufträge vorgenommen. Zu weiteren
Einsparungsvorschlägen konnte sich der Bundesrat nicht
entschliessen, da davon namentlich auch die Investitionen
betroffen würden, womit die Sparmassnahmen in Wider-
spruch zu den Bemühungen um die Förderung der Beschäf-
tigung geraten würden.
Obschon das Defizit im Finanzvoranschlag nun doch
beträchtlich unter 1 Milliarde gesenkt werden konnte (659
Millionen), gibt sich damit die Finanzkommission Ihres
Rates angesichts der günstigen Rahmenbedingungen (hohe
Einnahmenzuwachsrate!, geringe Teuerung) noch nicht
zufrieden. Sie ist bei aller Anerkennung der bisherigen
Bemühungen mehrheitlich der Ansicht, dass noch nicht alle
Möglichkeiten voll ausgeschöpft worden seien. Mit 10 zu 2
Stimmen, bei einer Enthaltung, hiess sie einen Antrag gut,
wonach im Voranschlag 1984 bei den Ausgaben 150 Millio-
nen gesperrt werden sollen und der Bundesrat bis zur Früh-
jahrssession entsprechende Einsparungen, allenfalls mit
den dazu nötigen Gesetzesänderungen, vorzuschlagen hat.
Die Auswahl der zu sperrenden Kredite wäre Sache des
Bundesrates.
Damit sollen Verwaltung und Bundesrat veranlasst werden,
ebenfalls die Finanzplanzahlen zu überarbeiten, da die sich
im Legislaturfinanzplan 1985 bis 1987 abzeichnenden Defi-
zite von bis zu 2,3 Milliarden (1987) nicht akzeptiert werden
könnten.
Falls sich für den Voranschlag 1985 eine analoge Situation
wie beim Voranschlag 1984 abzeichnet (hohes Defizit bei
stark wachsenden Einnahmen und geringer Teuerung),
hätte der Bundesrat im Laufe des Jahres 1984 ein weiteres
_Paket mit Gesetzesänderungen zu unterbreiten. Hierüber
Budget de la Confédération 1984
1684
N 5 décembre 1983
wäre bereits in dem auf den 15. bis 17. Februar 1984 anbe-
raumten finanzpolitischen Seminar Aufschluss zu geben.
Besondere Aufmerksamkeit schenkte die Kommission den
Begehren um Erhöhung der Personalbestände. Sie versteht
einerseits, dass die Aufgabenentwicklung gewisse Bestan-
deserhöhungen erfordert, zum Beispiel für die Behandlung
der Asylgesuche, hält aber andererseits mit dem Ständerat
dafür, dass solche zusätzlichen Arbeitskräfte durch die
Rückbildung von Aufgaben in anderen Bereichen innerhalb
eines Gesamtbestandes von über 33 000 Arbeitskräften frei-
gestellt werden können.
Zu den Stellenbegehren des Bundesrates: Die Ausgangs-
lage ist bekannt, so dass ich sie nur kurz in Erinnerung rufen
will:
- Seit 1974 haben wir einen Stellenstopp. Diese Mass-
nahme hat sich bewährt, eine Feststellung, der sich auch
massgebende Kreise der Verwaltung anschliessen.
- Seit einem Monat ist die Stellenplafonierung gesetzlich
verankert. Dies will heissen, dass die Personalbestände jähr-
lich mit dem Voranschlag festzulegen sind. Die Bestände
können gesenkt werden, wenn die Verhältnisse es gestatten,
sie können nur erhöht werden, wenn der Stellenbedarf nicht
durch Massnahmen der Rationalisierung, durch den Abbau
bestehender Aufgaben oder durch Stellenverschiebungen
gedeckt werden kann.
- Der Bundesrat verlangt mit dem Voranschlag 1984 371
neue Etatstellen und 84 Hilfskräftestellen. Einzelheiten
gehen aus dem Schreiben des Finanzdepartementes vom
- September 1983 hervor, das Ihnen dieser Tage ausgeteilt
worden ist.
Nach einlässlicher und sorgfältiger Prüfung beantragen wir
Ihnen, diesen Begehren teilweise wie folgt zu entsprechen:
- Allgemeine Bundesverwaltung: 130 Etatstellen, 72 Hilfs-
kräftestellen.
- Eidgenössische Gerichte: 10 Etatstellen.
- Rüstungsbetriebe: 106 Etatstellen.
Nach Meinung der Finanzkommissionen beider Räte sind
die für die allgemeine Bundesverwaltung beantragten Stel-
len prioritär für die Aufarbeitung der Rückstände im Asylbe-
reich und für die Verstärkung der Bestände des Grenz-
wachtkorps zu verwenden.
Zugleich beantragen wir Ihnen, diese Zusatzkontingente nur
vorübergehend, d. h. für die Dauer von drei Jahren, zu
bewilligen. Dies aus zwei Gründen: Zum einen ist davon
auszugehen, dass sich die Situation im Flüchtlingsbereich
mit der Zeit wieder normalisieren sollte, und zum anderen
sind wir der Auffassung, dass auf Dauer benötigte Zusatz-
kontingente (Grenzwachtkorps) in anderen Verwaltungsbe-
reichen kompensiert werden müssen.
Diese Forderung ist nicht unrealistisch. In ausführlichen
Gesprächen, unter anderem mit dem Bundesamt für Organi-
sation, sind wir in unserer Auffassung bestärkt worden, dass
es mittels eines gewissen Druckes seitens des Parlamentes
möglich ist, durch Rationalisierung und Abbau überholter
Aufgaben weitere Stellen freizusetzen und zu verschieben.
Dies braucht aber etwas Zeit, weshalb wir für eine Dauer von
drei Jahren diese Zusatzkontingente bewilligen möchten.
Eine Arbeitsgruppe unserer Kommission befasste sich ein-
lässlich mit der Personalsituation im Asylbereich (Bundes-
amt für Polizeiweisen und Beschwerdedienst). Aus der
Debatte der vergangenen Woche wissen wir alle, dass die
Situation dort ernst ist. Die Finanzkommission des Stände-
rates hat den Vorsteher des Justiz- und Polizeidepartemen-
tes eingeladen, nach einigen Monaten über die Personalsi-
tuation den Finanzkommissionen wieder zu berichten. Fürs
erste sollten die von uns für diesen Bereich beantragten 72
Stellen (24 Etatstellen und 48 Hilfskräftestellen) Luft schaf-
fen. Im übrigen gilt auch hier, was wir bereits ausgeführt
haben: Es muss Sache des Bundesrates sein, mit einer
effizienten Stellenbewirtschaftung dafür zu sorgen, dass
notleidende Bereiche mittels Stellenverschiebung mit den
erforderlichen personellen Mitteln dotiert werden. Wir
erwarten, dass der Bundesrat hier seine Führungsaufgabe
verstärkt wahrnimmt.
Wir fügen bei, dass unsere Beurteilung der Bestandessitua-
tion von der zuständigen Sektion der Geschäftsprüfungs-
kommission geteilt wird, mit der wir im vergangenen Okto-
ber eine Aussprache über die Stellenbegehren des Bundes-
rates führten. In einem der Finanzkommission zugestellten
Bericht hielt die Geschäftsprüfungskommission unter ande-
rem fest, der Bundesrat habe ihres Erachtens den gesetzli-
chen Auftrag nicht erfüllt, weil keine Personalreduktionen in
anderen Bereichen der Verwaltung vorgeschlagen werden.
Eine vollumfängliche Gutheissung der Begehren des Bun-
desrates konnte unsere Kommission aber auch deshalb
nicht befürworten, weil seit einiger Zeit unter der Leitung
des Bundeskanzlers eine breit angelegte Aktion läuft, die
zum Ziel hat, alle Aufgabenbereiche des Bundes zu überprü-
fen. Es ist davon auszugehen, dass diese Arbeiten zu Stel-
leneinsparungen führen werden. Es wäre deshalb falsch,
den Stellenbestand über das von uns beantragte Mass hin-
aus zu erhöhen, noch bevor erste Ergebnisse dieser Aktion
vorliegen.
Einige Worte zu den Verpflichtungskrediten: Auf Seite 65
der Botschaft sind die Begehren des Bundesrates für neue
Jahreszusicherungskredite im einzelnen aufgeführt. Diese
spezielle Art von Verpflichtungskredit dient der Steuerung
von Beitragszusicherungen in jenen Fällen, in denen die
Bundesleistungen durch Verwaltungsentscheide festgelegt
werden.
Allen Verpflichtungskrediten ist eigen, dass sie später zu
Zahlungskrediten führen. Will man die Ausgaben künftiger
Jahre in den Griff bekommen, muss somit auch bei den
Verpflichtungskrediten angesetzt werden. Aus diesem
Grunde beantragen wir Ihnen, die vom Bundesrat anbe-
gehrte Summe von 620,9 Millionen Franken auf 600 Millio-
nen Franken zu reduzieren. Die Aufteilung dieser Kürzung
auf die einzelnen Positionen ist Sache des Bundesrates.
Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die
Tabelle auf Seite 134 der Botschaft, aus der hervorgeht, in
welchem Ausmasse die künftigen Budgets durch bereits
eingegangene Verpflichtungen belastet sind.
Einige Überlegungen zur Rolle der Finanzkommissionen
und des Parlamentes hinsichtlich der Ausgabenpolitik des
Bundes: Wer nach Verantwortlichen für die nun bald einein-
halb Jahrzehnte andauernde Defizitwirtschaft des Bundes
sucht, wird gerechterweise sagen müssen, dass wir alle,
Bundesrat und Parlament, an dieser unerfreulichen
Entwicklung mitschuldig sind. Nicht selten sind die Fälle, in
denen unserem Rat Anträge zu Ausgabenbeschlüssen vor-
gelegt werden, die über jene des Bundesrates hinausgehen.
Auch in der laufenden Session gibt es solche Beispiele. Der
Bundesrat hält uns jeweils diese Sündenfälle zu Recht vor,
wenn wir ihm mangelnde Ausgabendisziplin vorwerfen.
Dass aber andererseits auch der Bundesrat noch mehr spa-
ren muss und sparen kann, steht für unsere Kommission
ebenso fest. Die Finanzkommission und die Finanzdelega-
tion haben während der letzten Jahre zahlreiche Bereiche
aufgezeigt, in denen der Bund sich ohne Schaden für das
Gemeinwohl unseres Staates finanziell entlasten könnte und
sollte. Leider müssen wir aber immer wieder feststellen,
dass im Bundesrat der Wille zum Teil fehlt, zügig und mutig
an diesbezügliche fällige Gesetzesrevisionen heranzu-
gehen.
Dies ist denn auch mit ein Grund, weshalb wir Ihnen vor-
schlagen, den Bundesrat aufzufordern, bis zur Märzsession
weitere Voranschlagskürzungen im Ausmass von 150 Millio-
nen zu beantragen. Eine solche Operation ist bei einem
Ausgabenvolumen von über 21 Milliarden möglich und ver-
tretbar.
Gestatten Sie mir in diesem Zusammenhang einige Bemer-
kungen zur Rolle Ihrer Finanzkommission. Voranschlag und
Rechnung zu prüfen und den Bundeshaushalt zu beaufsich-
tigen, sind die Hauptaufgaben der Finanzkommission.
Damit steht die Finanzkommission hinsichtlich der Haus-
haltpolitik in einer besonderen Verantwortung. Sie hat die
- Dezember 1983 N
1685Voranschlag der Eidgenossenschaft 1984
Gesamtzusammenhänge zu würdigen, und sie hat darüber
zu wachen, dass die vom Parlament gutgeheissene finanz-
politische Marschrichtung eingehalten wird.
Es war das erklärte Ziel von Bundesrat und Parlament, bis
Ende der begonnenen Legislatur eine Gesundung unseres
Haushaltes herbeizuführen. Heute müssen wir feststellen,
dass wir noch weit davon entfernt sind. Hoffentlich sind wir
aber alle gewillt, dieses Ziel erneut ernsthaft anzusteuern.
Das erfordert Disziplin auf allen Stufen.
Die Finanzkommission sieht es als ihre Aufgabe, immer
dann deutlich mahnend sich vernehmen zu lassen, wenn
Entwicklungen sich anbahnen, die diesem Ziel zuwiderlau-
fen. So hat sie sich auch im laufenden Jahr verschiedentlich
an Spezialkommissionen gewandt, die dem Rat Ausgaben-
beschlüsse beantragten, welche unseren Haushalt über das
tragbare Mass hinaus zu belasten drohten.
Diese Interventionen sind nicht immer gut angekommen.
Man verwahrte sich nicht nur aus der Ratsmitte, sondern
kürzlich sogar von bundesrätlicher Seite dagegen.
Die Finanzkommission will weder eine Superkommission
sein, noch will sie, wie hier gesagt wurde, den Rat bevor-
munden.
Es bleibt aber Tatsache, dass sich zahlreiche Kommissionen
unseres Rates mit finanziell bedeutsamen Vorlagen zu
befassen haben, und es liegt in der Natur der Sache, dass für
diese Kommissionen das jeweilige Sachgeschäft im Zen-
trum steht und weniger die Haushaltlage des Bundes.
Die Finanzdelegation und die Finanzkommissionen erach-
ten es nach wie vor als ihre Pflicht, gegebenenfalls andere
Kommissionen oder den Rat auf ein allzu grosszügiges
Engagement von Bundesmitteln aufmerksam zu machen.
Würde die Finanzkommission das nicht tun, hätte sie ihre
Aufgabe schlecht erfüllt. Wir bitten deshalb um Verständnis
für derartige Interventionen, die immer von der Sorge getra-
gen sind, die vom Rat selbst beschlossene finanzpolitische
Hauptlinie nicht zu verlassen.
Wir haben eine Arbeitsgruppe unserer Kommission beauf-
tragt, Möglichkeiten für eine verstärkte Einflussnahme der
Finanzkommissionen und des Parlamentes auf die Entwick-
lung des Bundeshaushaltes zu prüfen. Diese von Kollege
Urs Schwarz geleitete Subkommission - deren Arbeit hier
verdankt sei - hat der Gesamtkommission kürzlich in einem
Bericht ein Zehnpunkteprogramm vorgelegt, das die Kom-
mission zu Beginn des kommenden Jahres an einem Semi-
nar sorgfältig prüfen wird. Zwei dieser zehn Vorschläge hat
unsere Kommission bereits gutgeheissen. Sie finden sie in
Form einer Motion auf der Fahne. Zum einen geht es um die
Wiedereinführung einer Ausgabenbremse, und zum ande-
ren schlagen wir Ihnen eine Ergänzung des Finanzhaushalt-
gesetzes mit einer Bestimmung vor, die den Bundesrat
verpflichten soll, alternative Planungszahlen vorzulegen,
wenn der Finanzplan Einnahmen enthält, für die noch keine
Rechtsgrundlage besteht. Im alternativen Finanzplan dürf-
ten diese Einnahmen nicht aufgenommen werden.
Wir werden bei der Behandlung dieser Motion noch einläss-
lich darauf zu sprechen kommen. Unser Kollege Leo Weber
hat immer darauf hingewiesen, dass es nicht sinnvoll ist, in
den Finanzplänen sogenannte «non-valeurs» aufzuführen
und damit vorzuspiegeln, wir hätten ein Budgetgleichge-
wicht, derweil wir davon noch weit entfernt sind.
Schlussfolgerungen: Es geht der Finanzkommission heute
um nicht mehr und nicht weniger, als ein noch einigermas-
sen vertretbares Voranschlagsergebnis zu erhalten. Dies ist
auch als Ausgangsbasis für den zeitlich anschliessenden
Legislaturfinanzplan 1985 bis 1987 von wesentlicher Bedeu-
tung. Ein Beitrag zur Behebung des strukturellen Ungleich-
gewichtes im Bundeshaushalt kann damit indessen nicht
geleistet werden. Dies scheint nur über die Abänderung von
Rechtserlassen möglich zu sein, der sich Bundesrat und
Parlament nun ohne Verzug zuwenden müssen, wenn die
nach der Finanzplanung erneut drohende massive Haushalt-
verschlechterung verhindert werden soll. Ohne konse-
quente, strukturell ausgerichtete Sparanstrengungen im
bundeseigenen, vor allem aber auch im Transferbereich,
und ohne die Zustimmung des Volkes zu den von unserem
Parlament beantragten Mehreinnahmen in der Volksabstim-
mung im nächsten Jahr kommt die Sanierung des Bundes-
haushaltes nicht voran.
Abschliessend beantrage ich Ihnen im Namen der Finanz-
kommission dem Bundesbeschluss über den Voranschlag
der Eidgenossenschaft 1984 mit den von der Finanzkommis-
sion des Nationalrates vorgenommenen Änderungen zuzu-
stimmen; ebenfalls beantrage ich Ihnen, der erwähnten
Motion Ihre Zustimmung zu geben.
M. Bonnard, rapporteur: Vous avez reçu, dans le courant de
la semaine dernière, un rapport du Département fédéral des
finances sur l'évolution des finances fédérales de 1960 à
- Ce rapport, dans lequel j'ai cru reconnaître à maints
passages le style et la griffe du chef ad intérim du Départe-
ment fédéral des finances, est lumineux. Prenant toute la
hauteur nécessaire, il brosse à larges traits les courants qui
ont traversé nos finances et il en explique les mécanismes. Il
montre clairement la voie à suivre. Il s'agit, à mon avis, d'un
document de première valeur politique, que nous devrons
garder présent à l'esprit durant toute la législature. Je tiens,
au moment où je commence ce rapport, à en féliciter et à en
remercier publiquement le ou les auteurs.
Pour l'instant, je me borne à rappeler que, de 1946 à 1970,
les comptes fédéraux ont bouclé chaque année, à trois
exceptions près, par un excédent de recettes. Depuis 1971
et jusqu'à 1982, ils ont toujours bouclé par des excédents de
dépenses, de 900 millions par année, en moyenne. Devant
cette situation, les autorités fédérales, peuple, cantons, Par-
lement, Gouvernement ont pris des mesures, tant du côté
des recettes que de celui des économies. Ces mesures se
traduisent aujourd'hui dans le budget annuel par un supplé-
ment de recettes de quelque 2,5 milliards et par des
dépenses en moins pour un montant analogue. Autrement
dit, sans ces mesures, l'excédent de dépenses serait non
pas d'un milliard environ, mais de 6. L'effort a donc été à la
fois réel et considérable.
Que nous réserve l'avenir? Nous en discuterons au mois de
mars à propos des Grandes lignes de la politique gouverne-
mentale et du plan financier de la législature. Je ne désire
pas anticiper sur ce débat.
Nous ne saurions cependant examiner le budget de 1984
sans avoir au moins quelque idée des perspectives à moyen
terme. M. le chef du Département des finances a bien voulu
nous renseigner sur l'état actuel des travaux de planifica-
tion. Il constate qu'à ce stade des études, les déficits
annuels dépasseraient largement le milliard et même 2 mil-
liards en 1987. Le gouvernement estime que de tels déficits
sont inacceptables; il envisage donc de proposer une série
de mesures qui devraient permettre de réduire le déficit de
1987 à quelque 500 millions.
Comme le gouvernement, la Commission des finances est
sérieusement préoccupée par cette situation. Chacun le sait,
les comptes de 1981 et 1982 ont bouclé infiniment mieux
que ne le prévoyait le budget. On a parlé abondamment de
ces miracles financiers. De surcroît, il est d'ores et déjà
certain que les comptes de 1983 ne présenteront pas l'excé-
dent de dépenses de 960 millions prévu au budget, mais un
excédent nettement moindre. Ces miracles, bien sûr, sont
réjouissants. Cependant, ils sont dus à des causes particu-
lières et non durables. Ils ne doivent donc pas nous faire
oublier que les déficits des comptes fédéraux, qui se répè-
tent année après année depuis quatorze ans, sont dus, eux,
à des causes durables et d'ordre structurel. Le Parlement ne
saurait donc se laisser aller à l'insouciance, l'administration
ne saurait davantage se laisser bercer d'espoir et nous
invitons le Conseil fédéral à y veiller avec toute la rigueur
nécessaire.
Certes, des comparaisons avec l'étranger ont quelque chose
de rassurant. Nombre de pays européens ont des déficits qui
vont de 3 à 12 pour cent du produit national brut. Nous en
sommes, quant à nous, à beaucoup moins de 1 pour cent.
Toutefois, de l'avis de la Commission des finances, nous
aurions grand tort de nous laisser séduire par ces comparai-
sons. En effet, vous le savez, la situation matérielle des
Budget de la Confédération 1984
1686
N 5 décembre 1983
Suisses est aujourd'hui parmi les plus enviables qui soient.
Cela est sans doute dû à de nombreux facteurs, mais notam-
ment à des dépenses publiques mesurées avec rigueur.
Nous avons tout intérêt à nous en tenir à cette politique.
C'est dans cet esprit que la Commission des finances a
examiné le budget de 1984.
Le budget que nous propose le Conseil fédéral présente au
compte financier un excédent de dépenses de 1156 millions
et au budget général un déficit de 1348 millions. Ce résultat
ne correspond pas à ce qu'attendait la Commission des
finances. Celle-ci a examiné, au printemps de cette année,
les perspectives budgétaires du Conseil fédéral pour 1984.
Elle a alors demandé que le déficit soit ramené à un montant
largement inférieur au milliard. Le budget présenté ne
répond pas à ce vœu. La Commission des finances vous
propose donc aujourd'hui de le corriger de telle manière
qu'il y satisfasse.
Nous savons bien que cet important déficit est dû à quel-
ques circonstances bien précises: l'adaptation des rentes
AVS, qui équivaut à un supplément de 360 millions; l'exécu-
tion d'une partie du programme de relance, +320 millions;
l'accroissement de l'aide aux transports publics, +320 mil-
lions; l'augmentation des parts cantonales aux impôts fédé-
raux, +240 millions. Mais nos craintes n'en sont pas pour
autant apaisées. En effet, il faut bien savoir que plusieurs
des faits qui, aujourd'hui, entraînent une augmentation du
budget, se reproduiront ces prochaines années ou en tout
cas les influenceront très directement.
Le budget qu'on nous propose présente une autre caracté-
ristique. Il prévoit une augmentation des dépenses de 10,6
pour cent et un accroissement des recettes de 10,1 pour
cent. A cet égard, ce budget est contraire à au moins deux
règles générales que la Confédération s'est jusqu'ici effor-
cée de suivre en matière financière. Il est contraire, d'abord,
à la règle selon laquelle les dépenses ne sauraient croître
plus vite que les recettes. Il est contraire, ensuite, à la règle
selon laquelle les dépenses ne sauraient croître plus rapide-
ment que le produit national brut. Ces deux règles ont été
rappelées par le Conseil fédéral à juste titre, à de nom-
breuses reprises, ces dernières années, et la Commission
des finances tient à ce qu'elles soient respectées.
Sans doute, la question de savoir si ces règles sont obser-
vées ne doit pas être tranchée sur la base des résultats d'une
seule année. Elle doit l'être sur la base des résultats de
plusieurs années, par exemple d'une législature. Le fait que
le budget de 1984 ne les observe pas ne suffit donc pas à
condamner la politique financière du gouvernement. Aussi
bien nous ne nous plaindrions pas si les perspectives de ces
prochaines années étaient bonnes. Or, précisément, elles
sont mauvaises.
C'est pourquoi la Commission des finances n'admet pas que
la première année déjà d'une législature qui s'annonce
difficile, les dépenses prennent un rythme de croissance qui
dépasse, et celui des recettes, et celui du produit national
brut. C'est la raison pour laquelle elle vous propose des
réductions qui permettront non point de supprimer, mais au
moins de réduire cet écart.
Nous devons être d'autant plus restrictifs que nous ne
pouvons pas affirmer aujourd'hui que les mauvais résultats
prévus pour 1984 pourront être compensés au cours des
années suivantes. Nous avons des certitudes en matière de
dépenses. Nous savons, par exemple, que le développement
de la technologie dans de nombreux domaines entraîne une
explosion des coûts des matériels, notamment dans la
recherche ou dans la défense. Nous savons que nombre
d'investissements entraînent une explosion des frais d'ex-
ploitation. Nous savons que nombre de dépenses fédérales
sont automatiquement liées au renchérissement. Nous
savons que la Confédération devra verser des centaines de
millions supplémentaires en vertu de la nouvelle réglemen-
tation des droits sur les carburants. En revanche, nous
n'avons aucune certitude quant aux recettes supplémen-
taires qui seraient nécessaires pour faire face à ces
dépenses. Il n'est par exemple nullement démontré que les
cantons accepteront de compenser les subventions fédé-
rales supplémentaires qu'ils vont recevoir pour leurs routes.
Il n'est pas démontré qu'ils admettront de renoncer définiti-
vement à leur droit à une part du bénéfice de la Régie des
alcools ou du droit de timbre. Il n'est pas démontré non plus
que le peuple et les cantons accepteront les impôts nou-
veaux que nous avons décidé de leur proposer. Le peuple,
qui a voté d'importantes recettes supplémentaires ces der-
nières années, paraît être devenu plus restrictif. Il sait bien
que seule l'économie, avec tous ceux qui y travaillent, peut
fournir à la Confédération les capitaux dont elle a besoin. Il
sait aussi qu'une économie trop sollicitée ne pourrait plus
dégager les bénéfices qui alimentent la caisse fédérale.
Pour sa part, le Conseil des Etats a réduit le déficit du
Conseil fédéral, qui était de 1156 millions, au montant de 784
millions. Il y est parvenu par les corrections que voici. Tout
d'abord, des économies proprement dites - 26 millions -
réparties sur une multitude de rubriques dans le détail
desquelles je n'entrerai pas; 50 millions destinés à la couver-
ture du déficit des Chemins de fer fédéraux, celui de 1983,
qui sera couvert en 1984, devant être non pas de 600, mais
vraisemblablement de 550 millions. Ensuite, le Conseil des
Etats a biffé 191 millions prévus au titre des subventions
routières dues aux cantons en vertu de la nouvelle régle-
mentation des droits sur les carburants. Sa décision est
justifiée par le fait que la loi d'application ne sera pas encore
prête en 1984. Vous vous rendez compte qu'il ne s'agit pas
pour autant d'une véritable économie; pour peu que cette
législation prévoie un effet rétroactif, les 191 millions
seraient bel et bien dus. Enfin, le Conseil fédéral a augmenté
de 150 millions les recettes de l'impôt fédéral direct, dont 45
à reverser aux cantons, le solde net pour la caisse fédérale
étant de 105 millions. Le Conseil fédéral s'est fondé, pour
faire cette suppression, sur les résultats actuellement con-
nus des rentrées fiscales dans ce domaine.
Votre Commission des finances approuve les décisions
prises par le Conseil des Etats, mais elle les considère
comme insuffisantes et vous propose d'aller plus loin. Dans
un premier temps, nous nous sommes demandé, et nous en
avons longuement discuté, si nous ne devrions pas vous
proposer le renvoi pur et simple de ce budget au Conseil
fédéral en le priant d'en présenter un nouveau avec un
déficit ne dépassant pas un montant de l'ordre de 500
millions. C'est une décision qui se rapproche singulièrement
des propositions qui vous sont actuellement soumises par
deux de nos collègues. Finalement, nous avons renoncé à
cette décision. Il nous a paru à la fois plus opportun, en un
début de législature, et plus efficace de rouvrir de dialogue
avec le Conseil fédéral. C'est pourquoi, après avoir mené un
large débat d'entrée en matière, examiné en détail le budget
de chaque département, nous avons, à la majorité de 13
contre 4, décidé de suspendre nos travaux, de fixer une
nouvelle séance et d'inviter le Conseil fédéral à nous faire
d'ici là de nouvelles propositions d'économies pour un
montant de 250 millions, venant s'ajouter aux décisions
d'économies du Conseil des Etats.
Une minorité de la commission aurait été prête, quant à elle,
à se rallier aux décisions du Conseil des Etats et considérait
que la décision de suspension était inutile et peu opportune.
Au sein de la majorité, d'ailleurs, les avis n'étaient pas
unanimes quant à l'ampleur des économies supplémen-
taires à demander au Conseil fédéral. Si la commission s'est
finalement arrêtée au montant de 250 millions, c'est plutôt
dans le sens d'un maximum, le minimum admis par tous
étant de 100 millions.
La semaine dernière, le Conseil fédéral a été en mesure de
nous proposer 102 millions d'économies supplémentaires.
Dans l'ensemble, il faut quand même le dire, il ne s'agit pas
d'économies au sens propre du terme - du moins pour
l'essentiel -, il s'agit d'une adaptation du budget aux cir-
constances connues à ce jour. En effet, depuis l'époque où
le Conseil fédéral a arrêté les chiffres de son projet, des faits
nouveaux sont apparus - le renchérissement, par exemple,
sera moindre que prévu; certains projets se réaliseront plus
lentement; le degré d'exploitation du budget de 1983, qui
sert, dans une large mesure, à fonder les prévisions pour
- Dezember 1983 N
1687
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1984
1984 a été moins intense qu'on ne le pensait - tous ces
phénomènes, nous devons en tenir compte, le principe de la
véracité du budget tel qu'il est consacré par l'article 7 de la
loi sur les finances nous le commande. Par 14 voix sans
opposition et une abstention, la Commission des finances
vous propose dès lors d'accepter ces 102 millions de réduc-
tion de dépenses.
Elle vous propose en outre des réductions de dépenses pour
un montant de quelque 12,3 millions, des augmentations de
recettes pour environ 10,1 millions, ce qui représente au
total une amélioration de 22 millions et demi, de sorte qu'en
définitive l'excédent de dépenses du compte financier,
arrêté par le Conseil fédéral à 1156 millions, ramené par le
Conseil des Etats à 784 millions, serait, si vous acceptez nos
propositions, réduit en chiffre rond à 659 millions. Par rap-
port au budget de 1983, l'augmentation de dépenses ne
serait plus de 10,6 pour cent comme dans le projet du
Conseil fédéral, mais de 9 pour cent.
Votre commission estime qu'en l'état actuel, il n'est pas
possible d'aller au-delà. Elle n'en reste pas moins de l'avis
qu'un accroissement des dépenses de 9 pour cent est
excessif. A ses yeux, un effort supplémentaire est donc
encore nécessaire. Elle est consciente cependant que, pour
pouvoir formuler de nouvelles propositions, le gouverne-
ment a besoin d'un certain temps, notamment parce qu'il
faut proposer des modifications de lois. C'est pourquoi la
commission vous propose d'utiliser le système des crédits
bloqués. Nous vous invitons à bloquer une somme totale de
150 millions de dépenses, qu'il appartiendra au Conseil
fédéral de répartir entre les départements. Nous vous
demandons en même temps d'inviter le Conseil fédéral à
proposer, d'ici à la session de printemps de 1984, des
économies supplémentaires équivalant à ce montant de 150
millions, ainsi qu'à proposer les modifications législatives
nécessaires. C'est l'objet de l'article 1a que nous vous pro-
posons d'ajouter à l'arrêté sur le budget.
La commission a adopté cette proposition par 10 voix contre
2 et une abstention. C'est à ce moment-là qu'une proposi-
tion de renvoi pur et simple du budget, qui était toujours là
comme l'épée de Damoclès, a été finalement retirée. C'est
pourquoi, d'ailleurs, la Commission des finances, qui a pu
en discuter, vous proposera tout à l'heure de repousser
également les propositions Oehen et Blocher.
Nous vous demandons aussi de réduire de 20,9 millions les
crédits annuels d'engagement pour les subventions et les
prêts qui sont mentionnés à l'article 3, lettre g, du projet
d'arrêté sur le budget. Ce genre de crédit sert à fixer le
montant total des contributions que le Conseil fédéral peut
promettre pendant une année lorsque ces contributions
sont fixées par une décision administrative. La promesse
faite, il arrive une année où elle doit être exécutée, par
exemple parce que la construction subventionnée a été
achevée. La promesse fait alors l'objet d'un crédit de paie-
ment, qui est porté au budget. Ainsi, vous le voyez, les
crédits d'engagement annuels dont nous parlons influence-
ront les budgets des années futures. Pour contenir ces
budgets futurs dans certaines limites admissibles, il nous
faut agir sur les crédits annuels d'engagement.
Nous avons longuement discuté le problème du personnel.
Comme le Conseil des Etats, votre commission estime que
le principe du blocage du personnel, qui a été introduit en
1974 et qui est réglé depuis lors par la loi dès le 1
er
novembre
1983, est une mesure judicieuse qu'il y a lieu d'appliquer.
Mais nous admettons aussi que des situations imprévisibles
peuvent surgir qui exigent des augmentations du plafond
fixé. Tenant compte de ces deux nécessités contradictoires,
la commission vous propose d'accueillir, mais eh partie
seulement, la demande du Conseil fédéral tendant à une
certaine augmentation des effectifs. Je reviendrai sur le
détail dans je cadre de la discussion de l'article 2 du projet
d'arrêté.
En guise de conclusion, la Commission des finances remar-
quera une fois de plus que le budget est la conséquence de
l'application soit de nombreuses lois que nous avons votées,
soit de décisions d'investissement que nous avons prises. La
marge de manœuvre, dont le gouvernement et le Parlement
disposent pour influencer le budget à court terme, est des
plus restreintes. Les moyens dont nous pourrions disposer
pour agir sur le budget à moyen ou long terme sont mal
définis. C'est pourquoi la Commission des finances a consti-
tué, sous la présidence de notre excellent collègue Schwarz,
un groupe de travail qui est chargé d'examiner par quel
moyen le Parlement pourrait accroître son influence sur
révolution des finances fédérales. Ce groupe a déposé un
rapport formulant une dizaine de propositions. Celles-ci
seront examinées dans un séminaire que les commissions
des finances se proposent de tenir au mois de février.
Toutefois, aux yeux de votre commission, deux de ces
propositions méritent un examen urgent. Il s'agit de la
remise en vigueur d'un système de frein aux dépenses et de
l'introduction d'un système de plan financier alternatif. Ces
deux propositions font l'objet de motions que vous trouvez
sur votre dépliant. J'en reparlerai lorsque nous en viendrons
à ce point de la discussion.
La Commission des finances a voté l'arrêté sur le budget tel
qu'il est ressorti de ses délibérations par 11 voix sans
opposition. Je vous invite à en faire autant en ajoutant que,
pour sa part, le groupe libéral souscrit aux propositions de
la commission.
Biel: Der Voranschlag der Eidgenossenschaft hat erstran-
gige Bedeutung. Zuallererst hat er eine politische Bedeu-
tung, denn alles, was wir im Rat beschliessen, findet seinen
Niederschlag in Einnahmen und Ausgaben. Entsprechend
bestimmt der Voranschlag natürlich auch den finanziellen
Spielraum für unser Handeln. Der Voranschlag hat aber
auch erstrangige wirtschaftliche Bedeutung. Die Entwick-
lung der Einnahmen und Ausgaben, die Struktur der Ein-
nahmen und Ausgaben sowie die Art und Weise, wie der
Bund sein Geld zur Deckung seiner Kassenbedürfnisse
beschafft, all das beeinf lusst unsere Wirtschaft, wie auch die
Wirtschaft wiederum den Bundeshaushalt beeinflusst. Und
schliesslich hat natürlich der Bundeshaushalt auch erstran-
gige finanzpolitische Bedeutung, handelt es sich doch um
den grössten einzelnen öffentlichen Haushalt in unserem
Lande.
Aus diesen Gründen tun wir gut daran, besondere Sorgfalt
bei der Behandlung des Voranschlages anzuwenden. Die
beiden Referenten haben Ihnen gezeigt, wie gründlich die
Finanzkommissionen ihre Aufgabe angepackt haben. In all
den Jahren, in denen ich im Parlament mitwirke, hat man
sich noch nie derart eingehend mit dem Voranschlag aus-
einandergesetzt, und zwar schon im Vorfeld seines Aufstel-
lens, dann vor allem in den Sektionen, und man hat insbe-
sondere auch die gesamtwirtschaftlichen und gesamtpoliti-
schen Überlegungen eingebaut. Wir dürfen also ruhig
sagen, dass sich die Finanzkommission, insbesondere die
Finanzkommission des Nationalrates, ausserordentlich
Mühe gegeben und Anstrengungen unternommen haben,
um Ihnen einen Voranschlag vorzulegen, der akzeptabel ist.
Wir präjudizieren mit unserem Budget sehr vieles. Wenn
man zum Budget Anträge stellt, heisst es jeweils, hier könne
man nicht mehr sehr viel machen, das müsse man dann
beim Finanzplan bringen. Beim Finanzplan haben wir aber
keine direkten Mitentscheidungsbefugnisse, wir können nur
fromme Wünsche äussern, und dort vertröstet man einen
dann wieder auf das Budget. Wir haben es also jetzt ernst
genommen und haben gesagt: Gut, jetzt, beim Budget,
werden die Weichen gestellt für die weitere Entwicklung.
Zahlreiches von dem, was wir verabschieden, hat seine
Wirkungen und präjudiziert die kommende Entwicklung,
insbesondere auch den Finanzplan und die Prioritäten. Vor-
läufig wissen wir nicht, wohin die Reise geht. Wir haben
weder einen Finanzplan noch die Regierungsrichtlinien; wir
wissen nur, dass das, was wir heute beschliessen, Einfluss
haben wird. Die logische Folge davon ist, dass wir sehr
zurückhaltend sind, damit wir noch einige Optionen für die
weitere Entwicklung offen haben. Ich betone noch einmal:
zuständig für den Voranschlag ist letztlich das Parlament,
Budget de la Confédération 1984
1688
N 5 décembre 1983
und deshalb ist es richtig, wenn wir hier eigene Vorstellun-
gen entwickeln.
Das Umfeld für diesen Voranschlag ist nicht gerade brillant.
Nehmen wir einmal die Wirtschaft. Nach neuesten Schät-
zungen dürfte im laufenden Jahr das Bruttoinlandprodukt
real um 0,5 Prozent zurückgehen. Wir haben eine zurückge-
hende Beschäftigung, die -1,4 Prozent gegenüber dem Vor-
jahr ausmachen dürfte. Etwas günstiger sieht die Teue-
rungsrate aus, obwohl sie im Jahresdurchschnitt auch noch
höher liegt als im Augenblick. Für das nächste Jahr sieht es
etwas besser aus, wir haben aber nur einen Zwischenauf-
schwung, man rechnet mit einem Bruttoinlandproduktzu-
wachs von 1,6 Prozent real und mit einer Teuerung von
bestenfalls 2,5 Prozent. Die Beschäftigung dürfte praktisch
stabil bleiben. Wir haben nun seit gut zehn Jahren praktisch
ein Wachstum Null. Das sind Grunddaten, die bestimmend
sind für die wirtschaftliche Entwicklung.
Auch finanzpolitisch ist das Umfeld sehr ungünstig. Es
macht sich ein wachsender Steuerwiderstand geltend, die
Stimmbürger stimmen vorwiegend nein, wenn es um Ein-
nahmenerhöhungen geht; auf der anderen Seite haben wir
einen immer manifesteren Ausdruck des Wunsches, die
Staatstätigkeit nicht mehr weiter auszudehnen oder die
sogenannte Staatsquote zumindest zu stabilisieren. Das
sind die Faktoren, die auch für die Beurteilung unseres
Budgets massgebend sein müssen.
Mit dem neuen Budget haben wir nun das 14. Jahr hinterein-
ander Defizite. Wir beginnen auch die dritte Legislaturpe-
riode mit roten Zahlen. Das sollte uns zu denken geben.
Dabei ist schon die letzte Legislaturperiode unter dem Zei-
chen gestanden, dass man am Ende den Haushaltausgleich
erzielen wollte. Von einer Sanierung kann keine Rede sein.
Sie ist weiter aus der Sicht als je. Wenn die Zahlen stimmen,
die wir von den ersten groben Entwürfen für den Finanzplan
gehört haben, sieht es in den nächsten Jahren pitoyabel aus.
Auch das zwingt uns zur Vorsicht. Das Budget, so wie es uns
der Bundesrat vorgelegt hat, ist für mich der Ausdruck der
Kurslosigkeit unserer Finanzpolitik. Dieses Budget ist so
nicht akzeptabel.
Einige Zahlen dürften das unterstreichen: Bei einem nomi-
nellen Bruttoinlandproduktwachstum von bestenfalls 5 Pro-
zent legt man uns ein Ausgabenwachstum von 10,6 bis 10,7
Prozent vor. Dabei nehmen die Einnahmen um 2,05 Milliar-
den Franken oder um knapp 11 Prozent gegenüber dem
Budget 1983 zu. Dennoch hat uns der Bundesrat ein Defizit
von über einer Milliarde Franken offeriert.
Wir haben den Staat nicht etwa ausgehungert, wie immer
behauptet wird. In den letzten zehn Jahren haben die Fiskal-
einnahmen allein um weit über 8 Milliarden Franken oder
um 73 Prozent zugenommen, davon 2,6 Milliarden durch
Steuererhöhungen, die vorgenommen worden sind. Es ist
also nicht der Einnahmenseite anzulasten, dass der Bundes-
finanzhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist, sondern
der Ausgabengestaltung.
Es gibt verschiedene Regeln, um ein Budget zu beurteilen.
Eine wichtige Regel heisst: Wir dürfen keine Konsumausga-
ben oder laufenden Ausgaben durch Neuverschuldung
finanzieren. Mit dem Budget sind wir ganz nahe an diese
Grenze herangestossen. Die Finanzperspektiven, die wir
noch in diesem Jahr behandelt haben, zeigten sogar, dass
man diese Grundregel 1985 und 1986 verletzt hätte.
Eine weitere Regel besagt, dass die Neuverschuldung höch-
stens so gross sein darf wie das Wachstum des Brutto-
inlandproduktes. Auch die Regel drohen wir zu verletzen;
wir sind nahe daran, wenn wir keine Eingriffe vornehmen.
Schliesslich: Wenn wir die Staatsquote nicht ausweiten wol-
len, sollten die öffentlichen Ausgaben nicht stärker wachsen
als das Sozialprodukt, und hier sind wir weit darüber hinaus-
gegangen.
Unter diesen Umständen muss das Parlament intervenieren
- mussten die Finanzkommissionen intervenieren. Der Stän-
derat hat allerdings nurmehr kosmetische Korrekturen vor-
genommen. Wenn man die 191 Millionen Treibstoffeinnah-
men, die man wegen Fehlens gesetzlicher Grundlage vor-
läufig nicht ausgeben kann, zurückstellt, ist das noch keine
Einsparung. Dazu kommen die genannten rund 150 Millio-
nen Mehreinnahmen bei der direkten Bundessteuer gegen-
über der ersten Schätzung des Bundesrates. Das führt
natürlich zu einer Verbesserung des Haushaltes, aber von
Einsparung kann wohl keine Rede sein.
Wir dürfen schon sagen, dass die nationalrätliche Finanz-
kommission wesentlich substantieller vorgegangen ist. Wie
Sie gehört haben, habe ich einen Rückweisungsantrag mit
ganz konkreten Auflagen eingereicht, und der hat mitgehol-
fen, dass wir doch Wege gefunden haben, um Ihnen ein
etwas besseres Ergebnis vorzulegen. Herr Bundesrat Cheva-
laz hat uns «wüsten» Parlamentariern mit unseren wilden
Ausgabenbeschlüssen und unseren Forderungen zwar die
Leviten gelesen, aber er war immerhin am Schluss bereit,
das Budget zurückzunehmen, und hat uns dann im Namen
des Bundesrates Einsparungen von rund 102 Millionen
Franken offeriert; immerhin eine «Offerte», über die man
diskutieren kann, auch wenn sie unter den Voraussetzun-
gen, unter den Überlegungen, die ich Ihnen genannt habe,
noch nicht akzeptabel ist. Aber als erster Schritt liegt nun
doch ein Voranschlag vor, über den wir ruhig diskutieren
können.
Die Finanzkommission hat nun eine weitere Auflage
gemacht, die genannten weiteren Einsparungen bis zum
Frühjahr vorzulegen. Das hilft uns dann auch entsprechend,
ohne Präjudiz über den Finanzplan zu diskutieren, und hilft
vor allem auch dem Bundesrat bei der Aufstellung seines
Finanzplanes. Dass wir nicht stur sind, haben wir übrigens
bei der ganzen Behandlung der Personalbegehren gezeigt.
Wir haben gewisse Begehren als berechtigt akzeptiert, aber
mit der Auflage, dass innerhalb von zwei Jahren - ausser
dem nächsten Jahr- dann der Ausgleich gefunden werden
muss, wie es übrigens auch das erst vom Parlament verab-
schiedete Gesetz verlangt.
Man wird uns natürlich immer sagen: «Ja, wiesoll man dann
kürzen? Man kann nicht mehr!» Tatsache ist, dass der
Bundesrat allein innert Kürze 102 Millionen herausnehmen
konnte; das zeigt, dass genügend Luft in diesem Budget
vorhanden ist. Aber wie geht man vor? Man muss, um die
weiteren Begehren der Finanzkommission zu erfüllen, jede
Dienststelle anweisen, 1,5 Prozent zu kürzen. Die Hälfte
davon ist nötig als Beitrag, um zum Gesamtergebnis zu
kommen, und die andere Hälfte kann jedes Departement als
Reserve zurücknehmen und dann nach Prioritäten intern
mehr oder weniger kürzen. Es lässt sich also ohne weiteres
machen, ohne dass wir Gesetze ändern müssen. Es ist ja
erstaunlich, dass gar nicht so viele Gesetze auf den letzten
Franken festlegen, wieviel wir auszugeben haben, wie man
uns immer vorhält, wenn man Einsparungen ablehnen
möchte.
Wir empfehlen Ihnen Zustimmung zu den Anträgen der
Finanzkommission. Sie bieten eine vernünftige Diskussions-
basis, um auf einige Jahre hinaus doch endlich die Sanie-
rung unseres Bundeshaushaltes in die Wege zu leiten. Wir
können nämlich erst dann wieder politisieren, wenn wir
unseren Finanzhaushalt in Ordnung gebracht haben. Die
Probleme, die wir mit dem Finanzhaushalt haben, hindern
uns daran, dass wir unsere Aufgaben anpacken und das tun,
was unerlässlich ist, um auch in unserem Land die Zukunft
zu gestalten. Voraussetzung ist also, dass wir endlich ernst
machen mit unserem Finanzhaushalt; und ernst können wir
vorläufig nur auf der Ausgabenseite machen. Sie haben
gesehen, dass auf der Einnahmenseite einiges vorgekehrt
worden ist, und wir müssen auch der allgemeinen Stim-
mung Rechnung tragen. Ich bin überzeugt davon, dass wir
es tun können, wenn wir wollen. Es fehlt am politischen
Willen, auch im Parlament, aber es fehlte auch am politi-
schen Willen im Bundesrat; sonst hätte man uns nicht ein
derartiges Budget offeriert.
In diesem Sinne empfehlen wir Ihnen also Zustimmung zu
den Anträgen der Finanzkommission.
Basler: Die Gesamtrechnung des Bundes schliesst seit 1975
mit einem Aufwand ab, der die Erträge des Bundes in
Milliardenhöhe übersteigt. Wenn damals die Gesamtschul-
- Dezember 1983 N
1689Voranschlag der Eidgenossenschaft 1984
den des Bundes 14 Milliarden Franken betragen haben, so
sind es acht Jahre später 25 Milliarden Franken. Bei jeder
Rechnungsabnahme in der Sommersession verspricht man
sich Verbesserungen beim Voranschlag am Jahresende,
und nun ist wieder Dezember. Bei guten Zinsbedingungen
beträgt nun der jährliche Schuldzins mehr als 1 Milliarde
Franken oder rund 2000 Franken pro Minute. Die Fraktion
der SVP wird daher allen Kürzungsvorschlägen der Finanz-
kommission zustimmen. Sie bekräftigt den schon bei den
Haushaltperspektiven erklärten Willen, den Bundeshaushalt
bis Ende dieser neuen Legislatur im Gleichgewicht zu
sehen.
Im Gegensatz zur vergangenen Legislatur glauben wir nicht
mehr an Mehreinnahmen durch Erschliessen neuer Finanz-
quellen, ausgenommen die Autobahnvignette und die
Schwerverkehrsabgabe, die nun abstimmungsreif beim Volk
liegen. Aber wir möchten den neuen Legislaturfinanzplan
nicht mehr mit sogenannten «non-valeurs» auf der Einnah-
menseite verfälscht sehen.
Kollege Biel hat eben darauf hingewiesen, dass das Steuer-
klima nicht mehr gut sei im Lande. Man spürt die Klemm-
kraft der nun wirkich genug angezogenen Steuerschrauben.
Das jüngste Beispiel ist der um 25 Prozent gesteigerte
Steuerertrag auf Einkommen und Vermögen zwischen die-
sem und dem letztjährigen Voranschlag. Natürlich liegt eine
Neuveranlagung der direkten Bundessteuer dazwischen.
Aber gerade das spüren die Bürger. Durch die Besteuerung
juristischer Personen, also der Kapitalgesellschaften, holt
sich der Bund auch keine Lorbeeren. Auf die Beteiligungs-
gewinnsteuer, die der Bundesrat im Steuerharmonisie-
rungsgesetz vorsieht, ist bestimmt zu verzichten. Statt des-
sen gehört dort das Verbot der steuerlichen Doppelbela-
stung von Aktiengesellschaften und Aktionären hinein . Das
sind nötige Rahmenbedingungen für die Stärkung der
schweizerischen Wirtschaft, nicht die Innovationsrisikoga-
rantie.
Ja, wo soll denn gespart werden? Das wird uns von bundes-
rätlicher Seite entgegengehalten. Im Parlament, aber auch
in der Verwaltung sind unzählige Sparvorschläge gemacht
worden, zum letzten Mal bei der Behandlung der Haushalt-
perspektiven in der letzten Sommersession. Es fehlt nicht an
Vorschlägen, sondern an ihrer Durchsetzung. Wir verlangen
vom Bundesrat ein Gesamtpaket von Sparmassnahmen.
Am 4. Dezember 1977 sind Massnahmen zum Ausgleich des
Bundeshaushaltes mit 62 Prozent annehmenden Stimmen
gebilligt worden. Sie beinhalteten über 30 Gesetzesänderun-
gen. So traf es alle Bereiche, nicht nur wahlweise einzelne.
Eine gewisse Opfersymmetrie beim Verschnüren des Spar-
paketes ist beachtet worden. Seither hat man diesen Aus-
druck nur noch zur Begründung gleichzeitiger Mehreinnah-
men gebraucht. Dennoch, wir wollen die Bereiche, in denen
sich der Bund entlasten sollte, nochmals angeben.
Das sind einmal die Subventionen. Der Bund besitzt einen
Entwurf für ein Subventionsgesetz, in dem gute Ansätze
stecken, unter anderem die Befristung; überall dort, wo mit
Subventionen ein Anreiz zu Massnahmen beabsichtigt ist,
würde ihre Wirkung durch Befristung oder zeitlich gestaf-
felte Senkung der Beitragssätze noch erhöht. So verstehen
wir es einfach nicht mehr, warum der Bund noch immer die
Gemeindekanalisationen subventioniert. Dass die Kanalisa-
tionen Voraussetzung für die bauliche Erschliessung sind,
dafür sorgen heute Gesetze über den Gewässerschutz, und
dass solche Werke durch Anschlussbeiträge und
Schwemmgebühren zu finanzieren sind, statt durch Steu-
ern, ist doch selbstverständlich. Der Bund kann aber auch
Aufgaben an die Kantone geben, nurmusserdie Kompeten-
zen delegieren. Die Flughäfen sind ein Beispiel dafür.
Landegebühren und Flughafentaxen sind die verursacher-
gerechten Finanzquellen, nicht die Bundessteuern.
Um weiter bei den Gesamtbereichen zu bleiben, sind es die
den einzelnen Bundesaufgaben direkt zuteilbaren Einnah-
men. Der Gesamtdeckungsgrad - das ist hier das Stichwort
- in Prozenten der Ausgaben hat 1970 noch 36 Prozent
betragen, jetzt sind es noch 27 Prozent. Dass diese schlech-
ten Kostendeckungsgrade sogar zu Fehlverhalten führen,
213-N
zeigt die Rechtsprechung in unserem Lande. Wer ein Bau-
gesuch oder eine Schadenersatzklage hinhalten will, der
zieht den Fall weiter bis ans Bundesgericht. Eine echte
Kosten-Nutzen-Zuteilung würde die Rechtspflege oftmals
vor Missbrauch schützen und die öffentlichen Finanzhaus-
halte entlasten.
Ich nenne einen weiteren Sammelbereich: Die Lockerung
der Ausgabenautomatismen. Dazu braucht es nicht überall
Gesetzesänderungen. Nehmen wir den AHV-Bereich. Die
Rentensteigerung von 11,3 Prozent über das kommende
Jahresende kostet 1,6 Milliarden Franken. Das sind gute 200
Millionen Franken mehr, als was die effektiv eingetretene
Lohn- und Preissteigerung verlangen würde. Wenn die
Teuerung schon vorauszuschätzen ist, so könnte man ihr
doch eine Chance geben, kleiner zu werden, zumal noch
über Indexfehler diskutiert werden könnte.
Nachdem die arbeitgeberseitigen Zulagen, Zuschläge und
Beiträge des Bundes die einmalige Spitze von 32 Prozent
auf den Besoldungen und Gehältern betragen,.könnte sich
der Bund wenigstens dort, wo Totalrevisionen in der Sozial-
gesetzgebung wirksam werden, an den neuen Vorstellun-
gen des Gesetzgebers orientieren. Im neuen, auf den
- Januar 1984 gültig werdenden Unfallversicherungsgesetz
heisst es im Artikel 91, dass der Arbeitgeber die Berufs-
unfallversicherung übernehme und der Arbeitnehmer die
Beiträge an die Nichtberufsunfallversicherung. Statt dessen
will der Bund zwei Drittel der Nichtberufsunfallprämien sel-
ber beitragen. Dieses Thema braucht noch eine vertiefte
Darstellung (ich verweise auf die dringliche Interpellation).
Nochmals: Das sind alles keine Gesetzesänderungen. Wir
wünschen nur, dass der vom Gesetzgeber vorgesehene
Handlungsspielraum ausgeschöpft werde.
Schliesslich möchte unsere Fraktion noch auf die vom Kom-
missionspräsidenten Hofmann dargestellte Ratserfahrung
hinweisen. Für die vielen Kommissionen unseres Parlamen-
tes steht ihr Sachgeschäft im Vordergrund, nicht die
Gesamtübersicht der EJundesfinanzen; daher ist es Aufgabe
der Exekutive, also des Bundesrates, nicht der beiden Kam-
mern der Volks- und Ständevertreter, die Details der Ausga-
benreduktion auszuarbeiten. Wenn dieser Appell zu Beginn
der Legislatur wieder nicht fruchtet, müssten wir uns überle-
gen, ob und wie wir die Rechtsgrundlagen zu einer Ausga-
benplafonierung auf die voraussichtlichen Einnahmen fin-
den könnten (also in Analogie zur Stellenplafonierung).
Was nun die Stellenplafonierung betrifft, ist die Mehrheit
unserer Fraktion enttäuscht darüber, dass die unbestritte-
nen Neubesetzungen nicht durch Stellenverschiebung
innerhalb des bisherigen Gesamtbestandes möglich
werden.
In der Finanzkommission sehen wir die Probleme bei den
eidgenössischen Gerichten. Wir haben ihr Schreiben zur
Kenntnis genommen. Aber wenn sich nun der Rat für 140
zusätzliche Etatstellen und 72 Hilfskräfte entscheidet, so sei
das Versprechen miterwähnt, den Stand von 1983 innerhalb
dreier Jahre wieder zu erreichen. Wir sehen das so: In der
allgemeinen Bundesverwaltung scheiden jedes Jahr durch-
schnittlich 2600 Mitarbeiter aus. Wenn nur jede zehnte frei-
werdende Stelle nicht wieder besetzt würde, so ergäbe das
260 Stellen jährlich, die der Bundesrat zur Verfügung hätte;
auch wenn er davon 60 zum Abbau dieser vorübergehenden
Erhöhung benötigt, so blieben ihm noch jedes Jahr 200 zum
Neuverteilen. Wir wissen um die Schwierigkeit, so etwas
durchzusetzen; wir wünschen aber, dass unsere Bundesräte
hier nicht als sieben Departementsvorsteher handeln, son-
dern als Kollegialbehörde. Es wäre schade, wenn das Parla-
ment aussenstehende Experten damit beauftragen müsste,
was die ureigenste Aufgabe der Regierung ist, nämlich
Prioritäten in der 33 OOOköpfigen allgemeinen Bundesver-
waltung zu setzen.
Die Fraktion der SVP wird dem Antrag der Kommission
zustimmen, noch 150 Millionen Franken bis zur Frühjahrs-
session zu sperren. Die SVP-Fraktion wird auch die Motion
über die Ausgabenbremse befürworten.
Budget de la Confédération 19841690
5 décembre 1983
M. Carobbio: Avant de parler du budget, permettez-moi une
remarque. Les membres de ce conseil qui ne font pas partie
de la Commission des finances ou qui n'ont pas de repré-
sentants de groupe dans cette commission - et nous
sommes parmi eux - n'ont reçu le dépliant avec les der-
nières propositions et décisions ainsi que les nouvelles
propositions du Conseil fédéral que cet après-midi. Ils doi-
vent donc prendre connaissance de tous ces problèmes fort
complexes du budget de la Confédération au fur et à mesure
des délibérations. Vous admettrez certes que cette manière
de procéder est fort discutable, voire peu sérieuse. D'autant
plus que les discussions de la commission -selon le procès-
verbal que notre président a bien voulu mettre à la disposi-
tion de notre groupe, ce dont je le remercie - portent sur des
problèmes qu'il faudrait absolument connaître à l'avance
afin de mieux évaluer les divers aspects du budget et les
propositions qui nous sont faites. Je prendrai un seul exem-
ple: le rapport et les propositions de M.Schwarz visant à
modifier la procédure de décision de ce Parlement en
matière de finances et de crédits.
Il y a lieu de demander à la Commission des finances et au
Conseil fédéral, de faire part de leurs décisions quelques
jours avant la discussion devant le plénum.
Le budget 1984 de la Confédération, selon le projet initial du
Conseil fédéral, appelle de la part de notre groupe les
remarques suivantes: nous considérons ce budget comme
un budget de transition, qui termine la législature et qui
n'aurait pas dû donner lieu à de grands débats sur la
politique financière du Conseil fédéral. Et cela pour trois
raisons principales.
Premièrement, parce qu'on ne connaît pas encore les
Grandes lignes de la politique gouvernemental ni le nou-
veau plan financier, ni encore les objectifs que le Conseil
fédéral et les quatre partis qui y sont représentés entendent
poursuivre dans la nouvelle législature.
Deuxièmement si, comme le dit le Conseil fédéral dans son
message, l'augmentation des dépenses prévues est supé-
rieure au produit national brut, ce qui a donné lieu, au
Conseil des Etats, dans notre commission ainsi qu'ici, à de
vives confrontations allant même jusqu'à envisager le renvoi
du budget au Conseil fédéral (voir la proposition de M. Biel à
la commission), cela est la conséquence de mesures obliga-
toires telles que l'augmentation des rentes AVS, des crédits
à la relance économique, des parts cantonales à l'impôt
direct, de l'aide aux transports publics, des droits sur les
carburants, que personne ne contestent.
Troisièmement, le déficit prévu de plus d'un milliard ne
représente qu'un demi pour cent du produit national brut. Il
s'agit là d'un des pourcentages les plus bas parmi les pays
industrialisés d'Europe où il varie entre 3 et 12 pour cent du
PNB.
Je suis d'accord avec M.Bonnard de ne pas exagérer les
comparaisons, mais il faut pourtant en tenir compte. J'ai lu
avec plaisir que le Conseil fédéral reconnaît et rappelle ces
faits, dans le but de porter un jugement mieux équilibré de la
situation du budget 1984 de la Confédération. Pour toutes
ces raisons, nous considérons le budget 1984 comme
entrant dans les normes et contenant même un élément
nouveau intéressant. Je pense ici à la proposition du Conseil
fédéral d'augmenter les effectifs du personnel, en particulier
ceux du corps des gardes-frontière et ceux de la section des
réfugiés. Cela ne nous empêche pas d'émettre des critiques
au budget 1984 de la Confédération. Loin de là. Il s'agit de
critiques d'ordre général, que notre groupe a adressées
plusieurs fois déjà à la politique financière du Conseil fédé-
ral et des partis gouvernementaux. Ces critiques concernent
l'insuffisance de mesures concrètes visant à rechercher de
nouvelles recettes, en particulier dans le domaine des capi-
taux, des opérations spéculatives, des gros profits et des
revenus. Je ne suis pas de l'avis de M. Biel qui prétend que le
peuple ne serait pas d'accord avec des augmentations de
recettes. Il s'agit plutôt de savoir de quelle manière on
présenterait au peuple de telles augmentations. Notre criti-
que concerne aussi l'insuffisance des mesures ayant trait à
ce qu'on appelle la symétrie des sacrifices, en particulier
dans le domaine des dépenses pour les routes, le trafic privé
et les dépenses militaires. En outre, à notre avis, le maintien
des réductions linéaires qui touchent toute une série de
contributions aux cantons, aux communes, qui touchent
aussi les dépenses pour la formation, la recherche, l'aide au
développement, la protection de l'environnement ainsi que
le blocage des contributions aux caisses-maladie conti-
nuent de représenter une injustice.
Tout en acceptant le principe de l'assainissement des
finances fédérales, nous maintenons donc nos critiques à la
politique financière de la Confédération, une politique basée
essentiellement sur des mesures d'économie, en bonne
partie à sens unique. Nous espérons vivement que le pro-
chain projet de plan financier sera plus différencie, bien que
nous n'ayons ni grande confiance ni beaucoup d'illusions; il
n'est pourtant pas interdit d'espérer.
C'est dans cet ordre d'idées que nous avons considéré le
budget 1984 de la Confédération comme un budget de
transition. C'est pour ces mêmes raisons - et nous tenons à
l'affirmer - que nous ne saurions souscrire au «catastro-
phisme» - ce terme a été utilisé par M. Chevallaz, conseiller
fédéral, lors d'une séance de commission - des partis bour-
geois à propos du budget 1984 de la Confédération.
Tout comme M. Chevallaz devant la Commission des
finances, nous protestons contre ce catastrophisme, tout en
regrettant que le Conseil fédéral n'en ait pas tiré les conclu-
sions logiques en défendant son projet de budget.
A vrai dire, M. Chevallaz, vous vous ralliez très vite aux
propositions des Cassandres du Conseil des Etats et de la
Commission des finances, en acceptant tout une nouvelle
série de coupes, en grande partie discutables.
Or, de deux choses l'une. Ou bien les propositions du
Conseil fédéral dans son projet première version étaient
justifiées et alors je comprends mai comment vous avez pu y
renoncer si rapidement, ou alors elles ne l'étaient pas et il y a
lieu de se poser des questions quant à la préparation du
budget.
L'insistance des partis bourgeois à vouloir ramener le déficit
1984 à moins de 500 millions environ, y compris les crédits à
la relance, en faisant de nouvelles économies et en refusant
une fois encore d'aborder le vrai problème des finances
fédérales qui est toujours plus clairement celui des recettes,
est à mon avis contradictoire et répond une fois de plus à la
volonté de s'attaquer, par ce biais, à certaines tâches bien
précises de l'Etat. A M. Blocher, Biel, ainsi qu'aux rappor-
teurs de la commission, je dirai qu'il ne convient pas d'être
d'accord avec le principe de l'intervention et des contribu-
tions de l'Etat, uniquement lorsqu'il s'agit d'aider l'écono-
mie privée, les gros paysans ou le trafic privé et, par contre,
de faire du «catastrophisme» financier lorsque sont en ques-
tion certaines dépenses courantes de la Confédération,
telles que celles en faveur du personnel ou certaines
dépenses sociales; cela surtout si, en même temps, l'on
continue à s'opposer à la recherche de nouvelles recettes, et
ce d'autant plus qu'il est notoire que les possibilités de
manœuvre du côté des dépenses sont très limitées. En effet,
vous refusez des coupes plus importantes - mais pourtant
possibles - dans des domaines tels que ceux du trafic privé
et des dépenses militaires.
Je me demande si une telle attitude n'est pas quelque peu
démagogique. De toute façon, elle est idéologique. Pour
cacher une telle attitude, il ne suffit pas de faire, à l'instar du
Conseil des Etats et, dans une certaine mesure, de la Com-
mission des finances et du Conseil fédéral, dans les der-
nières propositions qu'il a présentées, des opérations d'«es-
thétique» budgétaire qui ne font pratiquement que déplacer
dans le temps des dépenses indispensables de toute façon.
Pour toutes ces raisons, notre groupe s'oppose, non pas
vraiment à certaines propositions particulières sur les-
quelles on pourrait encore tomber d'accord, mais à l'esprit
qui préside aux raisonnements et aux décisions de la Com-
mission des finances. Il s'oppose également aux diverses
propositions de renvoi qui nous ont été présentées, plus
particulièrement aux raisons qui les justifient. Cette attitude
est dictée non pas par une opposition à l'assainissement des
- Dezember 1983 N
1691
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1984
finances fédérales, y compris au moyen d'une rationalisa-
tion des dépenses, mais simplement parce que nous refu-
sons cette façon «idéologique» d'aborder le problème,
visant- c'est là l'objectif de la majorité de la commission -à
imposer, en ce qui concerne le futur plan financier, un choix
précis: celui des économies à tout prix, comme cela a été le
cas la législature passée.
En ce qui concerne les propositions de la Commission des
finances, nous refusons de les suivre, notamment celle qui
tend à réduire l'augmentation des effectifs du personnel,
demandée par le Conseil fédéral. A mon avis, il s'agit là
d'une proposition qui cherche à améliorer les services fédé-
raux dans des domaines où l'unanimité est faite sur la
nécessité d'agir. Prendre des décisions telles que celles
proposées par la commission est une attitude paradoxale,
car elle ne fait qu'aggraver la situation, risquant même
d'aller à rencontre de l'idée de la nécessité d'une améliora-
tion de la situation des finances de la Confédération.
Nous refusons aussi le principe de certaines réductions de
crédits, notamment celles prévues aux offices fédéraux de la
protection de l'environnement, de l'éducation et de la
science, de l'industrie, des arts et métiers et du travail, ainsi
que le blocage de 50 millions, en ce qui concerne les
contributions aux Chemins de fer fédéraux.
Mais nous nous opposons aussi tout nettement à deux
propositions de la commission, soit à celle de l'article 1a,
prévoyant un blocage de 150 millions du budget 1984 afin de
donner le temps au Conseil fédéral de présenter d'autres
propositions d'économies - ainsi qu'à celle contenue dans
la motion de la Commission des finances visant pratique-
ment à introduire un nouveau frein aux dépenses comme
seule mesure valable pour affronter le problème de l'assai-
nissement des finances fédérales, et cela par l'introduction
du principe selon lequel la majorité des membres du conseil
serait requise pour l'adoption de nouvelles dépenses!
Nous considérons par contre comme de simples mesures
d'«esthétique» budgétaire, certaines des propositions faites
au Conseil des Etats, telles que, par exemple, celle visant à
supprimer les 191 millions prévus pour l'Office des routes.
En conclusion, notre groupe combattra ces propositions de
la commission. Il annonce déjà son refus total du budget
1984, si, comme il est fort probable, il sera adopté dans la
version réduite du Conseil des Etats et de notre Commission
des finances.
Feigenwinter: Ein weiser Mann hat einmal gesagt, es gebe
nichts Neues unter der Sonne. Das trifft nun für mich in
zweierlei Hinsicht zu. Es ist natürlich schwer, nach diesen
sehr weitgehenden, breiten Erklärungen aller Sprecher hier
noch etwas Neues einzubringen. Es ist fast unmöglich, und
es ist auch schwer, um diese Zeit noch die Aufmerksamkeit
des Rates zu erhalten.
Man könnte aber auch sagen: Es gibt nichts Neues unter der
Sonne mit Blick auf die Finanzen des Bundes. Wir haben
nun seit ungefähr 14 Jahren die Situation, dass wir jedes
Jahr mit schöner Regelmässigkeit mehr ausgeben als wir
einnehmen. Ich habe langsam den Eindruck, als ob man
resigniere, als ob vor allem der Bundesrat resigniere. Wenn
wir einen Blick ins Ausland werfen, könnten wir sogar noch
eine Bestätigung für unsere Haltung finden. Wir sind mit
Abstand dasjenige Land, das - gemessen am Bruttosozial-
produkt - weitaus die kleinsten Defizite hat. Aber das kann
uns natürlich nicht über den lamentablen Zustand der Bun-
desfinanzen hinwegtrösten; denn bekanntlich ist unter den
Blinden der Einäugige König, und ich habe den Eindruck,
als ob wir langsam einäugig geworden seien; als ob die
Gefahr bestünde, dass wir auch blind werden ob dieser
Situation. Ich glaube, es ist Zeit, dass wir die Augen wieder
einmal weit aufreissen und uns Rechenschaft darüber
geben, dass das nicht so weitergehen kann.
Man hat in der letzten Zeit von einem Kraftakt zwischen der
Finanzkommission des Nationalrates und dem Bundesrat
geschrieben und gesprochen. Das ist ein falscher Ausdruck.
Wenn er allerdings bedeuten sollte, dass es sehr viel Kraft
brauche, um den im Dreck steckengebliebenen Karren der
Bundesfinanzen mit vereinten Kräften herauszuziehen, dann
gibt das die Situation richtig wieder; wenn man aber damit
meint, dass das Parlament den Bundesrat ausspiele und der
Bundesrat das Parlament, dann ist die Situation falsch
erfasst. Es braucht tatsächlich die vereinten Kräfte, um die-
ses Staatsschiff flott zu machen.
Ich habe seit acht Jahren, in denen ich die Ehre habe,
diesem Parlament anzugehören, immer wieder vom Bestre-
ben gehört, die Bundesfinanzen mittelfristig auszugleichen,
und ich habe regelmässig erlebt, dass im Dezember diese
mittlere Frist stets wieder um ein Jahr verschoben worden
ist. Das ist dann das Ergebnis: dass wir wahrscheinlich die
mittlere Frist nie erreichen werden und den Ausgleich bis
zum Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben. Aber es. geht
nicht mehr so weiter, weil man über lange Zeit nicht über die
eigenen Verhältnisse leben kann. Der Bund muss sich auf-
raffen, diesen Ausgleich herzubringen.
Ich glaube nicht, dass das auf dem Einnahmensektor
geschehen kann. Ich habe den Eindruck - und ich bin
wahrscheinlich nicht der einzige in diesem Saal -, dass im
Lande draussen eine gewisse Steuermüdigkeit besteht, dass
sehr kritische Vorbehalte zu neuen Steuern angebracht wer-
den. Wir stehen vor der Abstimmung über die Schwerver-
kehrssteuer und die Vignette; ich wage da keine Prognose,
wie diese schlussendlich ausgehen wird. Andererseits flies-
sen die Einnahmen eigentlich fast überreichlich, so über-
reichlich, dass wir sie gar nicht verdient haben. Wir haben
eigentlich nichts gemacht. Sie sind die Folge einer immer
noch gutgehenden Wirtschaft. Wir haben da vielleicht doch
ein bisschen Glück gehabt.
Dann bleibt noch die Möglichkeit der Sanierung auf der
Ausgabenseite, und hier sehe ich nicht ganz klar, wie das
bei den direkten Aufgaben des Bundes- auf dem Militärsek-
tor, sozialen Sektor, Erziehungssektor, Bildungssektor usw.
- geschehen sollte. Ich kann mir nur vorstellen, dass das
höchstens bei den Übertragungen der Fall sein dürfte. Nur
dort wird es möglich sein, Kürzungen durchzuführen. Wir
haben vor drei, vier Jahren eine Übung durchgeführt, indem
wir linear gekürzt haben, weil wir es differenzierter bis heute
nicht geschafft haben; die Finanzkommission hat auch dis-
kutiert, ob wir hier diesen etwas unbequemen und auch
nicht sehr eleganten Weg weitergehen und statt 10 Prozent,
15 Prozent lineare Kürzungen beschliessen sollten. Ich
glaube aber, dass es auf diesem Weg gehen muss. Wenn Sie
nämlich die Ergebnisse, die Einnahmen und Ausgaben aller
drei öffentlichen Hände- des Bundes, der Kantone und der
Gemeinden - über Jahre hinweg analysieren, so werden Sie
feststellen, dass an sich auf diesen drei Ebenen genügend
Mittel vorhanden sind, um die Staatsaufgaben zu erfüllen.
Auf die letzten fünf bis zehn Jahre gemessen, standen genü-
gend. Mittel zur Verfügung; nur waren sie, wenn man die
Stellung des Bundes analysiert, falsch verteilt.
Morgen ist ja Sankt-Nikolaus-Tag. In den letzten Jahren hat
dieser Sankt Nikolaus vor allem auf den Gemeindeebenen
jeweils ein sehr kostbares Geschenk verteilt; es sind die
Steuersenkungsgeschenke, die alljährlich in den Gemeinde-
versammlungen beschlossen werden. Also: den Gemeinden
ist es möglich, die Steuern zu senken. Das macht sogar
nicht einmal Halt vor den Kantonen. Nur der Bund hat immer
noch zuwenig Geld. Er hat sogar Geschenke gemacht, ohne
es zu vermögen. Ich erinnere an die kalte Progression, die
wir eines Tages auch im Bundeshaushalt zu verkraften
haben.
Nun, die Absicht der Finanzkommission, unterstützt von der
CVP-Fraktion, ist es, die Bundesfinanzen etwas rascher zu
einem gewissen Ausgleich zu bringen.
Erschreckend sind die Perspektiven, die durch Herrn Bun-
desrat Chevallaz in der Finanzkommission aufgezeigt wor-
den sind, wonach ohne massive Eingriffe das Defizit 1986/87
2 bis 2,5 Milliarden betragen werde. Das ist natürlich eine
Situation, die man nicht in Kauf nehmen darf. Wir müssen
heute mit der Sanierung beginnen. Deshalb glauben wir, es
war richtig, dass die Finanzkommission sich nicht mit die-
sem Budgetentwurf einverstanden erklärte und vom Bun-
Budget de la Confédération 1984 1692 N 5 décembre 1983
desrat - über dasjenige, was der Ständerat getan hat -
verlangt, dass weitere Sparvorschläge gemacht werden.
Der Bundesrat hat in einer ersten Runde innert einer Woche
100 Millionen Franken auf den Tisch des Hauses gelegt.
Dann hat er gesagt: Weiter geht es nicht. Wir möchten ihm
eine Erholungspause bis zum Frühling gönnen, damit er
auch die restlichen 150 Millionen noch einbringt. Wenn wir
hier und jetzt kein Zeichen setzen, sind wir bei der Rech-
nung und beim Voranschlag 1984 wieder gleich weit. Wir
müssen heute beginnen, damit auch wirklich auf mittlere
Frist dieser Bundeshaushalt saniert werden kann.
In diesem Sinne beantrage ich Ihnen namens der CVF-
Fraktion die Zustimmung zu den Anträgen der Finanzkom-
mission und die Ablehnung aller Anträge, die gegenteilige
Ziele haben.
Hier wird die Beratung dieses Geschäftes unterbrochen
Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 19 Uhr 15
La séance est levée à 19 h 15
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften
Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées
Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Voranschlag der Eidgenossenschaft 1984
Budget de la Confédération 1984
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung
Dans
Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1983
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
05
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
83.052
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
05.12.1983 - 14:30
Date
Data
Seite
1682-1692
Page
Pagina
Ref. No
20 012 034
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